Der Börsen-Tag
30. Juni 2022
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:37 Uhr

DAX verzeichnet schlechtesten Juni seiner Geschichte

Die Furcht vor drastischen Zinserhöhungen der Notenbanken und einer damit verbundenen Rezession hat dem deutschen Aktienmarkt erneut einen heftigen Schlag versetzt. Grund sind die Bekenntnisse zur rigorosen Bekämpfung der hohen Inflation durch die Chefs von FED, EZB und BoE. Jerome Powell, Christine Lagarde und Andrew Bailey seien zu diesem Zeitpunkt "das Trio der schlechten Laune", sagte Analyst Christian Henke vom Brokerhaus IG.

Geschürt wurden die Zinserhöhungsspekulationen heute von den jüngsten Inflationsdaten europäischer Staaten. In Frankreich erreichte die Teuerungsrate vorläufigen Zahlen zufolge im Juni mit 6,5 Prozent ein Rekordhoch. In Spanien übersprang sie erstmals seit 1985 wieder die Marke von zehn Prozent.

Der DAX erholte sich zum Handelsende etwas, verlor dennoch kräftig und ging 1,7 Prozent leichter mit 12.784 Punkten aus dem Handel. Sein Tagestief lag bei 12.619 Zählern. Damit summierte sich das Minus des deutschen Leitindex seit Monatsbeginn auf 11,6 Prozent. Niemals zuvor hatte der DAX in einem Juni so stark verloren. Der EUROSTOXX50 notierte 1,8 Prozent tiefer bei 3452 Stellen.

Bei den Einzelwerten stürzten Uniper um 14,4 Prozent ab. Wegen der Gaskrise ruft der Versorger nach staatlicher Hilfe. "Investoren beginnen angesichts der steigenden Zahl von einkassierten Ergebnisprognosen durch die Unternehmen damit, ihre Kaufmarken für Kurse, die sie als wieder günstig erachten, deutlich nach unten zu korrigieren", sagte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets.

SAP nahmen mit einem Minus von 3,6 Prozent Kurs auf ihr Corona-Tief vom März 2020. Belastend wirkte eine Abstufung durch die französische Investmentbank Exane BNP Paribas.

Auch die konjunktursensiblen Autowerte wurden heute gemieden. So verloren Porsche SE 4,1 Prozent, Continental 3,2 Prozent und Volkswagen 5,2 Prozent.

Immobilienwerte haben angesichts der steigenden Zinsen weiter einen schweren Stand. Grand City Properties verloren 10,4 Prozent und Adler Group 10,8 Prozent.

DAX verzeichnet schlechtesten Juni seiner Geschichte
17:13 Uhr

Was ist vom DAX in der zweiten Jahreshälfte zu erwarten?

Das erste Halbjahr lief für die Börsen nicht gerade rosig. Viele Anleger blicken nun schon auf die zweite Jahreshälfte. Was können sie erwarten? Friedhelm Tilgen spricht mit Dirk Heß von der Citigroup über verschiedene Szenarien und Strategien für die kommenden Monate.

Was ist vom DAX in der zweiten Jahreshälfte zu erwarten?
16:47 Uhr

Mehr Wirtschaftskriminalität, eine Branche fällt auf

Die Wirtschaftskriminalität ist in Deutschland erneut größer geworden. Die Zahl der polizeilich erfassten Wirtschaftsdelikte lag 2021 bei 51.260 und damit um 4,2 Prozent höher als im Jahr zuvor, wie das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden mitteilte. Das sei der zweite Zuwachs in Folge. Im Vergleich zum Jahr 2019 habe der Anstieg der Fallzahlen 26,6 Prozent betragen.

Als Grund für die Entwicklung nannte das BKA eine deutliche Zunahme von Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen. Außerdem gebe es weiterhin hohe Deliktszahlen beim Subventionsbetrug. Dazu zählten auch Betrugsfälle im Zusammenhang mit den Corona-Hilfen.

Mehr Wirtschaftskriminalität, eine Branche fällt auf
16:31 Uhr

Spirit Airlines im Aufwind - Hauptversammlung verschoben

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(Foto: REUTERS)

Die erneute Verschiebung der Entscheidung über die Übernahme durch Frontier hat der Aktie von Spirit Airlines Auftrieb gegeben. Die Aktien der Fluggesellschaft stiegen an der Wall Street um 2,5 Prozent auf 22,98 Dollar.

Das Unternehmen verlegte die Hauptversammlung, auf der heute über diesen Deal abgestimmt werden sollte, auf den 8. Juli. Offenbar ist man sich nicht sicher, ob eine Mehrheit zustande kommt. Rivale JetBlue bietet mehr als Frontier für Spirit. Dessen Management lehnt einen Zusammenschluss allerdings wegen kartellrechtlicher Bedenken ab.

