Der Börsen-Tag
14. September 2023
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:40 Uhr

Taubenhafte EZB-Aussagen schieben DAX nach oben - Autowerte schwach

Trotz einer weiteren EZB-Zinserhöhung hat der deutsche Aktienmarkt mit kräftigen Aufschlägen reagiert. Denn die Notenbank präsentierte zugleich deutlich niedrigere Wachstumsprognosen und signalisierte, dass es unter Umständen keine weiteren Zinsschritte mehr geben werde.

So baute der DAX seine Gewinne aus und ging 1,0 Prozent fester mit 15.805 Punkten aus dem Handel. Der EUROSTOXX50 notierte 1,5 Prozent höher bei 4287 Stellen. Zugleich geriet der Euro unter Abgabedruck und fiel auf 1,0667 US-Dollar zurück. An den Anleihemärkten ging es mit den Kursen nach oben, die Renditen fielen dementsprechend.

Aus Marktsicht durchwachsene Wirtschaftsdaten aus den USA wurden derweil von der taubenhaft aufgenommenen geldpolitischen Entscheidung der EZB überlagert. Zum einen sind die US-Erzeugerpreise im August deutlich stärker als erwartet gestiegen, zum anderen hat sich der US-Einzelhandelsumsatz im August deutlich stärker als erwartet entwickelt, was für die Stärke der US-Wirtschaft spricht, und damit möglicherweise auf die Notwendigkeit die restriktive Geldpolitik in den USA beizubehalten.

Mit kräftigen Aufschlägen begrüßte der zinssensible Immobiliensektor die EZB-Entscheidung. Vonovia gewannen 5,1 Prozent, Aroundtown 2,8 Prozent und Grand City Properties 2,6 Prozent.

Thyssenkrupp verloren dagegen 1,0 Prozent. Das MDAX-Unternehmen plant ein Effizienzprogramm, mit dem die vor knapp zwei Jahren aufgestellten Mittelfristziele "rasch und nachhaltig" erreicht werden sollen. Details des Programms mit dem Namen "Apex" stehen noch nicht fest.

Nicht gut liefen die Autowerte. Im DAX fielen BMW um 1,5 Prozent zurück. Hier soll Barclays das Kursziel gesenkt haben und die Aktie auf "Underweight" von zuvor "Equalweight" abgestuft haben. In den Schlagzeilen war heute auch Volkswagen, die Vorzugsaktien der Wolfsburger verbilligten sich um 0,4 Prozent. Im roten Bereich waren auch Mercedes-Benz (minus 0,6 Prozent), Porsche AG (minus 2,4 Prozent) und Porsche Holding (minus 0,7 Prozent).

Taubenhafte EZB-Aussagen schieben DAX nach oben - Autowerte schwach
17:20 Uhr

Gute Aussichten für VW in Streit um italienische Millionenstrafe

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(Foto: Julian Stratenschulte/dpa)

Im Rechtsstreit um eine mögliche Doppelbestrafung von Volkswagen wegen mutmaßlich illegaler Abschalteinrichtungen hat der Autobauer einen Teilerfolg erzielt. Die Richter des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) entschieden in Luxemburg, dass das Verbot der Doppelbestrafung in solchen Fällen grundsätzlich greifen kann. Dieser im EU-Recht verankerte Grundsatz besagt, dass man nicht zweimal wegen der gleichen Sache bestraft werden darf. Über die Rechtmäßigkeit der Geldbuße muss nun ein italienisches Gericht entscheiden.

Hintergrund ist ein Verfahren in Italien, wonach VW fünf Millionen Euro Strafe für in dem südeuropäischen Land verkaufte Autos mit illegalen Abschalteinrichtungen zahlen müsste. Im Jahr 2018 zahlte Volkswagen aber schon in Deutschland eine Geldstrafe in Höhe von einer Milliarde Euro für 10,7 Millionen betroffene Dieselfahrzeuge, die weltweit vermarktet wurden, einschließlich der in Italien verkauften Fahrzeuge.

Gute Aussichten für VW in Streit um italienische Millionenstrafe
17:09 Uhr

Trading: Auf die Strategie kommt es an!

Zertifikate bieten ein breites Feld an Einsatzmöglichkeiten. Dazu gehört auch das Trading, bei dem auf kurzfristige Bewegungen gesetzt wird. Warum es entscheidend ist, diszipliniert Gewinne laufen zu lassen und Verluste zu begrenzen, darüber hat Friedhelm Tilgen auf dem DDV-Forum in Frankfurt mit Matthias Hüppe von der HSBC gesprochen.

Trading: Auf die Strategie kommt es an!
16:52 Uhr

Lagarde sieht noch kein Ende der Konjunkturflaute in der Eurozone

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(Foto: REUTERS)

Die Konjunktur im Euroraum kommt laut EZB-Präsidentin Christine Lagarde vorerst nicht aus der Flaute heraus. Die wirtschaftliche Aktivität habe im ersten Halbjahr weitgehend stagniert, sagte sie nach der Zinssitzung in Frankfurt. Jüngste Indikatoren wiesen darauf hin, dass auch das dritte Quartal schwach ausfallen dürfte.

"Die Wirtschaft wird wahrscheinlich in den kommenden Monaten gedämpft bleiben." Der Export leide unter schwacher Nachfrage, sagte Lagarde weiter. Zudem lasteten die verschärften Finanzierungsbedingungen auf dem Wachstum. Erst mit der Zeit sei konjunkturell mehr Schwung zu erwarten, wenn der Inflationsdruck nachlasse, die realen Löhne stiegen und der Konsum entsprechend anziehen könne.

