Nachfolger "gibt viel mehr Gas" als Starinvestor Buffett
Seit diesem Jahr ist Greg Abel Nachfolger von Warren Buffett an der Spitze von Berkshire Hathaway. Was der Neue anders macht als die Legende und warum das einige besorgt, erklärt ntv-Börsenreporterin Nancy Lanzendörfer.
Sandoz sichert sich von Chinesen Rechte an Nachahmermedikamenten
Der Schweizer Generikahersteller Sandoz sichert sich von der chinesischen Shanghai Henlius Biotech die weltweiten Vermarktungsrechte für mehrere Biosimilars. Die Vereinbarung umfasse zunächst drei Nachahmermedikamente zur Behandlung von Krebs, erhöhten Cholesterinwerten und der Autoimmunkrankheit Lupus, teilte Sandoz mit.
Für die Rechte außerhalb Chinas zahlt Sandoz erfolgsabhängig bis zu 322 Millionen Dollar an Henlius. Kurzfristig könnten davon bis zu 100,5 Millionen fällig werden. Henlius übernimmt die Entwicklung und Herstellung der Mittel, Sandoz den Vertrieb. Die Medikamente sind Biosimilars zu Erbitux, Repatha und Benlysta und befinden sich derzeit in der klinischen oder vorklinischen Entwicklung.
Verpackungsmaschinenhersteller-Aktie stürzt ab
An der Züricher Börse ist die Aktie der SIG Group um rund 17 Prozent runtergerauscht. Zeitweise wurde das Papier vom Handel ausgesetzt. Beim Schweizer Verpackungsspezialisten verlässt Mikko Keto überraschend das Unternehmen verlässt, es ist bereits der zweite Chefwechsel innerhalb kurzer Zeit. Keto war erst im Frühjahr 2026 zum Unternehmen gestoßen und hat für die Analysten von Vontobel frühzeitig einen konstruktiven Eindruck auf Investoren gemacht. Die Entscheidung, mit Ann-Kristin Erkens eine CEO zu ernennen, die gleichzeitig weiterhin als CFO fungiere, habe einen klaren Übergangscharakter und lasse eine wichtige Governance-Frage ungelöst, bis ein permanenter CFO-Nachfolger benannt ist.
Dax fährt auf Sparflamme
Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat sich an diesem nachrichtenarmen Tag bislang nur wenig bewegt. Der deutsche Leitindex notierte am Mittag 0,1 Prozent tiefer bei 26.407 Punkten. Der EuroStoxx50 stieg um 0,2 Prozent auf 6553 Stellen. Der Euro lag 0,3 Prozent fester bei 1,1598 US-Dollar.
Shein-IPO rückt näher - hohes Ziel bei Marktkapitalisierung
Der chinesische Onlinehändler Shein strebt Insidern zufolge beim geplanten Börsengang in Hongkong eine Marktkapitalisierung von rund 25 Milliarden US-Dollar an. Abhängig von der Angebotsspanne könnte der Börsenwert auch 28 Milliarden Dollar erreichen, fügte eine der Insider hinzu. Das für Billigmode und schnell wechselnde Kollektionen bekannte Unternehmen war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Die Zeichnungsfrist für den geplanten Börsengang in Hongkong soll am 19. August beginnen. Die Erstnotiz ist für den 28. August vorgesehen.
Mit etwa 25 Milliarden Dollar läge der Börsenwert deutlich unter den von Shein bislang angepeilten 30 bis 40 Milliarden Dollar. In den vergangenen Wochen hatten Investoren wegen eines schwächelnden Wachstums Zweifel an diesem Ziel geäußert. Bei einer Finanzierungsrunde im Jahr 2022 war Shein noch mit 100 Milliarden Dollar bewertet worden.
Sommerrally statt Sommerloch!
An der Börse gilt der Sommer als holprige Jahreszeit. Doch in diesem Jahr ist alles anders: Der DAX ist genauso in Rekordlaune wie die US-Börsen. Aber wie lange noch? Geht die Rally weiter oder ist die Ruhe trügerisch? Und wie sollten sich Anleger für die kommenden Wochen aufstellen? Darüber diskutiert Friedhelm Tilgen mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley und Dirk Heß von nxtAssets.
Pharmakonzern erleidet Schiffbruch mit weiterem Krebsmittel
Der britische Pharmakonzern AstraZeneca hat bei der Entwicklung neuer Medikamente einen weiteren Rückschlag erlitten. Das Unternehmen stellte eine entscheidende klinische Studie der Phase-3 mit dem Wirkstoff Volrustomig zur Behandlung von Lungenkrebs ein. Ein unabhängiges Kontrollkomitee sei zu dem Schluss gekommen, dass die Kombinationstherapie mit einer Chemotherapie ihre Hauptziele voraussichtlich nicht erreichen werde, teilte AstraZeneca mit. Dabei ging es um die Überlebenszeit ohne ein Fortschreiten der Krankheit sowie das Gesamtüberleben bei einer bestimmten Form von metastasierendem, nicht-kleinzelligem Lungenkrebs.
Der Abbruch reiht sich in eine Serie von Rückschlägen ein, die das Vertrauen der Anleger zuletzt gedämpft und die Medikamenten-Pipeline von AstraZeneca verstärkt in den Fokus gerückt haben. Zuvor war bereits das Herzmedikament Wainua in einer späten Studienphase gescheitert. Zudem verweigerten die US-Behörden dem Brustkrebsmittel Camizestrant wegen des Studiendesigns die Zulassung, und auch das Medikament Ultomiris verfehlte bei einer seltenen Krankheit die Ziele.
OHB-Aktie läuft sehr gut
Kräftig nach oben ist es mit der OHB-Aktie gegangen, sie legte um 4,8 Prozent zu. Hier werde positiv gewertet, dass das Unternehmen am Aufbau einer sicheren Satellitenkonstellation der Europäischen Union beteiligt werde, hieß es auf dem Frankfurter Parkett. Mit einer europäischen Kommunikationsinfrastruktur für Regierung, Militär und strategische Wirtschaftszweige wolle man sich unabhängig machen von internationalen Anbietern, heißt es.
Geely setzt für weiteres Wachstum verstärkt auf Europa
Der chinesische Autobauer Geely hat im ersten Halbjahr trotz kräftig gestiegener Auslandsverkäufe etwas weniger verdient. Der Nettogewinn sank um 1,8 Prozent auf umgerechnet rund 1,2 Milliarden Euro, während der Umsatz um 15 Prozent auf rund 22 Milliarden Euro zulegte. Insgesamt verkaufte Geely 1,42 Millionen Fahrzeuge. Die Auslieferungen im Ausland haben sich mit 474.288 Fahrzeugen mehr als verdoppelt und damit die schwächere Nachfrage in China abgefedert. Für weiteres Wachstum setzt Geely verstärkt auf Europa und eine Fertigungspartnerschaft mit Ford in Spanien.
Dax hält sich wacker
Der Frankfurter Aktienmarkt geht mit leichten Gewinnen in die Woche. Der Dax steigt 0,1 Prozent auf 26.474 Punkte.
Der Goldpreis steigt
Gold wird etwas teurer. Schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten und nachlassende Inflationswerte haben die Sorge gedämpft, dass die US-Notenbank Federal Reserve die Zinsen erhöhen müsse, schreiben die Analysten von ANZ Research. Die jüngsten Daten deuteten zudem darauf hin, dass die Erwartungen an eine besonders straffe Geldpolitik ihren Höhepunkt erreicht haben könnten. Auch die langfristigen Inflationserwartungen blieben mit rund 2 Prozent stabil. Der Preis für Gold steigt um 0,5 Prozent auf 4399 Dollar je Unze.
Damit baute der Goldpreis sein Plus seit dem Jahrestief von 3943 Dollar Ende Juni auf etwas mehr als elf Prozent aus. Trotz der Erholung kostet eine Feinunze aber immer noch rund 1200 Dollar oder etwas mehr als ein Fünftel weniger als Ende Januar.
Damals hatte der Goldpreis ein Rekordhoch von knapp 5600 Dollar erreicht. Innerhalb von etwas mehr als zwei Jahren hatte sich der Kurs rund verdreifacht - eine für die Anlageklasse beispiellosen Rally. Grund für den starken Anstieg waren unter anderem Kriege, Handelskonflikte, sinkende Zinsen, hohe Staatsschulden und Zentralbankkäufe.
Einige Experten trauen dem Gold in den kommenden Monaten einen weiteren Anstieg zu; eine schnelle Rückkehr zu Kursen über der Marke von 5000 Dollar halten sie allerdings nicht für möglich. Experten gehen im Schnitt davon aus, dass der Preis für eine Feinunze Gold bis Jahresende auf knapp 4500 Dollar steigt.
Dax vor optimistischem Start
Der Dax wird heute der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Gewinnen in den Handel starten. Der Leitindex wird 0,2 Prozent höher bei 26.493 Zählern gesehen - knapp unter seinem Rekordhoch bei 26.573 Zählern. Auch der Euro-Stoxx-50 wird leicht höher erwartet, die Umsätze dürften weiter recht dünn sein.
Marktteilnehmer werten weiterhin die jüngste Welle an Unternehmenszahlen der Berichtssaison aus und verfolgen aufmerksam die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten. Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Konfliktes sind ins Stocken geraten.. "Ich habe den Eindruck, dass bei den Anlegern an diesem Punkt eine gewisse 'Schlagzeilen-Müdigkeit' einsetzt", kommentierte Daniel O'Regan von Mizuho. "Ähnlich wie der Russland-Ukraine-Krieg für die Märkte allmählich zum Hintergrundrauschen wurde, schlägt der Markt nicht mehr bei jeder Iran-Meldung um 1 bis 3 Prozent aus. Das ist wahrscheinlich ein gesundes Zeichen."
