Wirtschaft

Fastfoodriese will "mutig sein" McDonald's brutzelt vegane Burger

Abschied vom Fleisch, wenigstens manchmal? Der Fastfoodriese Mc Donald's nimmt einen veganen Burger auf seine Karte. Anders als der Veggie-Burger enthält der "Big Vegan" keine tierischen Produkte. Damit erreicht der Trend zum Fleisch-Ersatz den Massenmarkt.

McDonald's springt auf einen fahrenden Zug auf: Ab Montag nimmt auch der Fastfoodriese einen veganen Burger ins Programm. Der "Big Vegan" enthält als Herzstück ein "Patty auf Soja- und Weizenbasis", teilte McDonald's mit. Dazu komme das klassische Sesambrötchen, Salat, Tomate, Salzgurke, rote Zwiebeln, Ketchup und Senf. Dennoch behalte der Neue den "typischen McDonald's-Geschmack", verspricht die Burgerkette.

In der gesellschaftlichen Debatte um Nachhaltigkeit und Tierwohl werde der Ruf nach fleischlosen Proteinquellen immer lauter, begründete McDonald's das neue Angebot. "Besser werden heißt für uns, dass wir mutig genug sind, auch mal neue Wege auszuprobieren", sagte Unternehmenssprecher Philipp Wachholz. Obwohl der Anteil an Veganern in Deutschland relativ gering sei, greife McDonald's ganz gezielt den Trend auf, "gelegentlich auf tierische Produkte zu verzichten". In Österreich und der Schweiz wird das Vegan-Angebot allerdings nicht auf der Karte stehen.

Schon jetzt gibt es bei McDonald's mit dem Veggieburger bereits einen vegetarischen Burger auf Quinoa-Basis, dieser ist jedoch nicht vegan. Im Patty ist Ei enthalten und auf dem Brötchen liegt eine Cheddar-Schmelzkäsezubereitung.

Bisher kein Standard im Fastfood-Segment

Der Vegetarierbund ProVeg macht schon länger Druck auf große Ketten, mehr vegetarische und vegane Speisen anzubieten. Teurere Burgerketten verkaufen schon länger vegane Burger, doch am unteren Ende der Preisskala ist dies bislang nicht Standard. In vielen Schnellimbissen beschränkt sich das vegetarische Angebot auf Pommes.

Nach Angaben des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga verlangt die Kundschaft vegetarische und vegane Speisen nicht nur auf Standard-Speisekarten, sondern auch im festlichen Rahmen: "Vegetarische oder vegane Gänge werden auf Gala- oder Dinnerveranstaltungen als Alternative zu Fisch- oder Fleischgerichten automatisch oder auf Nachfrage angeboten", sagte eine Sprecherin des Dehoga. "Die Zeiten, in denen die vegetarische Küche etwas stiefmütterlich behandelt wurde, sind endgültig vorbei."

Quelle: n-tv.de, mau/AFP/dpa