Spirit Airlines im Aufwind - Hauptversammlung verschoben
16:14 Uhr

DAX nur noch knapp über 12.600

Mit dem DAX ist es am Nachmittag noch weiter runtergegangen. Der Leitindex sackte auf bis zu 12.619 Punkte ab und notierte 2,9 Prozent tiefer bei 12.631 Zählern. Der EUROSTOXX50 fiel um 2,8 Prozent auf 3416 Stellen. MDAX, SDAX und TECDAX verloren zwischen 1,9 und 3,6 Prozent.

DAX nur noch knapp über 12.600
16:02 Uhr

Dickes Minus an der Wall Street

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(Foto: AP)

Die Furcht vor einem Abschwung der Wirtschaft lässt auch die US-Anleger nicht los. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 fielen zur Eröffnung um jeweils rund zwei Prozent. Dabei steuerte letzterer mit einem Minus von insgesamt gut neun Prozent auf den größten Juni-Verlust seit 14 Jahren zu.

Zu den Verlierern am US-Aktienmarkt zählte Wallgreens Boots Alliance mit einem Kursminus von 3,7 Prozent. Der Quartalsgewinn der Drogeriekette brach um 76 Prozent ein. Ein Grund hierfür war eine 683 Millionen Dollar schwere Rückstellung im Zusammenhang mit einem Vergleich im Streit mit dem US-Bundesstaat Florida. Dieser wirft dem Unternehmen vor, die dortige Opioid-Krise verschärft zu haben.

Dickes Minus an der Wall Street
15:42 Uhr

Ölpreise im Sinkflug - Opec+ hält Fördermenge stabil

Die Ölpreise haben sich nach Verhandlungen des Förderverbunds Opec+ deutlich tiefer gezeigt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Nachmittag 110,88 US-Dollar, das waren 4,1 Prozent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI sank um 1,5 Prozent auf 108,10 Dollar.

Die in der Gruppe Opec+ zusammengeschlossenen Ölförderstaaten wollen ihre Fördermenge im August stabil halten. Bei ihrem monatlichen Treffen in Wien beschlossen die Länder, wie im Juli sollten pro Tag 648.000 Barrel Öl zusätzlich fließen.

Brent Rohöl

Ölpreise im Sinkflug - Opec+ hält Fördermenge stabil
15:24 Uhr

Schufa-Übernahme durch Finanzinvestor verhindert

Die deutschen Genossenschaftsbanken und Sparkassen sind bei der Schufa am Ziel: Die Mehrheit an der Wiesbadener Kreditauskunftei ist in den Händen der beiden Bankenverbünde. Die bereits an der Schufa beteiligten Genossenschaftsbanken hätten Vorkaufsrechte ausgeübt und ihre Beteiligung an der Schufa damit auf 27,2 von 20,5 Prozent ausgebaut, teilte der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) mit.

Bei Banken aus dem Sparkassensektor liegen laut Schufa 26,4 Prozent der Anteile; auch die Sparkassen wollen erklärtermaßen weiter aufstocken. Damit haben Volksbanken und Sparkassen das Ansinnen des schwedischen Finanzinvestors EQT vereitelt, die Schufa zu übernehmen.

Schufa-Übernahme durch Finanzinvestor verhindert
14:52 Uhr

BMW kauft in großem Stil Aktien zurück

BMW will bis Ende kommenden Jahres eigene Aktien für bis zu zwei Milliarden Euro zurückkaufen. Wie der DAX-Konzern mitteilte, startet der Rückkauf ab Juli. Gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung entfalle ein Volumen von bis zu 1,85 Milliarden auf Stammaktien und ein Volumen von bis zu 150 Millionen Euro auf Vorzugsaktien. Die gekauften Aktien sollen eingezogen werden, das Grundkapital entsprechend herabgesetzt werden.

"Der Aktienrückkauf belegt unsere konstant hohe Finanzkraft und starke Liquidität", so BMW-Finanzvorstand Nicolas Peter.

BMW kauft in großem Stil Aktien zurück
14:28 Uhr

Kanzler schaut auf Uniper - Kurssturz setzt sich fort

Uniper wird Kanzlersache: Angesichts der Finanzprobleme des Energiekonzerns hat Bundeskanzler Olaf Scholz betont, dass die Bundesregierung grundsätzlich bereit sei, Firmen zu helfen, die wegen eines externen Schocks angeschlagen seien. Diese Bereitschaft habe sie schon in der Corona-Krise gezeigt, sagte der SPD-Politiker.

Uniper hatte zuvor als erster großer deutscher Versorger in der Gaskrise Alarm geschlagen und den Staat um Hilfe gebeten. Die im MDAX notierte Uniper-Aktie verlor am Nachmittag 16,4 Prozent.

Kanzler schaut auf Uniper - Kurssturz setzt sich fort
14:16 Uhr

Biontech-Aktie von US-Regierungsauftrag beflügelt

Der Aktienkurs von Biontech ist um mehr als zwei Prozent nach oben gezogen. Das Papier notierte zeitweise mit 138,95 Euro auf dem höchsten Stand seit drei Wochen. Das Mainzer Biotech-Unternehmen und sein US-Partner Pfizer haben einen milliardenschweren Auftrag von der US-Regierung zur Lieferung ihres Covid-19-Impfstoffes erhalten.

Biontech-Aktie von US-Regierungsauftrag beflügelt
13:51 Uhr

Krypto-Hedgefonds liquidiert Vermögen - Bitcoin erlebt Horror-Quartal

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(Foto: picture alliance / CHROMORANGE)

Mit dem Bitcoin geht es vor dem Hintergrund der eingetrübten Stimmung an den Finanzmärkten weiter bergab. Der Kurs sackte am Nachmittag 6,3 Prozent ab auf knapp über 19.000 US-Dollar, womit die 20.000er-Marke erneut durchbrochen wurde. Im Tagestief lag er bereits bei 18.916 Dollar. Die Kryptowährung steuert damit auf den größten Quartalsrückgang in einem Jahrzehnt zu. Aktuell beträgt das Minus 59 Prozent.

Die Nachricht, dass der Krypto-Hedgefonds Three Arrows gezwungen ist, Vermögen zu liquidieren, sowie neue Kommentare von Zentralbankern, die auf weitere Zinserhöhungen hindeuten, würfen einen Schatten auf die Kryptowährungsbranche, hieß es. Auch andere Kryptowährungen bluteten.

Krypto-Hedgefonds liquidiert Vermögen - Bitcoin erlebt Horror-Quartal
13:40 Uhr

ADP setzt Jobreport wegen Umbaus aus

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(Foto: dpa)

Der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing Inc (ADP) hat entschieden, dass der Jobbericht für den privaten Sektor ausgesetzt wird, um den Bericht umzugestalten. Der Bericht soll zu einem "robusteren, hochfrequenten Blick auf den Arbeitsmarkt und die Entwicklung des Wirtschaftswachstums" gemacht werden, wie ADP mitteilte.

Der Bericht wurde dafür kritisiert, dass er keine gute Vorhersage für den Beschäftigungsbericht des US-Arbeitsministeriums ist, der normalerweise zwei Tage nach der ADP-Umfrage veröffentlicht wird. ADP erklärte, dass es den 31. August 2022 als Termin für die Wiedereinführung des neuen ADP National Employment Report anpeilt.

ADP setzt Jobreport wegen Umbaus aus
13:23 Uhr

Pfeile an der Wall Street zeigen nach unten

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(Foto: IMAGO/ZUMA Wire)

Die Wall Street wird zum Start deutlich im Minus erwartet. Die geläufigen Ängste vor weiteren Zinserhöhungen und dem Risiko einer Rezession belasten weiterhin. Derweil stehen vorbörslich wichtige Teuerungsdaten in Haus. Sorgen über den Weg der US-Notenbank, die hohe Inflation mit aggressiven Zinserhöhungen einzudämmen - und das damit verbundene Risiko einer Rezession - haben das Marktgeschehen im Jahr 2022 dominiert.

"Wenn heute alles unverändert bleibt, werden wir [das erste Halbjahr] mit der schlechtesten ersten Hälfte des S&P 500 seit 1970 abschließen, was die Gesamtrendite angeht", sagt Henry Allen, Analyst bei der Deutschen Bank. "Ein wesentlicher Grund dafür ist die Befürchtung der Anleger, dass die laufenden Zinserhöhungen zur Bekämpfung der Inflation in eine Rezession münden könnten", so Allen.

Pfeile an der Wall Street zeigen nach unten
12:59 Uhr

Weg von Gastronomie: Dahin sind die Arbeitskräfte abgewandert

Im Restaurant, im Hotel oder auch am Flughafen - überall fehlen Arbeitskräfte. Viele orientieren sich während der Pandemie um und kommen in anderen Branchen unter. Eine große Kündigungswelle gab es in Deutschland allerdings nicht.

Weg von Gastronomie: Dahin sind die Arbeitskräfte abgewandert
12:44 Uhr

Exxon verkauft kanadisches Schiefergas-Geschäft

Exxon Mobil verkauft sein kanadisches Schiefergasgeschäft für rund 1,5 Milliarden US-Dollar in bar an den kanadischen Konkurrenten Whitecap Resources Inc. Damit zieht sich der Ölriese aus Regionen zurück, die reich an Erdgas sind, aber relativ abgelegen, und in denen Pipelines und andere Infrastruktur fehlen. Die Transaktion soll im dritten Quartal abgeschlossen werden.

Der Barverkauf von XTO Energy Canada, das Exxon und dessen Tochtergesellschaft Imperial Oil Ltd gemeinsam gehört, an Whitecap ist der jüngste Schritt der Branche zur Konsolidierung der Ölfeldinvestitionen in Westkanada, einschließlich der Schiefervorkommen Montney und Duvernay.

