Der Börsen-Tag
29. Oktober 2024
imageHeute mit Thomas Badtke und Lukas Wessling
Zum Archiv
18:01 Uhr

DAX unentschieden - VW und Porsche Holding an Jahrestiefs

Am deutschen Aktienmarkt hat sich über den Tagesverlauf hinweg keine einheitliche Tendenz durchgesetzt. Der DAX bröckelte bei sehr dünnen Umsätzen um 0,3 Prozent ab auf 19.478 Punkte. Der Index hat laut Marktteilnehmern offensichtlich Respekt vor dem Allzeithoch, das er vor knapp zwei Wochen bei 19.675 Punkten aufgestellt hatte: "Vor der Wahl in den USA ist ein nachhaltiges Überwinden unwahrscheinlich", so ein Händler. Daneben bremste die strukturelle Schwäche zyklischer Werte aus der Autobranche und dem Chemiesektor.

Der DAX liegt nach wie vor nur knapp unter Allzeithoch, gestützt auch von weiter steigenden Kursen des Index-Schwergewichts SAP. Währenddessen wurden VW und Porsche Holding nur noch knapp über den Jahrestiefstständen gehandelt. Die Umstrukturierung bei VW werde teuer, und die hohen Dividenden dürften kräftig zusammengestrichen werden, sagte ein Händler: "Und nach der Umstrukturierung bleibt immer noch das Problem mit den Modellen", ergänzte er. VW fielen um 3,2 Prozent auf 88,92 Euro, Porsche Holding um 3,2 Prozent auf 38,44 Euro.

Adidas zogen dagegen nach ihren endgültigen Zahlen um 3,8 Prozent an. Positiv werteten die RBC-Analysten den Gewinn, der die Markterwartung dank niedriger Finanzierungskosten und leicht höherer Finanzerträge deutlich übertroffen habe. Und für 2025 sehe das Auftragsbuch "stark aus, mindestens für das erste Quartal, aber auch in das zweite Quartal", so der Konzern. Zudem hat Adidas das mittelfristige Margenziel von 10 Prozent für 2026 bekräftigt.

In den kommenden Tagen tobt die Berichtssaison, am Freitag steht der US-Arbeitsmarktbericht für den Oktober auf der Agenda, kommende Woche die US-Wahl, wie auch die Zinsentscheidung der US-Notenbank. Angesichts dessen war es erstaunlich, dass mit Blick auf das Nachrichtenrisiko Anleger ihr Geld an den Aktienmarkt brachten. Die Nachrichtenlage aus dem Automobilsektor war zudem alles andere als rosig.

Gewinner des Tages ist das Gold, das sowohl in Dollar als auch in Euro gerechnet neue Allzeithochs markiert. "Einige Länder, die in der Vergangenheit Gold und Dollar als sicheren Hafen verstanden haben, stocken ihre Goldbestände auf, weil sie im Falle von Spannungen oder Konflikten mit den USA ihre Dollarbestände in Gefahr sehen", sagt Benjamin Louvet, Head of Commodities bei Ofi Invest Asset Management. Im Handel wird aber auch darauf verwiesen, dass Russland und einige andere Autokratien bereits von den internationalen Zahlungssystemen abgeschnitten sind. "Ihnen bleibt kaum etwas anderes übrig, als ihren Handel zumindest teilweise in Gold abzuwickeln", sagt ein Händler.

Das war der Börsen-Tag am Dienstag. Wir verabschieden uns an dieser Stelle und wünschen allen einen angenehmen Abend. Die Kolleginnen und Kollegen von der Spät- und Nachtschicht halten Sie weiter auf dem Laufenden. Schauen Sie also gerne immer wieder bei ntv.de vorbei.

DAX unentschieden - VW und Porsche Holding an Jahrestiefs
17:48 Uhr

"Bezos' Gehorsam ist Wegbereiter in Autokratie"

Traditionell unterstützt die "Washington Post" seit vielen Jahren die Demokraten bei US-Wahlen. Dass ihr Besitzer Jeff Bezos dies verhindert, ist für Sandra Navidi von BeyondGlobal ein "extrem negatives Signal". Einer der reichsten und einflussreichsten Menschen der Welt fürchte und füge sich schon jetzt- wo Donald Trump noch nicht einmal Präsident sei. Der "vorauseilende Gehorsam" des Amazon-Chefs komme einem "Wegbereiter in die Autokratie" gleich.

"Bezos' Gehorsam ist Wegbereiter in Autokratie"
17:26 Uhr

Kurz vor Wahl: US-Konsumlaune bessert sich stark

Die Konsumstimmung in den USA hat sich kurz vor der Präsidentschaftswahl überraschend stark aufgehellt. Das Barometer für die Verbraucherlaune stieg im Oktober auf 108,7 Punkte von 99,2 Zählern im September, wie das Institut Conference Board am Dienstag zu seiner Umfrage mitteilte. "Das Verbrauchervertrauen verzeichnete den stärksten monatlichen Zuwachs seit März 2021", sagte die Chefvolkswirtin des Instituts, Dana Peterson. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Anstieg auf 99,5 Zähler gerechnet.

Die Verbraucher schätzten ihre eigene wirtschaftliche Lage besser ein. "Zum ersten Mal seit Juli 2023 zeigten sie sich auch vorsichtig optimistisch, was die künftige Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen angeht", sagte Peterson. Auch in Bezug auf ihre künftige Einkommensentwicklung äußerten sie sich positiver als zuvor.

