Montag, 22. Juni 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Corona-Angst bremst Dax aus - Wirecard-Absturz ohne Ende

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(Foto: imago images/STPP)

Es war ein suboptimaler Einstieg der europäischen Börsen in die neue Handelswoche: Wieder größer werdende Sorgen vor einer weiteren Corona-Welle zogen fallende Kurse nach sich. In Deutschland wurde in diesem Zusammenhang auf den Fall des Fleischverarbeiters Tönnies verwiesen, wo Hunderte Neuinfektionen festgestellt wurden. So wuchs an den Märkten die Furcht vor neuen Lockdown-Maßnahmen.

In Frankfurt büßte der Dax 0,6 Prozent ein und schloss bei 12.262 Punkten. Der MDax fiel um 1,1 Prozent auf 25.969 Zähler. Der TecDax verringerte sich um 1,9 Prozent auf 2950 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,9 Prozent auf 3240 Punkte nach unten.

Im Dax standen einmal mehr Wirecard im Mittelpunkt. Der Skandal um die verschwundenen Milliardenbeträge hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Der Bezahldienstleister hat eingeräumt, dass es ausgewiesene Bankguthaben von 1,9 Milliarden Euro "mit überwiegender Wahrscheinlichkeit" nicht gibt. Neben dem Jahresabschluss 2019 haben die Aschheimer deswegen den Erstquartalsbericht und die Jahresprognose für 2020 zurückgezogen. Auch die "Vision 2025" gilt nun nicht mehr. Die Aktie rauschte erneut kräftig runter - diesmal um 44,1 Prozent auf 14,44 Euro.

Unter Druck stand auch die erstmals nur noch im MDax notierte Lufthansa-Aktie, sie verbilligte sich um 3,2 Prozent. Hier gibt es viel Verunsicherung vor der Aktionärsversammlung am Donnerstag. Großaktionär Heinz Hermann Thiele hält 15 Prozent der Lufthansa-Aktien und hat damit gedroht, sein Veto gegen eine schon beschlossene Staatsbeteiligung von 20 Prozent einzulegen.

Die Aktie des Nachrückers für Lufthansa in den Dax, Deutsche Wohnen, erlebte einen guten ersten Tag im Leitindex. Sie verteuerte sich um 1,3 Prozent.

17:08 Uhr

Bundesbankerin: "Wir sind nicht über den Berg"

In der Corona-Krise ist laut Bundesbankvorstand Sabine Mauderer die Zeit für eine Entwarnung noch nicht gekommen.

  • "Wir sind definitiv nicht über den Berg", betonte Mauderer auf einer Finanzkonferenz in Frankfurt/Main.

In Europa hätten sich Liquiditätssorgen zwar vorerst gelegt - dank rascher und umfassender Maßnahmen zur Krisenbewältigung. Und viele Banken und Firmen hätten sich in jüngster Zeit die relativ günstigen Refinanzierungsbedingungen zunutze gemacht, um sich neu zu verschulden oder Eigenkapitalinstrumente zu emittieren. Die Bewältigung der Krise werde aber nicht im "Sprint" gelingen. Man müsse sich auf einen "Mittelstreckenlauf" einstellen.

16:45 Uhr

Carnival sagt Kreuzfahrten bis Ende September ab

Das Kreuzfahrtschiff "Carnival Horizon" im Hafen von Miami.

Kreuzfahrtschiff "Carnival Horizon" im Hafen von Miami.

Der Reisekonzern Carnival Cruise Line verlängert die Pause bei den Kreuzschifffahrten um zwei Monate bis zum 30. September. Die Tochter der britisch-amerikanischen Kreuzfahrtreederei Carnival Corp. teilte mit, sie bewerte noch die Gesundheitsprotokolle angesichts der Covid-19-Pandemie. Ursprünglich wollte Carnival Cruise Line am 1. August wieder mit acht Kreuzfahrten starten.

Die Carnival Corp wies für das zweite Quartal auf vorläufiger Basis einen Rekordverlust von mehr als 4 Milliarden US-Dollar aus.

