Wirtschaft

Ausweitung der Auto-Allianz VW und Ford rücken enger zusammen

Spekulationen über eine intensivere Kooperation zwischen Volkswagen und Ford gibt es schon länger - nun ist es nach einer Sitzung der VW-Chefetage offiziell: Die beiden Autoriesen wollen ihre Allianz ausbauen, halten mit Details aber noch hinterm Berg.

Die beiden Autobauer Volkswagen und Ford wollen ihre Zusammenarbeit ausweiten. Das kündigte VW nach einer Sitzung des Aufsichtsrats in Wolfsburg an. Was genau die neue Allianz umfasst, wollen VW-Konzernchef Herbert Diess und Ford-Chef Jim Hackett am Freitag um 14 Uhr in New York bekanntgeben.

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Bisher kooperieren die Unternehmen bereits im Bereich leichter Nutzfahrzeuge und Pick-ups, um Hunderte Millionen Euro in der Entwicklung zu sparen. Nun könnten sie auch bei der Elektromobilität und dem autonomen Fahren die Kräfte bündeln - diese Möglichkeit hatten Diess und Hackett stets offengelassen. Beide Felder sind ebenfalls mit hohen Entwicklungsausgaben verbunden.

Diess hatte bereits Mitte Juni gesagt, mit Ford über eine Kooperation beim autonomen Fahren zu sprechen. Die Ford-Partnerschaft sei für den Konzern "geostrategisch von überragender Bedeutung", so Diess damals. "Ohne ein starkes Engagement in den USA - unserer noch immer schwächsten Weltregion - drohen wir in den weltweiten Handelskonflikten in eine ausweglose Situation zu geraten."

Schielt Ford auf E-Auto-Knowhow?

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Nicht zuletzt aufgrund der Diess-Aussagen vom Juni war nun vor der Aufsichtsratssitzung vermutet worden, Ford könne an der von VW entwickelten Plattform MEB interessiert sein. Diese bildet eine technische Grundlage für den Bau von Elektroautos. Der kriselnden Europatochter von Ford fehlt ein solches System bisher. Angesichts verschärfter CO2-Abgasregeln in der Europäischen Union ab 2021 könnten daher Strafzahlungen drohen.

"Der Pkw-Bereich von Ford Europe kann ohne die Zusammenarbeit mit einem anderen Hersteller bei Elektromobilität nicht eigenständig überleben", sagte der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer dazu. Bisher habe Ford in Europa "absolut nichts in der Pipeline".

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Wollen am Freitag Details zu der Kooperation nennen: Ford-Chef Hackett und VW-Boss Diess.

(Foto: dpa)

Volkswagen könnte sich seinerseits an Fords Autonom-Tochter Argo AI beteiligen. Fraglich wäre dann aber, wie Argo in die VW-Aktivitäten rund ums autonome Fahren eingebunden werden soll. Die Zusammenarbeit mit dem US-Startup Aurora hatte VW-Chef Diess jüngst schon gekappt und damit einen Stolperstein für die Allianz mit Ford aus dem Weg geräumt.

Zugute kommen könnte VW dabei, dass die Aufmerksamkeit für das autonome Fahren in den vergangenen Monaten nachgelassen hat. Zulieferer warnten vor unausgereiften Systemen, zudem beurteilten Manager die finanziellen Aussichten skeptischer. Das könnte eine Beteiligung günstiger machen.

Quelle: n-tv.de, cri/dpa/DJ

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