Kurz vor Wahl: US-Konsumlaune bessert sich stark
16:56 Uhr

Bericht: Lohnverzicht soll VW retten

Volkswagen will einem Bericht zufolge den größten Teil seiner Einsparungen über einen Lohnverzicht erreichen. Die Kürzung der Gehälter bei der Kernmarke VW sowie die Streichung von Boni und Sonderzahlungen sollten zusammen jährlich zwei Milliarden Euro einbringen, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf ein Dokument des Vorstands. Damit wäre die Hälfte des Sparziels erreicht, ohne dass Stellen gestrichen werden müssten, hieß es dem Bericht zufolge in Konzernkreisen. Volkswagen und der VW-Betriebsrat waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die Schließung von Werken habe im Vergleich dazu geringere Effekte. So brächte dem Bericht nach ein Aus für die Produktion in Emden ungefähr 600 Millionen Euro, die Fabrik in Osnabrück habe ein Sparpotenzial von etwa 130 Millionen Euro, die in Dresden von 60 Millionen Euro. Die Einsparmaßnahmen für die Komponentenfertigung würden auf dem Dokument auf 800 Millionen Euro beziffert. In der Technischen Entwicklung könnten 4000 bis 6000 Stellen gestrichen werden, hieß es weiter. Wie viele Arbeitsplätze insgesamt gefährdet seien, lasse das Dokument offen. Der Zeitung gegenüber erklärte eine VW-Sprecherin, im Moment gebe es keine Einigung auf ein konkretes Szenario. Die Gespräche würden mit dem Betriebsrat geführt.

Bericht: Lohnverzicht soll VW retten
16:43 Uhr

Adidas führen DAX-Gewinnerliste an

Adidas bauen die Gewinne aus. Der Kurs steigt um 2,9 Prozent auf 220,10 Euro und führt damit mit weitem Abstand die Gewinnerliste im DAX an. Allerdings war der Kurs nach den Quartalszahlen mit dem überraschenden Kostenanstieg an der 240er Marke gescheitert und bis auf knapp 213 Euro zurückgefallen. Für 2025 sehe das Auftragsbuch "stark aus, mindestens für das erste Quartal, aber auch in das zweite Quartal", so der Konzern jetzt. Zudem hat Adidas das mittelfristige Margenziel von 10 Prozent für 2026 bekräftigt.

Adidas führen DAX-Gewinnerliste an
16:30 Uhr

Wie umgehen mit Kursschwankungen?

An der Börse sind vor allem steigende Kurse gern gesehen. Warum Schwankungen aber dazu gehören und warum man keine Angst davor haben sollte, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Fabian Behnke von der Fondsgesellschaft Vanguard und Jan Schneider von der Commerzbank.

Wie umgehen mit Kursschwankungen?
16:05 Uhr

Deloitte: Unternehmen verlagern Investitionen ins Ausland

Deutsche Unternehmen planen der Unternehmensberatung Deloitte zufolge, in Zukunft mehr Geld im Ausland und weniger in Deutschland zu investieren. Deloitte hatte im September und Oktober 185 Finanzvorstände großer Unternehmen befragt. 74 Prozent der Befragten aus den Kernindustrien Automobil, Chemie und Maschinenbau sehen ihren Investitionsschwerpunkt heute noch in Deutschland, mit Blick auf die nächsten fünf Jahre aber nur noch 54 Prozent.

Auch China verliert als Investitionsziel an Relevanz, mit einem erwarteten Rückgang von 20 auf 8 Prozent. Von der Neuausrichtung profitieren andere europäische Staaten und Nordamerika, aber auch Indien und Südostasien.

Deloitte: Unternehmen verlagern Investitionen ins Ausland
15:55 Uhr

EU setzt Extrazölle auf E-Autos aus China endgültig in Kraft

Die EU-Zusatzzölle auf die Einfuhr von Elektroautos aus China treten trotz Widerstands aus Deutschland endgültig in Kraft. Die EU-Kommission beschloss eine dafür notwendige Verordnung, wie aus einem Dokument hervorgeht. Die Verordnung soll von diesem Donnerstag an gelten.

EU setzt Extrazölle auf E-Autos aus China endgültig in Kraft
15:47 Uhr

Wall Street wartet in Lauerstellung auf Tech-Bilanzen

In Erwartung wichtiger Unternehmensergebnisse und Konjunkturdaten übt sich die Wall Street weiter in Zurückhaltung. Der Dow-Jones-Index verliert kurz nach der Eröffnung 0,4 Prozent auf 42.208 Punkte. Der S&P-500 und der Nasdaq-Composite büßen 0,2 bzw. 0,1 Prozent ein. Vor allem die Zahlen der großen Technologie-Konzerne, die im Wochenverlauf anstehen, könnten den Markt bewegen.

Den Auftakt machen nach der Schlussglocke die Google-Mutter Alphabet und Advanced Micro Devices (AMD). Im weiteren Verlauf der Woche folgen unter anderem Apple, Microsoft, Meta, Ebay und Amazon. Das Interesse dürfte dabei vor allem auf Aussagen zur Künstlichen Intelligenz liegen - dem jüngsten Haupttreiber für den US-Aktienmarkt. Daneben stehen mit der PCE-Inflation und vor allem mit dem US-Arbeitsmarktbericht für den Oktober ebenfalls wichtige Impulsgeber auf der Konjunkturagenda.

Wall Street wartet in Lauerstellung auf Tech-Bilanzen
15:32 Uhr

GSK kauft experimentelles Medikament gegen Autoimmun-Erkrankung

GSK baut sein Portfolio an potenziellen Behandlungen der Autoimmun-Erkrankung Lupus mit einem Zukauf aus: Wie der britische Pharmakonzern mitteilte, kauft er ein experimentelles Medikament des chinesischen Biotech-Unternehmens Chimagen Biosciences. Das Transaktionsvolumen beläuft sich auf bis zu 850 Millionen US-Dollar.

GSK zahlt zunächst 300 Millionen Dollar in bar. Je nach Erreichen bestimmter Entwicklungs- und Vermarktungsziele können bis zu 550 Millionen Dollar hinzukommen. GSK will die Phase-1-Studie 2025 starten.

GSK kauft experimentelles Medikament gegen Autoimmun-Erkrankung
15:11 Uhr

Trump Media setzt Rally fort

Spekulationen auf einen Sieg von Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl sorgen für immer weiter steigende Kurse bei Trump Media & Technology. Die Aktien des Unternehmens des Republikaners schießen vor US-Handelsstart um fast 20 Prozent in die Höhe. Wenn die Gewinne nach der Eröffnung anhalten, werden sie mit rund 56 Dollar so teuer sein wie seit Ende März nicht mehr.

