Freitag, 12. Mai 2023Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
17:36 Uhr

DAX robbt sich wieder an die 16.000 heran

Am deutschen Aktienmarkt haben die Kurspfeile zum Wochenschluss überwiegend nach oben gezeigt. Der Handel verlief in ruhigen Bahnen. Übergeordnet ging man im Handel von einer Fortsetzung der Seitwärtsbewegung aus. Solange über den Börsen das Damoklesschwert einer nicht gelösten Frage zur US-Schuldenobergrenze schwebe, dürfte sich daran auch nichts ändern, hieß es.

DAX
DAX 16.051,23

Bei hohen Kursverlusten in Aktien sollten Anleger zunächst schauen, ob nicht Dividenden dahinterstehen, denn in Europa gab es eine Flut von Ausschüttungen. Allein im DAX waren Adidas, BMW, MTU und SAP sowie letztmalig die Aktien von Heidelbergcement zu nennen. Letztere werden künftig identisch zum Firmennamen unter Heidelberg Materials notieren.

Der DAX ging mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 15.914 Punkte ins Wochenende, damit gab der Leitindex auf Wochensicht nur geringfügig nach. Die 16.000er Marke erwies sich in dieser Woche als unüberwindlich. Der EUROSTOXX50 stieg um 0,2 Prozent auf 4317 Stellen.

Im DAX gewannen Allianz 0,2 Prozent. Unter dem Strich positiv kamen die Geschäftszahlen des Versicherungsriesen an. Operativ sei es deutlich besser gelaufen als erwartet, nur einige steuerabhängige Kennzahlen schienen wegen einer höheren Steuerquote etwas unter noch höheren Erwartungen zu liegen, so Stimmen aus dem Handel.

Im SDAX verloren Vitesco 2,1 Prozent. Als "wie erwartet schwächer" wurden Zahlenausweis und Ausblick im Handel kommentiert. Der noch deutlichere Rutsch in die Verlustzone im ersten Quartal sei verkraftbar, da steigende Einkaufspreise nur verzögert über Neuverträge weitergereicht werden könnten.

Nordex legten nach anfänglichen Verlusten um 5,5 Prozent zu. Die Geschäftszahlen des Windanlagenherstellers bestätigen das bisherige Bild: Ein deutlicher Umsatzanstieg bei gleichzeitiger Verlustausweitung. Die Aussichten für die kommenden Quartale könnten sich nach Aussage von Marktteilnehmern aufhellen, da Nordex beginne, einen qualitativ hochwertigeren Auftragsbestand mit höherer Rentabilität aufzubauen.

16:42 Uhr

Kleines Plus an der Wall Street

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(Foto: REUTERS)

Ein Stabilisierungsversuch bei Bankenaktien hat die Anleger an der Wall Street etwas durchatmen lassen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterten im frühen Handel um je 0,1 Prozent auf 33.382 beziehungsweise 12.352 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 lag 0,2 Prozent höher bei 4137 Zählern. Als Bremsklotz für die Börsen erweist sich der anhaltende Streit über die Anhebung der US-Schuldenobergrenze.

Die Aktien des angezählten Regionalinstituts PacWest Bancorp stiegen um knapp zwei Prozent, nachdem sie am Donnerstag rund 23 Prozent abgestürzt waren. Der in Los Angeles ansässige Kreditgeber hatte bekanntgegeben, dass er der US-Notenbank zusätzliche Sicherheiten in Höhe von 5,1 Milliarden US-Dollar hinterlegt habe, um seine Liquidität zu erhöhen.

16:16 Uhr

Ölpreise drehen in den grünen Bereich

Die Ölpreise haben sich am Nachmittag wieder in die Gewinnzone begeben. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete 75,75 US-Dollar, das waren 0,5 Prozent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Juni-Lieferung stieg um 0,3 Prozent auf 71,64 Dollar.

An den Finanz- und Rohstoffmärkten herrscht derzeit allerdings Skepsis über die Konjunkturentwicklung. Für die weltgrößte Volkswirtschaft USA wird im Laufe des Jahres eine Rezession befürchtet. Die zweitgrößte Wirtschaftsnation China erholt sich zwar, allerdings uneinheitlich. Während die Dienstleister wachsen, gibt es Probleme in der energieintensiven Industrie. Die Erdölpreise werden durch diesen Konjunkturpessimismus belastet.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 76,14
Rohöl WTI
Rohöl WTI 73,42

15:57 Uhr

Traton rechnet mit mehr Investitionen in USA

Traton
Traton 19,11

Der Nutzfahrzeuge-Hersteller Traton rechnet angesichts des US-Subventionspakets IRA mit zusätzlichen Investitionen in den Vereinigten Staaten. Er gehe davon aus, dass emissionsfreie Fahrzeuge in den USA schneller eingeführt würden als bislang angenommen, sagte Traton-Chef Christian Levin. "Das ist natürlich gut. Aber es stellt für uns als Industrie eine Herausforderung dar."

