Der Börsen-Tag
23. September 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Diana Dittmer
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10:57 Uhr

Einkaufsmanagerindex für den Euroraum überrascht "auf ganzer Linie"

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Wenn die Industrie wächst, steigt zeitverzögert das Transportaufkommen für Rohmaterialien und Fertigwaren.

Der aggregierte Einkaufsmanagerindex für den Euroraum hat nach Aussage von Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der liechtensteinischen VP Bank, "auf ganzer Linie" überrascht. "In Anbetracht der hohen Energiepreise war davon auszugehen, dass die Unternehmen weniger optimistisch in die Zukunft blicken. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Die Stimmung hellt sich im September sogar nochmals deutlich auf. Die Wachstumsraten werden sich weiter beschleunigen", schreibt er in einem Kommentar.

Die größte Überraschung sei von den Dienstleistungsunternehmen ausgegangen, wo hohe Energiepreise gewöhnlich besonders negativ wirkten. Doch auch hier werde man sogar zuversichtlicher. "Die bessere Situation im verarbeitenden Gewerbe dürfte nun langsam auf andere Branchen überschwappen", interpretiert Gitzel diese Entwicklung.

Nach seinem Eindruck schwingt sich die europäische Wirtschaft zu höheren Wachstumsraten auf. "Dabei wird im laufenden Jahr vor allem die deutsche Wirtschaft zu einer zentralen konjunkturellen Kraft innerhalb der Eurozone. Damit ist das Jahr 2026 bereits jetzt schon eine große Überraschung", befindet der Ökonom.

Einkaufsmanagerindex für den Euroraum überrascht "auf ganzer Linie"
10:48 Uhr

Siltronic-Kurs kommt unter die Räder

Der Teilrückzug des Chemiekonzerns Wacker Chemie macht der ehemaligen Tochter Siltronic zu schaffen. Die Titel des Wafer-Herstellers geben gut fünf Prozent nach, nachdem Wacker am Dienstagabend 2,2 Millionen Siltronic-Aktien für 171 Millionen Euro bei institutionellen Investoren platziert hat. Dadurch sank die Beteiligung auf knapp 15 Prozent von zuvor 21,67 Prozent, wie das Unternehmen mitteilte. Die Papiere wurden zu 77,25 Euro pro Stück verkauft, das ist ein Abschlag von bis 6,6 Prozent auf den Xetra-Schlusskurs vom Dienstag. Wacker Chemie hatte bereits Ende Mai Anteile verkauft. Aktuell erholt sich der Kurs etwas. Die Papiere notieren jetzt noch 3,8 Prozent im Minus,

Siltronic-Kurs kommt unter die Räder
10:15 Uhr

KI-Boom bringt Deutschland auf Trab: OECD hebt Prognose an

Die OECD hat ihre Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr deutlich heraufgesetzt. Das BIP werde um 1,1 Prozent wachsen, sagte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) voraus. Im Juni war lediglich ein Plus von 0,7 Prozent erwartet worden. Für 2027 wurde die Vorhersage bei ebenfalls 1,1 Prozent belassen.

"Im ersten Halbjahr 2026 sind die Exporte überraschend stark gestiegen, was unter anderem an der steigenden Nachfrage nach elektronischen Produkten und Ausrüstungen im Zuge des KI-Booms liegt", sagte OECD-Experte Robert Grundke der Nachrichtenagentur Reuters zu dem optimistischeren Ausblick. Diese dürfte weiterhin hoch bleiben. "Auch die steigenden öffentlichen Investitionen in Verteidigung und Infrastruktur haben zur konjunkturellen Erholung beigetragen", fügte Grundke hinzu. Die OECD verwies zudem auf Reformen im Bereich der öffentlichen Vergabe und der Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren für Infrastrukturprojekte. Damit stünden die Chancen für einen schnelleren Ausbau der öffentlichen Infrastruktur und eine stärkere Unterstützung des Wachstums gut.