Exxon verkauft kanadisches Schiefergas-Geschäft
12:21 Uhr

DAX wird nach unten geprügelt - Kampf um 12.700er-Marke

Der DAX ist auf den tiefsten Stand seit März gesackt. Der Leitindex rauschte am Vormittag bis auf 12.662 Punkte runter, Anfang März hatte er bei 12.438 Punkten sein bisheriges Jahrestief erreicht. Am Mittag notierte der DAX 2,4 Prozent tiefer bei 12.695 Stellen. Der EUROSTOXX50 sackte um 2,1 Prozent auf 3442 Zähler ab.

Positive Wirtschaftssignale aus China halfen nicht. Der DAX befindet sich im sogenannten Bärenmarkt. Mit einem Verlust von fast 20 Prozent zeichnet sich aktuell eine ernüchternde Bilanz für die erste Jahreshälfte ab. Der Leitindex steht zudem um fast 22 Prozent oder fast 3600 Punkte unter seinem im November 2021 erreichten Rekordhoch. Die Zinswende, der Krieg in der Ukraine sowie Inflations- und Rezessionssorgen belasten die Aktienmärkte weltweit.

DAX wird nach unten geprügelt - Kampf um 12.700er-Marke
12:05 Uhr

Rheinmetall entwickelt Munition für die US-Navy

Gute Zeiten für Rheinmetall: Der Düsseldorfer Rüstungskonzern hat einen Auftrag im Volumen von 14,3 Millionen Dollar zur Entwicklung einer neuen Mittelkalibermunition für die US-Navy erhalten. Die Amerikaner schlossen den entsprechenden Vertrag mit der Rheinmetall-Tochter American Rheinmetall Munitions Inc mit Sitz in Virginia, wie der MDX-Konzern mitteilte.

Der Auftrag umfasst der Mitteilung zufolge die Prototypenentwicklung einer kostengünstigen Munition, welche die Wirksamkeit der zurzeit genutzten sowie künftig genutzten Waffensysteme der US-Seestreitkräfte gegen Luft- und Bodenziele erhöht.

Rheinmetall entwickelt Munition für die US-Navy
11:45 Uhr

Euroraum-Arbeitslosenquote so niedrig wie nie

Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone ist im Mai auf ein Rekordtief gesunken. Die um saisonale Schwankungen bereinigte Arbeitslosenquote verringerte sich auf 6,6 Prozent von revidiert 6,7 Prozent im April, wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Dies ist der niedrigste Wert seit Beginn der Datenerhebung 1998. Experten hatten mit einer Stagnation gerechnet.

Besonders niedrig war die Arbeitslosenquote im Mai in Deutschland, wo sie nach den Eurostat-Kriterien bei 2,8 Prozent lag. In Malta betrug die Quote 3,1 Prozent und in den Niederlanden 3,3 Prozent. Am höchsten ist der Wert in Spanien (13,1 Prozent) und Griechenland (April: 12,7 Prozent).

Euroraum-Arbeitslosenquote so niedrig wie nie
11:25 Uhr

Ist die US-Rezession schon da?

Eine Rezession in den USA rückt immer näher. Oder ist sie sogar schon da? Wird die US-Notenbank die Konjunktur weiter abkühlen und wie sollten sich Anleger darauf einstellen? Raimund Brichta spricht darüber mit dem Finanzexperten Egmond Haidt.

Ist die US-Rezession schon da?
11:03 Uhr

Gazprom zahlt keine Dividende - Aktienkurs stürzt ab

Aktien von Gazprom sind um mehr als 23 Prozent eingebrochen, nachdem die Eigner des russischen Gaskonzerns die für 2021 angepeilte Gewinnausschüttung abgelehnt haben. "Die Aktionäre haben entschieden, dass es in der aktuellen Situation nicht ratsam ist, Dividenden auf der Grundlage der Ergebnisse von 2021 zu zahlen", sagte der stellvertretende Vorstandschef Famil Sadygow. Die Priorität liege auf der Umsetzung des Investitionsprogrammes.

Im Mai hatte Gazprom mitgeteilt, dass der Vorstand eine Dividende von 52,53 Rubel pro Aktie für 2021 vorschlägt.

Gazprom zahlt keine Dividende - Aktienkurs stürzt ab
10:45 Uhr

Kräftige Zinsanhebung in Schweden

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(Foto: picture alliance)

Die schwedische Notenbank intensiviert ihren Kampf gegen die hohe Inflation. Sie hob ihren Leitzins deutlich um 0,5 Prozentpunkte auf 0,75 Prozent an, wie die Riksbank in Stockholm bekanntgab. Die schwedische Krone legte nach dem Zinsentscheid zum Euro etwas zu.

Die Währungshüter kündigten darüber hinaus weitere Zinsschritte an. Anfang kommenden Jahres soll der Leitzins bei etwa zwei Prozent liegen, heißt es in einer begleitenden Erklärung der Notenbank. Zudem soll der zur Konjunkturstützung erworbene Wertpapierbestand schneller abgebaut werden als bisher geplant. Auch dies ist ein Schritt zur Straffung der Geldpolitik.

