Wirtschaft

Umsatz und Absatz sollen steigen VW will mit vollen Kassen aufholen

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Besser als erwartet durch das Corona-Krisenjahr gekommen: Autohersteller Volkswagen

(Foto: imago images / Jan Huebner)

Europas größter Autobauer hat die Corona-Krise bislang besser gemeistert als angenommen. Die Dividende bleibt stabil, und der Schwung aus dem Abschlussquartal soll zum Rückenwind für kräftiges Wachstum werden.

Der jüngst als weltweite Nummer eins entthronte Autohersteller Volkswagen ist letztlich doch besser als erwartet durch das Corona-Krisenjahr gekommen und geht mit einem üppigen Liquiditätspolster in das entscheidende Jahr der Elektromobilität. Das Betriebsergebnis brach zwar auf Jahressicht um 43 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro ein, wie der Konzern nach einer Aufsichtsratssitzung mitteilte. Darin war aber auch eine knappe Milliarde an weiteren Lasten bei der Aufarbeitung der Dieselaffäre enthalten.

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Für das laufende Jahr stellte der nach Toyota weltweit zweitgrößte Autobauer deutlich höhere Auslieferungen und einen signifikant steigenden Umsatz in Aussicht. Der Konzern habe die Auswirkungen der Pandemie auf das Geschäft erfolgreich eingedämmt und gleichzeitig wichtige Weichen für die Transformation gestellt, erklärte Finanzchef Frank Witter.

Den Schwung aus dem deutlich besseren zweiten Halbjahr 2020 will Volkswagen ins laufende Jahr mitnehmen. Zugleich sollten die Programme zur Senkung der Fix- und der Materialkosten den Konzern nachhaltig robuster machen. Das Management sei entsprechend optimistisch und traue sich eine operative Rendite am oberen Ende der in Aussicht gestellten Spanne von 5,0 bis 6,5 Prozent zu. Der Umbau zu einem softwaregetriebenen Mobilitätsanbieter soll vorangetrieben werden.

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Die Wolfsburger haben gerade erst den kompakten ID.3 und Elektro-SUV ID.4 an den Start gebracht. Weitere Modelle sollen in diesem Jahr folgen. Um die Investitionen für neue Dienste und selbstfahrende Autos zu stemmen, ist entscheidend, dass das Geschäft rund läuft und dem Konzern genug Finanzmittel zufließen. Die Nettoliquidität erhöhte sich im abgelaufenen Jahr um mehr als ein Viertel auf rund 26,8 Milliarden Euro. Die Barmittelzufluss (Netto-Cash-flow) sank um 40 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro.

Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 8,8 Milliarden Euro - nach 14 Milliarden Euro im Vorjahr. Daraus sollen die Aktionäre eine stabile Dividende von 4,80 Euro je Stamm- und 4,86 Euro je Vorzugsaktie erhalten. Für das vorangegangene Rekordjahr 2019 hatte Volkswagen ursprünglich 6,50 Euro beziehungsweise 6,56 Euro ausschütten wollen, die Erhöhung wegen der Corona-Krise später jedoch gestrichen und den verbliebenen Bilanzgewinn von 855 Millionen Euro auf neue Rechnung vorgetragen. Die Einnahmen waren insgesamt nicht so stark gesunken wie der Absatz, der mehr als 16 Prozent fiel. VW verkaufte weltweit 9,2 Millionen Fahrzeuge. Der Umsatz betrug knapp 223 Milliarden Euro.

Quelle: ntv.de, jwu/rts/DJ/dpa

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