Mehr als jeder vierte StandortInsolventer Discounter Mäc Geiz will viele Filialen schließen

Im Mai stellt Mäc Geiz einen Antrag auf Insolvenz, seither müssen bereits mehr als 60 Mitarbeitende gehen. Jetzt wird klar: Mehr als ein Viertel aller Geschäfte muss voraussichtlich schließen.
Der insolvente Haushaltsdiscounter Mäc Geiz wird voraussichtlich mehrere Dutzend Filialen schließen. "Nach derzeitigem Stand geht das Unternehmen davon aus, dass rund 50 Filialen geschlossen werden müssen", erklärte das Unternehmen. Es stehe noch nicht fest, welche Standorte betroffen seien. "Derzeit wird davon ausgegangen, dass allerspätestens im Herbst 2026 Klarheit über die zukünftige Standortstruktur besteht."
Das Unternehmen hatte im Mai Insolvenzantrag beim Amtsgericht in Halle an der Saale eingereicht. Das Gericht habe nun am 1. August planmäßig ein Eigenverwaltungsverfahren eröffnet, erklärte Mäc Geiz. Zum Sachwalter wurde demnach der Sanierungsexperte Lucas Flöther bestellt. Er ist nun im gerichtlichen Auftrag dafür zuständig, das Eigenverwaltungsverfahren im Sinne der Gläubigerinnen und Gläubiger zu überwachen.
Das wirtschaftliche Umfeld sei "anspruchsvoll und die Sanierung mit erheblichen Herausforderungen verbunden", erklärte das Unternehmen weiter. Aus diesem Grund habe sich Mäc Geiz seit Insolvenzantrag bereits von 66 Mitarbeitenden aus den Bereichen Vertrieb, Logistik und dem Dienstleistungszentrum bei der Mäc Geiz Handelsgesellschaft sowie fünf Beschäftigten bei der MTH Retail Services getrennt.
Derzeit beschäftigt Mäc Geiz nach eigenen Angaben 1175 Mitarbeitende und hat bundesweit rund 183 Filialen. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten zahle das Unternehmen mit dem Ende des Insolvenzgeldzeitraums ab sofort wieder selbst.
Bei Mäc-Geiz gibt es laut Eigenwerbung Produkte rund um Haushalt und Reinigung, Drogeriebedarf, Tiernahrung und Tierzubehör, Kosmetik und Hygieneartikel, Nahrungsmittel und Getränke, Schreibwaren für Schule und Büro, Kleintextilien, Bedarf für Kleingärtner und Hobby-Heimwerker.