KI-Boom bringt Deutschland auf Trab: OECD hebt Prognose an
09:50 Uhr

Brent-Preis wieder unter 100-Dollar-Marke

Nachdem Saudi-Arabien Insidern zufolge den Betrieb seiner Ost-West-Pipeline zum Roten Meer wieder aufgenommen hat, sinkt der Ölpreis weiter. Die Nordseesorte Brent verbilligt sich um 1,4 Prozent auf bis zu 97,91 Dollar je Barrel. Die US-Sorte WTI gibt in der Spitze um zwei Prozent auf 88,71 Dollar nach. Auch der Irak steigere seine Ölexporte, erklärte Ölminister Basim Mohammed am Dienstag. "Der Markt beurteilt die globale Ölversorgungslage derzeit positiver als noch vor einigen Wochen", sagte Tim Waterer, Analyst bei KCM Trade. Zudem setzen Anleger auf eine diplomatische Lösung im Krieg zwischen den USA und dem Iran. Überraschend gestiegene US-Rohöllagerbestände drücken ebenfalls auf die Preise.

Brent-Preis wieder unter 100-Dollar-Marke
09:34 Uhr

Kurssprung bei Immobilien-Problemkind

In Hongkong rücken Immobilienwerte in den Anlegerfokus. So legen Aktien von China Vanke 4,8 Prozent zu. Treiber ist eine Reuters-Meldung, wonach die Finanzaufsicht in Teile der enormen Schuldenlast des Immobilienentwicklers eingreifen will.

Kurssprung bei Immobilien-Problemkind
09:15 Uhr

Dax zeigt Stärke

Der Dax startet erneut fester in den Handel. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 25.670 Punkten, nachdem er das gestrige Geschäft mit einem Stand von 25.579 Zählern beendet hatte. Das Plus: vier Punkte. Am Montag waren es immerhin 1,1 Prozent. Damit könnte es dem Dax zumindest einmal in dieser September-Woche gelingen, ein Wochenplus einzufahren. Abhängen dürfte das vor allem von der Entwicklung im Krieg zwischen dem Iran und den USA sowie dem Treffen Donald Trumps mit Xi Jinping am morgigen Donnerstag.

Dax zeigt Stärke
08:58 Uhr

Diese Aktie rutscht vorbörslich ab

KWS hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die weltweit angespannte Lage der Landwirtschaft zu spüren bekommen. Der Umsatz sank 2025/26 um drei Prozent auf 1,63 Milliarden Euro, wie der Saatguthersteller mitteilte. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis ging um mehr als acht Prozent auf 314 Millionen Euro zurück. "Klimatische Extreme, zunehmender Krankheitsdruck und volatile Agrarmärkte stellen Landwirtinnen und Landwirte vor große Herausforderungen", beschrieb Vorstandschef Felix Büchting das Umfeld. Wegen eines positiven Finanzergebnisses stieg der Gewinn nach Steuern jedoch um mehr als 13 Prozent auf 158,4 Millionen Euro.

Die Aktionäre sollen deshalb eine auf 1,30 Euro je Anteilsschein angehobene Dividende erhalten. Im vorbörslichen Handel fielen die Aktien dennoch um 7,7 Prozent.

Für das neue Geschäftsjahr 2026/27 peilt KWS bei sich erholenden Agrarmärkten ein organisches Umsatzwachstum von etwa drei Prozent sowie eine operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) zwischen 19 und 20 Prozent an. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte die bereinigte Ebitda-Marge bei 19,3 Prozent gelegen.

Diese Aktie rutscht vorbörslich ab
08:39 Uhr

"Rote Linien" sind gezogen

Die Börsen in Ostasien folgen der uneinheitlichen Tendenz an der Wall Street. Händler berichten von einer abwartenden Haltung vieler Akteure im Hinblick auf das am Donnerstag stattfindende Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping. Dabei dürfte es um so relevante Themen wie Handel, Künstliche Intelligenz, Lieferketten und geopolitische Fragen gehen. Offizielle beider Seiten äußerten sich inzwischen optimistisch zu den Vorbereitungsgesprächen. Zur Vorsicht trägt auch bei, dass Chinas Botschafter in den USA die "roten Linien" Pekings bei Fragen zu Taiwan und Menschenrechten betonte.

In Tokio wird im Zuge einer Feiertagsstrecke letztmals nicht gehandelt. Der Kospi in Seoul zieht um ein halbes Prozent an, in Sydney liegt das Marktbarometer ganz leicht im Plus mit 0,1 Prozent. An den chinesischen Börsen überwiegen Abgaben. In Shanghai geht es um 0,4 Prozent nach unten, in Hongkong fällt der HSI um 0,8 Prozent.