Beim Thema Wasserstoff setzt Levin auf die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen. Er habe nicht vor, die Brennstoffzellen selbst zu entwickeln, sondern arbeite mit Partnern zusammen, darunter Toyota. Der Brennstoffzellen-Antrieb eignet sich seiner Einschätzung nach eher für schwere Lastwagen in den USA als in Europa, weil die Fahrer dort teilweise erst nach sechseinhalb Stunden Pause machen müssten und zudem höhere Geschwindigkeiten als in Europa erlaubt seien.

15:28 Uhr

Rheinmetall repariert und baut Panzer in der Ukraine

Rheinmetall
Rheinmetall 238,40

Rheinmetall wird zum zentralen Ausrüster der Ukraine vor Ort. Das DAX-Unternehmen hat dazu eine Gemeinschaftsfirma mit dem ukrainischen Staatskonzern Ukroboronprom gegründet, wie Rheinmetall dem "Handelsblatt" bestätigte. "Die Verträge sind unterzeichnet", sagte Vorstandschef Armin Papperger.

Die Zusammenarbeit umfasse die Wartung und Reparatur von gepanzerten Fahrzeugen in der Ukraine. Parallel dazu werde der Bau von Panzern vorbereitet. "Die Ukraine profitiert von einem umfassenden Technologietransfer sowie einer kurzfristigen Zulieferung von militärischer Ausrüstung aus Deutschland", sagte Papperger der Zeitung. An der neuen Firma wird Rheinmetall mit 51 Prozent die Mehrheit halten und auch die unternehmerische Führung übernehmen. Das Management kommt von Rheinmetall.

Armin Papperger mit einem Soldaten vor einem Kampfpanzer Panther KF51.

Rheinmetall-Chef Armin Papperger und ein Soldat stehen vor einem Kampfpanzer Panther KF51 (Archivbild).

(Foto: dpa)

15:15 Uhr

US-Importpreise steigen erstmals in diesem Jahr

Die US-Importpreise sind im April wieder gestiegen, wobei vor allem höhere Energiepreise sich bemerkbar machten. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, kletterten die Einfuhrpreise im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent nach einem Minus von 0,8 Prozent im März. Das war die erste monatliche Steigerung seit Dezember 2022.

Ökonomen waren im Konsens von einem Anstieg um 0,3 Prozent ausgegangen. Die Entwicklung der Importpreise ist ein Indiz für die US-Inflation.

14:52 Uhr

Übernahmeskandal: Briten liefern Autonomy-Gründer an USA aus

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Michael Lynch

(Foto: REUTERS)

Wegen mutmaßlicher Bilanzmanipulation in Milliardenhöhe hat Großbritannien den Geschäftsmann Michael Lynch an die USA ausgeliefert. Das bestätigte das Innenministerium in London, wie die BBC berichtete. Der Brite war im April vor einem Londoner Berufungsgericht mit einer Klage gegen die Anordnung gescheitert.

Die US-Justiz wirft dem Gründer der britischen Software-Firma Autonomy vor, den US-Konzern Hewlett-Packard (HP) vor der Übernahme in betrügerischer Weise über den finanziellen Zustand des Unternehmens getäuscht zu haben. HP hatte Autonomy 2011 für elf Milliarden Dollar gekauft. Kurz danach gab das Unternehmen eine riesige Abschreibung von 8,8 Milliarden Dollar auf Autonomy bekannt. Der frühere Autonomy-Finanzchef Sushovan Hussain wurde in den USA wegen Betrugs zu fünf Jahren Haft und einer Geldstrafe in Millionenhöhe verurteilt. Lynch weist die Vorwürfe zurück.

14:23 Uhr

Übernahmekandidat Toshiba warnt vor Gewinnrückgang

Toshiba
Toshiba 30,44

Vor der umgerechnet 14 Milliarden Euro schweren Übernahme durch den Finanzinvestor JIP hat Toshiba einen überraschenden Gewinnrückgang vorhergesagt. Der skandalerschütterte japanische Technologiekonzern stellte für das laufende Geschäftsjahr 2023/2024 einen operativen Gewinn von umgerechnet 747 Millionen Euro in Aussicht nach 750 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten im Schnitt mit 1,13 Milliarden Euro gerechnet.

