Wirtschaft

Streit um Umweltschutzvorgaben Toyota und Fiat Chrysler fahren mit Trump

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Toyota, GM, Fiat Chrysler und Hyundai pro Trump - Ford, VW, BMW und Honda pro Kalifornien: verhärtete Fronten im Emissionswerte-Streit.

(Foto: REUTERS)

Kalifornien will mit eigenen Umweltschutzvorgaben die Autokonzerne zu mehr Effizienz zwingen. Doch es bläst heftiger Gegenwind aus Washington - und die US-Regierung bekommt nun Unterstützung.

Große amerikanische Automobilbauer stellen sich hinter den Entschluss der Regierung von US-Präsident Donald Trump, Kalifornien das Recht auf eigene Umweltschutzvorgaben zu entziehen. General Motors, Toyota, Hyundai, Fiat Chrysler sowie andere US-Autohersteller gaben bekannt, dass sie nicht wie Kalifornien und 22 weitere US-Staaten gegen die Entscheidung der Regierung vorgehen werden.

Tom Carper, der oberste Demokrat im Ausschuss für Umwelt, fand harte Worte für die Autobauer: "Anstatt den verantwortungsvollen Weg zu wählen, der von vier Automobilherstellern und dem Staat Kalifornien geschmiedet wurde, einer, der uns in Richtung der saubereren, alternativen Kraftstofffahrzeuge der Zukunft bewegen wird, haben sich diese Unternehmen entschieden, in eine Sackgasse zu fahren." Die Automobilhersteller Ford Motor, Honda Motor, BMW und Volkswagen hatten im Juli eine freiwillige Vereinbarung mit Kalifornien über die Emissionsvorschriften angekündigt.

John Bozzella, Präsident und Chef der Handelsgruppe Global Automakers, die große ausländische Autohersteller vertritt, erklärte, die Unternehmen hätten kaum eine andere Wahl als die Regierung zu unterstützen. "Seit über 40 Jahren liegt die Regulierung der Kraftstoffverbraucherstandards allein in der Hand der Regierung." Die Unternehmen würden allerdings einen "Mittelweg" zwischen Kalifornien und der Trump-Entscheidung unterstützen, der steigende Anforderungen an die Kraftstoffeffizienz stelle. Eine Sprecherin des kalifornischen Generalstaatsanwalts Xavier Becerra äußerte sich zunächst nicht.

Quelle: ntv.de, bad/rts