"Rote Linien" sind gezogen
08:20 Uhr

KI-Regeln: Briten wollen Führungsrolle

Großbritannien will bei der Festlegung internationaler Regeln für Künstliche Intelligenz (KI) eine Führungsrolle übernehmen. Dies kündigte Premierminister Andy Burnham in seiner ersten Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York an. Er verwies auf die Sorge, dass die Technologie bestehende Schutzmaßnahmen aushebeln und wachsende Risiken für die nationale Sicherheit darstellen könnte. "Ich weiß, wie besorgt die Menschen sind. Wir müssen uns dieser Aufgabe stellen", sagte Burnham. Er kündigte zudem ein neues nationales Zentrum zur Informationsverteidigung an. Dieses soll Informationsangriffe feindlicher Staaten aufdecken, zuordnen und unterbinden.

Burnham zufolge haben russische Stellen "alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel genutzt, um Lügen und Desinformationen zu verbreiten". Russland hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Burnham sagte, er wolle Großbritannien als "ehrlichen Makler" positionieren und das Thema KI in den Mittelpunkt der britischen G20-Präsidentschaft im kommenden Jahr stellen. Ziel sei eine Einigung über globale Prinzipien und Standards. Grundlegende Entscheidungen über KI müssten von gewählten Regierungen getroffen und nicht den Technologieunternehmen überlassen werden, erklärte der Premierminister.

KI-Regeln: Briten wollen Führungsrolle
08:04 Uhr

Wacker Chemie versilbert KI-Boom

Wacker Chemie hat sich von einem weiteren Aktienpaket der ehemaligen Tochter Siltronic getrennt und ist damit wohl nicht mehr der größter Anteilseigner des Wafer-Herstellers. Wacker platzierte 2,2 Millionen Siltronic-Aktien für 171 Millionen Euro bei institutionellen Investoren und senkte seine Beteiligung dadurch von 21,67 Prozent auf knapp 15 Prozent, wie das Unternehmen am Dienstagabend mitteilte. Die Papiere wurden über die Investmentbanken Bank of America (BofA Securities) und Deutschen Bank zu 77,25 Euro pro Stück verkauft, das ist ein Abschlag von 6,6 Prozent auf den Xetra-Schlusskurs vom Dienstag.

"Der Erlös aus dieser Transaktion stärkt unsere Finanzlage weiter und schafft zusätzlichen Spielraum, um in künftiges Wachstum zu investieren", sagte Wacker-Vorstandschef Christian Hartel. "Wir sind mit der Entwicklung von Siltronic weiterhin sehr zufrieden und unterstützen die Strategie des Unternehmens." Siltronic hatte zuletzt an der Börse vom KI-Boom profitiert. Anleger setzen darauf, dass für die neuen Rechenzentren für die Künstliche Intelligenz (KI) mehr Chips benötigt werden, für die Siltronic in Form von Siliziumscheiben die Grundlage schafft.

Wacker Chemie versilbert KI-Boom
07:46 Uhr

Viele mögliche Impulsgeber für den Dax

Europas Börsen dürften mit Aufschlägen in den Handel starten. Die Anleger hoffen auf diplomatische Fortschritte im Nahost-Konflikt. Laut US-Präsident Donald Trump ist ein Treffen zwischen US-Offiziellen und iranischen Delegierten am Rande der UN-Generalversammlung "sehr produktiv" verlaufen. Auch hat sich Trump für ein Treffen mit dem iranischen Präsident Massud Peseschkian offen gezeigt, der sich aktuell in New York aufhält. Während seiner Rede vor der UN-Generalversammlung hat Trump dem Iran aber erneut mit der Vernichtung gedroht, sollte das Land nicht auf seine Forderungen eingehen.

Die Blicke richten sich zudem auf das Gipfeltreffen zwischen Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping am Donnerstag. Die Börsianer hoffen auf positive Impulse für die Märkte. "Aus unserer Sicht sind gegenseitige Zollsenkungen das konkreteste potenzielle Ergebnis des Gipfels", heißt es bei Standard Chartered. US-Technologiekontrollen und Chinas Beschränkungen für Seltene Erden blieben die entscheidende Druckmittel auf beiden Seiten. Laut Presseberichten könnte es bei dem Treffen auch um Fragen einer möglichen KI-Regulierung gehen.

Viele mögliche Impulsgeber für den Dax
07:28 Uhr

Bargeldliebe? Deutschland holt beim Digitalzahlen auf

Deutschland liegt im internationalen Vergleich beim digitalen Bezahlen zurück, holt aber laut einer Studie auf. 2025 wurden hierzulande im Schnitt rund 300 elektronische Zahlungen pro Kopf getätigt, zeigt eine Analyse der Boston Consulting Group (BCG).

