Wirtschaft

700 Kilometer quer durchs Land Netzbetreiber legen Suedlink-Vorschlag vor

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Die Stromkabel sollen überwiegend unterirdisch verlaufen - hier zwei Prototypen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Windenergie aus Norddeutschland soll über eine Stromtrasse in den Süden geleitet werden. Nun legen die Betreiber von Suedlink einen ersten Entwurf für den Verlauf des "Erdkabel-Korridors" vor. Bis 2025 soll die neue Gleichstromautobahn gebaut werden - sofern es keine Klagen gibt.

Der voraussichtliche Verlauf der neuen Stromtrasse Suedlink über 700 Kilometer von Nord- nach Süddeutschland wird konkreter. Die Netzbetreiber Tennet und TransnetBW stellten in Berlin ihren Vorschlag vor, den sie in den kommenden Wochen bei der Bundesnetzagentur einreichen wollen.

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Die von den Betreibern vorgeschlagene Strecke.

(Foto: TransnetBW)

Demnach soll die Trasse von Schleswig-Holstein aus westlich an Hannover vorbei über Nordhessen und Südthüringen nach Bayern und Baden-Württemberg führen. Letztlich entscheidet die Bundesnetzagentur über den Verlauf, der zwischen Ländern und Regionen teils heftig umstritten ist.

Suedlink soll Windstrom vom Norden in die Industriezentren im Süden bringen. In den kommenden Wochen wollen die beiden Unternehmen Bürger vor Ort über die Hintergründe der Streckenauswahl informieren, kündigte Christoph Schulze-Wischeler an, der bei Tennet für den Netzausbau zuständig ist.

Die Planungen sollen bis 2021 abgeschlossen werden, die für die Energiewende wichtige Nord-Süd-Verbindung soll dann bis 2025 gebaut werden. Der Vorsitzende der Geschäftsführung von TransnetBW, Werner Götz, nannte den Zeitplan sehr ambitioniert. Er sei nur einzuhalten, wenn es keine Verzögerung etwa durch Klagen gebe.

20 Kilometer der Stromtrasse sollen durch Schleswig-Holstein führen. Mit 315 Kilometern bekommt Niedersachsen den Plänen zufolge den längsten Teil der Kabel, die überwiegend unterirdisch verlaufen sollen. Durch Hessen sollen 59 Kilometer führen, 78 durch Thüringen, 135 durch Bayern und 97 Kilometer durch Baden-Württemberg. Die Netzbetreiber betonten, sie hätten sich bei der Auswahl an sachlichen Kriterien wie Wasser- und Artenschutz oder auch Baugebieten orientiert, nicht an politischen Wünschen.

Quelle: n-tv.de, mli/dpa

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