Bereits am Montag waren die Titel um etwa genauso viel auf den höchsten Stand seit Juni gestiegen. "Trump hat in den Umfragen eindeutig zugelegt, und in den Wettquoten erst recht", sagte Jan von Gerich, Chefanalyst beim nordeuropäischen Finanzkonzern Nordea. Meinungsumfragen zeigen jedoch nach wie vor ein enges Rennen in den sieben besonders umkämpften Bundesstaaten, in denen sich voraussichtlich die Wahl entscheiden wird.

Trump Media setzt Rally fort
14:58 Uhr

Reitz: Ampel nicht schuld an VWs Misere

Die Probleme bei VW seien im Wesentlichen hausgemacht, sagt der ntv-Chefkorrespondent Wirtschaft, Ulrich Reitz. Sie träten nun offen zutage, wo das China-Geschäft nicht mehr laufe, die Gewinne dort ausblieben. Aber schon zuvor sei die geringe Profitabilität in Deutschland offensichtlich gewesen. Auch wenn die Versuchung groß sei, dafür der Ampel die Schuld zu geben, die Politik trage hierfür nicht die Hauptverantwortung.

Reitz: Ampel nicht schuld an VWs Misere
14:35 Uhr

Deutschlands Energieverbrauch fällt auf Rekordtief

Der Energieverbrauch in Deutschland fällt maßgeblich wegen der stagnierenden Wirtschaft in diesem Jahr auf ein weiteres Rekordtief. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen rechnet in ihrer ersten Prognose mit einem Rückgang um 1,7 Prozent im Vorjahresvergleich. Damit läge der Energieverbrauch knapp 30 Prozent unter dem bisherigen Höchststand aus dem Jahr 1990.

Deutschlands Energieverbrauch fällt auf Rekordtief
14:24 Uhr

Studie zu Autobranche: 140.000 Jobs weniger bis 2035

In der deutschen Automobilindustrie könnten einer Studie zufolge bis Mitte des kommenden Jahrzehnts bei gleichbleibender Entwicklung 140.000 Arbeitsplätze verloren gehen. Bereits zwischen 2019 und 2023 seien unter dem Strich 46.000 Jobs entfallen, heißt es in der Erhebung des Prognos-Instituts im Branchenverband VDA. Zugleich verweisen die Autoren darauf, dass mit Blick auf das tatsächliche Ausmaß hohe Unsicherheit bestehe. Klar sei, dass einzelne Berufe an Relevanz gewinnen und andere weniger wichtig würden. Insgesamt arbeiteten 2023 knapp 911.000 Menschen in der Branche.

"Der Wandel hin zur Elektromobilität wird zu Beschäftigungsverlusten führen", sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Dies sei jedoch nicht zuallererst Ausdruck einer Krise, sondern Teil der Transformation, die maßgeblich durch die Elektrifizierung der Antriebe vorangetrieben wird. "Die Rahmenbedingungen können die Beschäftigungseffekte verstärken oder dämpfen." Konkret forderte Müller etwa wettbewerbsfähige Energiepreise, weniger Bürokratie, schnelle Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie mehr Freihandelsabkommen.

Studie zu Autobranche: 140.000 Jobs weniger bis 2035
14:17 Uhr

Ifo sieht anziehende Preise in Industrie und Einzelhandel

Einzelhändler, Industrieunternehmen, unternehmensnahe Dienstleister und Großhandel planen vermehrt Preiserhöhungen. Die Ifo-Preiserwartungen stiegen im Oktober auf 15,9 Punkte, nach 14,1 im September. "In den kommenden Monaten dürfte die Inflationsrate wieder etwas anziehen und die Zwei-Prozent-Marke der Europäischen Zentralbank erreichen", sagt Ifo-Konjunkturexperte Sascha Möhrle.

Ifo sieht anziehende Preise in Industrie und Einzelhandel
13:55 Uhr

Adidas hat Vergleich mit Kanye West erreicht

Nach zwei Jahren hat Adidas den Streit mit US-Skandal-Rapper Kanye West beigelegt. "Wir schulden ihm nichts mehr, und er schuldet uns nichts mehr", sagte Vorstandschef Björn Gulden. Im Zuge des Vergleichs sei kein Geld geflossen. "Damit ziehen wir einen Schlussstrich unter die Sache." Der fränkische Sportartikelhersteller hatte sich vor zwei Jahren von West getrennt, nachdem dieser mehrfach mit rassistischen und antisemitischen Äußerungen Schlagzeilen gemacht hatte. West hatte jahrelang eine erfolgreiche Schuh-Linie unter dem Namen "Yeezy" für Adidas designt.

Gulden hatte entschieden, den Restbestand an "Yeezy"-Schuhen, die bereits produziert waren, noch auf den Markt zu werfen, um sie nicht vernichten zu müssen. Ein Teil des Erlöses wurde gespendet. Der Lagerbestand an "Yeezy"-Schuhen sei inzwischen - zu Einkaufspreisen - von 500 Millionen auf 50 Millionen Euro geschrumpft, sagte Finanzvorstand Harm Ohlmeyer. Der Rest soll noch in diesem Jahr kostendeckend verkauft werden. Im Kontext der Einigung habe Adidas Rückstellungen von 100 Millionen Euro aufgelöst und den Betrag an die Adidas-Stiftung gespendet. Insgesamt habe der Konzern aus den "Yeezy"-Erlösen fast 250 Millionen Euro Spenden getätigt.

Adidas hat Vergleich mit Kanye West erreicht
13:28 Uhr

Corona-Medikament Paxlovid verleiht Pfizer Schwung

Der US-Pharmariese Pfizer hat seine Jahresziele nach einem überraschend starken Sommergeschäft erneut angehoben. Für 2024 rechnet Pfizer nun mit einem bereinigten Gewinn von 2,75 bis 2,95 Dollar je Aktie statt von 2,45 bis 2,65 Dollar, wie das Unternehmen mitteilte. Der Umsatz soll sich nun auf 61 bis 64 Milliarden Dollar belaufen - bislang waren 59,5 bis 62,5 Milliarden in Aussicht gestellt worden. Rückenwind kommt dabei von besser als erwarteten Verkäufen des Coronamedikaments Paxlovid. Pfizer erwartet im Gesamtjahr Paxlovid-Umsätze von 5,5 Milliarden Dollar statt vormals 3,5 Milliarden.

Corona-Medikament Paxlovid verleiht Pfizer Schwung
12:50 Uhr

Novartis hebt Prognose an – Aktie rutscht ab

Novartis hat nach einem kräftigen Ergebniszuwachs im dritten Quartal seine Jahresprognose erneut angehoben, nachdem der Schweizer Pharmariese den Ausblick 2024 bereits nach dem ersten und dem zweiten Vierteljahr erhöht hatte. Der jahrelange Umbau des Konzerns zu einem ausschließlichen Anbieter von neuen, patentgeschützten Medikamenten habe sich ausgezahlt, sagte Konzernchef Vasant Narasimhan. "Die Veränderungen, die wir vorgenommen haben, um ein fokussiertes, Pure-play-Unternehmen zu werden, das sich auf die wichtigsten therapeutischen Bereiche und die Schlüsselregionen konzentriert, funktionieren."

An der Börse konnte Novartis mit dem Quartalsbericht indes nicht punkten. Mit einem Kursabschlag von drei Prozent rutschten die Aktien ans Ende der Schweizer Bluechips und gehörten zu den größten Verlierern unter den europäischen Gesundheitswerten. Marktteilnehmer machten dafür das Ausbleiben positiver Überraschungen verantwortlich. Denn die erneute Prognoseanhebung war erwartet worden.

Novartis hebt Prognose an – Aktie rutscht ab
12:33 Uhr

Kauflaune an Europas Märkten – DAX auf Rekordkurs

Die Anleger in Europa tasten sich weiter voran. Der DAX schob sich am Vormittag in der Spitze um bis zu 0,6 Prozent auf 19.643 Punkte vor und kam damit dicht an sein jüngstes Rekordhoch von 19.674,68 Punkten heran. Vor den Bilanzen der großen US-Technologiefirmen seien die Anleger vorsichtig optimistisch gestimmt, sagte Jürgen Molnar, Stratege beim Broker Robomarkets. "Ein Ausbruch aus der Seitwärtsspanne nach oben ist jederzeit möglich und auch die 20.000er-Marke noch in dieser Woche kein unrealistisches Szenario."

Auch der EuroStoxx50 zog rund ein halbes Prozent knapp an und lag nur knapp unter der 5000-Punkte-Marke. Jüngste Wirtschaftsdaten, die auf eine Verschlechterung der Konjunktur in der Euro-Zone hinweisen, haben zuletzt Spekulationen über noch stärkere Zinssenkungen befeuert.

Kauflaune an Europas Märkten – DAX auf Rekordkurs
12:16 Uhr

Dürr macht EU für Malaise der Autoindustrie verantwortlich

FDP-Fraktionschef Christian Dürr sprach sich erneut gegen eine Prämie für private Elektroautos aus. "Das würde neue Subventionen bedeuten. Und die zahlt am Ende jemand", sagte Dürr im ntv Frühstart. Diese Belastung müssten dann die Millionen Steuerzahler in Deutschland tragen. Die E-Mobilität müsse sich selbst am Markt tragen.

Die Europäische Union mit Frau von der Leyen an der Spitze habe in den vergangenen Jahren auf sehr viele Regeln gesetzt. "Ich glaube, das hat die deutsche, aber auch die europäische Autoindustrie eher zurückgeworfen." Es sei ein Fehler gewesen, das Verbot des Verbrennungsmotors anzukündigen.

Dürr macht EU für Malaise der Autoindustrie verantwortlich
11:51 Uhr

Anleger steigen bei Lufthansa aus

Aktien der Lufthansa verlieren aktuell etwa zwei Prozent, nachdem sie am Montag begünstig von sinkenden Ölpreisen stark gestiegen waren. Die Fluglinie hat im dritten Quartal bei höheren Umsätzen weniger verdient, die Markterwartungen aber übertroffen. Kostensteigerungen, insbesondere bei Gebühren, Technik-Aufwendungen und Personal belasteten den operativen Gewinn. Zudem sind die Ticketpreise insbesondere auf Strecken nach Asien weiter unter Druck.

Lufthansa

Anleger steigen bei Lufthansa aus
11:31 Uhr

Brenntag muss Finanzchefin ersetzen

Der Spezialchemiekonzern Brenntag muss einen neuen Finanzvorstand suchen. Die seit April 2022 amtierende Ressort-Chefin Kristin Neumann habe angekündigt, ihren im März 2025 endenden Vertrag aus persönlichen Gründen nicht verlängern und aus dem Unternehmen ausscheiden zu wollen, teilte Brenntag mit. Die Suche nach einer Nachfolge laufe bereits, hieß es.

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Die Brenntag-Finanzchefin Kristin Neumann wird kommendes Jahr das Unternehmen verlassen. (Foto: picture alliance/dpa)

Nach einem Gewinnrückgang im zweiten Quartal hatte der Essener Chemikalienhändler im Sommer seine Jahresziele weiter eingedampft und zusätzliche Kostensenkungen angekündigt. Investitionen sollen ebenso wie Standorte auf den Prüfstand gestellt werden. Im Zuge dessen soll auch Personal abgebaut werden.

Brenntag muss Finanzchefin ersetzen
11:14 Uhr

Boeing gibt 22,5 Millionen Aktien mehr aus als angekündigt

Der angeschlagene US-Flugzeugbauer Boeing will noch mehr Aktien ausgeben als zunächst angedacht war. Die geplante Kapitalerhöhung werde schätzungsweise 21 Milliarden Dollar (19,4 Milliarden Euro) einbringen, erklärte der Konzern aus Seattle. Gestern hatte Boeing zunächst die Ausgabe von 90 Millionen Aktien sowie Einlagezertifikaten im Wert von fünf Milliarden Dollar angekündigt. Nach derzeitigem Kurswert hätte dies dem Unternehmen rund 19 Milliarden Dollar eingebracht. Nun sollen 112,5 Millionen neue Aktien ausgegeben werden. Bei starker Nachfrage könnten die Einnahmen sich auf 24 Milliarden Dollar erhöhen.auf den Prüfstand gestellt werden. Im Zuge dessen soll auch Personal abgebaut werden.

