Wirtschaft

Softwareerlöse gesunken Microsoft liebt es wolkig

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Immer mehr Unternehmen lagern Daten in Clouds aus - zur Freude entsprechender Anbieter.

(Foto: dpa)

Microsoft gilt als Erfinder von Software-Klassikern auf Computern. Inzwischen verdient der Konzern aber auch kräftig bei Dienstleistungen. Vor allem in der Cloud warten Erlöse.

Das boomende Geschäft mit IT-Diensten im Internet kurbelt das Wachstum des US-Softwareriesen Microsoft an. Im abgelaufenen Geschäftsquartal übertraf der Konzern auch dank der aufstrebenden Cloud-Sparte die Umsatz- und Gewinnerwartungen von Experten. An der Börse gab es dafür Beifall. Da sich das angestammte Softwaregeschäft in den vergangenen Jahren abgeschwächt hat, konzentriert sich Microsoft unter Firmenchef Satya Nadella mittlerweile auf den Cloud-Service und mobile Anwendungen.

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Nadella hat 2014 das Ruder bei Microsoft übernommen. Unter seiner Ägide kaufte der Konzern zudem das Karrierenetzwerk Linkedin für 26,2 Milliarden Dollar. Der Deal wurde im vergangenen Monat abgeschlossen.

Im abgelaufenen Geschäftsquartal steigerte Microsoft den Gewinn auf Jahressicht um 3,6 Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag über den Markterwartungen. Der Umsatz kletterte 2,2 Prozent auf mehr als 26 Milliarden Dollar. Ohne Linkedin waren es 25,8 Milliarden und damit ebenfalls mehr als von Analysten vorausgesagt.

Auch das Cloud-Geschäft schnitt besser ab als erwartet. Die Erlöse legten hier um acht Prozent zu auf 6,9 Milliarden Dollar. Flaggschiff ist die Plattform Azure, auf der Unternehmen ihre Websites, Apps und Daten verwalten können und die mit Amazons Cloud-Dienst AWS sowie Angeboten von Google, IBM und Oracle konkurriert. Für Azure gab Microsoft ein Umsatzplus von 94 Prozent an, ohne absolute Zahlen zu nennen.

Analystin Shannon Cross vom Analysehaus Cross Research sprach von einem "extrem soliden" Wachstum - obwohl dieses früher noch höher ausfiel. Gewinnkennziffern für das Cloud-Geschäft nennt Microsoft bislang nicht.

Im Stammgeschäft mit PC-Software, zu dem das Betriebssystem Windows gehört, sanken die die Umsätze um fünf Prozent auf 11,8 Milliarden Dollar. Die neue Konzerntochter Linkedin kam auf Erlöse von 228 Millionen Dollar und schrieb einen Nettoverlust von 100 Millionen.

Quelle: n-tv.de, jwu/rts

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