Wirtschaft

Urteil im Vertrags-Krach bei VW Skoda muss Zulieferer Prevent entschädigen

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Der Schadensersatz bezieht sich auf Verdienstausfälle zwischen April 2019 und Ende 2025.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach einem Lieferboykott beendet die Volkswagen-Gruppe alle Verträge mit ihrem ehemaligen Zulieferer Prevent. Seitdem liegen beide im Clinch. Ein Gericht bittet die VW-Tochter Skoda nun zur Kasse. Das Urteil könnte richtungsweisend für weitere Prozesse sein.

Die Volkswagen-Tochter Skoda muss einem Tochterunternehmen ihres früheren Zulieferers Prevent nach der Aufkündigung eines Vertrags über Autositzlehnen Schadenersatz zahlen. Eine genaue Summe wird in einem entsprechenden Urteil des Oberlandesgerichts Celle zwar nicht genannt - die Entschädigung soll sich aber auf den Wert ausgebliebener Lieferungen von April 2019 bis Juli 2024 beziehen.

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Der Streitwert selbst liegt bei sieben Millionen Euro, Prevent sieht eine Signalwirkung auch für andere Prozesse. VW hatte zum 31. März 2019 Verträge mit der Firmengruppe nach einem Lieferboykott und heftigen Krach um Konditionen einseitig beendet, vor weiteren Gerichten und in weiteren Ländern laufen noch Verfahren. Die Entscheidung ergibt sich aus der Berufung gegen einen vorherigen Beschluss des Landgerichts Hannover.

Der Kartellsenat des Celler OLG beschloss nun, Skoda müsse dem Prevent-Ableger TWB "allen Schaden ersetzen", der aus der Kündigung des Liefervertrags und Verweigerung von dessen Erfüllung "entstanden ist oder noch entstehen wird". Skoda soll außerdem Auskunft darüber geben, welche Ersatzlieferanten seit April 2019 ausgewählt wurden.

Volkswagen erklärte, man halte das Urteil für falsch. Unter anderem hätten die Richter nicht ausreichend berücksichtigt, dass aus Sicht des Konzerns eine mögliche Drohung mit einem erneuten Lieferstopp durch Prevent im Raum gestanden habe. Es würden weitere Rechtsmittel geprüft. Ein Prevent-Sprecher entgegnete, der Zulieferer sehe sich bestätigt, dass die Skoda-Kündigungen "unbegründet und rechtswidrig waren". Es geht etwa um die Modelle Octavia, Karoq und Superb.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa

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