Wirtschaft

Wegen Corona Mitarbeiter weg Viele Branchen leiden unter Personalmangel

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Hoteliers und Gastronomen kämpfen sowohl mit Umsatz- als auch mit Mitarbeiterverlusten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wirte und Hoteliers kämpfen mit einem enormen Mangel an Mitarbeitern. Deren Zahl hat sich laut Branchenverband DEHOGA um zwölf Prozent reduziert. Auch im Maschinenbau verschärft sich der Fachkräftemangel.

Mit zunehmenden Lockerungen der Corona-Maßnahmen macht der Hotel- und Gastronomiebranche derzeit ein erheblicher Personalmangel zu schaffen. Das aktuell größte Problem des deutschen Gastgewerbes sei "eindeutig der riesige Mitarbeitermangel", sagte die Chefin des Branchenverbandes DEHOGA, Ingrid Hartges, der "Passauer Neue Presse". Auch der Fachkräftemangel im Maschinen- und Anlagenbau "verschärft sich wieder", wie der Branchenverband VDMA warnte.

Die Zahl der Mitarbeiter habe sich um zwölf Prozent reduziert, sagte Hartges der Zeitung. Allein bis Februar habe die Branche 130.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte verloren. Die Zahl der Azubis sei zuletzt um 25 Prozent eingebrochen.

Die DEHOGA-Chefin forderte die Politik auf, alles zu tun, damit die Branche dauerhaft geöffnet bleiben kann. "Sie muss besser vorbereitet sein für den Fall einer nächsten Welle, ohne dass dann gleich wieder unsere Betriebe schließen müssen."

Die jüngste Umfrage unter den DEHOGA-Mitgliedern habe für Mai immer noch einen Umsatzrückgang von 67 Prozent ergeben, fügte die Verbandschefin in der "Passauer Neuen Presse" hinzu. "Die Testpflichten und Kontaktregeln werden von vielen Gästen und Gastronomen noch als Hürden empfunden."

"Neuerliche Schließungen sind tabu"

Zwar steige besonders mit Blick auf den Sommer die Zuversicht in weiten Teilen der Branche. Dabei gebe es allerdings Ausnahmen: "Die Stadt- und Tagungshotellerie steckt noch immer in einer schwierigen Lage", mahnte Hartges. Gleiches gelte für Clubs und Diskotheken.

Der FDP-Wirtschaftsexperte Reinhard Rouben forderte, der Gastronomie Planungssicherheit zu geben, damit diese eine dauerhafte berufliche Perspektive bieten könne. "Neuerliche Schließungen im Zuge der Pandemie auch im Fall steigender Infektionszahlen sind da tabu", erklärte er. Es gehe darum, Fachkräfte zurückzuholen und nicht, ungelernte Servicekräfte zu rekrutieren.

VDMA: Azubis "händeringend gesucht"

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Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erklärte ebenfalls, die Mehrheit der Firmen wolle wegen des konjunkturellen Aufschwungs wieder Personal aufbauen - jedoch "rücken wieder zunehmend Fachkräfteengpässe in den Fokus der Unternehmen". Laut einer Umfrage unter 570 Personalverantwortlichen in Mitgliedsfirmen des VDMA sieht eine Mehrheit der Befragten derzeit bei allen Beschäftigtengruppen außer Hilfskräften Engpässe. Dabei werden vor allem auch Azubis "händeringend gesucht".

Der Umfrage zufolge gehen die Firmen zudem von einer Verschärfung der Lage in den kommenden sechs bis zwölf Monaten aus: 43 Prozent der Befragten rechnen damit, dass weniger Fachkräfte zur Verfügung stehen werden. Zudem haben derzeit 44 Prozent der Firmen Schwierigkeiten bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter wegen der noch geltenden Kontaktbeschränkungen.

Quelle: ntv.de, lve/AFP

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