16:10 Uhr

Wall Street startet schwach

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(Foto: AP)

Entgegen der vorbörslichen Indikation reicht es an der Wall Street wohl nicht für Gewinne. Der Markt blieb in den ersten Handelsminuten gefangen zwischen der Hoffnung auf eine schnelle Konjunkturerholung und der Sorge vor einer zweiten Corona-Infektionswelle.

Im frühen Geschäft verlor der Dow-Jones-Index 0,6 Prozent auf 25.728 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite büßten 0,4 Prozent bzw. 0,1 Prozent ein.

15:40 Uhr

Zeitung: Ex-Wirecard-Chef Braun droht Haftbefehl

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Markus Braun

(Foto: picture alliance/dpa)

Muss Markus Braun womöglich ins Gefängnis? Im Zusammengang mit dem Bilanzskandal könnte es für den bisherigen Wirecard-Chef und für Ex-Vorstand Jan Marsalek noch schlimmer kommen. Nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" gehen Wirtschaftsanwälte gehen davon aus, dass die Staatsanwaltschaft München I Haftbefehle gegen die beiden langjährigen Manager beantragen werde.

Die Staatsanwaltschaft prüft nach eigener Aussage alle in Betracht kommenden Straftaten. Weitere Angaben machte die Ermittlungsbehörde nicht. Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt im Fall Wirecard bereits wegen des Verdachts, Braun, Marsalek und deren bisherige Vorstandskollegen hätten den Börsenkurs des Zahlungsdienstleisters manipuliert.

15:20 Uhr

Dax im roten Bereich - Wirecard-Aktie geht in Richtung 10 Euro

Die Minuszeichen überwiegen an der Frankfurter Börse: Der Dax hat nach langem Hin und Her den Weg nach unten eingeschlagen, er verlor am Nachmittag 0,5 Prozent auf 12.267 Punkte. Der MDax sackte um 0,9 Prozent auf 26.018 Stellen ab, der TecDax um 1,7 Prozent auf 2954 Zähler. Der EuroStoxx50 notierte 0,8 Prozent tiefer bei 3244 Punkten.

Im Mittelpunkt standen einmal mehr Wirecard mit einem Abschlag von 43,0 Prozent auf 14,70 Euro. Der Bezahldienstleister steht inzwischen am Abgrund. Seine Zukunft hängt vom Wohlwollen der Banken ab, denn die vermissten 1,9 Milliarden Euro auf Treuhandkonten in Asien gibt es mit ziemlicher Sicherheit nicht. Und so bekommt Wirecard auch kein Testat für die Jahreszahlen 2019. Die Einschätzungen zu 2019 sowie zum ersten Quartal und auch die Prognosen für 2025 nahm der Konzern zurück.

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15:03 Uhr

Unicredit-Leute erwarten festeren Euro

Wie geht es mit dem Euro weiter? Nach Ansicht der Währungsexperten von Unicredit dürfte die Gemeinschaftswährung in der zweiten Jahreshälfte von einem etwas schwächeren US-Dollar begünstigt werden. Die Risikoneigung steige, während die Nachfrage nach Sicherer-Hafen-Währungen zurückgehe.

Euro in Dollar zu tauschen empfiehlt Unicredit, bevor der Kurs der Gemeinschaftswährung wieder auf 1,1350 Dollar zurückgehen werde. Man rechne damit, dass der Euro bis zum vierten Quartal die Marke von 1,15 Dollar erreiche. Am Nachmittag kostete der Euro 1,1217 Dollar.  

14:34 Uhr

Türkei vermeldet schlimme Tourismuszahlen

Passend zur vorherigen Meldung die Meldung aus der Türkei: Durch die Corona-Pandemie sind die dortigen Tourismuszahlen stark eingebrochen. Im Mai kamen rund 30.000 Besucher in das Land und damit 99,26 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das teilte das türkische Tourismusministerium mit. In den ersten fünf Monaten des Jahres gingen die Besucherzahlen demnach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 66,35 Prozent zurück.

