Der Börsen-Tag
31. Juli 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Diana Dittmer
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07:34 Uhr

iPhone-Run sorgt für Apple-Rekorde

Wegen drohender Preissteigerungen haben zahlreiche Verbraucher in den vergangenen Monaten ihre iPhones und MacBooks durch neuere Modelle ersetzt. Dies verhalf Apple zu einem überraschend starken Quartalsergebnis. "Wir sind sehr zufrieden mit der Geschäftsentwicklung", sagte Kevan Parekh, der Finanzchef des Elektronikkonzerns. "Wir haben sowohl beim Gewinn pro Aktie als auch beim operativen Cash Flow neue Rekorde für ein Juni-Quartal aufgestellt. Auch die Zahl der aktiven Geräte erreichte über alle wichtigen Produktkategorien und Regionen hinweg neue Höchststände."

Das Unternehmen steigerte seinen Konzernumsatz in den vergangenen drei Monaten um 16,4 Prozent auf 109,42 Milliarden Dollar. Die Erlöse aus dem Verkauf von iPhones legten um knapp 22 Prozent auf 54,25 Milliarden Dollar zu. Dies ist ebenfalls ein Rekord für ein Frühlingsquartal, in dem der Absatz üblicherweise schwächelt, weil Verbraucher die Vorstellung der neuen iPhone-Modellgeneration im September abwarten. Der Umsatz mit MacBook wuchs um fast 29 Prozent auf 10,35 Milliarden Dollar.

Apple hatte vor einigen Wochen die Preise für mehrere Produkte angehoben, um die rasant gestiegenen Kosten für Speicherchips abzufedern. Der Umsatzbringer iPhone blieb hiervon jedoch zunächst verschont.

iPhone-Run sorgt für Apple-Rekorde
07:20 Uhr

Japans Notenbank hält Zinsen stabil

Die japanische Zentralbank (BOJ) belässt ihren Leitzins unverändert, signalisiert jedoch weitere Zinserhöhungen im Kampf gegen die Inflation. Auf ihrer zweitägigen Sitzung entschieden die Währungshüter mit acht zu eins Stimmen, den kurzfristigen Zins bei 1,0 Prozent zu belassen. Das Vorstandsmitglied Hajime Takata stimmte gegen den Beschluss und forderte stattdessen eine Anhebung auf 1,25 Prozent. Die Notenbank betonte erneut ihre Bereitschaft, die Kreditkosten weiter in die Höhe zu treiben, um wachsenden Inflationsrisiken vorzubeugen. 

Japans Notenbank hält Zinsen stabil
07:07 Uhr

Tesla prüft Trennung von China-Geschäft 

Tesla hat offenbar den Verkauf seines China-Geschäfts vor einer möglichen Fusion mit dem Raumfahrtunternehmen SpaceX erwogen. Die Führungskräfte des Elektroautobauers seien angewiesen worden, sich auf eine Trennung von der Sparte vorzubereiten, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf einen mit den Gesprächen vertrauten Insider. Berater hätten verschiedene Optionen wie eine Abspaltung, einen Verkauf oder eine Schließung diskutiert. Es sei jedoch unklar, wie schnell ein solcher Schritt vollzogen werden könne. Zudem könnten sich die Pläne noch ändern.

Tesla-Chef Elon Musk hatte Anfang des Monats eine Fusion mit seinem ebenfalls mit mehr als einer Billion Dollar bewerteten Raumfahrtunternehmen nicht ausgeschlossen und auf zunehmende Überschneidungen zwischen den beiden Firmen verwiesen.

Tesla prüft Trennung von China-Geschäft 
06:52 Uhr

Tech-Rally treibt Asien-Börsen

Die asiatischen Aktienmärkte erholen sich nach den jüngsten Kursverlusten deutlich. Angetrieben von einer starken Wall Street und nachlassenden Sorgen über hohe Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) greifen Anleger wieder zu.

Der japanische Nikkei springt um 4,5 Prozent nach oben. In Südkorea verzeichnet der Kospi nach einem massiven Ausverkauf zu Wochenbeginn ein Rekord-Comeback und schießt um mehr als zehn Prozent in die Höhe. Auch der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans gewinnt 4,6 Prozent. In China legt der CSI-Index für KI-Werte um mehr als sieben Prozent zu, während der Hang Seng Tech-Index in Hongkong ein Plus von 0,5 Prozent verbucht.

In Tokio steht neben der anstehenden Zinsentscheidung der Bank of Japan (BOJ) eine mutmaßliche Stützungsaktion für den Yen im Mittelpunkt. Japans Währung war zuvor wegen des durch den Iran-Krieg ausgelösten Energieschocks auf ein 40-Jahres-Tief gefallen, was die Lebenshaltungskosten im Land massiv in die Höhe treibt. "Der Zeitpunkt kam früher als erwartet, da ich eher mit einer Intervention nach der BOJ-Sitzung gerechnet hatte", sagte Chefökonom Toru Suehiro von Daiwa Securities. Auf Unternehmensseite gehören japanische Technologiewerte zu den größten Gewinnern: Der Chipanlagenbauer Advantest steigt um 18 Prozent, Tokyo Electron klettert um 9,3 Prozent.

Tech-Rally treibt Asien-Börsen
06:36 Uhr

Chinas Industrie bereitet ernsthaft Sorgen 

Die chinesische Industrie ist im Juli überraschend geschrumpft und schürt damit Sorgen vor einem weiteren Schwungverlust der Wirtschaft. Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe fiel auf 49,2 von 50,3 Punkten im Juni, wie das Nationale Statistikamt mitteilte. Damit rutschte das Barometer unter die Marke von 50 Zählern, die Wachstum von Schrumpfung trennt, und erreichte den tiefsten Stand seit fünf Monaten. Experten hatten im Schnitt mit einem Wert von 50 Punkten gerechnet. Auch der Index für den Dienstleistungs- und Bausektor fiel in den Schrumpfungsbereich und sank auf 49,0 von 50,2 Zählern. Belastet wurden die Unternehmen vor allem durch sinkende Neuaufträge, eine schwache Binnennachfrage und hohe Produktionskosten.

Chinas Industrie bereitet ernsthaft Sorgen 
06:18 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Am Devisenmarkt testen die Anleger die Entschlossenheit der japanischen Behörden, nachdem diese den Yen gestern offenbar mit massiven Dollar-Verkäufen gestützt haben. Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar 0,7 Prozent auf 160,61 Yen und legt leicht auf 6,7480 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,2 Prozent höher bei 0,8066 Franken. Parallel dazu fällt der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1511 Dollar und zieht leicht auf 0,9285 Franken an.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
05:59 Uhr

Ein Kursrutsch als Stimmungsbremse

Der Dax steuert auf einen deutlichen Wochengewinn zu. Lediglich zur Wochenmitte musste der deutsche Börsenleitindex bislang - und auch nur wenige Punkte - Verluste hinnehmen. Gestern schloss der Dax mit einem Stand von 25.612 Zählern 0,6 Prozent im Plus. Der Aufschlag hätte noch größer ausfallen können, allerdings reagierte Adidas mit einem Kursrutsch auf frische Geschäftszahlen. Ein unter den Erwartungen gelegenes Ergebnis verschreckte die Anleger.

Zum Wochenschluss gibt die Bank of Japan (BOJ) ihre Zinsentscheidung bekannt. Dabei dürfte die Notenbank eine Zinspause einlegen. Die Währungshüter hatten den geldpolitischen Schlüsselsatz im Juni auf 1,0 Prozent geschraubt und damit auf den höchsten Stand seit 1995. Nun könnten sie vorerst innehalten und erst im Herbst nachlegen, wenn die Experten richtig liegen. Viele sehen die Zentralbank in einem Dilemma: Hält sie die Zinsen niedrig, könnte dies die durch den schwachen Yen befeuerte Inflation verstärken. Eine zu rasche Anhebung birgt hingegen die Gefahr, die brüchige wirtschaftliche Erholung zu bremsen.

Indes dürfte der Preisauftrieb in der Eurozone wieder zugenommen haben. Für die anstehenden Verbraucherpreisdaten im Juli erwarten Experten einen Anstieg der Teuerungsrate auf 2,9 Prozent, nach 2,8 Prozent im Juni. Zuletzt hatte das Wiederaufflammen des Iran-Krieges die Ölpreise erneut nach oben getrieben, was die Verbraucher auch an der Tankstelle zu spüren bekamen. Die Europäische Zentralbank (EZB) blickt genau auf die Teuerungsrate im Euroraum, die sich nunmehr weiter von ihrem Stabilitätsziel von 2,0 Prozent entfernen dürfte. Viele Volkswirte erwarten, dass die EZB nach der Zinserhöhung vom Juni im September nachlegen wird.

Und unternehmensseitig rückt Siemens Healthineers in den Fokus: Bei der Medizintechnik-Tochter von Siemens sind viele Fragen offen: Wann macht Siemens Healthineers mit einem Verkauf des Laborstraßen-Geschäfts ernst? Und wann bekommt Siemens grünes Licht von den Steuerbehörden dafür, weitere 30 Prozent an Healthineers an die eigenen Aktionäre weiterzureichen? Und wenn der Münchner Technologiekonzern seinen Anteil auf weniger als 50 Prozent abbaut, legt dann auch Healthineers den Namen Siemens ab? Operativ interessiert die Anleger bei der Vorlage der Zwischenbilanz nach dem dritten Quartal 2025/26 vor allem, ob und wie stark der chinesische Markt wieder anzieht.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden sie hier.

Ein Kursrutsch als Stimmungsbremse