Boeing gibt 22,5 Millionen Aktien mehr aus als angekündigt
11:03 Uhr

Arbeitskräftemarkt bleibt im Oktober schwach

Die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland ist im Oktober schwach geblieben. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) stieg um einen Punkt auf 108 Zähler. "Ob sich damit eine Stabilisierung abzeichnet, bleibt weiter abzuwarten, erklärte die Behörde. Insgesamt ist die gemeldete Arbeitskräftenachfrage aber weiter schwach." Im Vergleich zum Vorjahr hat der BA-X 7 Punkte verloren.

Der BA-X bildet die Arbeitskräftenachfrage am ersten Arbeitsmarkt ab. Während die Arbeitslosenzahlen mit einigen Monaten Verzögerung auf konjunkturelle Änderungen reagieren, gilt die Bereitschaft der Unternehmen, neue Mitarbeiter einzustellen, als ein frühes Signal für Entwicklungen am Arbeitsmarkt.

Arbeitskräftemarkt bleibt im Oktober schwach
10:44 Uhr

Polestar bangt um US-Geschäft

Ein drohendes Verbot von chinesischer Fahrzeug-Hard- und Software durch die US-Regierung sorgt auch in der schwedischen Automobilindustrie für Beunruhigung. Der schwedische Elektroautohersteller Polestar warnt in einer Mitteilung an das US-Handelsministerium, die vorgeschlagenen Regeln zur Cybersicherheit kämen einem Verkaufsverbot gleich. Dies würde nicht nur Importe aus China betreffen, sondern auch die Produktion im Werk in South Carolina. Polestar, eine Marke von Volvo Cars, gehört zwar mehrheitlich dem chinesischen Konzern Geely. Das Unternehmen gibt jedoch an, dass ein Großteil der Geschäftstätigkeit außerhalb der Volksrepublik stattfinde und nur etwa zehn Prozent der Mitarbeiter in China beschäftigt seien. Sieben der zehn Direktoren stammten aus Europa oder den USA, der CEO sei Deutscher. Polestar fordert das Handelsministerium auf, die Verhältnismäßigkeit der Vorschriften zu überprüfen. Das Handelsministerium lehnte eine Anfrage von Reuters zur Stellungnahme zunächst ab.

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Ein Polestar 3 B. (Foto: Polestar)

Die US-Regierung will die Hard- und Software für die Vernetzung chinesischer Fahrzeuge auf US-Straßen aus Gründen der nationalen Sicherheit verbieten. Der wachsende Wettbewerbsdruck für einheimische Autobauer wie General Motors, Ford & Co. durch chinesische Konkurrenten ist ein wichtiges Thema im laufenden US-Präsidentschaftswahlkampf. Bereits im Mai hatte die Regierung die Strafzölle auf chinesische Elektroautos auf 100 Prozent vervierfacht.

Polestar bangt um US-Geschäft
10:27 Uhr

Infineon steigert Energieeffizienz mit weltweit dünnstem Wafer

Infineon ist nach eigenen Angaben bei der Stromversorgung von KI-Rechenzentren ein Durchbruch gelungen: Der Chipkonzern hat eine Schleiftechnik entwickelt, mit der sich Silizium-Leistungshalbleiter-Wafer von 20 Mikrometern Dicke herstellen lassen. Das entspricht einem Viertel der Dicke eines menschlichen Haares und einer Halbierung verglichen mit dem bisher Möglichen. In der Stromversorgung von Rechenzentren, in der Motorsteuerung und bei Computing-Anwendungen führen Chips auf dieser Basis laut Infineon zu deutlich geringeren Leistungsverlusten.

Infineon steigert Energieeffizienz mit weltweit dünnstem Wafer
10:18 Uhr

EZB besorgt über Wachstumsschwäche

Die Europäische Zentralbank (EZB) blickt mit Sorge auf die Konjunkturschwäche im Euroraum. EZB-Vizechef Luis de Guindos sagt, während die Inflationssorgen nachließen, belasteten schwächere Wachstumsperspektiven die Aussichten für die Finanzstabilität im Euroraum. Obwohl die Lage auf den Gewerbeimmobilienmärkten Anzeichen einer Stabilisierung zeige, bestehe die Gefahr, dass sich das volle Ausmaß der Korrektur noch nicht in den Bewertungen widerspiegele und sich die Lage erneut verschlechtern könnte. "Gleichzeitig erhöhen geopolitische Risiken und politische Unsicherheit weiterhin die Wahrscheinlichkeit von Extrem-Ereignissen", warnt der Spanier. Zunehmende geopolitische Spannungen könnten kurzfristig die Energiepreise und Frachtkosten in die Höhe treiben und den Welthandel stören.

Doch die eingehenden Informationen sprächen derzeit dafür, dass die Inflation auf dem Rückzug sei. Die Wirtschaft in der Euro-Zone habe sich aus Sicht der EZB allerdings nicht so gut wie erwartet entwickelt. Zuletzt mehrten sich Signale einer einsetzenden Talfahrt im Euroraum. De Guindos verweist ausdrücklich auf den Einkaufsmanagerindex, einen Frühindikator für die Konjunktur im Euroraum. Die EZB habe mit Blick auf den Zinspfad deutlich gemacht, dass sie sich nicht vorab festlege. "Wir werden weiterhin einen datenabhängigen Ansatz für jede einzelne Sitzung verfolgen", fügt der Stellvertreter von EZB-Chefin Christine Lagarde hinzu.

EZB besorgt über Wachstumsschwäche
09:52 Uhr

VW-Rivale investiert Milliarden in KI

Toyota und der Telekommunikationskonzern NTT wollen laut einem Medienbericht gemeinsam rund 3,26 Milliarden Dollar in die Entwicklung von KI-Software für selbstfahrende Autos investieren. Wie die Wirtschaftszeitung" Nikkei" berichtet, planen die Unternehmen, bis 2028 ein System zu entwickeln, das Unfälle vorhersehen und die Kontrolle über das Fahrzeug übernehmen kann. Die Kooperation zielt darauf ab, im wachsenden Markt für autonomes Fahren mit Konkurrenten wie Tesla und chinesischen Herstellern mitzuhalten.