Parallel dazu teilte Toshiba mit, die Reaktionen von Anteilseignern, Geschäftspartnern und Kunden auf die JIP-Offerte seien positiv. Das Management hat bislang aber noch keine Empfehlung ausgesprochen, das Angebot anzunehmen.

13:51 Uhr

Tesla muss in China Hunderttausende Fahrzeuge zurückrufen

Und hier nun wieder eine Meldung zu Tesla: Der Elektroautopionier muss in China 1,1 Millionen Autos wegen eines Bremsdefekts zurückrufen. Das verfügte die staatliche Behörde für Marktregulierung des Landes. Die chinesische Aufsichtsbehörde teilte mit, dass die Autos Software-Updates benötigen.

Der Rückruf betrifft einige importierte Model-S-, Model-X- und Model-3-Fahrzeuge sowie im Inland hergestellte Model-3- und Model-Y-Fahrzeuge, die zwischen dem 12. Januar 2019 und dem 24. April 2023 produziert wurden.

13:24 Uhr

Bieterstreit um Software AG - Großinvestor verschnupft

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Software AG 32,84

Die Ablehnung der Offerte des US-Finanzinvestors Bain Capital durch das Management der Software AG stößt bei wichtigen Investoren auf Kritik. "Wir sind überrascht, dass der Übernahmeausschuss offenbar nicht bereit ist, sich mit potenziell höheren Angeboten von anderen interessierten Parteien auseinanderzusetzen", schrieb der Großaktionär Schroders in einer Stellungnahme.

Bain ist bereit, unter bestimmten Bedingungen bis zu 36 Euro je Aktie für die Software AG zu zahlen. Die Unterstützung des Managements und der Stiftung des SDAX-Unternehmens hat jedoch das Gebot des Technologieinvestors Silver Lake. Dieser hatte vor wenigen Tagen sein Angebot auf 32 Euro je Aktie erhöht. Schroders hält das aber immer noch für zu wenig: Mit der Offerte von Silver Lake werde die Software AG deutlich unterbewertet, lautet der Vorwurf.

13:03 Uhr

Börse Istanbul vor wichtiger Wahl leichter - Lira fällt weiter

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Spannung vor der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in der Türkei am Wochenende steigt. Nachdem Präsidentschaftsbewerber Muharrem Ince, ein erklärter Gegner des amtierenden Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, überraschend aus dem Rennen ausgestiegen ist, werden die Chancen auf einen Sieg des aussichtsreichsten Erdogan-Herausforderers Kemal Kilicdaroglu zumindest höher eingeschätzt.

An der Börse in Istanbul gingen die Akteure im Vorfeld dennoch auf Nummer sicher und stellten eher Positionen glatt. Für den türkischen Leitindex BIST-30 ging es um 0,4 Prozent nach unten, womit er im europäischen Kontext am Ende rangierte. Seit Jahresbeginn liegt der Index rund neun Prozent im Minus. Zum Vergleich: Der DAX bringt es in der gleichen Zeit auf ein Plus von 13 Prozent. Die Lira setzt ihre seit Monaten zu beobachtende Abwärtstendenz fort, die sie von einem Rekordtief zum nächsten führt. Der US-Dollar kostete 19,58 Lira.

12:39 Uhr

Kommt nun die Fed-Zinspause?

Fed-Direktorin Michelle Bowman ist mit Blick auf eine mögliche Zinspause in den USA noch unentschieden. Das Zinsniveau bremse die Wirtschaft zwar, sagte sie bei einem EZB-Symposium. Doch ob es in dieser Hinsicht bereits ausreichend restriktiv sei, um die Inflation zu drücken, bleibe unsicher: "Ich werde die eingehenden Daten weiterhin genau beobachten, während ich über den angemessenen geldpolitischen Kurs für unsere Juni-Sitzung nachdenke." Weder der jüngste Arbeitsmarktbericht noch die Inflationsdaten lieferten aus ihrer Sicht schlüssige Hinweise auf eine sinkende Inflation, wie sie sie sehen wolle.