Für die Türkei gilt zunächst noch bis zum 31. August eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Die Bundesregierung hatte die Türkei vergangene Woche zusammen mit 130 weiteren Ländern zudem als Corona-Risikogebiet eingestuft. Menschen, die aus einem Risikogebiet in Deutschland einreisen, müssen mit einer 14-tägigen Quarantäne rechnen. Allerdings können Urlauber aus der Türkei von der Quarantäneregelung befreit werden, wenn sie bei der Einreise nach Deutschland einen negativen Corona-Test vorweisen können, der nicht älter als 48 Stunden ist.

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Blick auf Izmir.

(Foto: imago stock&people)

14:11 Uhr

Reise- und Luftfahrtaktien befinden sich auf schwerer See

Schlecht ist es auch heute bislang den Flug- und Reiseaktien gegangen. So verloren Carnival rund 6 Prozent. Damit hat das Papier seit dem Zwischenhoch vom 9. Juni mehr als 30 Prozent verloren. Bis zu einer Normalisierung des Geschäfts mit Kreuzfahrten dürfte es noch lange dauern, sagte ein Börsianer in London. Zudem stehe der Kurs immer noch 100 Prozent über dem Jahrestief von Anfang April. Auch mit Tui ging es um 3,2 Prozent bergab.

Im Luftfahrtbereich sackten Airbus um 3,1 Prozent ab. Lufthansa verbilligten sich um 5,3 Prozent.

13:48 Uhr

Wirecard-Skandal: Bafin-Chef spricht von "Schande"

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(Foto: dpa)

Der Chef der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), Felix Hufeld, hat die Vorgänge um den Finanzdienstleister Wirecard als eine "Schande" bezeichnet und den Aufsichtsbehörden einschließlich der eigenen mangelnde Wirksamkeit bescheinigt.

  • "Es ist eine Schande, dass so etwas passiert ist", sagte Hufeld beim Frankfurt Finance Summit. "Wir stehen vor einem kompletten Desaster."

Hufeld sprach zudem von einem "kompletten Versagen des Senior Management". Er sagte, die Aufsichtsbehörden, einschließlich der Bafin, seien nicht effektiv genug gewesen. Er wies darauf hin, dass die Bafin nicht die Wirecard AG beaufsichtige, sondern nur die Wirecard Bank. Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing sprach von einer "ernsten Angelegenheit" für die breitere Aktienkultur in Deutschland.

Was macht die Wirecard-Aktie? Ihr Kurs gab am frühen Nachmittag um 37,9 Prozent auf 16,02 Euro nach.

Hören Sie hier "Wirecard - der Milliardenbetrug" von "Brichta und Bell".

13:29 Uhr

Britische Industrie drosselt Produktion massiv

Das nennt man eine Vollbremsung: Die britische Industrie hat wegen Corona ihre Produktion zwischen April und Juni so stark heruntergefahren wie seit mindestens 45 Jahren nicht mehr. Wie der Branchenverband CBI mitteilte, lag das Barometer zur Produktion auf dem tiefsten Stand seit Beginn der Datenerhebung Mitte 1975. Allein im Juni brachen die Exportaufträge so stark ein wie noch nie.

Allerdings zeigten sich die Betriebe dem Verband zufolge etwas weniger pessimistisch für die nächsten drei Monate. Großbritannien ist eines der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder.

13:06 Uhr

Wall Street steht vor freundlicher Eröffnung

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(Foto: AP)

An der Wall Street ist man heute frohen Mutes. Der Aktienterminmarkt deutet nämlich auf eine freundliche Eröffnung am Kassamarkt hin. Damit scheint die jüngste Schwäche des Marktes aus der vergangenen Woche ausgelaufen zu sein. Zuletzt zeigte sich der Markt gefangen zwischen der Hoffnung auf eine schnelle Erholung der Konjunktur und der Ausbreitung einer zweiten Corona-Infektionswelle. Rein technisch gesehen deute vieles auf steigende Kurse hin, hieß es in New York.

