Der Börsen-Tag
4. August 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Diana Dittmer
Zum Archiv
08:58 Uhr

Fußball-WM kurbelt Snap-Geschäft an

Snap hat im zweiten Quartal dank höherer Werbeausgaben während der Fußball-WM die Umsatzerwartungen übertroffen. Zudem hätten stärkere Kampagnen von Großkunden in Nordamerika zum Wachstum beigetragen, teilte der Snapchat-Mutterkonzern mit. Die Aktie legte im nachbörslichen Handel um 13 Prozent zu.

Der Umsatz stieg im abgelaufenen Quartal um rund 19 Prozent auf 1,60 Milliarden Dollar und lag damit über den Analystenschätzungen von 1,54 Milliarden Dollar. Die Zahl der täglich aktiven Nutzer (DAU) stieg weltweit um etwa fünf Prozent auf 493 Millionen. In Europa verzeichnete Snap jedoch einen Rückgang von rund zwei Prozent, in Nordamerika sank die Nutzerzahl sogar um fast sieben Prozent. Für das dritte Quartal rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 1,70 und 1,74 Milliarden Dollar.

Fußball-WM kurbelt Snap-Geschäft an
08:42 Uhr

Chip-Werte sind wieder gesucht

An den asiatischen Aktienmärkten zeigt sich kein einheitliches Bild. Während es in Tokio, Seoul und Hongkong leicht nach unten geht, legen die Indizes in Schanghai und Sydney moderat zu. Teilnehmer sprechen von einer vorsichtigen Rückkehr zu Technologieaktien. Dazu tragen auch die starken Quartalszahlen von Palantir bei. Das Software-Unternehmen hat den Umsatz im zweiten Quartal fast verdoppelt. Außerdem wurde der Ausblick für das Gesamtjahr angehoben. Damit gab es nach Amazon und Microsoft erneut überzeugende Geschäftszahlen, die das Vertrauen der Anleger in den Sektor wieder steigen lassen, wie es heißt.

Dazu kommen positive Vorgaben der Wall Street, wo der Dow-Jones-Index auf einem Rekordstand geschlossen und sich die positive Entwicklung der Nasdaq-Indizes fortgesetzt hat. Daneben gibt es nach Aussage von US-Präsident Donald Trump weiter Gespräche mit dem Iran, bei denen es vor allem um die Öffnung der Straße von Hormus geht.

In Tokio reduziert sich der Nikkei nach anfänglichen Gewinnen um 0,7 Prozent. Der Hang-Seng-Index in Hongkong verliert 0,4 Prozent. Dagegen geht es für den Shanghai Composite um 0,2 Prozent nach oben. Vor allem die Chip-Werte der Region zeigen sich mit Aufschlägen. So gewinnen Kioxia Holdings 2,1 Prozent und Lasertec legen um 6,1 Prozent zu. In Schanghai verbessern sich die Aktien von Foxconn Industrial Internet um 5,4 Prozent und in Hongkong legen Alibaba um weitere 1,4 Prozent zu.

Chip-Werte sind wieder gesucht
08:21 Uhr

Agrargeschäft treibt Bayer an

Bayer hat im zweiten Quartal dank eines starken Agrargeschäfts die Patentabläufe bei wichtigen Medikamenten abgefedert. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) stieg um 1,9 Prozent auf 2,14 Milliarden Euro, wie der Pharma- und Agrarkonzern mitteilte. Damit übertraf Bayer die Analystenerwartungen, die im Schnitt von 1,94 Milliarden Euro ausgegangen waren. Der Konzernumsatz kletterte um gut ein Prozent auf 10,87 Milliarden Euro, währungs- und portfoliobereinigt ergab sich ein Plus von 2,2 Prozent. Für das Gesamtjahr bestätigte der Vorstand die Prognose. 

Agrargeschäft treibt Bayer an
08:02 Uhr

Klettert der Dax weiter?