Lagarde sieht noch kein Ende der Konjunkturflaute in der Eurozone
16:33 Uhr

Bericht: Fritzbox-Hersteller AVM steht zum Verkauf

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(Foto: AVM)

Der für seine Internetrouter "Fritzbox" bekannte Anbieter AVM steht einem Medienbericht zufolge zum Verkauf. Die Gründer des Unternehmens hätten einen Auktionsprozess gestartet, der von der Investmentbank Lincoln geführt werde, berichtete das "Handelsblatt" unter Verweis auf Insider. AVM könnte demnach mit 750 Millionen bis zu einer Milliarde Euro bewertet werden.

AVM selbst erklärte dem Bericht zufolge, es würden verschiedene Möglichkeiten der Unternehmensnachfolge diskutiert. Die Gründer gehen demnach auf die 70 Jahre zu.

Bericht: Fritzbox-Hersteller AVM steht zum Verkauf
16:23 Uhr

Arm-IPO beflügelt Halbleiter-Aktien

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(Foto: REUTERS)

Trotz enttäuschender Konjunkturdaten geben die Anleger an der Wall Street die Hoffnung auf eine Zinspause der US-Notenbank nicht auf. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zur Eröffnung 0,3 Prozent höher bei 34.688 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann ein halbes Prozent auf 4488 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,6 Prozent auf 13.890 Stellen. Die US-Erzeugerpreise, die als Frühindikator für die Entwicklung der Inflation gelten, stiegen im August schneller als erwartet an. Die Fed versucht, mit Zinserhöhungen die Teuerungsrate zu dämpfen.

Bei den Einzelwerten trieb die Erwartung des Börsengangs des Chip-Designers Arm andere Halbleiter-Aktien an. Hersteller wie Nvidia, Micron und Marvell legten zwischen knapp ein und 1,5 Prozent zu.

Arm-IPO beflügelt Halbleiter-Aktien
16:00 Uhr

Hamburger Hafenturbulenzen: Hapag-Lloyd erwägt Abzug von Transportvolumen

Als Konsequenz aus dem Einstieg der weltgrößten Containerreederei MSC beim Hamburger Hafenbetreiber HHLA denkt Hapag-Lloyd über die Verlagerung von Transportvolumen nach. "Wir wickeln im Moment fast 100 Prozent unseres Volumens, das nach Zentraleuropa geht, über Hamburg ab", sagte Konzernchef Rolf Habben Jansen Reuters." Ich könnte mir auch ein Szenario vorstellen, in dem das nur noch 70 oder 80 Prozent sind." Damit hätte die Containerreederei immer noch eine sehr starke Position im Hamburger Hafen.

Die Ankündigung von Großaktionär Klaus-Michael Kühne, ein Konkurrenzangebot zu MSC für HHLA abzugeben, sieht der Hapag-Lloyd-Chef skeptisch: "Ich glaube nicht, dass es in unserem Interesse ist, ein Gegenangebot zu machen", sagte Habben Jansen.

Hamburger Hafenturbulenzen: Hapag-Lloyd erwägt Abzug von Transportvolumen
15:40 Uhr

Bericht: VW verzichtet auf neues E-Auto-Werk in Wolfsburg

Weiteres Neues von Volkswagen: Der Autobauer verzichtet einem Medienbericht zufolge auf den Neubau eines Werks für Elektroautos am Stammsitz Wolfsburg. Vorstandschef Oliver Blume habe gestern Führungskräfte darüber informiert, berichtet Business Insider unter Berufung auf entsprechende Quellen. Ein Beschluss des Aufsichtsrats stehe noch aus, gelte jedoch als Formsache. VW gab bislang noch keine Erklärung dazu ab.

In der für den Stadtteil Warmenau angedachten Fabrik sollte ab 2026 mit dem Projektnamen Trinity ein Elektrowagen entstehen, der Maßstäbe bei Software, Reichweite und Fahrkomfort setzen soll. Auch wegen Verzögerungen bei der komplexen Mechatronik-Basis SSP (Scalable Systems Platform) wird sich der Marktstart verzögern. Gebaut werden solle das Auto nun im bestehenden VW-Hauptwerk Wolfsburg, so Business Insider.

Bericht: VW verzichtet auf neues E-Auto-Werk in Wolfsburg
15:26 Uhr

Nordex-Großauftrag und EU-Pläne lassen Windenergie-Kurse kräftig hochgehen

Für Windenergie-Aktien geht es weiter nach oben. Die EU hatte angekündigt, ein Maßnahmenpaket zur Unterstützung der Branche zu schnüren. Hinzu kommen positive Unternehmensnachrichten wie etwa ein Auftrag für Lieferung und Errichtung von 24 Turbinen bei Nordex sowie positive Analystenstimmen im Sektor. Nordex gewannen 5,1 Prozent, Vestas 4,7 Prozent und Siemens Energy 3,4 Prozent.

Nordex-Großauftrag und EU-Pläne lassen Windenergie-Kurse kräftig hochgehen
15:04 Uhr

Chemieindustrie in tiefer Krise - und es wird nicht besser

Die deutsche Chemieindustrie hat aus Kostengründen ihre Produktion im zweiten Quartal weiter gedrosselt. Die Hoffnung auf eine Erholung müsse angesichts einer zunehmenden Nachfrageschwäche verschoben werden, erklärte der Branchenverband VCI bei Vorlage seines Konjunkturberichts. VCI-Präsident Markus Steilmann erneuerte die Forderung nach international wettbewerbsfähigen Strompreisen und Deregulierung.

