Wirtschaft

"Sehr gute Gespräche" geführt USA stellen Verzicht auf Autozölle in Aussicht

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Sieht Grund zur Hoffnung: US-Handelsminister Wilbur Ross.

(Foto: picture alliance/dpa)

Importe ausländischer Autos betrachtet US-Präsident Trump als Bedrohung für die nationale Sicherheit. Seine Regierung droht daher mit hohen Strafzöllen - die auch deutsche Hersteller treffen würden. Doch nach "sehr guten Gesprächen" mit Autobauern deutet Handelsminister Ross nun überraschend einen Verzicht an.

Die US-Regierung hat einen möglichen Verzicht auf Strafzölle für Importwagen angedeutet. Nach "sehr guten Gesprächen" mit Autobauern in der Europäischen Union (EU), Japan und Korea könnten die USA Abstand von angedachten Zusatzabgaben nehmen, sagte Handelsminister Wilbur Ross der Agentur "Bloomberg". Es bestehe die Hoffnung, dass die Verhandlungen mit den Autobauern über deren Investmentpläne Früchte trügen und deshalb die 232 Zölle nicht in Kraft treten müssten.

Die USA hatten vor kurzem von der EU mehr Entgegenkommen im Handelsstreit verlangt. US-Präsident Donald Trump hat in der Vergangenheit mehrfach mit Schutzzöllen auf Autoimporte aus Europa von bis zu 25 Prozent gedroht, was insbesondere die exportlastige deutsche Wirtschaft treffen würde.

Laut US-Präsidialamt sieht er einige Autoimporte als potenzielle Bedrohung für die USA. Die US-Regierung will früheren Angaben zufolge am 14. November entscheiden, ob die Abgaben auf die Einfuhr von Autos und Autoteilen aus der EU erhöht werden. Sie hatte die angedrohten Strafzölle im Mai zunächst für ein halbes Jahr ausgesetzt.

Von den angedrohten Maßnahmen wären vor allem Hersteller wie Volkswagen, BMW und Daimler betroffen. Sollten die US-Strafzölle letztlich doch kommen, drohen der deutschen Wirtschaft laut dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) jährliche Mehrkosten in Höhe von sechs Milliarden Euro.

Quelle: n-tv.de, lri/rts/AFP

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