Wirtschaft

Es riecht nach Einigung GDL und Bahn haben etwas zu verkünden

05b12d9eb04c3476b3a52fe1b1cd92a2.jpg

Für 10.30 Uhr planen die GDL und die Bahn eine Pressekonferenz.

(Foto: dpa)

Ein gemeinsamer Auftritt von Bahn und GDL war lange Zeit etwas Undenkbares. Zu festgefahren ist der Tarifkonflikt der Lokführer-Gewerkschaft mit dem Konzern. Doch nun gibt es Bewegung - auch dank der Vermittlung zweier Ministerpräsidenten. Am Vormittag gibt es sogar eine Pressekonferenz.

Die Lokführergewerkschaft GDL und die Deutsche Bahn haben sich in ihrem festgefahrenen Tarifstreit angenähert und wollen sich gemeinsam zum Stand der Verhandlungen äußern. Beide Seiten teilten mit, es werde eine gemeinsame Pressekonferenz von Bahn-Personalvorstand Martin Seiler und GDL-Chef Claus Weselsky um 10.30 Uhr in Berlin geben.

"In den vergangenen Tagen haben intensive Gespräche stattgefunden, um in der Tarifrunde zwischen der Deutschen Bahn AG (DB) und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) im Sinne der Fahrgäste und der Beschäftigten gemeinsame Lösungen zu finden", hieß es. Details wurden zunächst nicht bekannt, mehrere Medien berichteten jedoch, dass es eine Einigung gebe.

Auch die Ministerpräsidenten von Niedersachsen und Schleswig-Holstein, Stephan Weil und Daniel Günther, werden an dem Pressegespräch teilnehmen. Dies könnte darauf hinweisen, dass die Bundesländer in dem Konflikt womöglich eine Art Mediation übernommen haben könnten. Eine Schlichtung zwischen der Bahn und GDL war im Herbst 2020 gescheitert.

Bahn kommt Lokführern entgegen

Der damalige Schlichter Bodo Ramelow von der Linkspartei twitterte: "Um 10.30 Uhr gibt es die Ergebnisse und zwei Kollegen von mir haben eine wirklich gute Arbeit gemacht."

Bereits am Mittwoch gab es Berichte, nach denen es Bewegung in dem Konflikt gebe. Die Bahn war den Lokführern am Wochenende entgegengekommen und hatte eine zusätzliche Entgeltkomponente in Aussicht gestellt. Der Konzern hält sich aber bedeckt, wie diese genau aussehen könnte. Neben der geforderten Lohnerhöhung von 3,2 Prozent bietet er auch eine Corona-Prämie für 2021 von bis zu 600 Euro an.

Bahn-Vorstand Seiler hatte die Gewerkschaft wiederholt aufgefordert, die Gespräche wieder aufzunehmen und dabei Kompromisse zu finden. Die GDL hatte ihren dritten und bisher längsten Streik in dieser Tarifrunde am Dienstag vergangener Woche beendet. Vorige Woche hatte die Gewerkschaft aber damit gedroht, Anfang dieser Woche mit der Vorbereitung des nächsten Arbeitskampfes zu beginnen, sollte das Konzernmanagement bis dahin kein verbessertes Angebot vorlegen.

Quelle: ntv.de, jog/rts

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen