Wirtschaft

Aktienkurs auf Sinkflug Ryanair bleibt verhalten, reduziert aber Verluste

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Der Umsatz von Ryanair erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 4,8 Milliarden Euro.

(Foto: dpa)

Die Verantwortlichen bei Ryanair können zwar auf ein vergleichsweise erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Doch die anhaltenden globalen Krisen machen eine Prognose, wie es für die Billigairline weitergeht, schwierig. Der Sommer dürfte aber gut werden.

Europas größte Billigfluggesellschaft Ryanair hat den Verlust im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich eingedämmt, hält sich mit einer Prognose für das laufende Jahr aber zurück. Die Buchungen für den Sommer boomten zwar, teilte Ryanair in Dublin mit. Das Wachstum werde aber durch die Coronavirus-Pandemie und Russlands Invasion in die Ukraine bedroht.

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Angesichts des anhaltenden Risikos negativer Nachrichten zu diesen Themen sei es fast unmöglich, eine genaue Gewinnprognose abzugeben. "Die Erholung bleibt fragil", sagte Firmenchef Michael O'Leary. Der um Sondereffekte bereinigte Nettoverlust von Ryanair für das Ende März abgelaufene Geschäftsjahr 2021/22 schrumpfte von gut einer Milliarde Euro im Vorjahr auf 355 Millionen Euro. Der Umsatz verdreifachte sich fast auf 4,8 Milliarden Euro.

Ryanair erwartet nach eigenen Angaben einen starken Sommer, da die Reisebeschränkungen aufgehoben sind und dies die Menschen ermutige, wieder zu fliegen. Die Preise dürften in der Hochsaison etwas über dem Niveau von 2019 liegen, auch wenn zunächst Preissenkungen einsetzten, um den Markt in diesem Quartal anzukurbeln. Im Schnitt kostete ein Ticket demnach 27 Euro.

Die irische Fluggesellschaft bekräftigte ihr Ziel, im neuen Geschäftsjahr bis Ende März 2023 165 Millionen Passagiere zu befördern. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren es noch 97 Millionen gewesen. Vorstandschef O'Leary hatte Ende März gesagt, angestrebt werde ein Gewinn von mindestens einer Milliarde Euro. Man wolle dieses Jahr eine "angemessene Profitabilität" erreichen, teilte der irische Billigflieger nun mit.

Nach den gemischten Aussagen zu den Aussichten blasen einige Ryanair-Anleger zum Rückzug. Die Aktien des Billigfliegers fielen kurz nach Bekanntwerden der Geschäftszahlen um 3,5 Prozent. Ryanair werde das schwierige Branchenumfeld dank seiner relativen Stärke aber meistern und langfristig gestärkt aus der Situation herauskommen, kommentierte Analyst Gerald Khoo von der Investmentbank Liberum.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa/rts/AFP

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