Wirtschaft

Teurer HoffnungsträgerZehn-Punkte-Plan soll Wasserstoffmarkt anschieben

19.10.2026, 13:53 Uhr
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Mit "Differenzkostenverträgen" will Katherina Reiche den Wasserstoffmarkt beleben. (Foto: IMAGO/Jürgen Heinrich)

Wasserstoff ist ein wichtiger Baustein in einer klimaneutralen Wirtschaft, ist aber noch immer zu teuer und kaum verfügbar. Wirtschaftsministerin Reiche will den stockenden Markt nun mit Partnerschaften und weniger strengen Vorgaben fördern.

Angesichts vieler Unsicherheiten will Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche den Aufbau eines Wasserstoffmarktes beschleunigen. Das Ministerium legte dazu ein Paket aus zehn Maßnahmen vor. Sie sollten neue Impulse setzen, um den Aufbau des Wasserstoffmarktes pragmatisch und realistisch voranzubringen, teilte das Ministerium in Berlin mit.

Der Einsatz von Wasserstoff soll im klimaneutralen Wirtschaftssystem der Zukunft neben Ökostrom eine zentrale Rolle spielen. Noch ist Wasserstoff aber zu teuer. In einem Papier des Wirtschaftsministeriums heißt es, der Aufbau des Wasserstoffmarktes verzögere sich gegenüber bisherigen Erwartungen. Die Herstellungskosten für erneuerbaren beziehungsweise kohlenstoffarmen Wasserstoff lägen noch deutlich über den Preisen für fossile Alternativen.

Zu den vorgelegten Maßnahmen gehört, dass der Einsatz von Wasserstoff durch "Differenzkostenverträge" gezielt gefördert werden soll. Mit solchen Verträgen sichert der Staat bei der Umstellung von Unternehmen auf emissionsarme Produktionsverfahren einen Teil des Risikos ab. Das Ministerium startete für das Förderprogramm die Ausschreibung 2027.

"Zu rigide Kriterien"

Das Wirtschaftsministerium will zudem für die Umstellung von Kraftwerken auf Wasserstoff einen Anreiz schaffen und sich auf EU-Ebene dafür einsetzen, dass "zu rigide Kriterien" geändert werden. Außerdem heißt es, Wasserstoff müsse in großen Mengen importiert werden, dazu arbeite das Ministerium an strategischen Partnerschaften.

Zudem solle die Nutzung von kohlenstoffarmem Wasserstoff ermöglicht werden, der aus Erdgas gewonnen wird. Dies wird als "blauer" Wasserstoff bezeichnet. Langfristig soll vor allem klimaneutral erzeugter Wasserstoff zum Einsatz kommen, der auch als "grün" bezeichnet wird.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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