VW-Rivale investiert Milliarden in KI
09:14 Uhr

Gold wird wieder zum "sicheren Hafen"

Der ungewisse Ausgang der US-Präsidentschaftswahl lässt Anleger laut Börsianern den sicheren Hafen Gold ansteuern. Das Edelmetall steigt in der Spitze um 0,6 Prozent auf 2757,66 Dollar je Feinunze und notiert damit in Reichweite seines jüngsten Allzeithochs von 2758,37 Dollar je Feinunze. Die Demokratin Kamala Harris und der Republikaner Donald Trump liegen Umfragen zufolge vor der Abstimmung am 5. November faktisch gleichauf. Zudem werden alle Sitze des Repräsentantenhauses und ein Drittel des Senats neu gewählt.

Gold wird wieder zum "sicheren Hafen"
09:16 Uhr

"DAX will weiter nach oben"

Der DAX startet auch heute mit Gewinnen in den Handel. Er notiert aktuell 0,5 Prozent im Plus bei Kursen um.620 Punkte. Zum Wochenstart hatte der deutsche Börsenleitindex immerhin 0,4 Prozent auf 19.532 Zähler zugelegt. "Der DAX will weiter nach oben", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Es gibt jede Menge Quartalszahlen, die unterschiedlich aufgenommen werden. An den asiatischen Märkten blieben die Handelsspannen eher dürftig", erklärte er. "Dieses Bild könnte sich beim DAX fortsetzen."

"DAX will weiter nach oben"
08:59 Uhr

Inflationsdruck sinkt, Verbraucherstimmung steigt

Angesichts der abflauenden Inflation steigt die Stimmung der deutschen Verbraucher auf das höchste Niveau seit über zwei Jahren. Die GFK- und NIM-Konsumforscher prognostizieren für November eine Aufwärtsbewegung ihres Barometers um 2,7 auf minus 18,3 Punkte. Dies ist der zweite Anstieg in Folge und zugleich der höchste Stand seit April 2022. Die Befragten schätzen auch die Erwartungen mit Blick auf ihre künftige finanzielle Lage in der Umfrage erneut etwas optimistischer ein. Sinkende Inflationsraten in Verbindung mit deutlich steigenden Löhnen und Gehältern sorgen für deutliche Einkommenszuwächse. Auch Rentner profitieren davon: "Dies nährt den Einkommensoptimismus", erklärt Rolf Bürkl, Experte beim Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM).

Inflationsdruck sinkt, Verbraucherstimmung steigt
08:41 Uhr

Quartalsberichte machen Kurse

Hellofresh werden nach Vorlage ausführlicher Zahlen rund ein Prozent höher gesehen, Ceconomy nach dem Ausweis von vorläufigen Zahlen 3,7 Prozent fester. Die Mutter von Saturn und MediaMarkt erreichte im Gesamtgeschäftsjahr das Umsatzziel und sieht das operative Ergebnis im oberen Zielbereich. Hypoport ziehen ebenfalls deutlicher an um 2,8 Prozent. Der Finanzdienstleister ist prozentual zweistellig gewachsen und hat operativ im Vergleich zum Vorjahr schwarze Zahlen geschrieben.

Quartalsberichte machen Kurse
08:21 Uhr

Unbemannte Fahrzeuge: Rheinmetall peilt Partnerschaft an

Rheinmetall und der kroatische Robotik-Spezialist DOK-ING wollen gemeinsam unbemannte Militärfahrzeuge entwickeln. Diese sollen etwa Panzer im Kampfeinsatz begleiten oder Minen räumen können. Beide Unternehmen unterzeichneten einen Vertrag mit dem Ziel eines entsprechenden Gemeinschaftsunternehmens. Der erste Prototyp für ein Fahrzeug, das Minen räumen kann, soll bereits im kommenden Jahr vorgestellt werden, heißt es weiter. Das Fahrzeug soll die Sprengsätze aber auch auslegen können.

Unbemannte Fahrzeuge: Rheinmetall peilt Partnerschaft an
08:12 Uhr

Der DAX braucht Klima

Der DAX wird kaum verändert starten. Zum Wochenanfang hatte der deutsche Leitindex um 0,4 Prozent auf 19.532 Zähler zugelegt. Für Erleichterung hatte bei Investoren gesorgt, dass der seit langem erwartete Vergeltungsschlag Israels gegen den Iran am Wochenende weniger heftig ausgefallen war als befürchtet. An der Wall Street ging es ebenfalls leicht bergauf. Im Blick haben

Investoren die deutsche Verbraucherstimmung für November, die die Konsumforscher der GFK am Vormittag prognostizieren. Fachleute gehen von einem Anstieg des Barometers auf minus 20,5 von minus 21,2 Zählern aus. Dies gilt als gutes Omen für das Weihnachtsgeschäft, das bereits im November einsetzt, und für den Einzelhandel besonders umsatzträchtig ist.

Auf Unternehmensseite nehmen Anleger eine Reihe von Firmenbilanzen unter die Lupe. Auf der Agenda stehen etwa die Quartalszahlen der Lufthansa. Die Fluggesellschaft hat ein Kostenproblem durch fehlende neue effiziente Flugzeuge sowie gestiegene Personalkosten und kämpft mit verschärftem Wettbewerb auf Langstreckenflügen. Auch der vor der Übernahme durch den Ölriesen Adnoc stehende Kunststoffkonzern Covestro gewährt Einblick in seine Bücher. Zahlen legen zudem unter anderem Adidas, Hellofresh und am Abend Alphabet vor.