Nach dem Sprung über die 26.000er-Marke wird der Dax erneut mit Gewinnen in den Handel starten. Die Hoffnung auf neue Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran hatte zum Wochenauftakt die Börsen beflügelt und den deutschen Leitindex erstmals in seiner Geschichte über die Schwelle von 26.000 Punkten auf ein frisches Rekordhoch von 26.096,93 Punkten getrieben. Ein kräftiger Rückgang bei den Ölpreisen und die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs hatte in den USA auch den Dow-Jones-Index auf einen Schlussrekord steigen lassen.

Neben der Lage in Nahost treibt Investoren im Tagesverlauf vor allem eine Flut an Unternehmenszahlen um. Bei Bayer rückt nach dem wegweisenden Sieg im Glyphosat-Streit vor dem Obersten Gerichtshof der USA die strategische und finanzielle Zukunft in den Fokus der Anleger. Bei Zalando hoffen Börsianer auf ein anhaltend starkes Wachstum. Europas größter Online-Modehändler hatte zuletzt von Synergien durch die Übernahme von About You und dem verstärkten Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) profitiert. Lufthansa bezifferte bei der Quartalsvorlage die Mehrkosten durch höhere Kerosinpreise auf rund 750 Millionen Euro.

Klettert der Dax weiter?
07:45 Uhr

Lufthansa-Gewinn bricht ein

Die mit dem Irankrieg gestiegenen Kerosinkosten und eine Woche Streik im April haben die Lufthansa im zweiten Quartal schwer belastet. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) brach um 56 Prozent auf 383 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein, wie das Unternehmen mitteilte. Wegen der Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Ölpreise und eines Trends zum sehr kurzfristigen Buchen schließt der MDax-Konzern einen operativen Gewinnrückgang im Gesamtjahr nicht mehr aus. Die Prognose änderte die Lufthansa auf eine Spanne von 1,7 bis 2,2 Milliarden nach 2,0 Milliarden Euro im Vorjahr. Bislang hatte sie das obere Ende angepeilt.

Die Lufthansa verdiente von April bis Juni trotz eines Umsatzanstiegs um acht Prozent auf 11,1 Milliarden Euro weniger als erwartet: Analysten hatten einen Gewinnrückgang auf rund 400 Millionen Euro erwartet. Die höheren Kerosinpreise schlugen trotz umfangreicher Absicherung gegen Preisausschläge mit zusätzlichen Kosten von 750 Millionen Euro ins Kontor. Die sechs Streiktage der Cockpit-Beschäftigten im April belasteten das Ergebnis mit 150 Millionen Euro.

Lufthansa-Gewinn bricht ein
07:29 Uhr

Nach KI-Hacks: USA wollen Sicherheitstests 

Die US-Regierung hat Insidern zufolge die Technologiekonzerne Meta, Anthropic, OpenAI und Google für Dienstag zu einem Treffen ins Weiße Haus eingeladen. Dort sollen freiwillige Sicherheitstests für die fortschrittlichsten US-Modelle für Künstliche Intelligenz (KI) besprochen werden, wie drei mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten. Hintergrund sind jüngste Eingeständnisse von Anthropic und OpenAI, wonach ihre KI-Werkzeuge in die Systeme anderer Firmen eingedrungen sind. Dies schürte bei US-Gesetzgebern die Sorge, dass immer leistungsfähigere KI-Modelle für Cyberangriffe genutzt werden könnten.

Die Vorfälle riefen die Politik auf den Plan. Eine Gruppe von 15 republikanischen Generalstaatsanwälten forderte OpenAI auf, alle potenziell relevanten Dokumente im Zusammenhang mit dem Vorfall aufzubewahren. Das Unternehmen habe möglicherweise gegen Verbraucherschutzgesetze der Bundesstaaten verstoßen, schrieben sie. Zudem forderte der Cybersicherheitsausschuss des US-Repräsentantenhauses OpenAI-Chef Sam Altman zu einer Unterrichtung über den Angriff auf. Anthropic hatte vergangene Woche mitgeteilt, dass einige seiner KI-Modelle bei Tests die Systeme von drei Unternehmen gehackt hätten. Zuvor hatte der Konkurrent OpenAI berichtet, einer seiner KI-Agenten sei aus einer Testumgebung ausgebrochen und habe das KI-Unternehmen Hugging Face gehackt.