Kräftige Zinsanhebung in Schweden
10:21 Uhr

VW-Tochter investiert in Montagewerk

Die Volkswagen-Tochter Audi will umgerechnet 18,5 Millionen Euro zur Wiederaufnahme der Produktion im brasilianischen Bundesstaat Parana investieren. Anfänglich solle die Anlage eine maximale Produktionskapazität von 4000 Fahrzeugen pro Jahr haben, teilt der Autohersteller mit. In dem Montagewerk in Sao Jose dos Pinhais sollen der Audi Q3 und der Audi Q3 Sportback zusammengebaut werden. Audi hatte die Montage dort 2020 mit dem Auslaufen der Vorgängerversion des Q3 eingestellt. Seit November produziert auch VW dort nicht mehr - wegen des Mangels an elektronischen Bauteilen.

VW-Tochter investiert in Montagewerk
10:02 Uhr

Deutscher Arbeitsmarkt bleibt robust

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(Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild)

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im Juni aufgrund der statistischen Erfassung ukrainischer Flüchtlinge durch die Jobcenter nicht weiter gesunken. Nach Mitteilung der Bundesagentur für Arbeit (BA) stieg die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat um 133.000, nachdem sie im Vormonat um 5000 zurückgegangen war. Volkswirte hatten dagegen ein Minus von 5000 erwartet. Die Arbeitslosenquote stieg auf 5,3 (5,0) Prozent, anstatt wie erwartet unverändert zu bleiben.

Ohne Berücksichtigung von Saisoneffekten erhöhte sich die Arbeitslosenzahl um 103.000 auf 2,363 Millionen. Sie lag damit um 251.000 (Mai: 428.000) niedriger als vor Jahresfrist. Die unbereinigte Arbeitslosenquote stieg auf 5,2 (4,9) Prozent. "Der Arbeitsmarkt insgesamt ist weiterhin stabil", sagte BA-Vorstandsvorsitzender Detlef Scheele.

Deutscher Arbeitsmarkt bleibt robust
09:54 Uhr

Bitcoin verliert kräftig - weiterer Kursabsturz möglich

Investoren werfen Bitcoin auf der Suche nach sicheren Anlagehäfen aus den Depots. Die Cyberdevise verbilligte sich um 4,5 Prozent auf 19.293 Dollar.

"Die Furcht vor raschen Zinserhöhungen im Kampf gegen die galoppierende Inflation und die damit im Zusammenhang stehenden Rezessionsängste bleiben die bestimmende Thematik am Markt", sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. Dazu gesellten sich die Sorgen rund um den Krypto-Verleiher Celsius Network. "Sollte sich die Talfahrt beschleunigen, droht ein Rutsch bis auf 14.000 Dollar."

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(Foto: imago images/ZUMA Wire)
Bitcoin verliert kräftig - weiterer Kursabsturz möglich
09:45 Uhr

Welche Folgen hat der Ukraine-Krieg für die Verbraucher?

Die Inflation in Deutschland ist auf Rekordniveau. Vor allem die Energiepreise ziehen deutlich stärker an als erwartet. Worauf Verbraucher sich hier künftig einstellen müssen, diskutieren Experten im ntv Wirtschaftstalk "Der Ukraine-Krieg - und die Folgen für uns".

Welche Folgen hat der Ukraine-Krieg für die Verbraucher?
09:28 Uhr

DAX schmiert ab - mehr als 300 Punkte weniger

Der DAX ist in der ersten halben Stunde weiter in die Tiefe gerauscht. Der Leitindex verlor 2,5 Prozent oder mehr als 300 Punkte auf 12.682 Punkte. Zuvor war er bis auf 12.666 Zähler runtergegangen, sein Jahrestief liegt bei 12.438 Punkten. Der EUROSTOXX50 sackte um 1,9 Prozent auf 3446 Stellen ab.

Außer Siemens Healthineers (plus 1,2 Prozent) lagen alle anderen 39 DAX-Werte im Minus. Ganz hinten rangierten SAP mit einem Abschlag von 5,7 Prozent.

DAX schmiert ab - mehr als 300 Punkte weniger
09:18 Uhr

Uniper-Aktienkurs stürzt ab

Regelrecht nach unten ist der Aktienkurs von Uniper gerauscht – das Papier verlor in den ersten Minuten 19,2 Prozent an Wert. Der Energieversorger kann seine Prognose für das laufende Gesamtjahr wegen der niedrigen Gasliefermengen und des Ausweichens auf Ersatzbeschaffungen wegen der hohen Kosten nicht halten. Die im MDAX notierte Tochtergesellschaft des finnischen Fortum-Konzerns zog den Ausblick deswegen zurück und lotet in Gesprächen mit der Bundesregierung Stabilisierungsmaßnahmen zur Sicherung der Liquidität aus.

"Das überrascht nicht wirklich", so ein Marktteilnehmer mit Blick auf die Gewinnwarnung. Der Kurs war bereits im Vorfeld in die Nähe des Jahrestiefs von Anfang März gerutscht.

