Wirtschaft

Preis so hoch wie noch nie Goldhandel boomt in Deutschland

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Für 1400 Euro wird die Unze Gold im Moment in London gehandelt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Goldpreis in Euro steht auf einem Allzeithoch. Doch das schreckt Kunden keinewegs ab: Die Nachfrage nach Gold und auch der Verkauf von Gold steigen in der Republik. Ein Grund könnte die Zahl der Eheschließungen sein.

Edelmetallhändler und Juweliere melden glänzende Geschäfte mit Gold. Die Nachfrage sei stark gestiegen, wie Vertreter beider Branchen melden. Zudem tragen viele Kunden wegen des Preisanstiegs vermehrt Altgold zu Ankaufshäusern oder zum Juwelier. Ab Freitag trifft sich die Schmuck- und Juwelenbranche bei der Münchner Fachmesse Inhorgenta, zu der über 1050 Aussteller erwartet werden.

"In Euro hat der Goldpreis einen Rekordwert erreicht", sagt Michael Eubel, Leiter des Edelmetallgeschäfts der BayernLB, die 2019 über 60 Tonnen physisches Gold handelte. Derzeit wird die Unze in London für über 1400 Euro gehandelt, so hoch wie noch nie seit Einführung der Gemeinschaftswährung. "Die Welt schaut auf den Goldpreis in Dollar, und da sind wir immer noch etwa 400 Dollar unter dem Höchststand des Jahres 2011, als eine Unze für rund 1900 Dollar gehandelt wurde", sagt Eubel.

"Der steigende Goldpreis führt nicht dazu, dass die Nachfrage zurückgeht, im Gegenteil", sagt Joachim Dünkelmann, Geschäftsführer des Bundesverbands der Juweliere. Erfreulich für Juweliere: "Die Zahl der Eheschließungen steigt." 2018 wurden laut Statistischem Bundesamt über 449.000 Hochzeiten in Deutschland gefeiert, 70.000 mehr als zehn Jahre zuvor. Und viele junge Paare kaufen nicht nur Eheringe, sondern auch vermehrt Verlobungsringe. "Der Antragsring ist wieder da", meint Dünkelmann dazu.

Quelle: ntv.de, jru/dpa