Die Industrie befindet sich dem VCI zufolge in einer tiefen Krise. Die Umsätze lagen zwischen April und Juni 15 Prozent unter dem Vergleichswert aus dem Vorjahresquartal, während die Produktion um 8,0 Prozent absackte. Außerhalb der wichtigen Pharma-Sparte ging die Produktion sogar um 14,2 Prozent zurück. Die Anlagen waren nur noch zu 77,3 Prozent ausgelastet. Für das Gesamtjahr ist der VCI pessimistischer geworden und rechnet nun mit einem Produktionsrückgang von acht Prozent (zuvor minus fünf Prozent).

Chemieindustrie in tiefer Krise - und es wird nicht besser
14:52 Uhr

Inflation bleibt zäh: US-Erzeugerpreise steigen stärker als erwartet

Die US-Erzeugerpreise sind im August wieder deutlicher gestiegen. Wie das Arbeitsministerium mitteilte, erhöhten sich die Preise auf der Produzentenebene um 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat und lagen um 1,6 (Vormonat: 0,8) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Volkswirte hatten einen monatlichen Preisanstieg von 0,4 Prozent prognostiziert.

Die Kernerzeugerpreise ohne die volatilen Preise von Nahrungsmitteln und Energie kletterten um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat und erhöhten sich auf Jahressicht um 2,2 (2,4) Prozent. Ökonomen hatten einen monatlichen Anstieg von 0,2 Prozent prognostiziert. Die Erzeugerpreise geben einen frühen Hinweis auf die Entwicklung der Inflation.

Inflation bleibt zäh: US-Erzeugerpreise steigen stärker als erwartet
14:31 Uhr

Ölpreise schnellen nach IEA-Prognose auf Zehn-Monats-Hoch

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Eine pessimistische Prognose der Internationalen Energieagentur (IEA) zur globalen Rohölversorgung hat die Preise stark angetrieben. Die Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um 1,2 Prozent auf 93,19 US-Dollar pro Barrel. Die leichte US-Sorte WTI verteuerte sich um 1,8 Prozent auf 89,83 Dollar pro Fass. Beide Sorten waren damit so teuer wie seit November 2022 nicht mehr.

Die von Saudi-Arabien und Russland bis Ende 2023 verlängerten Ölförderkürzungen würden im vierten Quartal zu einem erheblichen Marktdefizit führen, warnte die IEA. Gleichzeitig blieben die Aussichten für den globalen Verbrauch im laufenden und im kommenden Jahr weitgehend unverändert. Auch die Nachfrage in China, dem größten Ölimporteur der Welt, bleibe trotz seines wirtschaftlichen Abschwungs "erstaunlich konstant".

Ölpreise schnellen nach IEA-Prognose auf Zehn-Monats-Hoch
14:22 Uhr

EZB geht weiter mit Zinsen hoch - Einlagensatz auf höchstem Stand seit 1999

Die EZB setzt ihren Zinserhöhungskurs im Kampf gegen die Inflation mit der zehnten Anhebung in Serie seit Juli 2022 fort. Sie hob die Schlüsselsätze wie bereits im Juli um 25 Basispunkte an.

Der Leitzins beträgt nun 4,5 Prozent an. Der an den Finanzmärkten richtungsweisende Einlagensatz, den Banken für das Parken überschüssiger Gelder erhalten, steigt somit von 3,75 auf 4,00 Prozent. Das ist das höchste Niveau seit dem Start der Währungsunion 1999.

EZB geht weiter mit Zinsen hoch - Einlagensatz auf höchstem Stand seit 1999
14:12 Uhr

Wenn Aktien mehr wert sind als sie kosten

Wie lässt sich eigentlich das richtige Investment finden? Wie man es wie Warren Buffett machen kann, darüber hat Friedhelm Tilgen mit Marcus Hüttinger von Gané gesprochen.

Wenn Aktien mehr wert sind als sie kosten
13:59 Uhr

Hamburg schmettert Kühne-Vorschlag zur HHLA ab

Die Hansestadt Hamburg hat dem Vorschlag für einen Verkauf der städtischen Mehrheit am Hafenbetreiber HHLA an den Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne eine Abfuhr erteilt. "Der Senat hat keine Auktion begonnen, sondern gestern eine strategische Partnerschaft vorgestellt, die die Stärkung des Hafenstandortes und des Unternehmens zum Ziel hat", teilte die Wirtschaftsbehörde mit.

Hamburg hatte am Mittwoch den Einstieg der Containerreeder MSC bei dem größten Terminalbetreiber der Hansestadt angekündigt. Dazu soll sich der Branchenführer mit knapp der Hälfte der Anteile an der HHLA beteiligen. Hamburg reduziert seinen Anteil von knapp 70 Prozent auf 50,1 Prozent. Der 86-jährige Kühne hatte daraufhin mitgeteilt, er erwäge ein Gegenangebot für die HHLA.

Hamburg schmettert Kühne-Vorschlag zur HHLA ab
13:48 Uhr

Deutsche Elektroausfuhren sinken im Juli

Die Exporte der deutschen Elektro- und Digitalindustrie liegen trotz eines leichten Dämpfers im Juli im bisherigen Jahresverlauf deutlich über Vorjahresniveau. Zwar gab es im Juli den ersten Rückgang seit Januar 2021, wie der Branchenverband ZVEI mitteilte, im Vergleich zum Vorjahresmonat sanken die Ausfuhren um 0,5 Prozent auf 19,4 Milliarden Euro. In den ersten sieben Monaten 2023 zusammen jedoch lagen die nominalen Ausfuhren der Branche mit 147,3 Milliarden Euro um 7,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Von Januar bis einschließlich Juli lieferten deutsche Elektrohersteller nach Angaben des Verbandes allein in den Euroraum Waren im Gesamtwert von 50,3 Milliarden Euro und damit 10,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Ein Plus verzeichnete die Branche im Juli im Handel mit dem wichtigen Absatzmarkt USA (plus 8,3 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro). Dagegen gingen die Lieferungen unter anderem nach China im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück (minus 8,2 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro).

