Wirtschaft

2021 war "erfolgreichstes Jahr" Porsche glänzt mit Rekordzahlen

Das Logo der Porsche AG vor leicht bewölktem Himmel.

Trotz unsicherer wirtschaftlicher Aussichten und Störungen der Produktion durch den Krieg in der Ukraine hält Porsche an seinem ehrgeizigen Renditeziel fest.

(Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild)

Corona-Pandemie, Chipmangel, Lieferengpässe: Während viele Autobauer derzeit straucheln, erlebt Porsche einen Höhenflug. 2021 ist für den Luxus-Sportwagenbauer das erfolgreichste Jahr seiner Geschichte. Dem Sprung aufs Parkett scheint nichts im Weg zu stehen.

Der Sportwagenbauer Porsche hat 2021 Rekordwerte eingefahren. Der Vorstandsvorsitzende Oliver Blume bezeichnete das vergangene Jahr als "das erfolgreichste in der Geschichte von Porsche". Wie das Unternehmen bei der Vorlage des Geschäftsberichts in Stuttgart mitteilte, erreichten der Umsatz und das operative Ergebnis neue Spitzenwerte. Demnach wuchs der Umsatz um 15 Prozent auf 33,1 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis stieg um 27 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Unter dem Strich stand 2021 ein Gewinn in Höhe von 4 Milliarden Euro, nach 3,2 Milliarden Euro im Jahr zuvor.

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Strategisch, operativ und finanziell sei Porsche hervorragend aufgestellt, teilte Finanzvorstand Lutz Meschke mit. "Deshalb blicken wir mit Zuversicht in die Zukunft - und begrüßen die Prüfung eines Börsengang der Porsche AG", so Meschke. "Dadurch könnte Porsche sein Profil schärfen und die unternehmerische Freiheit steigern." Das Unternehmen gilt als Renditeperle des VW-Konzerns und soll möglichst noch in diesem Jahr an die Börse gebracht werden, die Prüfungen zur Umsetzbarkeit laufen.

Angesichts des Ukraine-Kriegs blicke Porsche mit großer Sorge und Betroffenheit auf die Auseinandersetzungen. Bereits Anfang März hatte Porsche angekündigt, sein Russland-Geschäft wegen des Krieges gegen die Ukraine auszusetzen. Der Krieg habe Auswirkungen auf die Lieferketten, eine geordnete Produktion sei teilweise nicht mehr möglich. So stoppte Porsche in der vergangenen Woche vorübergehend die Produktion seines E-Sportwagens Taycan in Stuttgart-Zuffenhausen, weil Bauteile fehlten.

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"Vor uns stehen wirtschaftlich und politisch herausfordernde Monate, dennoch halten wir an unserem seit Jahren fest verankerten strategischen Ziel fest, langfristig eine operative Umsatzrendite von mindestens 15 Prozent abzusichern", erklärte Finanzvorstand Lutz Meschke. Eine Task Force überprüfe ständig die Auswirkungen des Krieges auf die Geschäftstätigkeit von Porsche und habe Maßnahmen ergriffen, um den Gewinn zu sichern. "Damit wollen wir sicherstellen, dass wir unseren hohen Ertragsanspruch weiterhin erfüllen können. Inwieweit das gelingt, hängt auch von externen Herausforderungen ab, die wir nicht beeinflussen können", gab sich Meschke vorsichtig.

Trotz unsicherer wirtschaftlicher Aussichten kündigte Porsche an, die Elektrooffensive mit einem weiteren Modell Mitte des Jahrzehnts zu verstärken. Der Sportwagen 718 werde dann ausschließlich noch vollelektrisch angeboten, sagte Porsche-Chef Blume. Er setzte die Latte auch beim Absatzziel für reine E-Autos höher: Bis 2030 sollen mehr als 80 Prozent der verkauften Neuwagen vollelektrisch sein - bisher galt die Quote für elektrifizierte Modelle, also sowohl batterieelektrische als auch Plug-in-Hybride.

Quelle: ntv.de, hny/dpa/rts

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