Wirtschaft

Fed stellt "Beige Book" vor US-Konjunktur trotzt dem Gegenwind

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Die US-Notenbank denkt derzeit über Zinsanhebungen nach.

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Die US-Wirtschaft bleibt nach Einschätzung der Federal Reserve von Mitte Februar bis Ende März 2015 auf Expansionskurs. Der starke Dollar, sinkende Ölpreise und der harte Winter belasten aber Verarbeitende Gewerbe.

Die US-Wirtschaft hat sich einer Erhebung der US-Notenbank (Federal Reserve) zufolge in den meisten Regionen im Februar und März weiter belebt. Allerdings belasteten auch Negativfaktoren, darunter der hohe Dollarkurs, die fallenden Ölpreise und der harte Winter, wie es im aktuellen Konjunkturbericht "Beige Book" heißt.

Die Fed registrierte ein leichtes oder mittleres Wachstum in acht der zwölf Regionen. Das Wachstumstempo charakterisierte sie als "beständig", "leicht" und "anhaltend expandierend". Laut dem "Beige Book" waren zwar einerseits Entlassungen im Ölsektor zu beobachten, dank der günstigen Benzinpreise habe sich aber der Einzelhandel belebt.

In einigen Regionen beklage sich das Verarbeitende Gewerbe über den hohen Dollarkurs. Die Nachfrage nach Facharbeitern bleibe aber hoch, in einigen Distrikten gebe es einen schwachen bis moderaten Druck, die Gehälter zu erhöhen. Wenn sich der Schatten des vergangenen harten Winters gelegt habe, könne sich die Wirtschaft weiter beleben, so das "Beige Book".

Der Bericht basiert auf Umfragen in allen zwölf Fed-Distrikten. Die Ergebnisse dienen der Vorbereitung auf die nächste Zinsentscheidung am 28. und 29. April. Vor geldpolitischen Entscheidungen führen die regionalen Dependancen breit angelegte Umfragen unter den Wirtschaftsakteuren des Landes durch, um ein Bild von der Konjunkturentwicklung zu erhalten.

Eher zaghaft bereitet die Fed derzeit ihre erste Zinserhöhung seit fast zehn Jahren vor. Die Währungshüter haben inzwischen das Signalwort "geduldig" aus ihrem Statement gestrichen und damit die letzte sprachliche Barriere für eine Zinserhöhung aus dem Weg geräumt. Bislang hatten viele Experten für den Sommer mit einer geldpolitischen Straffung gerechnet. Doch der jüngste, überraschend schwach ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht dämpfte diese Erwartungen. Äußerungen von William Dudley, dem Präsidenten der New Yorker Fed, deuten darauf, dass die Zinserhöhung statt im Juni vielleicht erst im September stattfinden wird.

Quelle: n-tv.de, ppo/DJ/rts

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