Wirtschaft

Benzinpreise und Zinsen US-Automarkt geht die Luft aus

87126250.jpg

Auch Ford musste im April Federn lassen.

(Foto: picture alliance / Uli Deck/dpa)

Der Trend verfestigt sich. Den vierten Monat infolge bleiben die Neuzulassungen auf dem US-Automarkt hinter den Vorjahreszahlen zurück. Das Minus trifft beinahe alle Hersteller. Am besten schlägt sich noch Audi.

Die US-Verbraucher halten sich beim Autokauf weiter zurück. Große Hersteller wie General Motors (GM), Ford und Toyota wurden im vergangenen Monat deutlich weniger Neuwagen los als im Vorjahreszeitraum, wie aus den veröffentlichten Absatzzahlen der Branche hervorgeht. Auch der jüngste Aufwärtstrend bei Volkswagen gerät schon wieder ins Stocken. Insgesamt zeichnet sich der vierte Monat infolge mit Einbußen ab. Der April hatte allerdings auch einen Verkaufstag weniger als im Vorjahr. 

Nach Jahren mit steigenden Absatzzahlen und Rekordverkäufen tun sich die Autobauer - trotz großzügiger Rabatte - inzwischen immer schwerer, neue Wagen an die US-Kunden zu bringen. Beim US-Marktführer GM gingen die Verkäufe im April um 5,8 Prozent zurück, beim Rivalen Ford um 7,2 Prozent. Fiat Chrysler meldete ein Minus von 6,6 Prozent, Toyota wurde 4,4 Prozent weniger los. Analysten hatten schon länger vor einem Ende des von billigem Sprit und günstigen Finanzierungszinsen befeuerten Booms gewarnt. 

Die Wolfsburger hatten sich nach einem Verkaufseinbruch im Zuge des Dieselskandals wieder etwas gefangen und zu Jahresbeginn starke Zuwächse verzeichnet. Im April legten die VW-Verkäufe verglichen mit dem Vorjahreswert aber nur noch um 1,6 Prozent auf 27.557 Autos zu. Zu den wenigen bisherigen Gewinnern des schwachen vergangenen Monats zählt die VW-Premium-Tochter Audi. Dank der Vorliebe der US-Kunden für sportliche Geländewagen stieg der Absatz um 5,1 Prozent.

BMW meldet um mehr als zwölf Prozent gesunkene Verkäufe. Allein bei Mini belief sich das Minus auf 27 Prozent. Mercedes setzte acht Prozent weniger Neuwagen ab.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

Mehr zum Thema