Deutsche Elektroausfuhren sinken im Juli
13:24 Uhr

Wall Street moderat fester erwartet - IPO von Arm

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(Foto: picture alliance / NDZ/STAR MAX/IPx)

Die Wall Street dürfte mit leichten Aufschlägen starten. Der Future auf den S&P-500 legt vorbörslich um 0,3 Prozent zu. Im Fokus stehen Konjunkturdaten, der EZB-Zinsentscheid und der Börsengang von Arm. Die US-Verbraucherpreise konnten am Vortag zwar nicht in allen Punkten überzeugten, aber am Markt wird überwiegend erwartetet, dass einer Zinspause auf der in der kommenden Woche anstehenden Zinssitzung der US-Notenbank nichts im Wege stehen dürfte.

Konjunkturseitig richtet sich das Augenmerk auf die noch vor Handelsbeginn anstehenden Einzelhandelsumsätze und Erzeugerpreise für August sowie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Nach der Startglocke stehen noch Daten zu den Lagerbeständen für Juli auf der Agenda.

Wall Street moderat fester erwartet - IPO von Arm
13:02 Uhr

Katze ist aus dem Sack: Stellenabbau bei VW in Zwickau

Volkswagen baut zahlreiche Stellen in seiner Elektroauto-Fabrik in Zwickau ab. 269 befristete Verträge, die nach zwölfmonatiger Laufzeit in Kürze auslaufen, würden nicht verlängert, teilte das DAX-Unternehmen mit. Auch der Schichtbetrieb müsse voraussichtlich angepasst werden. Das konkrete Vorgehen werde in den nächsten Tagen mit der Arbeitnehmervertretung abgestimmt. Für heute war in dem Werk eine Betriebsversammlung einberufen.

Als Grund wurde "die aktuelle Marktsituation" genannt. Angesichts hoher Inflation und rückläufiger Förderprämien halten sich Käufer bei Elektroautos zurück. Im Zwickauer Werk werden ausschließlich E-Autos gebaut für die Marken Volkswagen, Audi und Cupra. Befürchtet wird, dass weitere Beschäftigte mit befristetem Vertrag nun ein ähnliches Schicksal treffen könnte und sie ihren Arbeitsplatz räumen müssen. In der Fabrik arbeiten rund 10.700 Menschen.

Katze ist aus dem Sack: Stellenabbau bei VW in Zwickau
12:50 Uhr

DAX vor EZB-Zinsentscheidung leicht im Plus

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt halten vor dem mit Spannung erwarteten EZB-Leitzinsentscheid die Füße still. Kurz nach Mittag stand der DAX mit plus 0,2 Prozent bei 15.684 Zählern. Bislang hat das Börsenbarometer in dieser Woche etwas mehr als ein halbes Prozent verloren. Für den EUROSTOXX50 ging es um 0,3 Prozent auf 4235 Punkte aufwärts.

DAX vor EZB-Zinsentscheidung leicht im Plus
12:34 Uhr

Spannung vor EZB-Zinsentscheid: Neues vom Geldmarkt

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(Foto: picture alliance / blickwinkel/McPHOTO/H. Richter)

Kurz vor der geldpolitischen Entscheidung der EZB haben sich die Sätze am europäischen Geldmarkt wenig verändert gezeigt. Am Mittwoch hatten sie mit einem Sprung nach oben auf einen Agenturbericht reagiert, laut dem die Inflationsprojektion der EZB für das kommende Jahr bei über drei Prozent liegen soll. Das wurde am Markt als Signal interpretiert, dass die EZB die Leitzinsen erneut anheben könnte. Die an den Märkten eingepreiste Wahrscheinlichkeit eines Zinsschritts stieg zeitweise auf knapp 70 Prozent und liegt nun bei etwa 65 Prozent.

Hier die jüngsten Daten: Tagesgeld: 3,55 - 3,90 (3,55 - 3,90), Wochengeld: 3,60 - 3,95 (3,72 - 3,98), 1-Monats-Geld: 3,70 - 4,15 (3,80 - 4,18), 3-Monats-Geld: 3,79 - 4,19 (3,80 - 4,20), 6-Monats-Geld: 3,89 - 4,29 (3,86 - 4,26), 12-Monats-Geld: 3,95 - 4,35 (3,97 - 4,37), Euribors: 3 Monate: 3,8670 (3,8450), 6 Monate: 4,0400 (3,9990), 12 Monate: 4,1590 (4,1120)

Spannung vor EZB-Zinsentscheid: Neues vom Geldmarkt
12:15 Uhr

EZB in der Zwickmühle - Zinserhöhung wäre "im Sinne der Glaubwürdigkeit" gut

Die Finanzmärkte warten voller Spannung auf die EZB-Sitzung am Nachmittag. Wird die Europäische Zentralbank die Zinsen zum zehnten Mal in Folge erhöhen, oder legt sie eine Zinspause ein? Die Meinungen über den Ausgang der Entscheidung gehen weit auseinander. ntv-Börsenreporter Friedhelm Tilgen berichtet.

EZB in der Zwickmühle - Zinserhöhung wäre "im Sinne der Glaubwürdigkeit" gut
11:57 Uhr

Carrefour geht Lebensmittelriesen wegen versteckter Preiserhöhungen an

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(Foto: Ahmad Yusni/epa/dpa)

Im Vorfeld der Verhandlungen mit Nestle, PepsiCo und Unilever hat die französische Einzelhandelskette Carrefour den Druck auf die Großkonzerne erhöht und vor versteckten Preiserhöhungen gewarnt. Seit Montag kennzeichnet Carrefour in seinen Filialen in Frankreich 26 Produkte mit der Aufschrift "Bei diesem Produkt ist das Volumen oder Gewicht gesunken und der effektive Preis des Lieferanten gestiegen." Diese Warnungen blieben so lange, bis die Lieferanten Preissenkungen zustimmten, erklärte Carrefour-Chef Alexandre Bompard.