Uniper-Aktienkurs stürzt ab
09:07 Uhr

DAX startet tiefrot - Rezessionsängste erfassen Anleger

Der deutsche Aktienmarkt ist mit kräftigen Abschlägen in den Handel gestartet. Der DAX verlor 1,6 Prozent auf 12.792 Punkte. MDAX, SDAX und TECDAX verloren zwischen 1,1 und 1,7 Prozent.

Ein Ende der Abwärtsbewegung am Aktienmarkt ist noch nicht abzusehen, denn es deutet nichts auf ein schnelles Ende der Zins- und Rezessionsängste und der von ihnen ausgelösten Risikoscheu hin. Die Vorlagen für den heutigen Tag sind trotz etwas besserer Konjunkturdaten aus China wenig inspirierend. Der US-Dollar neigt zur Stärke und die Renditen ziehen wieder etwas an.

Einige FED-Vertreter hatten sich angesichts der steigenden Inflation zuletzt für weitere schnelle Zinsanhebungen stark gemacht und die Ängste vor einem Abwürgen des Konjunkturmotors kleingeredet. Auch FED-Chef Jerome Powell signalisierte mit seinen Aussagen im Rahmen einer Zentralbank-Konferenz in Portugal erneut, die Inflation mit allen Kräften bekämpfen zu wollen. Eine Rezession wäre möglich.

DAX startet tiefrot - Rezessionsängste erfassen Anleger
08:49 Uhr

Biontech-Aktie vor Höhenflug?

Mit festen Kursen rechnen Marktteilnehmer bei Biontech. Die US-Regierung hat 105 Millionen Dosen der Impfstoffe gegen Corona bestellt. Daneben gibt es eine Kaufoption über weitere 195 Millionen Einheiten. Allein das Volumen für die fest bestellte Tranche liegt bei 3,2 Milliarden Dollar.

Biontech-Aktie vor Höhenflug?
08:36 Uhr

Wie wirkt sich die Uniper-Gewinnwarnung aus?

"Das überrascht nicht wirklich", so ein Marktteilnehmer mit Blick auf die Gewinnwarnung von Uniper. Der Energieversorger hat wegen der geringen Gaslieferungen aus Russland und den hohen Kosten für Ersatz die Prognose kassiert. Der Kurs war bereits im Vorfeld in die Nähe des Jahrestiefs von Anfang März gerutscht. Dieses hatte bei 16,05 Euro gelegen - nach Kursen von über 42 Euro noch Anfang Januar. Sollte der Kurs nachhaltig unter 16 Euro fallen, würde zunächst einmal ein weiteres technisches Verkaufssignal erzeugt.

Wie wirkt sich die Uniper-Gewinnwarnung aus?
08:27 Uhr

Dickes Minus in Japan - Gewinne in China

Die asiatischen Börsen haben heute keine gemeinsame Richtung gefunden. Während in Japan eine schwindende Industrieproduktion die Anleger verstimmte, hellten Konjunkturdaten die Stimmung in China auf. In Tokio rutschte der Nikkei um 1,7 Prozent auf 26.354 Punkte. Der breiter gefasste Topix sank um 1,2 Prozent. Nachschubprobleme bei Chips sowie die Lockdowns in Teilen Chinas ließen die Produktion in Japan saisonbereinigt um 7,2 Prozent sinken. Analysten hatten nur 0,3 Prozent Rückgang erwartet.

Die Börse in Shanghai lag hingegen 1,4 Prozent im Plus. Die Industrieproduktion in China ist im Zuge der Lockerungen von Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie erstmals nach drei Monaten wieder gewachsen. Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe stieg im Juni auf 50,2 Punkte von 49,6 Zählern im Mai. Damit lag das Barometer erstmals seit Februar wieder über der Schwelle von 50, ab der Wachstum signalisiert wird.

Dickes Minus in Japan - Gewinne in China
08:20 Uhr

Deutscher Energiekonzern nimmt Ergebnisprognose zurück

Der Energiekonzern Uniper nimmt die Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2022 mit Blick auf das bereinigte Ebit sowie den bereinigten Überschuss zurück. Uniper erwartet zudem auf Basis vorläufiger Zahlen für das Halbjahr 2022, dass der bereinigte E (operative Gewinn und der bereinigte Jahresüberschuss zum 30. Juni signifikant unter den jeweiligen Vorjahreswerten liegen werden, wie das Unternehmen mitteilt. Hintergrund seien die Auswirkungen der derzeitigen Gaslieferbeschränkungen durch den russischen Konzern Gazprom. Seit dem 16. Juni 2022 erhält Uniper lediglich 40 Prozent der vertraglich zugesicherten Gasmengen von Gazprom.

