Wirtschaft

Aus Flirt wird wohl Ehe T-Mobile und Sprint stehen kurz vor Einigung

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130 Millionen Kunden würde das neue Unternehmen in den USA zählen.

(Foto: REUTERS/Dado Ruvic/Illustrations)

In den USA bahnt sich ein Großzusammenschluss zwischen der Telekomtochter T-Mobile US und dem örtlichen Rivalen Sprint an. Für die Telekom wäre der Schritt bedeutsam, um sich auf dem US-Markt weiter zu etablieren.

Die Deutsche Telekom steuert mit ihrer Erfolgstochter T-Mobile US Insidern zufolge auf eine milliardenschwere Mobilfunkhochzeit am umkämpften amerikanischen Markt zu. T-Mobile US und der Rivale Sprint stünden in ihren Fusionsgesprächen vor einem Durchbruch, sagten mehrere Insider.

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Demnach sehe die Grundsatz-Übereinkunft vor, dass die Sprint-Mutter SoftBank Group Corp 40 bis 50 Prozent an dem neuen Gemeinschaftsunternehmen halten solle - die Telekom bekäme den Rest und damit die Mehrheit. Auch beim Aktientausch für einen Zusammenschluss stünden beide Seiten vor einer Einigung, hieß es weiter. Damit wären wichtige Hürden für eine Fusion aus dem Weg geräumt.

T-Mobile US ist die Nummer drei auf dem US-Telefonmarkt, Sprint die Nummer vier. Bei einem Zusammenschluss entstünde ein Unternehmen mit über 130 Millionen Kunden, Analysten erwarten einen Umsatz von mehr als 70 Milliarden Dollar. Die Kartellwächter müssten einer Fusion aber noch zustimmen.

Nach einer Übereinkunft auf die grundsätzlichen Punkte könnten beide Seiten eingehend die Bücher prüfen, hieß es weiter. Dies würde voraussichtlich zwei bis drei Wochen dauern. Wohl Ende Oktober könnte damit eine endgültige Einigung besiegelt werden.

T-Mobile US ist ein Wachstumstreiber der Deutschen Telekom. Die Tochter hatte den US-Markt mit Milliarden-Investitionen und Tarifsenkungen aufgemischt. Die Telekom hält zwei Drittel der Aktien. Sprint wollte sich zu den Informationen nicht äußern, T-Mobile, SoftBank und Deutsche Telekom waren nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Quelle: n-tv.de, sma/rts