Wirtschaft

Trotz Wohnungsnot Zahl der Baugenehmigungen sinkt

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Während Großtstädte um bezahlbaren Wohnraum ringen, sinkt die Baugenehmigungsquote wegen zuviel Bürokratie.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Wohnungsnot in den Städten ist groß. Trotzdem sinkt die Zahl der Baugenehmigungen nun schon das zweite Jahr in Folge. Die Immobilienwirtschaft macht komplizierte Vorschriften und lange Verfahren für das Schritttempo verantwortlich.

Trotz der großen Nachfrage nach Immobilien sind in Deutschland 2018 erneut weniger Wohnungen bewilligt worden. Die Zahl der genehmigten Wohnungen sank 2018 binnen Jahresfrist leicht um 0,2 Prozent auf rund 347.300, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Die Zahlen gelten für neue Bauten, für Maßnahmen an bestehenden Gebäuden und für Renovierungen oder Aufstockungen. Nach Jahren der Zuwächse waren die Baugenehmigungen schon 2017 etwas zurückgegangen.

Bei Neubauten genehmigten die Behörden im vergangenen Jahr rund 302.800 Wohnungen, was einem Plus von 0,7 Prozent entspricht. Vor allem bei Mehrfamilienhäusern gab es starke Zuwächse von plus 4,7 Prozent, während die Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser leicht sanken. Deutlich weniger Bewilligungen gab es für Zweifamilienhäuser, die um 6,5 Prozent schrumpften und für Wohnungen in Wohnheimen mit einem Minus von 24 Prozent. Dazu zählen auch Unterkünfte für Flüchtlinge.

Um die große Nachfrage zu decken, müssen nach Einschätzung von Politik und Bauwirtschaft jährlich 350.000 bis 400.000 Wohnungen in Deutschland entstehen. 2017 kamen aber nur knapp 285.000 dazu. Im vergangenen Jahr könnten laut Bauindustrie rund 300.000 Wohnungen fertig werden.

Die Branche ist angesichts des langen Immobilienbooms stark ausgelastet, Hausbauer warten oft Monate auf Handwerker. "Die Handlungsspielräume von Bauherren und Investoren sind ausgeschöpft", kritisierte der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW). Bauland sei in den Ballungsräumen kaum noch erhältlich, und langwierige Genehmigungsverfahren sowie zahlreiche Vorschriften bremsten den Neubau.

Quelle: n-tv.de, mau/dpa

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