Der DAX braucht Klima
08:04 Uhr

Enge Handelsrange an Asien-Börsen

An den asiatischen und australischen Börsen überwiegen mit Ausnahme von China leichte Abgaben. Händler sprechen von engen Handelsspannen als Folge von Vorsicht vor den US-Wahlen kommende Woche und des für die künftige US-Geldpolitik wichtigen US-Arbeitsmarkberichts am Freitag. Aktuelle Umfragen zu den US-Wahlen zeigen weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Kandidaten Donald Trump und Kamala Harris, weshalb Positionierungen schwerfallen.

In Tokio geht die Rally nach den deutlichen Vortagesaufschlägen weiter, wenn auch mit verminderter Dynamik. Angesichts der politischen Unsicherheit nach den Wahlen in Japan und eines sich leicht erholenden Yen zeigen sich Händler etwas erstaunt über die Stärke des Marktes. Der Nikkei liegt nach anfänglichen Abgaben 0,6 Prozent höher bei 38.851 Punkte. Nippon Paint Holdings springen um 16 Prozent nach oben, die Gesellschaft plant den Kauf des Chemikalienunternehmens AOC für 2,3 Milliarden Dollar.

Im chinesischen Kernland sinkt der Shanghai Composite um 0,8 Prozent. Die US-Regierung hat einige Handelsbeschränkungen mit China zum Beispiel im Halbleiterbereich nun auf den Weg gebracht. Schwache Kurse im Energiesektor lasten auf dem Markt, nachdem zwei Ölgesellschaften schwächere Drittquartalsumsätze gemeldet haben. Sinopec verlieren 2,6 Prozent nach einem Gewinneinbruch um 52 Prozent, CNOOC sinken um 0,3 Prozent.

In Hongkong steigt der HSI um 0,4 Prozent. Sino-Ocean gewinnen nach der Ausgabe von Wandelanleihen 6,3 Prozent. Auch hier neigen Energietitel zur Schwäche. HSBC gewinnen 2,4 Prozent. Die Bank hat im dritten Quartal von höheren Provisionserträgen und Handelseinnahmen profitiert. Die Bank steigerte ihren Gewinn und übertraf die Erwartungen. Zudem kündigte das auf Asien fokussierte Kreditinstitut ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 3 Milliarden Dollar an.

Enge Handelsrange an Asien-Börsen
07:46 Uhr

Die Lufthansa hat ein Kostenproblem

Die Lufthansa hat trotz einer hohen Nachfrage wegen der Krise der Kernmarke im dritten Quartal weniger Gewinn eingeflogen. Das bereinigte Betriebsergebnis sank von Juli bis September, dem saisonal stärksten Quartal des Jahres, um neun Prozent auf 1,3 Milliarden Euro, wie das Unternehmen bekannt gibt. Analysten hatten nach der zweiten Gewinnwarnung dieses Jahres im Sommer bereits mit dieser Größenordnung gerechnet. Zugleich erzielte der Konzern mit 10,7 Milliarden Euro den höchsten Quartalsumsatz der Firmengeschichte, ein Plus von fünf Prozent.

LufthansaLufthansa Airlines hat ein Kostenproblem durch höhere Gebühren, fehlende neue effiziente Flugzeuge und gestiegene Personalkosten. Für Flugstreichungen und Umbuchungen müssen Entschädigungen an die Kunden gezahlt werden. Zugleich kämpft die Kranich-Linie mit verschärftem Wettbewerb auf Langstreckenflügen, vor allem nach Asien. Die Ticketpreise sind dort besonders unter Druck. Das Betriebsergebnis der Kernmarke sank im dritten Quartal um 37 Prozent. Im Jahresverlauf weist die Airline 20 Millionen Euro Verlust aus - im Vergleich zu 830 Millionen Euro Gewinn im starken Vorjahr. Ein Sparprogramm soll im Jahr 2026 einen positiven Bruttoeffekt von 1,5 Milliarden Euro haben.

Die Lufthansa hat ein Kostenproblem
07:33 Uhr

"Die Ergebnisse der 'Magnificent Seven' werden den Ton angeben"

Vor den anstehenden Quartalszahlen der großen US-Technologiekonzerne zeigen sich die asiatischen Märkte uneinheitlich. In Japan kann der Leitindex Nikkei trotz politischer Unsicherheiten nach dem Mehrheitsverlust der Regierungspartei zulegen, während die chinesischen Börsen unter Druck geraten. Der Shanghai Composite verliert 0,6 Prozent auf 3300,52 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt um 0,6 Prozent auf 3940,23 Punkte. In Tokio steigt der Nikkei-Index um 0,7 Prozent auf 38.872,30 Punkte, der breiter gefasste Topix notiert 0,9 Prozent höher bei 2681,40 Zählern.

Positive Unternehmenszahlen und Kursgewinne an der Wall Street stützen die Stimmung. "Die Aktienkurse sind schon weit genug gefallen, sodass es jetzt zu einer Neubewertung kommen dürfte", sagt Kenji Abe von der Investmentbank Daiwa Securities. Technologiewerte wie der auf künstliche Intelligenz spezialisierte Investor Softbank legen um 2,2 Prozent zu, der Chiptester-Hersteller Advantest um 1,5 Prozent.

Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die anstehenden Quartalszahlen großer Technologiekonzerne wie Alphabet, Meta und Microsoft. "Die Ergebnisse der 'Magnificent Seven' werden diese Woche den Ton angeben", sagte ein Händler. Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, wird am Dienstag den Reigen der Tech-Giganten eröffnen, gefolgt von der Facebook-Mutter Meta Platforms und Microsoft am Mittwoch sowie Apple und Amazon am Donnerstag.

"Die Ergebnisse der 'Magnificent Seven' werden den Ton angeben"
07:12 Uhr

US-Pläne stützen Ölpreise

Auf dem Rohstoffmarkt erhalten die Ölpreise Unterstützung durch Pläne der USA, Öl für ihre strategische Erdölreserve zu kaufen. Trotz der leichten Erholung bleibt die Stimmung am Ölmarkt insgesamt zurückhaltend. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sorgen weiterhin für Verunsicherung unter den Marktteilnehmern. Rohöl der Nordseesorte Brent verteuert sich um 0,2 Prozent auf 71,56 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Öl der Sorte WTI notiert 0,2 Prozent fester bei 67,50 Dollar.

