Wirtschaft

EZB-Chefin signiert Geldscheine Lagarde verändert Detail auf Euro-Banknoten

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Sie darf das: EZB-Chefin Lagarde bekritzelt die 20-Euro-Note.

(Foto: dpa)

Wohl fast alle Deutschen haben bald ein Autogramm von Christine Lagarde im Portemonnaie - ob sie es wollen oder nicht: Mit der Unterschrift der Euro-Geldscheine setzt die EZB-Präsidentin einen sichtbaren Akzent in ihrer noch jungen Schaffenszeit in Frankfurt.

Die neue EZB-Präsidentin Christine Lagarde bürgt künftig auch mit ihrem eigenen Namen für einen starken Euro. Die 63-Jährige hielt in Räumen der Europäischen Zentralbank (EZB) ihre Unterschrift fest, die künftig auf Euro-Banknoten gedruckt werden wird. Dabei unterzeichnete sie auch einen überdimensionierten 20-Euro-Schein. "Der Euro ist der Kitt, der uns als Wirtschaftsraum zusammenhält. Die gemeinsame Währung hat dem Integrationsprozess ein Gesicht gegeben", sagte Europas oberste Währungshüterin in Frankfurt.

"Das Vertrauen in unsere Währung ist da", sagte Lagarde. "Bislang haben wir gute Arbeit geleistet. Die Unterstützung für den Euro hat ein Allzeit-Hoch erreicht." Zudem betonte sie die Mission der EZB, das Vertrauen in die Gemeinschaftswährung von derzeit 19 Staaten zu fördern. Es sei die Pflicht der Notenbank, sicherzustellen, dass die Banknoten sicher seien und der Wert des Euro stabil bleibe.

Die ersten Banknoten mit Lagardes Unterschrift werden voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2020 erhältlich sein. Noch im Umlauf befindliche Euro-Scheine mit der Unterschrift von Lagardes Vorgänger Mario Draghi oder früherer EZB-Präsidenten behalten unverändert ihre Gültigkeit.

Die ehemalige Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) hatte zu Monatsbeginn das Ruder bei der EZB übernommen. Die Französin löste den Italiener Mario Draghi auf dem Chefsessel ab, dessen achtjährige Amtszeit im Oktober endete. Die frühere französische Finanzministerin ist die erste Frau an der Spitze der Euro-Notenbank.

Quelle: ntv.de, cri/dpa/rts