Wirtschaft

Aktie bricht ein Tui storniert Reisen in Großbritannien

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Großbritannien stellt Personen, die aus dem Ausland einreisen, für 14 Tage unter Quarantäne. Damit soll die Ausbreitung des Virus verhindert werden, wenn Anfang Juni die Corona-Beschränkungen gelockert werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Gerade erst haben Anleger das Wiederhochfahren der Reisebranche gefeiert und ein Kursfeuerwerk gezündet. Nun ist dieser Höhenflug bei der Tui-Aktie schon wieder vorbei. In Großbritannien ist an Reisen noch nicht zu denken.

Der Reiseveranstalter Tui bleibt in Großbritannien zurückhaltend mit Angeboten für Auslandsreisen. Wie das Unternehmen auf seiner Internetseite ankündigt, sind alle Reisen von Großbritannien ins Ausland bis Anfang Juli gestrichen.

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Kreuzfahrten soll es sogar erst frühestens ab dem 26. November geben, und auch Reisen an Seen und in Gebirge sollen demnach bis Ende September nicht stattfinden. Bislang sei der Konzern davon ausgegangen, ab Mitte Juni wieder Pauschalreisen anbieten zu können, schrieb die britische Zeitung "Guardian". Die in Deutschland notierten Aktien von Tui brachen nach einer tagelangen Kursparty um mehr als zehn Prozent auf 5,20 Euro ein.

Goldman Sachs warnt die Anleger vor der Aktie: Die US-Investmentbank hat das Kursziel für Tui erst am 19. Mai von 6,10 drastisch auf 1,70 Euro gesenkt. Er habe seine Gewinnerwartungen reduziert, weil die Geschäfte des Reisekonzerns bis zum dritten Quartal im Grunde fast still ständen, schrieb Analyst Felix Schlueter in seiner Studie.

Insel nähert sich nur langsam der Normalität

Die britische Regierung rät von sämtlichen Reisen ab, die nicht dringend notwendig sind. Innenministerin Priti Patel hatte vergangene Woche darüber hinaus angekündigt, dass alle Personen, die in das Vereinigte Königreich einreisen, mit einer 14-tägigen Quarantäne rechnen müssen. Reiseveranstalter kritisieren diese Regel, weil sie mit erheblichen Geschäftseinbußen rechnen. Tui ist in Großbritannien der größte Reiseanbieter. Bei dem Konzern war zunächst niemand für Rückfragen erreichbar.

Quelle: ntv.de, ddi/rts