Wirtschaft

Kurse geben deutlich nach Turbulenzen bei Bitcoin halten an

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Die massiven Schwankungen zeigen das Dilemma des Markts für Digitalwährungen - er verspricht einerseits hohe Gewinne bei allerdings immens hohen Risiken..

(Foto: picture alliance / PIXSELL)

Mitte April kostete ein Bitcoin noch knapp 65.000 Dollar. Danach ging es steil bergab. Trotz der starken Verluste kostet die Digitalwährung aber noch fast vier Mal so viel wie vor einem Jahr. Doch die Bedrohungslage nimmt zu.

Die Kryptowährungen sind erneut unter Druck geraten. Nachdem sich die Kurse der Digitalwährungen am Samstag nach dem Kursabsturz in den Tagen davor etwas stabilisiert hatten, gaben sie zuletzt wieder nach. So kostete ein Bitcoin, die bekannteste und nach Marktanteilen größte Digitalwährung, auf dem Handelsplatz Bitstamp rund 34.000 Dollar und damit knapp neun Prozent weniger als am Vortag. Auch andere Digitalwährungen wie Ether sackten ab.

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In der vergangenen Woche war der Bitcoin am Mittwoch kurzzeitig bis auf 30.000 Dollar gefallen, konnte sich aber in den Tagen danach wieder etwas erholen. Mit einem Niveau von rund 37.000 Dollar am Freitagabend büßte der Bitcoin im Wochenverlauf rund ein Viertel an Wert ein. Seit dem Rekordhoch von knapp 65.000 Dollar Mitte April ging es um knapp die Hälfte nach unten.

Trotz der starken Verluste in den vergangenen Wochen kostet der Bitcoin noch fast vier Mal so viel wie vor einem Jahr. Die massiven Schwankungen zeigen das Dilemma des Markts für Digitalwährungen - er verspricht einerseits hohe Gewinne bei allerdings immens hohen Risiken.

China will härter gegen Herstellung von Kryptowährungen vorgehen

Als einen wichtigen Grund für den jüngsten Kursrutsch nannten Experten Nachrichten aus China. Die Regierung bekräftigte eine frühere Ankündigung, härter gegen die Herstellung von Kryptowährungen vorzugehen. Die Erzeugung der Digitalwährungen wird auch Mining genannt und verbraucht bei der Herstellung enorme Mengen an Strom. Zuvor hatte bereits Tesla-Chef und Krypto-Befürworter Elon Musk den Markt für Kryptowährungen mehrfach in Aufregung versetzt. So schien Musk anzudeuten, der Elektroautobauer Tesla könnte sich von seinen Bitcoin-Beständen trennen. Musk dementierte zwar schnell, die Kursbewegungen beim Bitcoin waren aber enorm.

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Ein weiterer Belastungsfaktor kam vergangene Woche aus den USA. Am Donnerstagabend gab das US-Finanzministerium bekannt, dass es zwecks Steuerehrlichkeit eine Anzeigepflicht für Krypto-Transaktionen von mehr als 10.000 US-Dollar in Erwägung ziehe. Sollte das Vorhaben umgesetzt werden, wäre dies ein Schlag gegen die von Krypto-Fans so geschätzte Anonymität von Transaktionen.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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