So habe Lipton etwa seine Flasche zuckerfreien Eistees mit Pfirsichgeschmack, hergestellt von PepsiCo, von 1,5 Litern auf 1,25 Liter reduziert, was zu einer effektiven Erhöhung des Literpreises um 40 Prozent führe. Auch Nestle verfahre so und habe etwa je Packung bei der Guigoz-Säuglingsnahrung die Menge um 70 Gramm gesenkt, während die von Unilever hergestellte Viennetta-Eiscremetorte um 30 Gramm schrumpfte. Die Konzerne äußersten sich bislang nicht zu den Vorwürfen.

Carrefour geht Lebensmittelriesen wegen versteckter Preiserhöhungen an
11:38 Uhr

Arm-Börsengang lässt Luft nach oben

Händler erwarten eine verbesserte Stimmung für Technologieunternehmen. Die Aktien des britischen Chipdesigners Arm kommen zu 51 Dollar je Stück und damit nun doch nur am oberen Rand der Bookbuilding-Spanne und nicht höher. "Mit der Überzeichnung und dem Hype sind nun kräftige Kursgewinne zu erwarten", so der Marktteilnehmer. Kurse um 60 Dollar sollten nicht überraschen, sagt er. Arm hatte seine Papiere in einer Preisspanne von 47 bis 51 Dollar angeboten.

Arm-Börsengang lässt Luft nach oben
11:17 Uhr

Spannung vor einer EZB-Zinsentscheidung war selten so groß

Die Spannung an den Märkten ist groß: Hebt die EZB den Leitzins zum zehnten Mal in Folge an oder ist jetzt Schluss? Die sich eintrübende Konjunktur gibt gute Argumente für eine Zinspause, die Inflation bleibt jedoch auf hohem Niveau und noch ein Stück von den angestrebten zwei Prozent entfernt.

Spannung vor einer EZB-Zinsentscheidung war selten so groß
10:51 Uhr

Trotz Problemen in Zwickau: VW und Audi bauen E-Auto-Produktion an anderen Standorten aus

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Das Zwickauer Werk ist nicht ausgelastet. (Foto: imago images/Bild13)

Trotz schleppender Auslastung der Zwickauer E-Auto-Fabrik von Volkswagen soll die Produktion des Audi Q4 e-tron und des ID.3 auf andere Standorte ausgeweitet werden. "Wir werden den Q4 e-tron ab Ende 2023 auch in Brüssel produzieren - zusätzlich zur Fertigung in Zwickau", sagte eine Audi-Sprecherin.

Der ID.3 soll ab Herbst auch in Wolfsburg - zunächst nur in kleinen Stückzahlen - vom Band laufen. Die Teile für die Endmontage werden zunächst aus Sachsen geliefert, im kommenden Jahr ist dann die Vollproduktion in Wolfsburg geplant. Das Werk in Zwickau war bisher Vorreiter der VW-Elektromobilität. Neben den Modellen ID.3, ID.4 und ID.5 werden dort auch der Q4 e-tron und der Q4 Sportback e-tron von Audi sowie der Cupra Born produziert. Im Gespräch ist deswegen ein sukzessiver Abbau von Stellen, der viele befristet Beschäftigte treffen würde. Außerdem könnten Schichten reduziert werden.

Trotz Problemen in Zwickau: VW und Audi bauen E-Auto-Produktion an anderen Standorten aus
10:39 Uhr

Allianz-Papier auf Jahreshoch - auch andere DAX-Versicherer stark

Die Allianz-Aktie ist auf ein neues Jahreshoch gestiegen. Der Kurs gewann 0,5 Prozent auf 228,60 Euro. "Damit schließen sich Allianz den beiden DAX-Rückversicherern an und die Hausse in der Branche gewinnt weiter an Breite", sagte ein Börsianer in Frankfurt. Munich Re und Hannover Rück legten ebenfalls weiter zu - um 0,8 beziehungsweise 0,9 Prozent.

Allianz-Papier auf Jahreshoch - auch andere DAX-Versicherer stark
10:28 Uhr

SAP stellt Väter nach Kindesgeburt sechs Wochen bezahlt frei

Interessantes von SAP: Der Softwareriese hat nämlich angekündigt, ab 2024 in Deutschland Väter und alle anderen Partner ab der Geburt ihres Kindes sechs Wochen bezahlt freizustellen. "Wir wollen damit zeigen, dass Familienvereinbarkeit und Karrieremachen keine Widersprüche sind", sagte der Personalchef von SAP in Deutschland, Cawa Younosi.

Im Koalitionsvertrag hatten die Regierungsparteien SPD, Grüne und FDP angekündigt, eine zweiwöchige vergütete Freistellung für den Partner oder die Partnerin nach der Geburt eines Kindes einzuführen. Der DAX-Konzern rechnet mit 700 bis 800 Vätern pro Jahr in Deutschland, wenn mehr als 90 Prozent der Berechtigten das Angebot annehmen. Dabei sollen Kosten in Höhe von jährlich mehreren Millionen Euro anfallen.