Nach KI-Hacks: USA wollen Sicherheitstests 
07:10 Uhr

Palantir verzückt die Anleger

Palantir hat dank einer starken Nachfrage von Regierungs- und Firmenkunden erneut seine Jahresumsatzprognose angehoben. Die Aktien des Unternehmens stiegen im nachbörslichen Handel um acht Prozent.

Im abgelaufenen zweiten Quartal kletterte der Umsatz den Angaben des US-Datenanalyse-Spezialisten zufolge um 93 Prozent auf 1,94 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten von 1,80 Milliarden. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 41 Cent ebenfalls über den Schätzungen von 35 Cent. Für das Gesamtjahr rechnet Palantir nun mit einem Umsatz zwischen 8,15 und 8,16 Milliarden Dollar.

In Europa stößt Palantir zunehmend auf Skepsis, da Regierungen eine zu große Abhängigkeit von US-Technologieplattformen befürchten. Palantir geht derzeit juristisch gegen die Entscheidung vor, einen auf zwei Jahre angelegten Vertrag mit der Londoner Polizei im Volumen von 67,15 Millionen Dollar zu blockieren. Dabei ging es um den Einsatz von KI-Systemen zur Automatisierung bestimmter Aufgaben und zur Beweisanalyse bei strafrechtlichen Ermittlungen.

Palantir verzückt die Anleger
06:52 Uhr

US-Bundesstaaten klagen gegen neue Trump-Zölle

Eine Gruppe von 25 demokratisch geführten US-Bundesstaaten hat die Regierung von Präsident Donald Trump wegen der jüngsten Zölle verklagt. Die rechtlichen Schritte richten sich gegen die neuen Abgaben auf Waren von 60 Handelspartnern, teilte das Büro des Generalstaatsanwalts von Oregon, Dan Rayfield, mit. Die Trump-Regierung hatte am 24. Juli Zölle in Höhe von zehn und 12,5 Prozent gegen Länder und Bündnisse wie die Europäische Union verhängt. Zur Begründung hieß es, diese würden nicht genug gegen den Export von Waren vorgehen, die in Zwangsarbeit hergestellt wurden. Die neuen Abgaben traten genau zu dem Zeitpunkt in Kraft, als ein vorheriger weltweiter US-Zoll von zehn Prozent auslief.

Die beim US-Gericht für internationalen Handel in New York eingereichte Klage folgt auf ähnliche Schritte kleinerer US-Unternehmen. Diese hatten bereits am Tag des Inkrafttretens im Juli versucht, die Zölle juristisch zu stoppen.

US-Bundesstaaten klagen gegen neue Trump-Zölle
06:35 Uhr

"Risikomärkte haben eindeutig die Kurve gekriegt"

Angetrieben von positiven Vorgaben der Wall Street legen die Börsen in Asien überwiegend zu. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notiert 0,1 Prozent fester. Besonders deutlich geht es in Südkorea mit einem Plus von bis zu 2,1 Prozent aufwärts. Der japanische Nikkei-Index gibt dagegen um 0,3 Prozent nach.

Für Zuversicht sorgen Daten, wonach die Aktivität im US-verarbeitenden Gewerbe im Juli auf den höchsten Stand seit mehr als vier Jahren gestiegen war. Dies hatte dem Dow-Jones-Index zu einem Rekordschluss verholfen. "Die Risikomärkte haben eindeutig die Kurve gekriegt", sagt Chris Weston, Analysechef bei der Pepperstone Group. Gleichzeitig rechnen die Anleger weiterhin mit einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed im September. Die Wahrscheinlichkeit für einen Schritt um 25 Basispunkte wird derzeit auf 65 Prozent geschätzt.