Das sei deutlich weniger als im EU-Durchschnitt (rund 400) und den nordeuropäischen Ländern Norwegen, Dänemark, Schweden und Finnland mit etwa 700. Allerdings wachse die Zahl der Pro-Kopf-Transaktionen in Deutschland mit rund 10 Prozent stärker als im EU-Schnitt (8 Prozent). Die BCG analysiert dabei alle elektronischen Zahlungen von Verbrauchern inklusive Kartenzahlungen. Ausgenommen sind Bargeld, Schecks und papierbasierte Überweisungen.

"Die Deutschen holen beim digitalen Bezahlen zwar auf, bleiben dem Bargeld aber weiterhin treu", sagt Markus Ampenberger, BCG-Experte für Zahlungsverkehr und Co-Autor der Studie. Der Abstand zu den nordischen Ländern bleibe groß.

Bargeldliebe? Deutschland holt beim Digitalzahlen auf
07:11 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Im asiatischen Devisenhandel profitiert der Dollar von der Aussicht auf weiter steigende Zinsen, nachdem sich Vertreter der US-Notenbank Fed für eine straffere Geldpolitik ausgesprochen haben. Der Dollar gewinnt 0,2 Prozent auf 157,62 Yen und legt leicht auf 6,7044 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,8210 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1435 Dollar.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
06:52 Uhr

"Speicherchipwerte haben die Führung übernommen"

Die anhaltende Begeisterung für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz (KI) verleiht den asiatischen Aktienmärkten überwiegend Auftrieb. Während der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans um 0,7 Prozent zulegt und damit den sechsten Tag in Folge steigt, geben die chinesischen Börsen nach. Der Shanghai Composite verliert 0,3 Prozent auf 3941,44 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt 0,4 Prozent auf 4526,53 Punkte. An der japanischen Börse wird feiertagsbedingt nicht gehandelt.

In China halten sich die Anleger vor der Ankunft von Präsident Xi Jinping in Washington zurück. Spekulationen zufolge könnte bei dem Treffen eine Deeskalation im Handelsstreit mit den USA verlängert und eine Zusammenarbeit bei KI vereinbart werden.

Zu den großen Gewinnern in Asien zählen Technologiewerte, die von der starken Nachfrage nach neuen KI-Apps von Meta und Google profitierten. In Südkorea klettern die Kurse um 1,2 Prozent nach oben, wobei die Aktien der Chiphersteller Samsung und SK Hynix jeweils mehr als zwei Prozent gewinnen. Auch in Taiwan geht es um 0,9 Prozent aufwärts bis nahe an ein Rekordhoch. "Speicherchipwerte haben die Führung übernommen, unterstützt von einer weiteren starken Sitzung für Halbleiterwerte", erklärte ein Anlagestratege.

"Speicherchipwerte haben die Führung übernommen"
06:34 Uhr

Kommt US-Exportstopp für Diesel?

Angesichts steigender Preise vor allem für Diesel prüft die US-Regierung einen Exportstopp des Kraftstoffs. Die USA produzierten viel Diesel und eine Unterbrechung der Ausfuhren könnte auch einen kleinen Effekt auf die Spritpreise im Land haben, sagte US-Präsident Donald Trump. Er habe sich bereits seit längerem für die Maßnahme ausgesprochen.

Finanzminister Scott Bessent fügte hinzu, die Regierung prüfe derzeit die Machbarkeit eines solchen Schritts. Möglich sei ein vollständiger oder auch ein Teil-Stopp der Ausfuhren. Die Folgen eines solchen Schritts könnten dann auch in Europa spürbar sein: Nach dem Nahen Osten waren die Vereinigten Staaten in den vergangenen Jahren Europas wichtigster Lieferant von Diesel. Vor Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine war Russland noch einer der wichtigsten Diesel-Lieferanten der EU-Staaten gewesen.

Infolge des Iran-Kriegs sind die Spritpreise in den USA erheblich gestiegen - ein Thema, das Trump vor den Kongresswahlen im November immer stärker unter Druck setzt. Für Benzin zahlen US-Amerikaner im Schnitt fast 50 Prozent mehr als vor Kriegsbeginn. Der Preis für Diesel stieg kürzlich sogar auf ein neues Rekordhoch.