SAP stellt Väter nach Kindesgeburt sechs Wochen bezahlt frei
10:10 Uhr

Autowerte geraten in den BMW-Sog

Schwache Autotitel und feste Rohstoffaktien prägten die europäischen Märkte im frühen Handel. Bei den Autos gerieten Mercedes, VW und Continental in den Sog von BMW, die von Barclays auf "Underweight" abgestuft wurden. Zu den Rohstoffaktien soll sich JP Morgan positiv geäußert haben, konkret zu Anglo American und Rio Tinto. Dazu dürften die auf Jahreshochs weiter steigenden Ölpreise stützen. Der Öl- und Gas-Subindex legte um 1,1 Prozent zu.

Autowerte geraten in den BMW-Sog
09:51 Uhr

Goldman Sachs entlässt Top-Manager

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat mehrere Führungskräfte wegen Verstößen gegen die Unternehmensrichtlinien entlassen. Die Betroffenen hätten gegen die Kommunikationspolitik des Unternehmens verstoßen, wonach sich Mitarbeiter nur über vom Unternehmen genehmigte Kommunikationskanäle zu Unternehmensangelegenheiten äußern dürfen, heißt es in einem internen Memo. Die betroffenen Mitarbeiter nannte das Unternehmen in dem Memo nicht namentlich. "Wir werden uns nicht zu individuellen disziplinarischen Angelegenheiten äußern", teilte di Großbank mit.

Hari Moorthy, der Leiter des Bereichs Transaction Banking, habe das Unternehmen verlassen, sagt eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Philip Berlinski, der Schatzmeister der Bank, werde zusammen mit Akila Raman und Luc Teboul das Tagesgeschäft des Transaction Banking übernehmen. Berlinski werde auch kommissarisch das Finanztechnologie- und Verbrauchergeschäft leiten. Moorthy wird auf der Website der Aufsichtsbehörde Finra bereits nicht mehr als registrierter Broker geführt.

US-Aufsichtsbehörden verhängen zunehmend hohe Geldstrafen gegen Wall-Street-Firmen, die die Nutzung von Off-Channel-Kommunikation wie Textnachrichten und WhatsApp durch ihre Mitarbeiter nicht ausreichend beaufsichtigten.

Goldman Sachs entlässt Top-Manager
09:33 Uhr

Ibex stürzen nachbörslich ab

Im nachbörslichen US-Handel am Mittwoch haben Aktien weniger bekannter Unternehmen mit Nachrichten im Blick gestanden. Ibex brachen nach Vorlage schwacher Geschäftszahlen um 11,1 Prozent ein. Der Umsatz des Spezialisten für die Ausgliederung von Prozessen hatte im vierten Geschäftsquartal die Prognosen der Analysten verfehlt.

Semtech ermäßigten sich um 5,1 Prozent und litten unter der Erwartung des Unternehmens, im dritten Quartal roten Zahlen zu schreiben. Analysten hatten im Konsens mit einem Gewinn gerechnet. Das Halbleiter- und Cloud-Konnektivitätsunternehmen stellte zudem für das dritte Quartal Umsätze unter Markterwartung in Aussicht.

Nach Veröffentlichung von Viertquartalszahlen büßten Radiant Logistics rund 7 Prozent ein.

Ibex stürzen nachbörslich ab
09:16 Uhr

Neue Bären-Attacke auf den DAX?

Der DAX beginnt das Donnerstagsgeschäft mit leichten Abschlägen. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell bei Kursen um 15.610 Punkte etwa 0,3 Prozent schwächer. Die Anleger blicken mit Spannung auf den Nachmittag und die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB). "Die Experten sind sich diesmal uneinig, ob die EZB die Zinsen erhöht", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Friedhelm Tilgen. "Die aktuell schwache Konjunktur könnte beispielsweise für eine Zinspause sprechen", erläutert er.

Neue Bären-Attacke auf den DAX?
09:00 Uhr

Agrar-Erzeugerpreise sinken vierten Monat in Folge

Beim größten Inflationstreiber Lebensmittel nehmen die Hinweise auf ein Abklingen der starken Preisanstiege zu: Die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte fielen im Juli bereits den vierten Monat in Folge. Sie waren um 3,7 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Allerdings: Die Rückgänge im Juni mit minus 5,0 Prozent, im Mai mit minus 7,7 Prozent und im April mit 6,5 Prozent fielen größer aus. Verantwortlich für den Trend sei "insbesondere ein Basiseffekt aufgrund des sehr hohen Preisniveaus im Vorjahr". Im Juli 2022 waren die Erzeugerpreise nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine um 33,5 Prozent gestiegen. Von Juni auf Juli stiegen die Agrar-Erzeugerpreise allerdings, und zwar um 0,7 Prozent.

Agrar-Erzeugerpreise sinken vierten Monat in Folge
08:43 Uhr

FTX darf Krypto-Vermögenswerte abstoßen

Ein US-Gericht erlaubt der kollabierten Kryptowährungsbörse FTX den Verkauf von Vermögenswerten. US-Konkursrichter John Dorsey genehmigt den Vorschlag von FTX bei einer Anhörung. FTX darf demnach Kryptowährungen im Wert von bis zu 100 Millionen Dollar pro Woche veräußern. Bei Zustimmung des Gläubigerausschusses könnte das Tempo auch auf 200 Millionen Dollar pro Woche erhöht werden. FTX verfügt nach eigenen Angaben über 3,4 Milliarden Dollar in Kryptowährungen, darunter 1,16 Milliarden Dollar in Solana, 560 Millionen Dollar in Bitcoin und 192 Millionen Dollar in Ether.

FTX, einst eine der weltweit führenden Handelsplätze für Bitcoin & Co, war im vergangenen November in die Pleite geschlittert. Zuvor hatten Kunden wegen Spekulationen um unautorisierte Geldtransfers ihre Konten leergeräumt. Sam Bankman-Fried, Gründer und damaliger Chef der Firma, muss sich unter anderem wegen Betrug vor Gericht verantworten. Er soll zehn Milliarden Dollar zu seinem Krypto-Broker Alameda verschoben haben. Bankman-Fried hat auf nicht schuldig plädiert. Der Zusammenbruch von FTX hat die Krypto-Welt erschüttert.

