Wirtschaft

PSA-Chef: "Potenzial freisetzen" Opel fährt mit PSA in die Gewinnzone

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Traditionsmarke aus Deutschland unter neuem Dach: Mit PSA und einem harten Sanierungsplan schreibt Opel wieder Gewinn.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im ersten vollen Bilanzjahr nach der Übernahme der deutschen Traditionsmarke Opel erreicht der französische Autokonzern PSA Rekordwerte bei Umsatz und Ergebnis. PSA-Chef Tavares lobt den Sanierungsplan bei Opel. Die Deutschen steuern fast ein Viertel zum Umsatz bei.

Der deutsche Autobauer Opel kehrt nach vielen verlustreichen Jahren wieder in den Bereich der schwarzen Zahlen zurück. Das operative Ergebnis betrug im vergangenen Jahr 859 Millionen Euro, wie der französische Mutterkonzern PSA am Morgen berichtete. Für Opel markiert das Ergebnis den möglichen Beginn einer Trendwende: Seit 1999 hatte die frühere General-Motors-Tochter Opel mit ihrer britischen Schwestermarke Vauxhall keinen Gewinn mehr für ein Gesamtjahr ausweisen können.

PSA Peugeot Citroën
PSA Peugeot Citroën 23,95

Der französische Automobilkonzern Peugeot Citreön (Groupe PSA) mit den Stamm-Marken Citroën, Peugeot und DS führt Opel seit August 2017 in seinen Büchern. Im Zeitraum ab der Übernahme bis Dezember 2017 verzeichneten die Franzosen für Opel noch einen Verlust von 179 Millionen Euro.

Opel schiebt PSA zum Umsatzrekord

Mit der Traditionsmarke aus Deutschland hat PSA-Konzernchef Carlos Tavares einiges vor: Opel habe mit seinem Sanierungsplan die Grundlage für eine nachhaltige Zukunft gelegt und wolle "weiteres Potenzial freisetzen", erklärte Tavares.

Der Umsatz der Gruppe stieg im zurückliegenden Jahr - auch dank Opel - um 18,9 Prozent auf 74 Milliarden Euro, die Gewinnmarge lag bei 7,7 Prozent. Der französische Volkswagen-Konkurrent erzielte damit bei Umsatz und Ergebnis Rekordwerte. Auf Opel entfiel 2018 ein Umsatzbeitrag von 18,3 Milliarden Euro. Der Nettogewinn von PSA schwoll um 40,4 Prozent an auf 3,3 Milliarden Euro.

Das Finanzergebnis "zeigt die Fähigkeit unserer Gruppe, ein profitables und wiederkehrendes Wachstum zu erzielen", betonte Tavares. Der Umsatz legte demnach auch aufgrund der lebhaften Nachfrage nach den SUV-Modellen Peugeot 3008 und 5008 zu. Das durchschnittliche Margenziel der Gruppe von 4,5 Prozent im Zeitraum 2019 bis 2021 soll seinen Worten zufolge künftig auch den weniger profitablen Geschäftsbereich Opel-Vauxhall umfassen, wodurch die Zielmarke effektiv angehoben würde.

Quelle: n-tv.de, mmo/dpa/rts

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