Zugleich dämpfte Bowman Spekulationen auf eine Zinssenkung in absehbarer Zeit: "Ich gehe auch davon aus, dass unser Leitzins noch einige Zeit lang ausreichend restriktiv bleiben muss, um die Inflation zu senken und Bedingungen zu schaffen, die einen nachhaltig starken Arbeitsmarkt unterstützen."

12:14 Uhr

DAX geht wieder über 15.900

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DAX 16.051,23

Hier der Stand an der Frankfurter Börse: Der DAX hat seine Vortagesverluste wettmachen können. Für größere Sprünge reichte es aber nicht, und die Marke von 16.000 Punkten bleibt schwer überwindbar. Der DAX stieg am Mittag um 0,5 Prozent auf 15.920 Punkte. Der EUROSTOXX50 notierte 0,6 Prozent fester bei 4335 Stellen.

Gespräche zwischen den USA und China stützen die Stimmung ebenso wie freundlich erwartete US-Börsen. Unternehmensseitig legten Allianz nach anfänglichen Verlusten um 0,4 Prozent zu. Die Quartalsbilanz des Versicherungskonzerns bot Stoff für Optimisten und Pessimisten. Für RWE ging es um 1,6 Prozent hoch. Goldman Sachs ist für den Energieversorger etwas optimistischer gestimmt und hob das Kursziel an.

11:33 Uhr

Autozulieferer weitet Verlust aus

Der deutsche Autozulieferer Vitesco hat im ersten Quartal Gewinneinbußen hinnehmen müssen. Der Umsatz des Antriebstechnik-Spezialisten stieg zwar um 2,5 Prozent auf 2,31 Milliarden Euro, das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging aber um 22 Prozent auf 37,1 Millionen Euro zurück, wie Vitesco mitteilt. Der Nettoverlust stieg auf 50,7 Millionen nach 11,3 Millionen Euro 2022. Finanzvorstand Werner Volz zeigt sich mit dem Jahresauftakt "insgesamt zufrieden". Mit Kostendisziplin und operativen Verbesserungen seien die Ziele für 2023 trotzdem erreichbar. Für das laufende zweite Quartal rechnet Vitesco aufgrund von Liefer-Engpässen aber weiterhin mit einer geringeren Produktion.

Vitesco
Vitesco 64,75

11:10 Uhr

Bitcoin fällt kräftig

Am Ende einer turbulenten Woche hat Bitcoin zugelegt.

(Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa-Ze)

Heute lohnt mal wieder ein Block auf das Kryptomarkt-Geschehen: Die Schwäche des Bitcoin hat sich nämlich fortgesetzt. Der Kurs fiel auf den tiefsten Stand seit knapp zwei Monaten. Für einen Bitcoin mussten auf der Handelsplattform Bitstamp im Tief 26.100 US-Dollar gezahlt werden. Das waren knapp 1000 Dollar weniger als in der Nacht zuvor. Vor wenigen Tagen hatte der Kurs bei 30.000 Dollar notiert. Seit Jahresanfang ist die Bilanz aber klar positiv: Der Kurszuwachs beträgt etwa 60 Prozent.

Belastet wurden der Bitcoin und andere Digitalwährungen durch mehrere Entwicklungen. Zum einen hatte der größte Krypto-Handelsplatz Binance vor einigen Tagen größere Probleme mit der Auszahlung von Kundengeldern. Zum anderen meldete die Kryptobörse Bittrex in den USA Insolvenz an.

10:58 Uhr

Nordex wächst, macht aber mehr Verlust

Gestiegene Kosten machen Nordex erneut zu schaffen. Der Windkraftanlagen-Hersteller erzielte im ersten Quartal zwar ein Umsatzplus von etwa 30 Prozent auf 1,217 Milliarden Euro. Der operative Verlust wuchs dabei aber fast genauso stark auf 114,9 Millionen Euro. Der Grund seien Altaufträge, bei denen die inzwischen gestiegenen Kosten nicht an die Kunden weitergegeben werden könnten, sagt Firmenchef José Luis Blanco. "Hier erwarte ich im Jahresverlauf aufgrund der überarbeiteten Preis- und Vertragsgestaltung eine schrittweise Verbesserung unserer Ergebnismarge."

Nordex
Nordex 11,60

10:23 Uhr

Allianz-Aktie schwächelt nach Zahlen

Die Allianz-Aktie ist nach der Veröffentlichung der Quartalsbilanz zweitweise unter die Räder geraten. Das Papier des DAX-Konzerns verbilligte sich in der Spitze um zwei Prozent auf 207,45 Euro. Aktuell liegt die Aktie 0,4 Prozent niedriger bei 210,80 Euro.

