Wirtschaft

Ermittlungen dauern an Kripo geht von natürlichem Tod Piëchs aus

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Ferdinand Piëch war jahrzehntelange prägende Figur in der deutschen Automobilindustrie.

(Foto: imago images / Sven Simon)

Am Sonntagabend bricht Ferdinand Piëch während eines Restaurantbesuchs plötzlich zusammen. Ärzte können dem 82-Jährigen nicht mehr helfen. Der Tod von "Mr. Volkswagen" ist nun Gegenstand von polizeilichen Ermittlungen.

Die Kriminalpolizei untersucht derzeit den plötzlichen Tod des langjährigen VW-Chefs Ferdinand Piëch. "Das ist ein Automatismus, und die Untersuchung hat bisher überhaupt nichts ergeben", sagte Oliver Mößner, stellvertretender Leiter der zur Staatsanwaltschaft Traunstein gehörenden Zweigstelle Rosenheim. Piëch war am Sonntag im Alter von 82 Jahren "plötzlich und unerwartet" gestorben, wie seine Ehefrau Ursula Piëch mitteilte. Er war bei einem Restaurantbesuch zusammengebrochen.

Piëchs Leichnam sei obduziert worden, sagte Mößner. "Die Obduktion geht von einer natürlichen Todesursache aus." Der Leichnam sei danach für die Bestattung freigegeben worden. Bei einem solchen sogenannten Todesermittlungsverfahren würden neben der Obduktion auch Angehörige befragt sowie Menschen, die vor Ort waren. Es werde vermutlich - auch das sei völlig normal - erst in einigen Monaten abgeschlossen.

Das Verfahren ist laut Mößner eine gewöhnliche Maßnahme in allen Fällen, in denen der Notarzt die Person, deren Tod er bescheinigt, nicht kennt. Ärzte bescheinigten in aller Regel grundsätzlich zunächst keinen natürlichen Tod, wenn sie den Toten nicht vorher bereits etwa als Patienten kannten. "Da hat sich aber bisher überhaupt nichts ergeben", sagte Mößner.

Produktionsbänder stehen still

Zum Gedenken an den langjährigen VW-Konzernchef kamen unterdessen an mehreren Standorten des Autobauers Beschäftigte für Schweigeminuten zusammen. In der Wolfsburger Konzernzentrale sprach der Aufsichtsratsvorsitzende Hans Dieter Pötsch Worte des Erinnerns, wie ein VW-Sprecher sagte. Vor dem Markenhochhaus hätten daran große Teile des Vorstands, des Betriebsrats und der Belegschaft teilgenommen. Die Produktionsbänder standen dem Sprecher zufolge für eine Minute still.

Auch bei der VW-Tochter Audi in Ingolstadt und Neckarsulm gab es zeitgleich Gedenkminuten. An beiden Standorten standen die Bänder still, wie eine Sprecherin sagte. Piëch war vor seiner Zeit bei Volkswagen unter anderem Audi-Chef gewesen. Die Stadt Braunschweig legte ein Kondolenzbuch für ihren Ehrenbürger im Foyer des Rathauses aus. Bürgerinnen und Bürger haben dort bis diesen Freitag die Gelegenheit, ihre Trauer mit ihrer Unterschrift zu dokumentieren.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa