Wirtschaft

Beige Book der Notenbank US-Wirtschaft wächst trotz Wirbelstürmen

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Houston war besonders stark von Wirbelsturm "Harvey" getroffen worden - doch das Wachstum in der Region wird nur kurzfristig beeinträchtigt sein.

(Foto: REUTERS)

Die Vereinigten Staaten werden in den Herbstmonaten von verheerenden Wirbelstürmen heimgesucht - doch langfristige wirtschaftliche Folgen hat das kaum. In einer Umfrage der Fed unter Firmenvertretern zeigen die meisten Daumen nach oben.

Trotz der verheerenden Folgen der Hurrikans im Süden der USA ist die amerikanische Wirtschaft laut der US-Notenbank Fed weiter in der Wachstumsspur. Von September bis Anfang Oktober habe die Aktivität der Industrie in den meisten Regionen "leicht bis moderat" zugelegt, heißt es im sogenannten Beige Book, das die Fed nun veröffentlichte. Es basiert auf einer Umfrage unter Firmenvertretern.

In den Fed-Bezirken Richmond, Dallas und Atlanta sei es allerdings sturmbedingt zu "größeren Störungen" gekommen. Die Fed hatte bereits zuvor erklärt, dass die Wirbelstürme "Harvey" und "Irma" das Wachstum im dritten Quartal wohl beeinträchtigt haben dürften. Dieser Effekt wird laut Notenbank jedoch nur vorübergehend sein.

Die aktuelle Firmenumfrage bestätigt diese Sicht: Selbst im Fed-Bezirk Dallas, in dem die besonders stark von den Unwettern betroffene Öl- und Gasmetropole Houston liegt, rechnen die meisten Befragten nicht mit langfristigen negativen Folgen.

Fachkräftemangel dämpft Wachstum

In vielen Bezirken der Fed herrscht laut Beige Book akuter Facharbeitermangel - etwa im Baugewerbe, im Verkehrssektor oder im Gesundheitswesen: "Auch das dämpft das Geschäftswachstum", heißt es in dem Bericht. Die US-Arbeitslosenrate liegt bei 4,2 Prozent und damit auf dem niedrigsten Stand seit 16 Jahren. Damit hat die Fed ihr Ziel Vollbeschäftigung de facto erreicht. Bei der Inflationsrate ist sie jedoch noch ein gutes Stück von ihrem Zwei-Prozent-Ziel entfernt.

Die Ergebnisse der Fed-Umfrage dienen der Vorbereitung auf die nächste Zinsentscheidung am 1. November. An den Märkten wird erwartet, dass die US-Notenbank bis zum Jahresende noch einmal die Zinsen erhöhen wird, allerdings erst bei der Sitzung am 13. Dezember. Zuletzt hatte die Fed im Juni ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf eine Spanne 1,00 bis 1,25 Prozent angehoben.

Quelle: n-tv.de, jug/rts/DJ

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