FTX darf Krypto-Vermögenswerte abstoßen
08:30 Uhr

Chevron-Streik könnte sich auf LNG-Versorung in Europa auswirken

Der begonnene zweiwöchige Generalstreik bei zwei großen LNG-Projekten des US-Energiekonzerns Chevron in Australien dürfte sich Analysten zufolge auf die weltweite Versorgung auswirken. Die Streiks würden die Versorgungsrisiken erhöhen, da mögliche Ausfälle Spezialkräfte vor Ort erfordern würden, um sie zu beheben, teilen Analysten von Goldman Sachs mit. Die Wahrscheinlichkeit eines längeren Ausfalls, der zu einem anhaltenden Anstieg der Gaspreise führen könnte, sei jedoch gering. "Dies liege sowohl an den potenziell hohen Einnahmeverlusten für Chevron, den Betreiber der Anlage, die mit einem kompletten Ausfall der LNG-Exporte verbunden wären, als auch an möglichen regulatorischen Eingriffen. Die Forschungsgruppe EnergyQuest schätzte die durch die Streiks gefährdeten Einnahmen für Chevron und seine Partner auf umgerechnet 45,6 Millionen Euro pro Tag.

Australien ist der weltgrößte Exporteur von Flüssiggas. Bei den Tarifverhandlungen geht es um Löhne und Arbeitsbedingungen in den Chevron-Werken Gorgon und Wheatstone, die mehr als fünf Prozent der weltweiten LNG-Produktion ausmachen. Die Hauptabnehmer des australischen Flüssiggases sitzen zwar in Asien. Händler gehen jedoch davon aus, dass eine Lieferunterbrechung den Wettbewerb verschärfen würde, da asiatische Kunden mit Europa um die Ladung konkurrieren würden, was zu Preisschwankungen auf dem europäischen Gasmarkt führen würde. Die Großhandelspreise für Gas in den Niederlanden und Großbritannien waren am Mittwoch im Vorfeld des geplanten Streiks leicht gestiegen.

Chevron-Streik könnte sich auf LNG-Versorung in Europa auswirken
08:20 Uhr

BMW-Kurs gerät unter Druck

Nach einer Herunterstufung geht es für BMW bergab. Die Aktien des Autobauers fallen bei Lang & Schwarz um 1,3 Prozent und zählen damit zu den schwächsten DAX-Werten. Die Analysten von Barclays haben die Titel auf "Underweight" von "Equal Weight" gesetzt.

BMW-Kurs gerät unter Druck
08:02 Uhr

Alphabet entlässt Hunderte Mitarbeiter

Die Google-Mutter Alphabet entlässt Hunderte von Mitarbeitern aus ihrem globalen Rekrutierungsteam. Die Maßnahme sei nicht Teil einer großangelegten Kündigungswelle, teilt Google mit. Eine große Mehrheit des Teams solle für die Besetzung wichtiger Positionen beibehalten werden. Außerdem würden die betroffenen Mitarbeiter bei der Suche nach neuen Aufgaben unterstützt. Alphabet hatte im Januar rund 12.000 Stellen abgebaut und damit seine Belegschaft um sechs Prozent verringert. Alphabet ist das erste "Big Tech"-Unternehmen, das in diesem Quartal Mitarbeiter entlässt, nachdem Konkurrenten wie Meta, Microsoft und Amazon Anfang 2023 einen aggressiven Stellenabbau vorgenommen hatten.

Alphabet entlässt Hunderte Mitarbeiter
07:51 Uhr

Bären-Attacke im DAX - und nun?

Mit einer kleinen Erholung an den europäischen Aktienmärkten rechnen Marktteilnehmer für die Eröffnung. Der DAX wird etwa 0,3 Prozent im Plus erwartet knapp über der 15.700er-Marke. Händler sprechen von einer technischen Stabilisierung, nachdem der Unterstützungsbereich bei gut 15.500 Punkten der Bären-Attacke am Mittwoch erneut Stand gehalten hatte. Daneben stützen feste Vorlagen aus Tokio die Stimmung.

Der Markt wartet nun auf die EZB-Sitzung am Nachmittag. In der EZB gibt es zwei Lager, das eine wird wegen der hohen Inflation voraussichtlich für eine Zinserhöhung plädieren, das andere ist wegen der schwachen Konjunktur dagegen. Welches Lager sich durchsetzt, ist laut Marktteilnehmern schwierig vorherzusagen. Als ebenfalls wichtig werden am Nachmittag die US-Daten zur Erzeugerpreisentwicklung und den Einzelhandelsumsätzen angesehen.

Übergeordnet dürfte der technisch geprägte Handel auch nach der EZB-Sitzung und den US-Daten weitergehen, weil auch der große Verfallstermin am Freitag den Handel bereits prägt. Größere offene Positionen lagen zuletzt bei 15.500 und 15.900 Punkten.

Bären-Attacke im DAX - und nun?
07:34 Uhr

Optimismus nach US-Preisdaten an Asien-Börsen

Trotz einiger mahnender Stimmen lesen die Börsianer an den ostasiatischen Aktienbörsen positive Signale aus den US-Inflationsdaten für August heraus. Mehrheitlich verzeichnen die Börsen der Region Aufschläge. Der Optimismus sei gestiegen, dass die US-Notenbank die erhoffte Zinserhöhungspause einlegen werde, heißt es. Der Inflationsdruck in den USA legte zwar stärker als gedacht zu, der Anstieg der Kernrate verlangsamte sich aber im Jahresvergleich wie erwartet von 4,7 auf 4,3 Prozent. Der in Asien fallende Dollar untermauert die Sicht einer nahenden Zinspause in den USA.

