Wirtschaft

Keine Umsatzerholung Gastgewerbe im Corona-Loch gefangen

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Auf die Party im Sommer folgte für die Branche einmal mehr der Kater im späten Herbst.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Jahr im Gastgewerbe spiegelt einmal mehr den Pandemieverlauf wider. Es beginnt mau. Mit der Entspannung der Lage steigen die Erlöse im Sommer. Dann schlagen Delta und am Ende Omikron erneut Schneisen auf der Einnahmeseite.

Das deutsche Gastgewerbe hat sich im vergangenen Jahr trotz einer zeitweiligen Umsatzsteigerung nicht vom coronabedingten Einbruch des Vorjahres erholen können. Allerdings blieb auch ein weiterer Rückgang der Einnahmen aus, und die Branche stabilisierte sich. Am Ende machten Hotels, Kneipen und Restaurants preisbereinigt ebenso viel Umsatz wie im von der Corona-Pandemie geprägten Vorjahr 2020, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Nach enormen Einbußen im Winter und Frühjahr stiegen die Umsätze der Branche im Sommer deutlich. Zwar fielen sie zum Jahresende wieder, blieben aber noch deutlich über den Werten aus dem Lockdown im November und Dezember 2020.

Nominal - also nicht preisbereinigt - stieg der Umsatz im Gesamtjahr um zwei Prozent. "Damit waren die Jahre 2020 und 2021 die umsatzschwächsten seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994", erklärte das Bundesamt. Im Vergleich mit dem Vorkrisenjahr 2019 setzte das Gastgewerbe demnach 2021 real gut 40 Prozent und nominal fast 36 Prozent weniger um. Die Angaben basieren auf den Umsatzzahlen für die Monate Januar bis November und einer Schätzung für den Monat Dezember, die nach Angaben des Bundesamtes "von Umsatzrückgängen durch die Einführung von 2G-Regeln ausgeht".

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Über das Jahr betrachtet konnte das Gastgewerbe demnach "nach den enormen Umsatzrückgängen im Frühjahr" seit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen im Mai 2021 seine Umsätze erheblich steigern. Für den November verzeichneten die Statistiker allerdings einen preisbereinigten Rückgang um 12,5 Prozent zum Vormonat. "Der Umsatzrückgang dürfte auf steigende Inzidenzzahlen seit Ende Oktober sowie eine verschärfte Corona-Verordnung Ende November zurückzuführen sein", erläuterte das Bundesamt.

Die Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen verzeichneten im November 2021 gegenüber Oktober 2021 demnach ein reales Umsatzminus von 14,8 Prozent. In der Gastronomie fiel der preisbereinigte Umsatz im Vormonatsvergleich um 11,1 Prozent.

Quelle: ntv.de, jwu/AFP/dpa

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