Uniper prüft nach eigenen Angaben zudem, wie die Liquidität der Gesellschaft weiter gesichert werden kann. Unter anderem sei Uniper mit der Bundesregierung in Gespräche über mögliche Stabilisierungsmaßnahmen eingetreten, für die eine Reihe von Instrumenten in Frage kämen wie Garantie- und Sicherheitsleistungen, Erhöhung der aktuellen, noch nicht gezogenen KfW-Kreditfazilität, bis hin zu Beteiligungen in Form von Eigenkapital, teilt das Unternehmen weiter mit.

Deutscher Energiekonzern nimmt Ergebnisprognose zurück
08:05 Uhr

DAX ist angeknockt

Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt bleibt angeschlagen. Der DAX wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Aktuell wird der deutsche Börsenleitindex mit Kursen um die 13.000 Punkte taxiert - mal en paar Zähler darunter, mal ein paar darüber. Es zeichnet sich also wieder ein Kampf um diese Marke ab.

Am Mittwoch war er bereits 1,7 Prozent tiefer bei 13.003 Punkten aus dem Handel gegangen. "Inflation bleibt das dominierende Thema an den Finanzmärkten", schrieben die Analysten der Helaba. Zwar sei die Teuerungsrate im Juni in Deutschland überraschend zurückgegangen, das Niveau sei aber weiterhin unerwünscht hoch. Daher bliebe die Europäische Zentralbank unter Druck, die Zinsen deutlich anzuheben. Deswegen warteten Börsianer auf weitere Signale in anstehenden Redebeiträgen von EZB-Chefin Christine Lagarde.

Am Donnerstag richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger datenseitig auf die US-Konsumausgaben. Die Kauflaune der US-Verbraucher gilt als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft. Bei den Unternehmen steht Uniper im Fokus. Der Energiekonzern geht wegen der Gaskrise in die Knie und ruft nach Hilfe vom Staat. Der Versorger nahm am Mittwochabend seine Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2022 mit Blick auf das bereinigte Ebit sowie den bereinigten Überschuss zurück.

DAX ist angeknockt
07:36 Uhr

Aktien in China trotzen schwachem Marktumfeld

In einem eher negativen Börsenumfeld kommt es an den Börsen in Japan, Australien und Südkorea zu deutlicheren Abgaben. In Festlandchina geht es dagegen nach oben, gestützt von günstig ausgefallenen Konjunkturdaten. Besonders schwache Daten in Japan werden als Beleg gewertet, dass die Zentralbanken mit ihren geldpolitischen Straffungen im Kampf gegen die Inflation die Konjunktur abwürgen könnten. In Japan ist die Industrieproduktion im Mai auf Monatssicht um 7,2 Prozent eingebrochen, erwartet wurde nur ein moderater Rückgang um 0,3 Prozent.

Zwar zählt gerade die japanische Notenbank nicht zu den Falken unter den Zentralbanken, doch werden die Daten als Zeichen einer schwächelnden Weltkonjunktur gesehen, weil viele Industrieprodukte exportiert werden.

Genährt werden die Rezessionssorgen auch von schwächeren Wachstumsdaten in den USA. Dies gilt umso mehr, weil US-Notenbankgouverneur Jerome Powell noch einmal betonte, die Fed werde an ihrem Zinserhöhungskurs festhalten. Diese Aussagen stützen den US-Dollar, der seine Gewinne vom Vortag hält. "Die Rezessionssorgen scheinen zugenommen zu haben und fördern die Nachfrage nach vermeintlich sicheren Häfen", kommentiert Marktanalystin Tina Teng von CMC mit Blick auf die Dollarstärke.

In Tokio gibt der Nikkei 1,6 Prozent auf 26.387 Punkte nach. Während die Kurse in Hongkong stagnieren, steigt der Index in Shanghai um 1,3 Prozent.

Aktien in China trotzen schwachem Marktumfeld
07:17 Uhr

Schweizer Großbank beendet US-Betrugsverfahren mit Geldzahlung

Der Schweizer Bankkonzern UBS schafft mit der Zahlung von 25 Millionen Dollar US-Betrugsvorwürfe im Zusammenhang mit einem riskanten Optionsprodukt aus der Welt. die US-Börsenaufsicht SEC teilt mit, UBS habe das Produkt "Yield Enhancement Strategy (YES)" von Februar 2016 bis Februar 2017 an rund 600 Investoren verkauft, dabei aber ihre Finanzberater nicht angemessen geschult. Obwohl die Bank die Risiken dieser Anlagen erkannt und dokumentiert habe, seien diese Informationen nicht an Berater oder Kunden weitergegeben worden. Die Bank erklärte, sie freue sich, diese Angelegenheit einvernehmlich gelöst zu haben.