Kommt US-Exportstopp für Diesel?
06:17 Uhr

Das fordert die IG Metall für VW-Arbeiter

Die IG Metall fordert für die Beschäftigten von Volkswagen fünf Prozent mehr Geld. Die Tarifkommission habe die Forderung einstimmig beschlossen, teilte die Gewerkschaft mit. Das Plus soll auch für Auszubildende gelten. Zusätzlich verlangt die IG Metall eine soziale Komponente zugunsten der unteren Entgeltgruppen. Die Laufzeit soll demnach zwölf Monate betragen.

Der Haustarifvertrag gilt nach Gewerkschaftsangaben für rund 130.000 VW-Beschäftigte in Braunschweig, Chemnitz, Dresden, Emden, Hannover, Kassel, Salzgitter, Wolfsburg und Zwickau. Gemessen an der Beschäftigtenzahl gelte er als einer der größten Firmentarifverträge Deutschlands.

Niedersachsens IG-Metall-Bezirksleiter und VW-Verhandlungsführer Thorsten Gröger teilte mit: "Wir wissen, dass Volkswagen vor großen Herausforderungen steht. Aber die Antwort darauf kann nicht lauten, die Beschäftigten gegen die Zukunft des Unternehmens auszuspielen." Sie hätten in den vergangenen Jahren bereits erhebliche Einschnitte getragen. Zugleich habe Volkswagen Milliarden an seine Aktionäre ausgeschüttet. "Wir brauchen eine faire Balance zwischen den Beschäftigten und der Verantwortung des Unternehmens sowie den Eigentümern", sagte Gröger laut Mitteilung.

Das fordert die IG Metall für VW-Arbeiter
05:59 Uhr

KI-Hype als Impulsgeber

Immerhin ein Plus: Der Dax rettet nach dem 1,1-Prozent-Aufschlag zum Wochenstart im gestrigen Geschäft ein Vier-Punkte-Plus über die Ziellinie, schloss mit einem Stand von 25.579 Zählern. Im Tageshoch war der deutsche Börsenleitindex zuvor bis über 25.780 Stellen geklettert. Dann ging ihm Marktteilnehmern zufolge aber die Puste aus, auch weil die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Krieges der USA gegen den Iran wieder schwanden – nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump vor der UN-Vollversammlung.

Das Treffen in New York bleibt auch zur Wochenmitte ein Themenlieferant, denn Vertreter führender KI-Unternehmen informieren den US-Sicherheitsrat über die Risiken dieser Technologie. Zu den Teilnehmern gehören der OpenAI-Chef Sam Altman sowie hochrangige Manager von Anthropic. Insidern zufolge wird auch das chinesische Startup DeepSeek Experten entsenden. Andere KI-Firmen aus der Volksrepublik hätten ebenfalls Einladungen erhalten. Chinesische Entwickler haben sich in der Diskussion um eine mögliche Auslöschung der Menschheit durch KI zu Wort gemeldet. Die USA und China liefern sich ein Wettrennen um die Führung bei dieser Zukunftstechnologie.

Daneben stellt die OECD ihren aktualisierten Konjunkturausblick vor. Im sogenannten "Interim Economic Outlook" dürfte die Industriestaatengruppe die Wirtschaftsaussichten für Deutschland angesichts zarter Aufschwung-Signale optimistischer bewerten als noch Anfang Juni. Damals wurde ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von nur 0,7 Prozent für 2026 vorhergesagt. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute sind mittlerweile weit zuversichtlicher und veranschlagen nach Reuters-Informationen ein Plus von 1,3 Prozent. In ihrem Hauptszenario prognostizierte die OECD im Juni ein Wachstum der Weltwirtschaft von 2,8 Prozent für 2026 und eine Erholung auf 3,1 Prozent für 2027.

Unternehmensseitig legt der Technologiekonzern Bosch erstmals Halbjahreszahlen vor. Das nicht börsennotierte Unternehmen will damit mehr Transparenz für den Kapitalmarkt schaffen, an dem es als Anleiheemittent aktiv ist. Für Interesse dürfte der Ausblick auf das Gesamtjahr sorgen. Bosch, als weltgrößter Automobilzulieferer von der Branchenkrise betroffen, hatte sich nach einem schwachen Jahr 2025 zwei bis fünf Prozent mehr Umsatz und eine Gewinnmarge von vier bis sechs Prozent vorgenommen.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

KI-Hype als Impulsgeber