Wirtschaft

Hohe Verluste im ersten Quartal Tui rutscht tiefer in rote Zahlen

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Die Buchungen für Sommer 2019 liegen weitgehend auf Vorjahresniveau, teilte Konzernchef Joussen mit.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der heiße Sommer in Nordeuropa, leere Betten auf den Kanaren und das schwache britische Pfund machen Tui schwer zu schaffen. Der weltgrößte Reisekonzern muss im ersten Geschäftsquartal hohe Verluste verkraften. Konzernchef Joussen bleibt dennoch optimistisch.

Der Touristikkonzern Tui ist im ersten Geschäftsquartal 2018/19 tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Wesentliche Gründe für den zwar branchenüblichen, aber deutlich höheren operativen Verlust waren unter anderem der ungewöhnlich lange und heiße Sommer in Nordeuropa, eine Verschiebung der Nachfrage zu Reisen an günstige Destinationen wie die Türkei und Länder in Nordafrika sowie niedrigere Margen im Veranstaltergeschäft.

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Auch das schwache britische Pfund belastet die Bilanz, wie Tui bereits vergangene Woche mitgeteilt hatte. Aus diesen Gründen musste der Konzern seine Jahresgewinnprognose kassieren.

Die Buchungen für den Sommer 2019 liegen weitgehend auf Vorjahresniveau, teilte der Konzern mit. Die Durchschnittspreise sind gegenüber dem Vorjahr unverändert, dies treffe jedoch nicht auf die Margen zu. Das Marktumfeld sei für alle Reiseveranstalter herausfordernd. Reisen und Tourismus blieben aber ein Wachstumsmarkt, sagte Konzernchef Fritz Joussen.

Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember stieg der Umsatz noch um 4,4 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro. Wechselkursbereinigt betrug das Wachstum 4,7 Prozent. Der bereinigte Verlust vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITA) wurde auf 83,6 Millionen Euro von 36,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt. Analysten hatten im Konsens beim bereinigten EBITA mit einem Verlust von 76 Millionen Euro und Einnahmen von 3,6 Milliarden Euro gerechnet.

Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende September erwartet Joussen nun nur noch ein operatives Ergebnis etwa auf Vorjahreshöhe - und damit bei knapp 1,2 Milliarden Euro. Zuvor hatte der Reisekonzern hier mit einem Zuwachs um mindestens 10 Prozent gerechnet. Die Aktie war daraufhin eingebrochen.

Quelle: n-tv.de, hny/dj/dpa

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