Die Zahlen seien sehr gemischt ausgefallen, sagte ein Händler in Frankfurt. Das operative Ergebnis schnellte im ersten Quartal um 24 Prozent auf 3,73 Milliarden Euro - Analysten hatten im Schnitt mit nur 3,61 Milliarden Euro gerechnet. Der Nettogewinn nach Anteilen Dritter lag jedoch unter den Expertenerwartungen.

Allianz
Allianz 210,10

09:57 Uhr

Luxus geht immer - Cartier-Mutter erzielt Rekordumsatz

Dank eines glänzenden Schmuckgeschäfts ist der Luxusgüter-Hersteller Richemont kräftig gewachsen. Der Umsatz des Schweizer Konzerns stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/23 um 19 Prozent auf den Rekordwert von 19,95 Milliarden Euro, wie Richemont mitteilt. Das operative Ergebnis des Herstellers von Cartier-Schmuck sowie Uhren der Marken A. Lange & Söhne und IWC kletterte gar um über ein Drittel. Unter dem Strich stand zwar ein Gewinneinbruch von 86 Prozent auf 301 Millionen Euro. Doch dieser ging auf eine bereits im August in Aussicht gestellte Milliarden-Abschreibung in Zusammenhang mit dem Teilausstieg aus dem Luxusgüter-Onlinehändler Yoox-Net-a-Porter (YNAP) zurück.

09:42 Uhr

Importboom bei chinesischen E-Autos in Deutschland

Der Marktanteil der aus China nach Deutschland gelieferten Elektroautos hat sich im ersten Quartal mehr als verdreifacht. Von Januar bis März sei er auf 28,2 Prozent an den aus dem Ausland importierten PKW mit Elektromotor gestiegen, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Im Vorjahresquartal hatte er noch bei 7,8 Prozent gelegen. Weitere Details oder konkrete Absatzzahlen gaben die Statistiker nicht bekannt. Der chinesische Elektroauto-Bauer Nio etwa hatte zuletzt angekündigt, dem deutschen Konkurrenten Volkswagen Marktanteile in Europa abjagen zu wollen.

"Viele Produkte des täglichen Lebens, aber auch Waren für die Energiewende kommen inzwischen zu einem Großteil aus China", betonen die Statistiker. Wertmäßig stammten im ersten Quartal beispielsweise 86,0 Prozent der nach Deutschland importierten tragbaren Computer, 67,8 Prozent der Smartphones und Telefone sowie 39,2 Prozent der Lithium-Ionen-Akkus aus der Volksrepublik. "Aber nicht nur im Bereich der Endprodukte, sondern auch im Bereich der Rohstoffe ist China mit Abstand der wichtigste Handelspartner Deutschlands", hieß es. Bei den in vielen Schlüsseltechnologien wie der Elektromobilität oder der Windkraft verwendeten Seltenerdmetallen kamen demnach 91,8 Prozent der Importe von dort. Ein Jahr zuvor waren es sogar noch 98,1 Prozent.

09:24 Uhr

Meta will auf KI basierende Werbung testen

Meta
Meta 272,61

Facebook-Eigentümer Meta will die Anwendung von auf künstlicher Intelligenz (KI) basierenden Werbetools testen. Wie Führungskräfte des Unternehmens erklären, soll eine ausgewählte Gruppe von Werbetreibenden eingeladen werden, mit digitalen Werkzeugen zu experimentieren. Die KI-Werbetools sollen beispielsweise Inhalte wie Bildhintergründe und Variationen von geschriebenem Text erstellen können. Das Unternehmen plane, im Juli mehr Werbetreibenden Zugang zu gewähren und einige der Funktionen im Laufe des Jahres in allgemeine Werbeprodukte zu integrieren, so Meta. Die Einführung von auf KI-basierenden Werbetools ist der erste Vorstoß der Facebook-Mutter in Bezug auf Produkte, die generative KI-Technologie verwenden.

09:11 Uhr

DAX legt erst einmal zu

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DAX 16.051,23

Dem DAX winkt zwar ein versöhnlicher Wochenschluss, so richtig kommt er insgesamt aber nicht von der Stelle. Aktuell notiert der deutsche Börsenleitindex 0,4 Prozent im Plus bei Kursen um 15.895 Zählern. Am Donnerstag war er 0,4 Prozent gefallen, hatte mit 15.835 Punkten geschlossen. Im Wochenverlauf hatte es zwar viele Quartalsberichte und Konjunkturdaten gegeben, entscheidende DAX-Kursreaktionen waren aber ausgeblieben. "Nach dem gestrigen Zahlenregen ist heute wieder mehr Ruhe angesagt", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Raimund Brichta. "Die Allianz hat Zahlen vorgelegt, die werden auch erst einmal positiv aufgenommen", erläutert er.

08:54 Uhr

Tesla dreht wieder an der Preisschraube

Tesla hebt die Preise für Elektroautos in den USA erneut an. Aus Angaben auf der Unternehmens-Website geht hervor, dass der Aufschlag für Model S, X und Y im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegt. Das Model S kostet nun ab 88.490 Dollar, das Model X ab 98.490 Dollar und Model Y ab 47.490 Dollar. Damit bewegen sich die Preise aber immer noch deutlich unter dem Niveau von Anfang des Jahres. Seit Januar hatte Tesla in den USA sechs Mal die Preise gesenkt - zuletzt am 19. April. Seitdem ging es bereits einmal wieder nach oben. Bei dem günstigsten Auto der Tesla-Palette, Model 3, blieben die Preise dieses Mal unangetastet. Konzernchef Elon Musk hatte die Nachlasse damit begründet, er wolle Teslas Marktanteile auch auf Kosten der Gewinnmarge verteidigen.

Tesla
Tesla 199,00

 

08:40 Uhr

Metro überrascht mit besseren Zahlen

Überrascht von guten Quartalszahlen bei Metro zeigen sich Händler. Der Einzelhändler hatte am Vorabend Zahlen zu seinem zweiten Quartal vorgelegt, sowohl Umsatz- als auch Gewinnkennziffern des Betreibers von Cash&Carry-Märkten lagen dabei über den Erwartungen. Da auch Shopping-Center-Vermieter wie Deutsche Euroshop überraschend besser abgeschnitten hatten, wertete dies ein Händler als Zeichen einer ebentuellen Bodenbildung in der Branche. "Das Sentiment gegenüber den Branchen könnte jetzt vielleicht nach unten übertrieben haben", so der Händler. Jetzt fehle es nur noch an positiven Zeichen von konsumnahen Retailern wie Ceconomy.

Metro
Metro 2,20

08:26 Uhr

Tesla hat Musk wieder - Aktie zieht an

Tesla-Papiere legten im nachbörslichen US-Handel 1,6 Prozent zu. Die Aktie profitierte davon, dass Twitter-Besitzer Elon Musk den Chefposten bei der Onlineplattform in Kürze an eine Frau abtreten will, wie er kurz vor Ende des regulären Handels mitgeteilt hatte. Damit dürfte Musk wieder mehr Zeit haben, sich stärker um seine anderen Unternehmen wie Tesla zu kümmern, spekulierte der Handel.

Tesla
Tesla 199,00

08:10 Uhr

Japans Autowerte fahren vor

Die ostasiatischen Börsen schließen sich der wenig veränderten Gesamttendenz an der Wall Street vom Vortag an. Dort hatten zwar günstig ausgefallene Produzentenpreise die Erwartung einer Zinserhöhungspause der US-Notenbank befeuert, auf der anderen Seite sorgte aber weiter die angespannte Situation bei einigen Regionalbanken für Verunsicherung. Bremsend wirkte auch, dass der Parteienstreit um eine Erhöhung der Schuldenobergrenze weiter schwelt und somit den USA ein Zahlungsausfall droht, der auch weltweit negative Auswirkungen hätte. Eigentlich für den Freitag angesetzte weitere Gespräche von US-Präsident Joe Biden mit den Führern des Kongresses wurden nun auf Anfang der kommenden Woche verschoben.

Nikkei
Nikkei 31.524,22

Zumeist weisen die Indizes in Ostasien kleine Verluste auf, eine Ausnahme macht Tokio. Der Nikkei-Index legt um 0,9 Prozent auf 29.374 Punkte zu. Rückenwind kommt vom Yen, der im Vergleich zur gleichen Vortageszeit etwas nachgibt.

Wie an den Vortagen spielt die Musik bei Einzelwerten vor dem Hintergrund der laufenden Quartalsberichtssaison. In Tokio tragen vielfach gut ausgefallene Zahlen dazu bei, dass das Marktbarometer freundlich tendiert. Nissan Motor gewinnen 4,9 Prozent nach stark und besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen. Honda Motor sind mit der Prognose eines 15-prozentigen Gewinnanstiegs im laufenden Fiskaljahr gesucht. Auch bei Suntory Beverage & Food kommen Geschäftsausweis und Ausblick gut an. Softbank büßen dagegen 3,6 Prozent ein nach Ausweis eines Nettoverlusts für das beendete Geschäftsjahr.

Softbank
Softbank 40,52
Honda Motor
Honda Motor 27,55

 

07:56 Uhr

Spekulation um Musk-Nachfolgerin als Twitter-Chef

Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge könnte Linda Yaccarino bald ihren derzeitigen Job beim US-Medienunternehmen Comcast kündigen, um Elon Musks Nachfolgerin bei Twitter zu werden. Wie das Blatt berichtet, befindet sich Yaccarino offenbar gerade in Gesprächen für die Position als Twitter-Chefin. Die Zeitung beruft sich dabei auf Insider. Yaccarino verantwortet im Moment den Verkauf für internationale Werbung bei Comcasts TV-Sparte NBCUniversal. Elon Musk hatte bereits mitgeteilt, dass er eine Nachfolgerin gefunden habe und verkündete: "Sie wird in 6 Wochen anfangen." Einen Namen für die neue Chefin nannte er allerdings nicht.

Der Milliardär und Tesla-Gründer hatte Twitter Ende Oktober für 44 Milliarden Dollar übernommen. Unmittelbar danach feuerte Musk Twitter-Chef Parag Agrawal, Finanzchef Ned Segal und Chef-Justiziarin Vijaya Gadde. Musk hatte den Twitter-Führungskräften vorgeworfen, ihn und die Investoren über die Zahl gefälschter Konten auf der Social-Media-Plattform getäuscht zu haben. Der Milliardär übernahm daraufhin selbst den Chefposten. Bei Twitter will Musk nun als Technikvorstand agieren.

Comcast
Comcast 39,19

 

07:42 Uhr

Winkt trotz wachsender Sorgen ein versöhnlicher DAX-Wochenschluss?

Der DAX wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge etwas höher starten. Am Donnerstag hatte der deutsche Börsenleitindex 0,4 Prozent tiefer bei 15.834 Punkten geschlossen. An der Wall Street fanden die wichtigsten Indizes keine einheitliche Richtung. Der Dow-Jones-Index und der S&P 500 gingen im Minus aus dem Handel, der technologielastige Nasdaq verbuchte dagegen ein kleines Plus. Sorgen um die US-Schuldenobergrenze machten die Anleger an der Wall Street nervös.

Zum Wochenschluss setzen die Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führenden Industrienationen ihre Beratungen im japanischen Niigata fort. Themen sind dabei die weiterhin hohe Inflation, die nur langsam wachsende Weltwirtschaft, die Schuldenkrise in vielen ärmeren Staaten sowie weitere Hilfen für die von Russland angegriffene Ukraine.

DAX
DAX 16.051,23

07:27 Uhr

Preiserhöhungen treibt Allianz-Gewinn

Preiserhöhungen und mehr Geschäft in der Sachversicherung treiben den Gewinn der Allianz. Das operative Ergebnis schnellte im ersten Quartal um 24 Prozent auf 3,73 Milliarden Euro, wie Deutschlands größter Versicherungskonzern mitteilt. Analysten hatten im Schnitt mit nur 3,61 Milliarden Euro gerechnet. Das Geschäftsvolumen erhöhte sich um vier Prozent auf 46,0 Milliarden Euro, weil die Schaden- und Unfallversicherung um elf Prozent wuchs. Der Nettogewinn, der vor einem Jahr von Rückstellungen für die Affäre um "Structured Alpha-"Hedgefonds dezimiert worden war, hat sich auf 2,03 Milliarden von 0,47 Milliarden Euro mehr als vervierfacht, lag damit aber unter den Expertenerwartungen.

Finanzvorstand Giulio Terzariol bekräftigte die Prognose eines operativen Ergebnisses von 14,2 Milliarden Euro - mit der üblichen Spanne von plus/minus einer Milliarde - für das laufende Jahr.

Allianz
Allianz 210,10

06:52 Uhr

Asien-Anleger geben sich zögerlich

Die Stimmung an den asiatischen Börsen war eher gedämpft. Sorgen um die US-Schuldengrenze machten auch die asiatischen Anleger nervös. Schwache Wirtschaftsdaten aus den USA und China hatten offenbar die Befürchtungen einer globalen Konjunkturabschwächung verstärkt. "Die Lage für die Aktien- und Investmentmärkte ist eher unübersichtlich", sagte Shane Oliver, Chefökonom von AMP in Sydney. Er verwies auf das schwächere globale Wachstum und die Rückkehr der Bankensorgen.

