Wirtschaft

Bahn will weiter investieren Nur 38 Prozent der Fernzüge fahren störfrei

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Laut Bahn sind trotz der Mängel alle eingesetzten Züge sicher für die Fahrgäste.

(Foto: picture alliance/dpa)

Es gibt mehr Fernzüge mit als ohne Probleme: Wie eine Statistik der Bahn zeigt, ist nicht einmal die Hälfte der Züge voll funktionstüchtig. Die Bahn betont, in der Statistik wären auch kleinste Mängel enthalten - alle Züge seien trotzdem sicher.

Der Anteil voll funktionsfähiger IC- und ICE-Züge hat bei der Deutschen Bahn einem Bericht zufolge im ersten Halbjahr stets unter 50 Prozent gelegen. Der Anteil störfreier Fernzüge betrug im Januar 39 Prozent, stieg bis Mai auf 46 Prozent an und sank im Juni wieder auf 38 Prozent. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf das Ergebnis einer Anfrage der FDP an die Bundesregierung.

Die Bahn könne "ihren eigenen Qualitätsanspruch nicht erfüllen", sagte der FDP-Verkehrspolitiker Torsten Herbst der Zeitung. "Gesperrte Toiletten, defekte Türen und Steckdosen oder ausgefallene Bistrotechnik - das alles ist für Reisende ein Ärgernis."

Eine Bahn-Sprecherin erklärte gegenüber der "Bild"-Zeitung, alle von der Bahn eingesetzten Züge seien "für den Betriebseinsatz mit Fahrgästen sicher". Die Statistiken enthielten "selbst kleinste technische Einschränkungen, die jedoch keine Einschränkungen der Sicherheit und Verfügbarkeit für die Fahrgäste bedeuten".

Rekordsummen für neue Züge

Bahnchef Richard Lutz sagte unterdessen der "Neuen Osnabrücker Zeitung", das Unternehmen werde trotz sich eintrübender Konjunktur an Investitionen festhalten. "Auch wenn es konjunkturell gerade eher Gegenwind gibt, entlässt uns das nicht aus der Verantwortung, das Eisenbahnsystem langfristig und nachhaltig auszurichten", sagte Lutz dem Blatt. Die Bahn werde ihre Investitionsoffensive "unbeirrt fortführen, auch wenn andere Unternehmen gerade eher auf der Bremse stehen".

Ein Konzern wie die Bahn und dessen Eigentümer dürften nicht von Quartal zu Quartal denken. "Ich bin dankbar, dass es hierzu Einigkeit gibt", sagte der Konzernchef. Auch dieses Jahr würden wieder über 22.000 neue Mitarbeiter eingestellt, fuhr Lutz fort. Für den Ausbau des Schienennetzes stelle der Bund so viel Geld zur Verfügung wie nie zuvor und die Bahn investiere Rekordsummen in neue Züge.

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Quelle: n-tv.de, ibu/AFP

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