US-Pläne stützen Ölpreise
06:56 Uhr

E-Probleme - Ford wird pessimistischer

Ford hat im dritten Quartal zwar mehr verdient als erwartet. Allerdings schwächt der US-Autobauer seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr ab: Das Unternehmen geht nun von einem Gewinn vor Zinsen und Steuern in Höhe von etwa zehn Milliarden Dollar aus. Das ist das untere Ende der bislang ausgegebenen Spanne, die von zehn bis zwölf Milliarden Dollar reichte. Die Ford-Aktie gab nachbörslich fünf Prozent nach.

Für das dritte Quartal wies Ford einen Nettogewinn von 900 Millionen Dollar oder 22 Cent je Aktie aus, nach 30 Cent vor einem Jahr. Zu Buche schlug die Stornierung der Produktion eines elektrischen Geländewagens im August. Auf bereinigter Basis betrug der Quartalsgewinn allerdings 49 Cent pro Aktie. Analysten hatten im Schnitt mit 47 Cent gerechnet.

Ford kämpft mit kostspieligen Qualitätsproblemen und Schwierigkeiten im Elektroautogeschäft. Ford-Erzkonkurrent General Motors hat hingegen nicht nur die Erwartungen der Wall-Street-Experten für das dritte Quartal übertroffen. Er rechnet auch damit, beim Ergebnis am oberen Ende seiner angepeilten Gewinnspanne zu landen.

E-Probleme - Ford wird pessimistischer
06:41 Uhr

"Und auch das enttäuscht die Wall Street …"

Es war ein freundlicher Handelstag an der Wall Street. Auch wenn die Dynamik im Verlauf nachgelassen hat. Es geht runter mit den Ölpreisen, aber nachbörslich auch mit einer Aktie. ntv-Börsenkorrespondent Markus Koch in New York verrät, welche das ist und weshalb.

"Und auch das enttäuscht die Wall Street …"
06:28 Uhr

Erste Warnstreiks in Metall- und Elektroindustrie

Mit Protestaktionen in der Nachtschicht hat die IG Metall eine erste Warnstreikwelle in der deutschen Metall- und Elektroindustrie gestartet. Überschattet werden die, die heute in dritter Runde fortgesetzt werden sollen, von den drastischen Sparplänen beim Autobauer VW. Nach Angaben des Betriebsrats stehen Werksschließungen, Massenentlassungen und Lohnkürzungen auf der Agenda des VW-Vorstands, der die Pläne im Detail zunächst nicht bestätigte.

Demonstriert wurde in der Nacht unter anderem beim VW-Werk in Osnabrück. 250 Mitarbeitende seien vor Ort, teilt ein Sprecher der IG Metall Osnabrück mit. Die neue IG-Metall-Tarifvorständin Nadine Boguslawski sprach zu den Beschäftigten des VW-Werks. Das von der Schließung bedrohte Werk mit rund 2.500 Beschäftigten fällt nicht unter den VW-Haustarifvertrag, in dem noch bis Ende November Friedenspflicht herrscht.

Erste Warnstreiks in Metall- und Elektroindustrie
06:18 Uhr

Alle Augen auf den Yen

Der Yen stabilisiert sich nach einem Einbruch, der durch die Verluste der Regierungskoalition bei den Parlamentswahlen am Wochenende verursacht wurde, die die Aussichten für die japanische Fiskal- und Geldpolitik trübten. Im asiatischen Devisenhandel steigt der Dollar leicht auf 153,14 Yen und legt 0,2 Prozent auf 7,1402 Yuan zu. Der Euro blieb nahezu unverändert bei 1,0807 Dollar und zieht leicht auf 0,9352 Franken an.

Alle Augen auf den Yen
06:00 Uhr

Es "gipfelt" im DAX

Den Wochenstart hat der DAX schon einmal positiv gestaltet. Er legte 0,4 Prozent zu, schloss mit 19.516 Punkten, nachdem er in der Vorwoche etwas mehr als ein Prozent nachgegeben hatte. Zwar gab es positive Vorgaben von der Tokioter Börse, an der ein abwertender Yen die Exportwerte und damit auch den Gesamtmarkt anschob. An der Wall Street hielten sich die Kursbewegungen, wie auch hierzulande, in Grenzen. Die Anleger warten auf wichtige US-Konjunkturdaten in dieser Woche und auf mehrere Quartalsbilanzen der US-Tech-Schwergewichte. Und dann gibt es ja auch noch die US-Präsidentschaftswahl, die immer näher rückt.

Heute steht aber wieder einmal der Zustand der deutschen Wirtschaft im Fokus: So prognostizieren etwa die Konsumforscher der GFK die deutsche Verbraucherstimmung für November, die sich laut Experten leicht aufhellen dürfte. Fachleute gehen von einem Anstieg des Barometers auf minus 20,5 von minus 21,2 Zählern aus. Dies gilt als gutes Omen für das Weihnachtsgeschäft, das bereits im November einsetzt, und für den Einzelhandel besonders umsatzträchtig ist.

Zudem haben Vertreter der Ampel-Koalition zu zwei Wirtschaftsgipfeln eingeladen, um der lahmenden Konjunktur wieder etwas Schwung zu verleihen. Bundeskanzler Olaf Scholz will mit Vertretern von Industrie und Gewerkschaften über ein von ihm angestrebten Pakt beraten, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken. Eingeladen sind unter anderem der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und die IG Metall. Parallel dazu hat die FDP-Bundestagsfraktion Vertreter des Mittelstands eingeladen, die bei dem Treffen im Kanzleramt nicht dabei sind. Teilnehmen an der FDP-Veranstaltung sollen unter anderem der Arbeitgeberverband BDA sowie Bundesfinanzminister Christian Lindner.

Unternehmensseitig stehen einige Quartalsbilanzen an. Aus dem DAX und MDAX liefern etwa Lufthansa und Covestro Geschäftsbilanzen, in den USA ist es nachbörslich der Technologie-Riese Alphabet, der die Bücher öffnet. Die komplette Terminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Es "gipfelt" im DAX