"Risikomärkte haben eindeutig die Kurve gekriegt"
06:18 Uhr

Dollar auf Erholungskurs

Am Devisenmarkt zieht der Dollar zum Yen um 0,3 Prozent auf 157,62 Yen an und erholt sich damit weiter von der koordinierten Intervention der USA und Japans in der Vorwoche. Zum chinesischen Yuan legt er leicht auf 6,7566 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt der Dollar auf 0,8097 Franken vor. Der Euro notiert fast unverändert bei 1,1511 Dollar und zieht zum Franken leicht auf 0,9320 Franken an.

Dollar auf Erholungskurs
06:00 Uhr

Rekordstimmung: Kurse heben ab

So etwas nennt man wohl Traumstart: Der Dax hat mit einem Aufschlag von fast 380 Punkten oder 1,5 Prozent und einem Allzeithoch von 26.096,93 Zählern gestern die neue Börsenwoche eröffnet. Aus dem Handel verabschiedete sich das Börsenbarometer dann mit einem Stand von 26.001 Stellen. Ausschlaggebend dafür waren in erster Linie deutlich gesunkene Ölpreise. Am Nachmittag stützten dann auch noch positive US-Konjunkturdaten sowie Gewinne an der Wall Street.

Und heute gibt es frische Unternehmenszahlen satt: Bei der Vorlage der Bayer-Quartalsbilanz rückt nach dem wegweisenden Sieg im Glyphosat-Streit vor dem Obersten Gerichtshof der USA die strategische und finanzielle Zukunft in den Fokus der Anleger. Investoren richten ihr Augenmerk vor allem darauf, wie der Pharma- und Agrarkonzern seine Schuldenlast abbauen will und ob es Pläne für eine Aufspaltung gibt. Für das abgelaufene Jahresviertel erwarten Analysten im Schnitt einen Rückgang des bereinigten operativen Gewinns (Ebitda) auf 1,94 Milliarden Euro.

Dagegen haben die mit dem Irankrieg stark gestiegenen Treibstoffkosten und eine schwächere Nachfrage bei der Lufthansa nach Einschätzung von Experten im zweiten Quartal tiefe Spuren hinterlassen. Analysten sagten für das zweite Quartal, über das der MDax-Konzern berichtet, einen Einbruch des bereinigten Betriebsgewinns um mehr als 50 Prozent auf 401 Millionen Euro vorher. Zugleich prognostizierten sie acht Prozent Umsatzwachstum auf 11,1 Milliarden Euro. Die anderen beiden europäischen Airline-Gruppen traf die Kostenexplosion weniger hart: Bei IAG sank das operative Ergebnis um ein Viertel, bei Air France-KLM um ein Drittel. Beide schraubten das Kapazitätswachstum zurück.

Und auch in den USA öffnen Hochkaräter ihre Bücher - etwa AMD. Nach den ermutigenden Zahlen des Erzrivalen Intel rechnen Börsianer mit vergleichbar starken Zahlen des US-Chipkonzerns. Sie warten vor allem auf Aussagen zum wachstums- und margenstarken Geschäft mit KI-Spezialprozessoren. AMD hat für das abgelaufene Quartal einen Umsatz von 10,9 bis 11,5 Milliarden Dollar vorhergesagt.

Eineinhalb Monate nach seinem fulminanten Börsendebüt legt der Weltraumkonzern SpaceX seine Quartalsbilanz vor. Die Zahlen gelten als Gradmesser für die weitere Kursentwicklung, nachdem die Anfangseuphorie der Ernüchterung gewichen ist und die Aktie unter ihrem Ausgabepreis von 135 Dollar notiert. Analysten rechnen mit einem Konzernumsatz von 6,77 Milliarden Dollar und einem Verlust von 0,23 Dollar je Aktie.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden sie hier.

Rekordstimmung: Kurse heben ab