Wirtschaft

Prognose bestätigte RWE verdient deutlich mehr

imago91181472h.jpg

Auch die Braunkohle-Werke warfen im ersten Quartal wieder mehr ab.

(Foto: imago images / Jochen Tack)

Der Energiekonzern RWE steckt mitten in einem gewaltigen Konzernumbau. Dennoch gelingt der Start ins Jahr. Ergebnis und Gewinn steigen deutlich. Für die restlichen Monate sieht sich der Versorger auf Kurs.

Der Energieriese RWE hat vor dem geplanten Umbau zu einem der größten europäischen Ökostromkonzerne sein Ergebnis deutlich gesteigert. Im Energiehandel kehrte der Konzern operativ in die Gewinnzone zurück. Im Segment Braunkohle & Kernenergie fiel das Ergebnis besser aus als erwartet. Dagegen fiel es im Bereich Europäische Stromversorgung unter anderem wegen ausbleibender Zahlungen aus dem britischen Kapazitätsmarkt deutlich. An seiner Prognose für Ergebnis und Dividende für das Gesamtjahr hält der Dax-Konzern aber fest.

Am Ende kletterte das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im ersten Quartal auf Jahressicht von 299 Millionen auf 510 Millionen Euro geklettert, wie der Versorger mitteilte. Das bereinigte Nettoergebnis legte von 78 Millionen auf 273 Millionen Euro zu. Damit übertraf RWE die Markterwartungen. Die Aktie legte deutlich zu.

Restlos überzeugt sind aber die Analysten von Goldman Sachs nicht. Die Zahlen seien zwar besser als erwartet, schreiben sie. Sie monieren aber die deutlich höhere Verschuldung. Die Analysten von Jefferies merken kleinere Verschiebungen im Ausblick an.

Finanzchef Markus Krebber betonte, dass der Konzern nach der Transaktion mit Eon seine Geschäfte mit Milliardeninvestitionen vorantreiben werde. "Unsere Strategie steht: Wir wollen international wachsen und unsere ausgezeichnete Marktposition durch gezielte Investitionen in attraktive Märkte und Projekte weiter ausbauen", kündigte er an.

RWE will nach der Übernahme der Erneuerbaren Energien der Tochter Innogy und der von Eon insbesondere in den USA sein Ökostromgeschäft ausbauen. Im kapitalintensiven US-Windkraftmarkt könnte es Partnerschaften auch mit Ölkonzernen oder anderen Versorgern geben, hieß es.

Die Zuwächse zu Jahresbeginn seien vor allem auf bessere Ergebnisse des schwankenden Handelsgeschäfts zurückzuführen, erläuterte Krebber. Auch die Braunkohle- und Kernkraftwerke hätten wegen der gestiegenen Preise etwas mehr verdient. In der Sparte europäische Erzeugung schrumpfte hingegen der Gewinn unter anderem wegen einer geringeren Stromproduktion.

Krebber bekräftigte die Ergebnis- und Dividendenprognose für 2019. Danach soll etwa das bereinigte Ebitda bei 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro liegen. Den bereinigten Nettogewinn sieht RWE bei 300 bis 600 Millionen nach 591 Millionen Euro im Vorjahr belaufen. Die Dividende soll auf 80 von zuletzt 70 Cent je Anteilsschein steigen.

Quelle: n-tv.de, jwu/rts/DJ

Mehr zum Thema