Am Freitag war der deutsche Leitindex 0,5 Prozent höher bei 26.440,31 Punkten ins Wochenende gegangen, ein neuer Rekord blieb jedoch aus. Andere europäische Aktienmärkte und die Wall Street hatten indes niedriger geschlossen. Für fallende Kurse sorgten Gewinnmitnahmen und überraschend schwache US-Konjunkturdaten.
Ferrari versteigert einen Luce für 40 Millionen Dollar
Das erste vollelektrische Fahrzeug von Ferrari hat allen kritischen Stimmen zum Trotz bei einer Auktion 40 Millionen Dollar eingebracht. Damit ist es das teuerste jemals versteigerte Neufahrzeug.
Die Wohltätigkeitsauktion von Sotheby's für den "Tailor Made"-Luce übertraf damit den erst im vergangenen Jahr aufgestellten Rekord. Damals war Ferraris individuell gestalteter Daytona SP3 für 26 Millionen Dollar verkauft worden.
Ferrari hatte den Luce im Mai vorgestellt. Der Preis liegt bei 550.000 Euro. Die Präsentation löste eine Welle der Kritik aus und ließ den Aktienkurs des Unternehmens fallen. Das Fahrzeug markiert einen Bruch mit Ferraris Tradition von Sportwagen mit Verbrennungsmotor.
Bei "Tailor Made"-Fahrzeugen handelt es sich um Einzelstücke, die exakt nach den Vorgaben des Käufers individualisiert werden.
Das Modell wurde gemeinsam mit LoveFrom entworfen, dem Studio von Jony Ive, dem früheren Designchef von Apple und einer Schlüsselfigur hinter iPhone und iMac. Ferrari-Chef Benedetto Vigna sagte im Mai, das Modell stoße sowohl bei bestehenden als auch bei neuen Kunden auf Nachfrage.
"Der Ferrari Luce hat nichts mit den Elektroautos zu tun, die Sie von anderen Herstellern kennen", sagte er damals. "Man muss ihn sehen und fahren, um zu verstehen, dass hier nichts kopiert wurde - weder beim Interieur noch beim Exterieur oder bei der Leistung."
Öl wird teurer
Am Rohstoffmarkt verteuert sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,4 Prozent auf 88,89 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 0,2 Prozent fester bei 82,56 Dollar.
Die schwindenden Hoffnungen auf einen Frieden zwischen den USA und dem Iran sowie der verlangsamte Tankerverkehr in der Straße von Hormus treiben die Preise an. Durch die Wasserstraße wurde vor Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert.
"Die Ölpreise haben sich von ihren Tiefständen Anfang August fast vollständig erholt, da die geopolitischen Risikoprämien in den Markt zurückgekehrt sind", sagte Analystin Priyanka Sachdeva von Phillip Nova.
Barclays hält derweil an seiner Prognose für Rohöl der Sorte Brent von 96,00 US-Dollar pro Barrel für 2026 fest.
Asiens Börsen auf Richtungssuche
Die Spannungen im Nahen Osten haben die Anleger an den asiatischen Börsen heute in die Defensive gedrängt. In Tokio blieb der 225 Werte umfassende Nikkei-Index fast unverändert bei 68.721 Punkten, und der breiter gefasste Topix notiert 0,6 Prozent niedriger bei 4172 Zählern. Die Börse Shanghai gewann hingegen 0,5 Prozent auf 3948 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 0,4 Prozent auf 4685 Punkte. Die Börsen in Südkorea blieben feiertagsbedingt geschlossen.
In Japan dämpften schwächer als erwartet ausgefallene Wachstumsdaten die Stimmung. "Das Wachstum war positiv, aber die Details fielen etwas schwächer aus als erwartet", sagte Kazutaka Maeda, Chefökonom beim Meiji Yasuda Research Institute.
Überschattet wurde der Handel in Asien von der festgefahrenen Lage im Nahen Osten, was Investoren vorsichtig agieren ließ. Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran kamen nicht voran, und der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormus stockte nach Angriffen auf Öltanker. Gleichzeitig richteten sich die Blicke auf China, wo Investoren im Tagesverlauf neue Konjunkturdaten erwarteten, um die Stärke der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt auszuloten.
Japans Wirtschaft droht Gegenwind
Die japanische Wirtschaft ist das dritte Quartal in Folge gewachsen, allerdings mit einem langsameren Tempo, da die Ausgaben der privaten Haushalte und Unternehmen nachließen.
Das reale Bruttoinlandsprodukt wuchs im Zeitraum von April bis Juni um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie aus vorläufigen Regierungsdaten hervorgeht. Im ersten Quartal war noch ein Wachstum von 0,5 Prozent verzeichnet worden.
Auf das Jahr hochgerechnet wuchs die Wirtschaft im zweiten Quartal um 1,1 Prozent.
Die Auslandsnachfrage, also die Exporte abzüglich der Importe, trug 0,5 Prozentpunkte zum Wachstum bei. Die Binnennachfrage war jedoch schwach, was Sorgen über die weitere Entwicklung aufkommen lässt.