Schweizer Großbank beendet US-Betrugsverfahren mit Geldzahlung
07:03 Uhr

Industrie-Daten schicken Japans Börse deutlich abwärts

Die Börse in Tokio hat sich zunächst schwächer gezeigt. Der Nikkei liegt im Verlauf 1 Prozent tiefer bei 26.542 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sinkt 0,7 Prozent und notiert bei 1881 Punkten. Die Industrieproduktion des Landes gab im Mai verglichen mit dem Vormonat so stark nach wie seit zwei Jahren nicht mehr. Nachschubprobleme bei Chips sowie die Lockdowns in Teilen Chinas ließen die Produktion saisonbereinigt um 7,2 Prozent sinken. Analysten hatten nur 0,3 Prozent Rückgang erwartet. "Der Einbruch der Industrieproduktion im Mai deutet darauf hin, dass Japans Erholung einmal mehr enttäuscht", sagte Marcel Thieliant von Capital Economics. Der Shanghai Composite gewinnt 0,7 Prozent. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen zieht 0,8 Prozent an.

Im asiatischen Devisenhandel bleibt der Dollar fast unverändert bei 136,61 Yen und gibt 0,1 Prozent auf 6,6943 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9539 Franken. Parallel dazu steigt der Euro 0,1 Prozent auf 1,0453 Dollar und notiert kaum verändert bei 0,9969 Franken. Das Pfund Sterling gewinnt 0,1 Prozent auf 1,2133 Dollar.

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Industrie-Daten schicken Japans Börse deutlich abwärts
06:51 Uhr

Milliarden-Deal für Biontech in den USA

Die US-Regierung hat im großen Stil weiteren Corona-Impfstoff von Pfizer und Biontech für eine geplante Booster-Kampagne im Herbst bestellt. Konkret gehe es um mindestens 105 Millionen Dosen und ein Vertragsvolumen von über 3,2 Milliarden Dollar, teilen die Unternehmen und die Regierung mit. Die Lieferungen sollen im Spätsommer beginnen und Impfstoffe sowohl für Erwachsene als auch für Kinder enthalten. Laut Pfizer-Chef Albert Bourla geht es dabei auch um Mittel, die speziell gegen neuartigere Virusvarianten wie Omikron schützen könnten. Der Deal umfasst eine Kaufoption für weitere bis zu 195 Millionen Dosen, wodurch der Gesamtumfang auf 300 Millionen Dosen ansteigen könnte.

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Milliarden-Deal für Biontech in den USA
06:39 Uhr

Chinas Industrie legt zu

Die Stimmung in der chinesischen Industrie hat sich im Juni nach offiziellen Angaben aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den verarbeitenden Sektor erhöhte sich auf 50,2 (Mai: 49,6), wie aus Daten der nationalen Statistikbehörde und der China Federation of Logistics & Purchasing (CFLP) hervorgeht. Vom Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten einen Stand von 50,5 Punkten prognostiziert. Ein PMI-Stand über 50 deutet auf eine Expansion des Sektors hin, Werte darunter auf eine Schrumpfung.

Der Subindex für die Produktion erhöhte sich auf 52,8 (Vormonat: 49,7), jener für den Auftragseingang legte zu auf 50,4 (48,2). Der Index für neue Exportorder - ein Indikator für die Auslandsnachfrage nach chinesischen Gütern - stieg auf 49,5 (46,2).

In der Dienstleistungsbranche hat sich die Lage im Juni aufgehellt, wie der ebenfalls am Morgen veröffentlichte Einkaufsmanagerindex für den Servicesektor zeigte. Er stieg auf 54,7 (Vormonat: 47,8) Punkte.

Chinas Industrie legt zu
06:24 Uhr

Rezessionsblick in die USA: Das wird für den DAX heute wichtig

Nachdem sich der DAX zur Wochenmitte mit Ach und Krach zum Handelsschluss noch über 13.000 Punkte gerettet hatte, scheint er zum Start ins Donnerstagsgeschäft diese Marke bereits wieder herzuschenken. Aktuell wird der deutsche Börsenleitindex mit Kursen um 12.970 Zähler taxiert - und das, obwohl der Dow Jones an der Wall Street sich positiv aus dem Mittwochsgeschäft verabschiedet hatte. Zwischenzeitlich hatten auch in den USA die Kurse im negativen Bereich gelegen.

Zur Wochenmitte standen die Teuerungsraten in Deutschland und Spanien im Blick: In Spanien kletterten sie über die Zehn-Prozent-Marke, hierzulande ließ der Preisdruck geringfügig nach. "Der EZB werden die Verbraucherpreisdaten kaum gefallen", sagt Commerzbank-Analyst Christoph Weil. "Denn damit ist ihre erst vor drei Wochen veröffentlichte Inflationsprojektion für 2022 bereits wieder überholt." Heute kommen Daten zu den Verbraucherpreisen und der Verbraucherstimmung etwa aus Frankreich. Dazu gibt es frische Wirtschaftsdaten aus Großbritannien sowie Arbeitsmarktdaten aus Deutschland und der EU.

In den USA richtet sich die Aufmerksamkeit der Börsianer vor allem auf die Konsumausgaben. Die Kauflaune der US-Verbraucher gilt als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft. Zudem stehen dort auch der Index der Chicago-Einkaufsmanagerindex sowie die Zahlen zu den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe auf der Agenda.

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Rezessionsblick in die USA: Das wird für den DAX heute wichtig