In Japan steigt der Nikkei 1,2 Prozent. Für Auftrieb sorgen auch Aussagen des Regierungsvertreters Yoshitaka Shindo. Er betont die Notwendigkeit umfangreicher Wirtschaftsmaßnahmen durch die Regierung und betonte die Nutzung aller politischen Instrumente.

In Südkorea geht es für den Kospi um 1,1 Prozent nach oben. In China hinken die Börsen mit den dort herrschenden Konjunktursorgen hinterher. Der Shanghai Composite stagniert, der HSI in Hongkong zeigt sich knapp behauptet. In der Volksrepublik richtet sich der Blick auf die am Freitag anstehenden Einzelhandesdaten. Auch die Industrieproduktion steht dann zur Veröffentlichung an. Die Daten dürften zeigen, inwieweit die bisherigen Stimuli die wirtschaftliche Talfahrt aufgehalten haben.

Optimismus nach US-Preisdaten an Asien-Börsen
07:18 Uhr

EU bringt BYD-Kurs ins Taumeln

Unter den asiatischen Automobilherstellern verlieren BYD 3 und SAIC Motor 3,1 Prozent. Die EU hatte eine Prüfung von Importbeschränkungen bei chinesischen Autos wegen staatlicher Subventionen angekündigt und auf das Schicksal der einstigen europäischen Solarindustrie verwiesen, die durch billige China-Importe weitgehend zerstört worden war.

EU bringt BYD-Kurs ins Taumeln
06:56 Uhr

US-Inflationsdaten beflügeln Tokioter Börse

Die Erleichterung über den Abwärtstrend der für die US-Notenbank Fed wichtigen Kerninflation hat beflügelt die Kauflaune der Anleger in Japan. Zwar waren die Verbraucherpreise in den USA im August mit 3,7 Prozent nach 3,2 Prozent im Juli so stark gestiegen wie seit 14 Monaten nicht mehr. Die von der Notenbank viel beachtete Kernrate, die die schwankungsanfälligen Energie- und Nahrungsmittelpreise ausklammert, sank aber wie erwartet auf 4,3 von 4,7 Prozent im Juli. "Es scheint, dass die mit Spannung erwartete Pause der Fed in der kommenden Woche die Tatsache ausgleicht, dass die Inflation so schnell gestiegen ist wie seit über einem Jahr nicht mehr", sagte Glenn Yin von Aetos Capital in Melbourne.

Der Nikkei steigt 1,1 Prozent auf 33.049 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index legt 0,7 Prozent auf 2395 Zähler zu. Der Shanghai Composite liegt 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verliert 0,2 Prozent.

US-Inflationsdaten beflügeln Tokioter Börse
06:39 Uhr

Dollar verliert zum Yen

Im asiatischen Devisenhandel verliert der Dollar 0,3 Prozent auf 147,06 Yen und stagniert bei 7,2704 Yuan. Zur Schweizer Währung notiert er 0,2 Prozent niedriger bei 0,8922 Franken. Parallel dazu steigt der Euro 0,1 Prozent auf 1,0740 Dollar und notiert kaum verändert bei 0,9583 Franken. Das Pfund Sterling gewinnt 0,1 Prozent auf 1,2494 Dollar.

Euro / Dollar

Dollar verliert zum Yen
06:30 Uhr

Zinsen rauf - oder nicht? Das wird für den DAX heute wichtig

Zur Wochenmitte haben die US-Verbraucherpreise das DAX-Minus zumindest reduziert. Aber vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fedeeral Reserve (Fed) in der kommenden Woche blicken die Anleger heute erst einmal nach Frankfurt. Dort wird die Europäische Zentralbank (EZB) am Nachmittag ihr Zinsurteil fällen.

s Nach neun Anhebungen in Folge beraten die Währungshüter um EZB-Chefin Christine Lagarde darüber, ob die Serie weitergeht oder eine Pause eingelegt wird. Der derzeit maßgebliche Leitzins liegt inzwischen bei 3,75 Prozent. An den Börsen wird überwiegend damit gerechnet, dass die EZB die Füße stillhalten wird. Doch es dürfte aus Sicht von Volkswirten eine knappe Entscheidung werden. Laut Bundesbankchef Joachim Nagel ist die Inflationsbekämpfung zwar ein gutes Stück vorangekommen. Aber das Ziel einer Inflation von 2,0 Prozent ist mit einer Teuerungsrate von zuletzt 5,3 Prozent noch weit entfernt. Andererseits muss die EZB inzwischen aufpassen, dass sie mit ihrer Straffungspolitik die sich eintrübende Konjunktur im Euroraum nicht völlig abwürgt.

Unternehmensseitig wartet der wohl größte Börsengang des Jahres auf die Anleger: Arm wird an der US-Technologiebörse Nasdaq debütieren. Dank eines hohen Investoren-Interesses wird der Chip-Designer einem Insider zufolge seine Anteilsscheine mindestens am oberen Ende der Angebotsspanne von 47 bis 51 Dollar je Aktie zuteilen. Damit könnte dem bisherigen Allein-Eigentümer Softbank mehr als fünf Milliarden Euro an Emissionserlös zufließen. Um die weitere Zusammenarbeit und die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, wollen zahlreiche Chip- und Technologiekonzerne kleinere Arm-Anteile übernehmen. Auf den Entwürfen der Firma aus dem britischen Cambridge basieren praktisch alle Smartphone-Chips. Weitere Wochentermine finden Sie hier.

Zinsen rauf - oder nicht? Das wird für den DAX heute wichtig