"Primär kein technisches Thema"Warum so viele Digitalisierungsprojekte scheitern

Warum scheitern so viele Digitalisierungsprojekte? Andreas Schumacher von der VTU Group meint: Es liegt nicht an der Technik, sondern am Menschen. Bei "So techt Deutschland" erklärt er, warum das mittlere Management die größte Hürde ist und, weshalb Psychologen oft wichtiger sind als Programmierer.
Andreas Schumacher, Director Corporate Strategy bei der VTU Group, hat einen anderen Blick auf die Digitalisierung in der Industrie. Der promovierte Ingenieur startete seine Karriere beim Fraunhofer-Institut. Schumacher sieht die größte Herausforderung nicht in der Technik, sondern im menschlichen Faktor. "80 bis 90 Prozent der Digitalisierung sind ein sozialwissenschaftliches Thema, nicht primär ein technisches", erklärt der Digitalisierungsexperte. Das könnte eine Erklärung sein, warum so viele Firmen Schwierigkeiten mit der Digitalisierung haben. Eine Bitkom-Studie aus dem Februar zeigt: Knapp die Hälfte der Unternehmen hat Probleme bei der Digitalisierung, vor allem auch die Entwicklung neuer Produkte ist demnach für viele problematisch.
Schumacher sieht das mittlere Management als größte Hürde: "Das ist die Lehmschicht der Digitalisierung." Vielleicht glaubt er deswegen an Psychologen als Erfolgsfaktor für derartige Projekte. Bei der VTU Group hat ihr Einsatz einwandfrei funktioniert. Das Kerngeschäft des österreichischen Unternehmens ist die Planung und Optimierung von Prozessanlagen für die Pharmaindustrie. Dazu gehört auch die Begleitung und Beratung bei Digitalisierungsprojekten.
Mit Andreas Schumacher sprachen Frauke Holzmeier und Andreas Laukat. Das komplette Gespräch können Sie im Podcast "So techt Deutschland" hören.