Wirtschaft

Höhere Gehälter beschlossen Lufthansa einigt sich mit Kabinenpersonal

8a469c1e194801b84782a07426d89507.jpg

Trotz steigender Belastungen für Verbraucher und Unternehmen erwartet das Unternehmen in den Wintermonaten eine starke Nachfrage nach Flügen.

(Foto: dpa)

Als einzige Gewerkschaft ihrer Berufsgruppe hat die Flugbegleitergewerkschaft UFO auf einen Streik mit der Lufthansa verzichtet - und erzielt nach fünf Monaten einen Tarifabschluss. Dieser sieht für die 19.000 Beschäftigten 2023 eine Vergütungserhöhung in zwei Schritten vor.

Ganz ohne Streik haben sich Lufthansa und die Flugbegleitergewerkschaft Ufo auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Die rund 19.000 Beschäftigten bei der Kerngesellschaft Lufthansa erhalten im kommenden Jahr eine Kombination aus Sockelerhöhung und prozentualen Steigerungen, wie die Tarifpartnerin Frankfurt mitteilten.

Lufthansa
Lufthansa 7,64

Auch wurde der Manteltarifvertrag neu gefasst. Für Berufseinsteiger steigen demnach die Gehälter um mehr als 17 Prozent, während in der Endstufe das Gehalt noch um knapp 9 Prozent wächst. Vereinbart wurden 250 Euro mehr Grundvergütung ab dem 1. Januar 2023 sowie 2,5 Prozent mehr ab dem 1. Juli. Für das laufende Jahr waren bereits zuvor fünf Einmalzahlungen von insgesamt 1200 Euro vereinbart worden. Der neue Tarifvertrag endet zum 31. Dezember 2023.

Die UFO hat damit als einzige Gewerkschaft für ihre Berufsgruppe auf einen Streik bei der Lufthansa-Kerngesellschaft verzichtet. "Mit einer ersten soliden Vergütungserhöhung nach zwei pandemiebedingten Krisenjahren können wir nun durch das Jahr 2023, für das ein Aufschwung bei Lufthansa prognostiziert wird, gehen. Wir sind davon überzeugt, dass so die Absicherung wertiger Arbeitsplätze in der Lufthansa-Kabine weiter vorangetrieben werden kann", erklärte UFO-Tarifvorstand Stefan Schwerthelm.

Mehr zum Thema

Lufthansa-Personalvorstand Michael Niggemann betonte die soziale Komponente. "Untere und mittlere Gehaltsgruppen profitieren von der Vereinbarung überproportional. Damit werden wir unserer sozialen Verantwortung gerecht und sichern unsere Attraktivität als Arbeitgeber."

Zuletzt hatte die Kranich-Airline bekannt gegeben: Trotz steigender Belastungen für Verbraucher und Unternehmen erwartet das Unternehmen in den Wintermonaten eine starke Nachfrage nach Flügen. "Die Lust zu reisen und damit die Nachfrage nach Flugtickets ist weiter ungebrochen", erklärte Lufthansa-Chef Carsten Spohr. "Die Lufthansa Group hat die Pandemie wirtschaftlich hinter sich gelassen und blickt optimistisch nach vorne." Die Passagier-Airlines planten im vierten Quartal mit rund 80 Prozent der Kapazität von 2019, dem Jahr vor Ausbruch der Corona-Krise.

Quelle: ntv.de, jki/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen