Der Börsen-Tag
11. März 2026
imageHeute mit Juliane Kipper und Max Borowski
Zum Archiv
17:57 Uhr

Ölreserven verpuffen und können Dax nicht stützen

Die Börsenstimmung wird dominiert von den volatilen Ölpreisen und die gehen heute wieder nach oben - unbeeindruckt von der Rekordmenge an Öl, die Deutschland und die anderen Mitgliedstaaten der Internationalen Energieagentur aus ihren Reserven freigeben wollen.

Strategische Reserven allein reichten nicht aus, um weitere Preissteigerungen zu verhindern, wenn die Schifffahrt in der Straße von Hormus über einen längeren Zeitraum stark eingeschränkt bleibe, erläuterte Chefökonom David Fyfe von Argus. Für Brent-Öl ging es um 5,4 Prozent auf 92,57 Dollar je Barrel nach oben.

Der Dax gab um 1,4 Prozent nach auf 23.640 Punkte. Die US-Verbraucherpreise für Februar setzen vor dem aktuellen Hintergrund keinen Impuls. 

Trotz der steigenden Ölpreise an den Terminmärkten sind die Spritpreise an den deutschen Tankstellen heute übrigens im Durchschnitt im Vergleich zu gestern um mehrere Cent gesunken.

Ölreserven verpuffen und können Dax nicht stützen
17:29 Uhr

Anlegen wie in Science Fiction: Börsentrend humanoide Robotik

Science Fiction trifft auf Realität. Was es mit dem neuen Börsentrend Humanoide Robotik auf sich hat und welche Chancen das für Anleger bereithält, darüber hat Nancy Lanzendörfer mit Daniel Sailer von der Fondsgesellschaft Metzler Asset Management gesprochen.

Anlegen wie in Science Fiction: Börsentrend humanoide Robotik
17:13 Uhr

Euro fällt - Dollar profitiert von US-Ölexporten

Der Euro laufe Gefahr, gegenüber dem US-Dollar weiter zu fallen, wenn der jüngste Anstieg der Energiepreise anhalte, schreibt Jane Foley von der Rabobank in einer Research Note. Der reale effektive Wechselkurs der USA habe seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Jahr 2022 eine positive Korrelation mit den Energiepreisen beibehalten. Grund dafür sei die Position Amerikas als Netto-Ölexporteur. Dies deute darauf hin, dass längerfristig höhere Ölpreise den Dollar stützen würden, meint sie. "Im Gegensatz dazu könnte der Euro aufgrund der Position der Eurozone als Netto-Energieimporteur unter Druck geraten." Der Euro könne bei einem länger anhaltenden Anstieg der Energiepreise auf 1,14 US-Dollar oder darunter fallen, fügt sie hinzu. Der Euro fällt um 0,31 Prozent auf 1,1565 US-Dollar.

Euro fällt - Dollar profitiert von US-Ölexporten
16:40 Uhr

Brasiliens Kaffeeexport bricht ein

Die brasilianischen Kaffeeexporte sind im Februar gegenüber dem Vorjahr um fast ein Viertel gefallen, wie der brasilianische Kaffeexporteurverband Cecafé mitteilt. Im vergangenen Monat lieferte Brasilien 2,62 Millionen 60-Kilogramm-Säcke Kaffee aus, was einem Rückgang von 23,5 Prozent entspricht. In den ersten acht Monaten des Erntejahres 2025/26 beliefen sich die Exporte auf insgesamt 26,04 Millionen Säcke, ein Minus von 22,6 Prozent.

Grund für die geringeren Ausfuhren ist der Rückgang der Kaffeefutures an der Intercontinental Exchange, wobei der aktivste Kontrakt seit Jahresbeginn um über 17 Prozent nachgegeben hat. Der Chef von Cecafé, Márcio Ferreira, sagte, dass Fondshändler ihre Long-Positionen in Kaffee auflösten. Dies geschehe, da nicht nur der US-Dollar gegenüber dem brasilianischen Real an Wert verloren habe, sondern auch, weil für das kommende Jahr eine starke Ernte des Landes erwartet werde.

Brasiliens Kaffeeexport bricht ein
15:47 Uhr

Jahresboni für Porsche-Bosse fallen auf Null

Die schlechten Jahreszahlen von Porsche haben auch für das Management Folgen: Die Vorstände des Sport- und Geländewagenherstellers erhalten für 2025 keinen Jahresbonus. Für alle Manager und Managerinnen, die im vergangenen Jahr dem Gremium angehörten, wies der Vergütungsbericht des Stuttgarter Unternehmens in dieser Zeile null Euro aus. 

Die Vergütung von Porsche-Vorständen setzt sich aus Grundgehalt und einem variablen Teil zusammen. Die Höhe des Bonus ist unter anderem an bestimmte Finanzkennzahlen gekoppelt und hängt davon ab, inwieweit die für das jeweilige Geschäftsjahr gesetzten Ziele erreicht wurden. Die Ziele legt der Aufsichtsrat fest. 

Für seine zwei Jobs an der Spitze von Volkswagen und Porsche erhielt Oliver Blume im vergangenen Jahr gut 7,4 Millionen Euro. Davon kamen etwa 1,9 Millionen Euro von Porsche. Die Summe umfasst neben dem Grundgehalt auch die Altersvorsorge und langfristige Zahlungen, unter anderem für den Porsche-Börsengang. 2024 hatte er noch rund drei Millionen Euro mehr verdient. Seit Jahresbeginn konzentriert sich Blume auf den Chefposten bei Volkswagen, in Stuttgart-Zuffenhausen hat Michael Leiters übernommen.

Jahresboni für Porsche-Bosse fallen auf Null
15:34 Uhr

Historische Reservefreigabe lässt Ölmarkt kalt

Die Öl-Futures notieren weiterhin höher, nachdem die Internationale Energieagentur (IEA) die Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl aus strategischen Reserven bestätigt hat, um die Lieferausfälle durch die Schließung der Straße von Hormus auszugleichen. Analysten sehen nur begrenzte Auswirkungen auf die Preise, solange die Meerenge wegen des Krieges mit dem Iran für die Schifffahrt praktisch geschlossen bleibe. Bei der Ankündigung der Freigabe sagte der Exekutivdirektor der IEA, Fatih Birol, das Wichtigste sei die Wiederaufnahme des Verkehrs durch die Meerenge. 

WTI steigt um 2,2 Prozent auf 85,65 US-Dollar je Barrel und Brent legt um 3,5 Prozent auf 90,88 US-Dollar zu.

Historische Reservefreigabe lässt Ölmarkt kalt
15:04 Uhr

Rheinmetall-Geschäft boomt - Aktie stürzt ans Dax-Ende

Rheinmetall fallen nach dem Zahlenausweis um 5,8 Prozent zurück. Die hohe Wehrtechnik-Nachfrage hat dem Unternehmen vergangenes Jahr ein hohes Umsatzplus von 29 Prozent beschert, was dennoch die Erwartung nicht ganz erfüllte. Das operative Ergebnis kletterte überproportional zu den Erlösen, die Gewinnrendite stieg zwar auf 18,5 Prozent, Analysten hatten mit 19,0 Prozent aber noch etwas mehr erwartet. Die Aktionäre sollen dessen ungeachtet eine deutlich höhere Dividende erhalten.

Jeffries-Analysten diagnostizieren bei Rheinmetall "Wachstumsschmerzen". Das EBIT habe die Konsenserwartung um 4 Prozent verfehlt, der freie Cashflow (FCF) sei 10 Prozent niedriger ausgefallen als erwartet. Den Ausblick habe Rheinmetall leicht angepasst. Die Umsatzprognose liege nun knapp über dem oberen Ende der Spanne, die das Unternehmen in seinen "Pre-Close"-Aussagen genannt habe, und 1 Prozent über der Konsensschätzung. Die Prognose der EBIT-Marge liege in der Mitte des Prognosekorridors, aber 2 Prozent unter dem Konsens. 

Auch andere Rüstungsaktien werden verkauft. In Mailand verlieren etwa Leonardo 3,9

Rheinmetall-Geschäft boomt - Aktie stürzt ans Dax-Ende
14:56 Uhr

Oracle belfügelt Tech-Werte - Dow Jones im Minus

Ausbleibende Signale auf eine Deeskalation im Iran-Krieg sorgen zur Wochenmitte an der Wall Street für eine uneinheitliche Eröffnung. Außerdem legen die Ölpreise wieder zu, obwohl die Internationale Energieagentur (IEA) die Freigabe von 400 Millionen Barrel aus strategischen Reserven vorgeschlagen hat, so mit der Angelegenheit vertraute Beamte. Es wird erwartet, dass die beteiligten Länder am Mittwoch über den Vorschlag entscheiden. Er würde angenommen werden, wenn niemand Einspruch erhebt, aber der Protest auch nur eines einzigen Landes könnte den Plan verzögern. Ein solcher Schritt sollte die Ölpreise senken, aber vielleicht habe der Markt auf mehr gehofft, heißt es.

Der Dow-Jones-Index verliert kurz nach der Eröffnung 0,2 Prozent auf 47.627 Punkte. Der S&P-500 steigt dagegen um 0,1 Prozent und der Nasdaq-Composite verbessert sich um 0,4 Prozent. Letzterer wird vor allem vom deutlichen Plus der Oracle-Aktie angetrieben.

Oracle machen einen Satz um 13,5 Prozent nach oben. Geschäftszahlen und Ausblick seien stärker als erwartet ausgefallen - ein Zeichen dafür, dass sich die enormen Investitionen des Cloud-Computing-Konzerns in Künstliche Intelligenz (KI) auszahlten, meint Analystin Ipek Ozkardeskaya von Swissquote. Die Ergebnisse könnten Technologietitel auf breiterer Front beflügeln, da Oracle als "Barometer für KI-bezogene Investitionsrisiken" angesehen werde.

Oracle belfügelt Tech-Werte - Dow Jones im Minus
14:26 Uhr

Aktie von Kampfdrohnen-Hersteller schmiert ab

Ein enttäuschender Ausblick schickt die Aktien des US-Drohnenherstellers AeroVironment auf Talfahrt. Die Papiere fallen im vorbörslichen US-Handel um 10,5 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll 2026 zwischen 2,75 und 3,10 Dollar liegen. Analysten hatten im Schnitt mit 3,31 Dollar gerechnet. Auch die Prognosespanne für den Jahresumsatz liegt mit 1,85 bis 1,95 Milliarden Dollar unter den Schätzungen. Das Ergebnis im dritten Quartal belastete eine Wertberichtigung wegen eines auf Eis gelegten Auftrags im Raumfahrtbereich.

Aktie von Kampfdrohnen-Hersteller schmiert ab
14:22 Uhr

Wall Street Anleger zeigen sich verhalten vor Handelsbeginn

An der Wall Street deutet sich auch zur Wochenmitte Zurückhaltung an. Der Future auf den S&P-500 gibt um 0,2 Prozent nach. Nachdem es am Vortag noch Hoffnungen auf eine Deeskalation im Iran-Krieg gegeben hatte, scheint sich die Lage wieder zu verschärfen. Der Iran hat in den vergangenen Tagen nach Angaben von US-Offiziellen Minen in der Straße von Hormus verlegt. Dies sei eine Eskalation mit dem Ziel, einen wichtigen wirtschaftlichen Durchgangsweg zu sperren, was US-Präsident Donald Trump dazu veranlasste, mit rascher Vergeltung zu drohen. Ein US-Vertreter ergänzte, es könnte ein politisches Signal an die USA sein, dass Teheran die Weltwirtschaft gewaltsam abwürgen kann.

Dazu kommen die wieder steigenden Ölpreise. Die US-Inflation lag bereits vor dem Krieg wie erwartet höher als von der Notenbank angepeilt bei 2,5 Prozent, was die Aussichten für von der Trump-Regierung erhoffte Zinssenkungen weiter verschlechtert.

Wall Street Anleger zeigen sich verhalten vor Handelsbeginn
14:06 Uhr

Präzedenzfall macht skeptisch: Ölpreise steigen trotz Reserve-Freigabe

Die Öl-Futures notieren höher, da der Markt auf eine offizielle Entscheidung der G-7 über einen Vorschlag der IEA zur Freigabe einer Rekordmenge Öl aus den strategischen Reserven wartet. Die deutsche Bundesregierung hat bereits angekündigt, ihre Reserven wie vereinbart freizugeben.

Gleichzeitig hält der Konflikt am Persischen Golf an, wobei US-Vertreter berichten, der Iran habe Minen in der Straße von Hormus platziert. Die Freigabe von Öl aus den Reserven werde die Ölpreise nicht zwangsläufig senken, meint Alex Kuptsikevich von FxPro und verweist auf den Preisanstieg nach einer Freigabe im Jahr 2022, als Händler dies als "Zeichen für einen fragilen Markt interpretierten". Andererseits seien die Preise bei der Freigabe durch die USA, die mit dem Angriff auf den Irak im Jahr 1991 zusammenfiel, gefallen, fügt er hinzu. "Der Ölmarkt konzentriert sich auf zwei Hauptthemen: wie schnell der Konflikt im Nahen Osten enden wird, und wie er ausgehen wird."

WTI steigt um 3,8 Prozent auf 86,64 US-Dollar pro Barrel und Brent legt um 3,9 Prozent auf 91,24 US-Dollar zu.

Präzedenzfall macht skeptisch: Ölpreise steigen trotz Reserve-Freigabe
13:48 Uhr

"Mehr Druck in der Inflationspipeline" - US-Teuerung vor Kriegsbeginn bei 2,5 Prozent

Der Inflationsdruck in den USA ist im Februar wie erwartet stabil geblieben. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent und lagen um 2,4 (Vormonat: 2,4) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Die Kernverbraucherpreise (ohne Energie und Lebensmittel) stiegen um 0,2 Prozent auf Monats- und um 2,5 (Vormonat: 2,5) Prozent auf Jahressicht.

Mit dem Beginn des Krieges gegen den Iran ist US-Präsident Donald Trump durch die gestiegenen Ölpreise innenpolitisch unter Druck geraten. Bei einer Eskalation, wie größeren Zerstörungen von Öl- und Gasanlagen in den Golfstaaten oder längerer Blockierung der Straße von Hormus, würde die Inflation und insbesondere der Benzinpreis auch in den USA weiter steigen.

Bastian Hepperle, Ökonom von der Privatbank Hauck Aufhäuser Lampe, kommentiert: "Der Preisdruck war schon vor Beginn des Iran-Krieges erhöht, verstärkt hat er sich nicht. Mit den kräftig gestiegenen Energiepreisen kommt nun wieder mehr Druck in die Inflationspipeline. Einen weiteren Inflationsanstieg wird die Fed hinnehmen, solange die Inflationserwartungen verankert bleiben. Trumps Wahlversprechen niedriger Lebenshaltungskosten ist stark in Bedrängnis geraten. Er wird deshalb weiter auf Leitzinssenkungen drängen."

"Mehr Druck in der Inflationspipeline" - US-Teuerung vor Kriegsbeginn bei 2,5 Prozent
12:56 Uhr

Tausende Tonnen Geld im Keller - Bundesbank gibt Zentrale auf

Die Bundesbank verabschiedet sich endgültig von ihrer historischen Zentrale im Frankfurter Norden und plant den Kauf einer Immobilie in der Innenstadt. "Die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung hat klar ergeben, dass der Kauf einer Immobilie deutlich kostengünstiger ist als eine Unterbringung der Bundesbankzentrale am bisherigen Standort", sagte Bundesbankpräsident Joachim Nagel. Der Kaufpreis werde "signifikant" unter den berechneten Investitionskosten von 1,6 Milliarden Euro liegen, die für den gesamten alten Standort angefallen wären. Die Goldreserven würden hingegen am alten Standort bleiben.

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Meisterwerk des Brutalismus. Die historische Bundesbankzentrale steht unter Denkmalschutz. (Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)
Tausende Tonnen Geld im Keller - Bundesbank gibt Zentrale auf
12:28 Uhr

Zara-Mutter Inditex überrascht positiv in der Krise

Die Mitteilung von Inditex zur aktuellen Geschäftsentwicklung ist angesichts von Befürchtungen über Störungen besser als erwartet ausgefallen, wie Analysten der Deutschen Bank in einer Research Note schreiben. Der Eigentümer von Zara und anderen Modemarken verzeichnete vom 1. Februar bis zum 8. März ein organisches Umsatzwachstum von 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis sei angesichts der jüngsten Befürchtungen über Störungen im Nahen Osten und der Auswirkungen von schlechtem Wetter, das typischerweise zu einer geringeren Kundenfrequenz in den Geschäften führt, besser als erwartet ausgefallen, meinen sie.

"Die Aktie hat sich in den letzten Wochen aufgrund von Anlegerängsten vor einem schwächeren Handel unterdurchschnittlich entwickelt", so die Bank. Das Unternehmen dürfte für den Rest des Jahres ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich beibehalten können, so die Analysten. Die Aktie legt um 2,4 Prozent zu.

Zara-Mutter Inditex überrascht positiv in der Krise
12:23 Uhr

Dax grenzt Verluste ein

Nach der Erholungsrally gestern geht es an den europäischen Aktienmärkten wieder nach unten. Viele Fragen über Fortgang oder Ende des Krieges seien offen und damit blieben die weiteren Auswirkungen auf die Energiepreise unklar, heißt es von CMC Markets. Erneute Kursrückgänge seien mit Meldungen über Raketen auf Ölraffinerien oder Tanker in der Straße von Hormus jederzeit wieder möglich, hatten die Experten bereits vorbörslich gewarnt.

Auf die Stimmung drücken wieder merklich steigende Ölpreise. Brent-Öl verteuert sich um knapp 2 Prozent auf knapp 85 Dollar je Fass. Und das, obwohl die Internationale Energieagentur (IEA) die größte Freigabe von Ölreserven in ihrer Geschichte vorgeschlagen hat, um die Rohölpreise zu senken. Die Freigabe der Reserven könnte die Rohölpreise um 7 Dollar pro Barrel senken, je nachdem, wie viel Öl in die Lager aufgenommen werde, so die Analysten von Goldman Sachs. Die deutsche Regierung ist bereits vorgeprescht mit der Ankündigung hiesige Reserven freizuge en. Die Ölpreise reagieren jedoch kaum.

Der Dax kann seine anfänglich stärkeren Verluste bis Mittag auf 0,7 Prozent eingrenzen und notiert bei 23.810 Punkten. Der Euro-Stoxx-50 gibt um 0,4 Prozent nach. Am Devisenmarkt erhält der Dollar mit den anziehenden Ölpreisen wieder Zulauf, der Euro sinkt deutlich auf 1,1594 Dollar. An den Anleihemärkten geht es mit den Renditen wegen der Inflationsorgen als Folge des Ölpreisanstiegs nach oben. Dazu passen Stimmen aus Kreisen der EZB.

Die EZB könnte nach Aussage von EZB-Ratsmitglied Kazimir ihr Geldpolitik früher als bisher angenommen straffen. "Der Iran-Krieg und seine Auswirkungen auf die Inflation bergen das Risiko, dass die EZB die Leitzinsen früher als erwartet anheben muss", sagte er. Und EZB-Chefin Lagarde sagte, die EZB werde alles Nötige tun, um die Inflation in Schach zu halten. Die EZB werde sicherstellen, dass die Franzosen und die Europäer keine Inflationsanstiege wie 2022 und 2023 erlebten, sagte sie im französischen Fernsehen.

Dax grenzt Verluste ein
11:52 Uhr

Rheinmetall erwägt Kauf von Kieler Marinewerft

Rheinmetall könnte der Thyssenkrupp-Rüstungstochter TKMS in den Verhandlungen um eine Übernahme der Werft German Naval Yards Kiel (GNYK) Konkurrenz machen. "German Naval Yards Kiel könnte ein Thema für uns sein", sagte Rheinmetall-Chef Armin Papperger auf eine entsprechende Frage. Rheinmetall will im Marine-Geschäft wachsen. "Für uns wäre das eine Opportunität, aber kein Muss", hatte TKMS-Chef Oliver Burkhard mit Blick auf die Kieler Werft gesagt. TKMS hatte dem kleineren Konkurrenten German Naval Yards Kiel (GNYK) ein unverbindliches Übernahmeangebot gemacht.

Rheinmetall erwägt Kauf von Kieler Marinewerft
11:43 Uhr

Umgekehrte Beziehung zum Ölpreis - Kupfer verbilligt sich

Die Kupferpreise geben nach, wobei die Futures an der London Metal Exchange um 0,7 Prozent auf 12.999 US-Dollar je Tonne fallen. Das Basismetall weise nach Einschätzung von Analysten bei Sucden Financial eine starke umgekehrte Beziehung zu den Ölpreisen auf. Jüngste Daten zeigten, dass Investmentfonds ihre bullischen Wetten stark reduziert hätten. "Wir erwarten, dass Kupfer weiterhin sehr empfindlich auf die Energiemärkte reagieren wird", so die Analysten. "Wenn die Volatilität des Öls anhält, könnte das Metall die Unterstützung bei rund 13.000 US-Dollar je Tonne erneut testen."

Umgekehrte Beziehung zum Ölpreis - Kupfer verbilligt sich
11:25 Uhr

Deutscher Pharmahersteller erwägt Börsengang

Der Pharmahersteller Neuraxpharm könnte von dem Finanzinvestor Permira an die Börse gebracht werden. "Ich rechne jetzt mit einem Börsengang in ein bis eineinhalb Jahren", sagte Neuraxpharm-Chef Jörg Thomas Dierks der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ). Er gebe von einer Notierung an der Deutschen Börse in Frankfurt aus. Permira als Eigentümer hatte zunächst einen Verkauf ausgelotet und vorläufige Angebot eingeholt. "Es ist kein Angebot eingegangen, das dem Bewertungspotential, das Permira oder das Management sieht, gerecht geworden ist", sagte Dierks der Zeitung. Im Kern geht es darum, wie sicher Interessenten die kommerziellen Aussichten des großen Hoffnungsträgers in Neuraxpharms Produktportfolio einpreisen - des Medikaments Briumvi gegen Multiple Sklerose (MS), das in Deutschland seit 2024 auf dem Markt ist. 

Deutscher Pharmahersteller erwägt Börsengang
10:26 Uhr

Volkswirt sieht Entlastungsmaßnahmen skeptisch: "Hoher Ölpreis hat eine wichtige Funktion"

Jörg Krämer, Chefvolkswirt von der Commerzbank, rechnet im März mit einer Inflationsrate in Richtung drei Prozent. Grund sind die stark gestiegenen Preise für Strom, Öl und Benzin. Ob staatliche Eingriffe wie Preisdeckel helfen würden, sieht der Experte skeptisch: "Der hohe Ölpreis hat ja eine wichtige Funktion."

Volkswirt sieht Entlastungsmaßnahmen skeptisch: "Hoher Ölpreis hat eine wichtige Funktion"
10:02 Uhr

Größte Freigabe von Ölreserven aller Zeiten: Analysten rechnen Preiseffekt vor

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat nach Angaben informierter Offizieller die größte Freigabe von Ölreserven in ihrer Geschichte vorgeschlagen, um die Rohölpreise zu senken. 

Die weltweit koordinierte Freigabe könnte die Rohölpreise um 7 US-Dollar pro Barrel senken, je nachdem, wie viel Öl in die Lager aufgenommen wird, so die Analysten von Goldman Sachs. Die Bank schätzt, dass Störungen der Exporte aus dem Persischen Golf dem Markt täglich rund 15,4 Millionen Barrel entziehen könnten. Eine potenzielle Freigabe von mehr als 182 Millionen Barrel durch die IEA-Mitgliedsländer - wie vom "Wall Street Journal" berichtet - würde den Ausfall von etwa 12 Tagen ausgleichen und die Ölpreise senken. Dies setze jedoch voraus, dass die Hälfte des freigegebenen Öls in die Lager der OECD aufgenommen und nicht sofort auf den Markt gebracht werde, so Goldman.

Größte Freigabe von Ölreserven aller Zeiten: Analysten rechnen Preiseffekt vor
09:26 Uhr

Goldpreis gibt nach

Der Goldpreis gibt im frühen Handel nach, hält sich aber über der Marke von 5.200 US-Dollar, da die Anleger mit widersprüchlichen Signalen zum Nahostkonflikt ringen. Das Edelmetall hatte in der vorangegangenen Sitzung zugelegt, gestützt von einem schwächeren Dollar und fallenden Ölpreisen, die die Inflationssorgen linderten.

Allerdings "trüben die Entwicklungen weiterhin die Aussichten auf Zinssenkungen in den USA ein", sagen die Analysten von ANZ. "Dies hat dazu geführt, dass Anleger in zunehmendem Maße Gold aus ETFs abziehen." Die Händler warten nun auf die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten im weiteren Verlauf dieser Woche, um weitere Hinweise auf die Zinsaussichten zu erhalten. Gold-Futures in New York fallen um 0,7 Prozent auf 5.204,40 US-Dollar je Feinunze.

Goldpreis gibt nach
09:27 Uhr

Bitcoin fällt unter wichtige Marke

Bitcoin ist wieder unter die wichtige Marke von 70.000 US-Dollar gefallen, da die Unsicherheit über den Iran-Krieg die Anleger bei risikoreichen Anlagen vorsichtig bleiben lässt. Die Kryptowährung war am Dienstag kurzzeitig wieder über 70.000 US-Dollar gestiegen, nachdem Präsident Trump gesagt hatte, der Krieg könne bald enden. Zu weiteren positiven Schlagzeilen gehörte die Mitteilung von Energieminister Chris Wright in einem inzwischen gelöschten Social-Media-Beitrag, dass die USA einen Öltanker durch die Straße von Hormus eskortiert hätten.

Gleichzeitig berichtete das WSJ, dass die Internationale Energieagentur die größte Freigabe von Lagerbeständen aller Zeiten plane. "Berichte, wonach der Iran Minen entlang der Straße von Hormus verlegt habe, hätten jedoch die Stimmung getrübt und die Ölpreise in die Höhe getrieben", schreibt der Jefferies-Ökonom Mohit Kumar in einer Research Note. Bitcoin fällt um 0,8 Prozent auf 69.660 US-Dollar, wie aus Daten von LSEG hervorgeht.

Bitcoin fällt unter wichtige Marke
09:05 Uhr

Erholungen im Dax verpuffen

Der Dax kann seine Erholungsgewinne vom Vortag nicht verteidigen. Der deutsche Leitindex gab im frühen Handel um 1,2 Prozent auf 23.685 Punkte nach und zog auch den MDax um 0,8 Prozent auf 29.475 Zähler nach unten. Der Eurozonen-Leitindex fiel außerdem um 0,9 Prozent.

Laut den Experten der Helaba ist es mit Blick auf den Iran-Krieg noch zu früh, um auf nachhaltige Kursgewinne zu setzen. Nach Meinung des Experten Jochen Stanzl von der Consors Bank handelte es sich bei dem Vortagsplus nur um eine "technische Erholung", die noch keinen neuen Trend begründe. Mit einer belastbaren Bodenbildung rechnet er im besten Falle in ein bis zwei Wochen.

Erholungen im Dax verpuffen
08:50 Uhr

Uniper-Rettung zahlt sich für Bund richtig aus

Die Rettung des Energiekonzerns Uniper macht sich für den Bund jetzt erstmals auch in klingender Münze bezahlt. Nachdem das Unternehmen im vergangenen Jahr seine Gewinnziele erreicht hat, will es erstmals seit vier Jahren wieder eine Dividende zahlen. Man schlage der Hauptversammlung eine Ausschüttung von 300 Millionen Euro (72 Cent je Aktie) vor, teilte das Unternehmen in Düsseldorf mit. Fast alles wird der Bund erhalten, der derzeit noch mehr als 99 Prozent der Anteile hält.

Uniper war als größter deutscher Gasimporteur 2022 in Schieflage geraten, als Russland nach dem Angriff auf die Ukraine kein Gas mehr lieferte. Deutschland rettete das Unternehmen mit Milliarden-Beihilfen und wurde Mehrheitseigentümer. Im Rahmen des Stabilisierungspakets wurde ein Dividendenverbot vereinbart. Dies hob der Bund Ende 2025 auf. Bis Ende 2028 muss der Staat seine Beteiligung auf höchstens 25 Prozent plus eine Aktie reduzieren.

Uniper-Rettung zahlt sich für Bund richtig aus
08:33 Uhr

Vor Iran-Krieg: Inflationsrate fällt unter Zwei-Prozent-Marke

Die Inflationsrate in Deutschland ist vor Ausbruch des Iran-Krieges auch wegen billigerer Energie unter die Zwei-Prozent-Marke gefallen. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich nur noch um durchschnittlich 1,9 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt eine frühere Schätzung bestätigte. Im Januar war die Teuerungsrate noch auf 2,1 Prozent geklettert, nachdem sie im Dezember mit 1,8 Prozent auf den niedrigsten Wert seit mehr als einem Jahr gefallen war.

Für Energie mussten Verbraucher 1,9 Prozent weniger bezahlen als ein Jahr zuvor (Januar: -1,7 Prozent). Verbraucher profitierten etwa von günstigeren Preisen für Erdgas (-4,4 Prozent), Strom (-4,1 Prozent) und Fernwärme (-1,0 Prozent), nachdem die Gasumlage abgeschafft und die Netzentgelte gesenkt wurden. Kraftstoffe verteuerten sich um 0,3 Prozent.

Vor Iran-Krieg: Inflationsrate fällt unter Zwei-Prozent-Marke
08:08 Uhr

Gerresheimer im freien Fall

Gerresheimer verschreckt Anleger mit einer verzögerten Bilanzvorlage. Die Aktien des mit Bilanzierungsproblemen kämpfenden Verpackungskonzerns stürzen im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz um 19 Prozent ab. Grund für die Verzögerung seien laufende Untersuchungen einer externen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu Geschäftsvorgängen in den Jahren 2024 und 2025, die mehr Zeit in Anspruch nähmen als erwartet, hieß es in einer Pflichtmitteilung am Vorabend. Die Verzögerung der Veröffentlichung des Jahres- und des Konzernabschlusses 2025 werde voraussichtlich zum Ausschluss der Aktie aus dem SDax führen. "Gerresheimer musste folglich Gespräche mit Gläubigern aufnehmen, um seine Finanzierung zu verlängern", konstatierte ein Händler. "Die katastrophalen Nachrichten gingen weiter. Abwarten – nicht investierbar." 

Gerresheimer im freien Fall
08:05 Uhr

Dax niedriger erwartet

Der Dax wird der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Verlusten in den Handel starten. Am Dienstag hatte der deutsche Leitindex 2,4 Prozent höher bei 23.968,63 Punkten geschlossen. Für gute Stimmung an den Börsen sorgten die jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump, die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Krieges in Nahost schürten. Als erstes der großen Forschungsinstitute seit dem Ausbruch des Krieges in Nahost wird das Berliner DIW neue Konjunkturprognosen vorstellen. Dabei dürfte der Blick neben den Wachstumsraten auch auf die Inflation gehen, die von den zuletzt sprunghaft gestiegenen Energiepreisen angeheizt werden dürfte. Die Teuerungsrate in Deutschland dürfte im Februar gesunken sein. Klarheit bringen die ebenfalls zur Wochenmitte anstehenden detaillierten Daten des Statistischen Bundesamtes. Am Nachmittag folgen die US-Inflationsdaten für den vergangenen Monat. Auf der Unternehmensseite blicken Anleger unter anderem auf die Geschäftszahlen von Rheinmetall und Porsche AG.

Dax niedriger erwartet
07:55 Uhr

Rheinmetall zahlt nach Gewinnsprung überraschend hohe Dividende

Die weltweiten Krisen und Kriege spielen Rheinmetall in die Karten. Die Düsseldorfer Rüstungsschmiede will nach einem Umsatz- und Gewinnplus 2025 auch im laufenden Jahr rasch wachsen. Der Konzernumsatz werde um 40 bis 45 Prozent auf 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro zulegen teilte Rheinmetall mit. Die operative Ergebnismarge im Konzern solle auf 19 Prozent steigen nach 18,5 Prozent im Jahr 2025.

"Die angespannte sicherheitspolitische Lage untermauert die aussichtsreiche Position des Konzerns", teilte Rheinmetall weiter mit. Der Konzern hatte 2025 einen Umsatzanstieg von 29 Prozent auf rund 9,9 Milliarden Euro verbucht. Das operative Ergebnis (Ebit vor Sondereffekten) stieg um 33 Prozent auf 1,84 Milliarden Euro. Vor allem das margenstarke Geschäft mit Waffen und Munition trug dazu bei. Der Auftragsbestand erreichte den neuen Rekordwert von 63,8 (Vorjahr: 46,9) Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen für 2025 eine kräftig erhöhte Dividende von 11,50 (8,10) Euro je Anteilsschein erhalten

Rheinmetall zahlt nach Gewinnsprung überraschend hohe Dividende
07:37 Uhr

Nagel: EZB wird rechtzeitig entschlossen handeln

Angesichts der mit dem Irankrieg einhergehenden Inflationsgefahr wird die EZB laut Bundesbankchef Joachim Nagel bei Bedarf rechtzeitig reagieren, aber nichts überstürzen. Zum jetzigen Zeitpunkt sei es angesichts der volatilen Lage noch zu früh, um die mittel- bis langfristigen Folgen verlässlich einzuschätzen, erklärte er in einer veröffentlichten Stellungnahme gegenüber Reuters: "Daher unterstütze ich Stand heute eine beobachtende Haltung." Es gelte aber, sehr wachsam zu sein: "Sollte sich abzeichnen, dass sich die derzeitigen Energiepreisanstiege in der mittleren Frist in eine breite Verbraucherpreisinflation übersetzen, wird der EZB-Rat rechtzeitig entschlossen handeln", betonte Nagel.

Auch wenn Äußerungen aus den USA zuletzt eher Anlass zur Hoffnung gegeben hätten, habe der Konflikt im Nahen Osten die Unsicherheit in Politik und Wirtschaft nochmals erhöht: "Die Risiken für eine höhere Inflation sind gestiegen, der wirtschaftliche Ausblick hat sich eingetrübt, insbesondere durch den deutlichen Anstieg der Energiepreise." Laut Nagel wird sich der EZB-Rat die Entwicklung "sehr genau" anschauen. Man werde bei der Sitzung nächste Woche sorgfältig analysieren, wie nachhaltig die Folgen für die Inflationsentwicklung sein können. "Entscheidend wird letztlich die Dauer des Konflikts sein – sowohl für die Inflationsraten und die Inflationserwartungen als auch für die konjunkturelle Entwicklung", erklärte Nagel und fügte an: "Die Diskussionen um ein Unterschießen bei unserem Inflationsziel dürften allerdings erst einmal beendet sein."

Nagel: EZB wird rechtzeitig entschlossen handeln
07:22 Uhr

Porsche prüft Einstieg in neue Segmente

Der angeschlagene Autobauer Porsche will sich nach einem Gewinneinbruch im vergangenen Jahr neu aufstellen. Das operative Ergebnis einschließlich Finanzdienstleistungen sank um fast 93 Prozent auf 410 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Porsche schlägt für das abgelaufene Geschäftsjahr eine deutlich geringere Dividende von 1,01 Euro je Vorzugsaktie (Vorjahr: 2,31 Euro) und von 1,00 je Stammaktie vor.

Das Debakel im China-Geschäft, Belastungen durch US-Importzölle und den Strategieschwenk bei der Elektromobilität ließen den operativen Gewinn im Autogeschäft auf nur noch 90 Millionen Euro schrumpfen. Der im Januar angetretene neue Vorstandschef Michael Leiters muss das Steuer herumreißen mit weiteren Einsparungen und der Neuausrichtung des Modellangebots. "Wir werden Porsche umfassend neu aufstellen, das Unternehmen schlanker, schneller und die Produkte noch begehrlicher machen", erklärte er. Das Produktportfolio solle in margenstärkeren Segmenten ausgeweitet werden.

Porsche prüft Einstieg in neue Segmente
07:11 Uhr

Sportwagenbauer Porsche meldet 91,4 Prozent Gewinneinbruch

Die Milliardenkosten für die Verbrenner-Verlängerung haben den Gewinn des Sportwagenbauers Porsche 2025 fast vollständig aufgezehrt. Das Ergebnis nach Steuern brach im Jahresvergleich um 91,4 Prozent auf 310 Millionen Euro ein, wie das Unternehmen mitteilte.

Sportwagenbauer Porsche meldet 91,4 Prozent Gewinneinbruch
07:04 Uhr

Kriegssorgen belasten Märkte trotz möglicher IEA-Ölfreigabe

Die widersprüchlichen Signale zum US-israelischen Krieg gegen den Iran haben die asiatischen Börsen verunsichert. Trotz eines Berichts über eine mögliche Rekord-Freigabe von Ölreserven durch die Internationale Energieagentur (IEA) blieben Anleger nervös.

Das "Wall Street Journal" meldete, die IEA plane die größte Freigabe ihrer Geschichte, die sogar die 182 Millionen Barrel von 2022 nach Russlands Ukraine-Invasion übertreffen würde. "Diese Nachricht über die Freigabe strategischer Reserven wird vom Markt begrüßt, weil dann im Falle eines kurzen Konflikts genug Öl vorhanden ist, um Rationierungen oder wirtschaftliche Auswirkungen zu vermeiden", sagte der Leiter der Asien-Aktienstrategie bei Societe Generale. Die japanische Börse legte zu: Der Nikkei-Index stieg um 2,1 Prozent auf 55.683 Punkte. In Südkorea kletterte der Kospi sogar um 3,2 Prozent. Die US-Futures zeigten sich ebenfalls fester. Gleichzeitig wachsen Sorgen über steigende Energiepreise und deren inflationäre Wirkung.

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06:30 Uhr

Für den Dax bleibt die Lage kompliziert

Bei wieder gesunkenen Ölpreisen hat sich der deutsche Aktienmarkt am Dienstag mit Schwung erholt. Der Dax legte kräftig zu. Es stimmte die Anleger zuversichtlicher, dass US-Präsident Donald Trump ein baldiges Ende des Iran-Krieges ins Spiel gebracht hat. Der Krieg verlaufe "weit vor dem Zeitplan", sagte er CBS News. Die Aktienkurse deutscher Unternehmen bewegten sich im Fahrwasser steigender internationaler Börsen. 

Wie stark bremst der Nahost-Krieg die deutsche Wirtschaft? Als erstes der großen Forschungsinstitute seit Kriegsausbruch wird das Berliner DIW neue Konjunkturprognosen vorstellen. Dabei dürfte der Blick neben den Wachstumsraten auch auf die Inflation gehen, die von den zuletzt sprunghaft gestiegenen Energiepreisen angeheizt werden dürfte. Auch Lieferengpässe und neue Zölle belasten die Industrie. Zu all dem wird sich der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, äußern. Die deutsche Inflation in Deutschland dürfte im Februar gesunken sein. Klarheit bringen die detaillierten Daten des Statistischen Bundesamtes. In einer ersten Schätzzahl hat es eine Teuerungsrate von 1,9 Prozent ermittelt, nach 2,1 Prozent im Januar.

Dann wären noch Unternehmensdaten. Die weltweiten Krisen und Kriege spielen Rheinmetall in die Karten. Die Düsseldorfer legen Zahlen und einen Ausblick vor, die zeigen dürften, in welchem Umfang der Dax-Konzern von der Entwicklung profitiert. Analysten erwarten nach einer Vara-Umfrage im Mittel für das vergangene Jahr einen Umsatz von 10,1 Milliarden Euro, die operative Ebit-Marge dürfte danach auf 19 Prozent gestiegen sein. Bei der Dividende erwarten die Experten, dass diese bei 10,54 Euro je Aktie liegen wird.

Die Inflation in den USA dürfte sich zuletzt stabilisiert haben. Für Februar erwarten Experten eine Teuerungsrate von 2,4 Prozent und damit einen genauso hohen Preisauftrieb wie im Januar. Mit dem Ende Februar ausgebrochenen Iran-Krieg und dem kräftigen Anstieg der Ölpreise zieht jedoch neue Inflationsgefahr herauf. Die US-Notenbank Fed dürfte jedoch weiter stillhalten. Zwei Währungshüterinnen erklärten jüngst, es gebe keine dringende Notwendigkeit, an der Zinsschraube zu drehen. 

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