Nikkei
Nikkei 31.524,22

Der MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans gibt 0,2 Prozent nach und liegt auch in der Gesamtwoche im Minus. Hier belasteten unter anderem Konjunkturdaten aus China, die auf eine schleppende wirtschaftliche Erholung nach der Aufhebung der Corona-Beschränkungen hindeuteten. Der Nikkei legt 0,8 Prozent auf 29.372 Zähler zu. Der Topix klettert 0,5 Prozent auf 2093 Punkte. Der Shanghai Composite büßt 0,4 Prozent ein. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verliert 0,6 Prozent.

06:39 Uhr

Leichte Gewinne bei Euro und Pfund

Im asiatischen Devisenhandel bleibt der Dollar fast unverändert bei 134,56 Yen und gibt 0,1 Prozent auf 6,9445 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notiert er 0,2 Prozent niedriger bei 0,8926 Franken. Parallel dazu steigt der Euro 0,1 Prozent auf 1,0921 Dollar und gibt 0,1 Prozent auf 0,9749 Franken nach. Das Pfund Sterling gewinnt 0,1 Prozent auf 1,2521 Dollar.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,07
US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,93

 

06:30 Uhr

Drohende US-Zahlungsunfähigkeit zieht DAX immer weiter bergab

Der DAX dreht immer weiter nach unten ab: Im Donnerstagsgeschäft gab er 0,4 Prozent ab, schloss bei 15.835 Punkten. Ein Niveau, von dem er auch in den Wochenschlusshandel gehen dürfte, da an der Wall Street auch leichte Verluste zu verzeichnen waren. Ein Grund dafür dürfte der nach wie vor schwelende Streit über die Anhebung der US-Schuldenobergrenze sein. Rund drei Wochen vor einem drohenden Zahlungsausfall der USA sind Gespräche der Demokraten und Republikaner darüber vertagt worden. US-Präsident Joe Biden und der Präsident des US-Repräsentantenhauses, Kevin McCarthy, wollen sich nun erst wieder Anfang der nächsten Woche treffen, wie ein Sprecher des US-Präsidialamts am Donnerstag mitteilte. Die beiden Politiker wollten ursprünglich die Gespräche bereits im Laufe des Tages fortsetzen.

Der erbittert geführte Streit zwischen Republikanern und Demokraten im Kongress über eine Anhebung der Schuldenobergrenze in den USA ist ein weiteres Risiko für die ohnehin schon träge Weltwirtschaft. Biden hat bereits vor einer schweren Rezession in der weltgrößten Volkswirtschaft gewarnt, sollte es keine Einigung geben.

Allianz
Allianz 210,10

Von der Terminseite her passt sich der Wochenschluss dem bisherigen Handelsverlauf an: Es wird merklich ruhiger. Zwar gibt es auch heute wieder Quartalsberichte, mit der Allianz öffnet aber nur ein DAX-Konzern die Bücher: Deutschlands größter Versicherungskonzern will den Skandal um seine "Structured Alpha"-Hedgefonds vergessen machen und steuert den nächsten Rekordgewinn an. Am Freitag zeigt sich, wie weit die Allianz nach dem ersten Quartal auf dem Weg zum Ziel eines Nettogewinns von 14,2 Milliarden Euro schon ist. "Ein Ereignis wie Structured Alpha soll sich nicht mehr wiederholen", hatte Vorstandschef Oliver Bäte kürzlich auf der Hauptversammlung gemahnt. Eine weitere Baustelle für Bäte ist die IT, die kürzlich auch die Finanzaufsicht BaFin auf den Plan gerufen hat.

Daneben veröffentlichen etwa Vitesco, EnBW oder das französische Banken-Schwergewicht Societe Generale ihre Geschäftsberichte. Hauptversammlungen werden auch abgehalten: Eingeladen dazu haben Hellofresh und Hensoldt. VW liefert zudem Absatzzahlen.

Konjunkturseitig richten sich die Blicke der Anleger nach Großbritannien und in die USA: Von der Insel kommen frische BIP-Daten sowie Zahlen zur Industrieproduktion. In den USA stehen die Import- und Exportpreise auf der Agenda sowie Daten zur Verbraucherstimmung der Uni Michigan.

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