Wirtschaft

Graues Loch mitten in Deutschland Wo die deutschen Gründer sitzen

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Hat auch mal klein angefangen: Microsoft-Gründer Bill Gates in jungen Jahren.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Experten der staatlichen Förderbank kennen die Daten: Risikobereitschaft und Unternehmergeist fallen regional sehr unterschiedlich aus. Ausgerechnet die drei kleinsten Bundesländer liegen bei der Gründerquote vorn.

Nirgendwo in Deutschland wagen so viele Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit wie in Berlin. Nach einer Analyse der staatlichen Förderbank KfW führt die Hauptstadt die Rangliste der Bundesländer an. Die jährliche Gründerquote Berlins liegt demnach bei 2,6 Prozent - das heißt, dass von 2009 bis 2014 jedes Jahr 26 von 1000 Einwohnern im Alter von 18 bis 64 Jahren eine Firma an den Start brachten.

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Die Stadtstaaten Hamburg (2,2 Prozent) und Bremen (2,1) haben ebenfalls vergleichsweise hohe Gründerquoten, wie der Autor der Analyse, KfW-Experte Georg Metzger, berichtet. Abgeschlagen mit einer Quote von nur 1,1 Prozent landen vier ostdeutsche Flächenländer am Ende des Rankings: Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen.

"Eine Volkswirtschaft profitiert von einem regen Gründungsgeschehen", heißt es in Metzgers Studie, "denn Gründer fordern etablierte Unternehmen ständig aufs Neue heraus und halten diese so unter permanentem Effizienz- und Innovationsdruck." Abgesehen von solchen Konkurrenzeffekten, schaffen Gründer auch Arbeitsplätze - "für sich selbst und oft auch für andere", wie der KfW-Experte betont.

Der Begriff Gründung umfasst dabei ein breites Spektrum vom Hightech-Start-up im Umfeld einer Hochschule über die Rechtsanwaltskanzlei bis zur Kleingastronomie im Industriegebiet. Die KfW-Studie unterscheidet daher zusätzlich zwischen Gründungen im Bereich "gewerblicher" und "freiberuflicher" Tätigkeiten. Zu letzteren zählen zum Beispiel Ingenieurbüros, Kindertagesstätten, Softwarefirmen und Coaching-Angebote.

(Hinweis für Mobilnutzer: Die Infografik zur Gründerquote nach Bundesländern finden Sie hier.)

Quelle: n-tv.de, mmo/dpa

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