"Wir werden wohl keine scharfe Aufwärtsbewegung beobachten, aber die Wirtschaftsdaten beginnen, die Marktentwicklung einzuholen", sagte eine Analystin. Die Konsumenten fassten wieder Vertrauen. Nach Angaben des US-Handelsbeauftragtem Peter Navarro bereitet sich das Weiße Haus auf eine neue Infektionswelle vor. Diese werde zwar nicht zwingend erwartet, aber die Regierung unter US-Präsident Donald Trump treffe Vorbereitungen durch die Lagerung von Medikamenten und medizinischer Ausrüstung.

12:48 Uhr

Ausverkauf bei Anleihen von Lufthansa und Wirecard

Die Furcht vor einer Ablehnung des staatlichen Rettungspakets durch die Lufthansa-Aktionäre löst einen Ausverkauf bei den Anleihen der Fluggesellschaft aus. Dies trieb die Rendite der September 2024 auslaufenden Titel auf 6,177 von 3,973 Prozent.

Die vergleichbaren Bonds des von einem Bilanzskandal erschütterten Finanzdienstleisters Wirecard rentieren bei 37,152 Prozent, nach 28,917 Prozent im Freitag.

12:01 Uhr

Länderschulden steigen schneller als in der Finanzkrise

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(Foto: dpa)

Moody's sendet Alarmsignale: Den Industrieländern droht der Ratingagentur zufolge wegen der Corona-Krise ein stark wachsender Schuldenberg. Bei den 14 untersuchten entwickelten Volkswirtschaften dürfte die Verbindlichkeiten im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 19 Prozentpunkte wachsen und damit fast doppelt so schnell wie während der globalen Finanzkrise 2008/09, hieß es in einer Moody's-Analyse.

Italien, Japan und Großbritannien dürften überdurchschnittlich stark betroffen sein. Hier wird ein Plus von rund 25 Prozentpunkten erwartet. In den USA, Frankreich, Spanien, Kanada und Neuseeland dürfte das Schuldenniveau um rund 20 Prozentpunkte zulegen, in Deutschland dagegen um deutlich weniger als 20 Punkte.

11:35 Uhr

Kaufland übernimmt real.de

Die Schwarz-Gruppe, zu der Lidl und Kaufland gehören, stärkt ihr Digital-Geschäft durch die Übernahme des Online-Marktplatzes real.de. Die Online-Plattform soll unter dem Namen Kaufland weitergeführt werden und das bislang weitgehend stationäre Angebot des Handelsriesen ergänzen, wie die Schwarz-Gruppe mitteilte. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Der Discount-Spezialist Kaufland ist bislang im E-Commerce nur wenig präsent. Der angekündigte Verkauf von real.de ist gleichzeitig der nächste Schritt bei der Zerschlagung der Warenhauskette Real.

11:05 Uhr

Wirecard muss nun frühere Bilanzen überprüfen

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(Foto: dpa)

Nach dem Hinweis auf mögliche milliardenschwere Luftbuchungen muss sich Wirecard auf weitergehende Ermittlungen einstellen.

  • "Wir prüfen alle in Betracht kommenden Straftaten", sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I. Ob konkret gegen wegen Bilanzmanipulation ermittelt wird oder dies geplant ist, sagte sie nicht.

Wirecard hatte in der vergangenen Nacht eingeräumt, dass 1,9 Milliarden Euro, die das Unternehmen auf Treuhänderkonten verbucht hatte, sehr wahrscheinlich nicht existierten. Deswegen prüfen die Aschheimer nun die nachträgliche Korrektur ihrer Bilanzen der vergangenen Jahre.

Bei der Münchner Staatsanwaltschaft läuft bereits ein Ermittlungsverfahren gegen den zurückgetretenen ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Markus Braun und drei weitere Manager der Wirecard-Führung wegen des Verdachts der Falschinformation von Anlegern in zwei Börsen-Pflichtmitteilungen.

10:51 Uhr

Dax versucht den Aufstieg und dreht ins Plus

Die deutschen Anleger sind im Verlauf des Vormittags wieder etwas mutiger geworden. Der Dax drehte ins Plus und gewann 0,2 Prozent auf 12.361 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte kaum verändert bei 3268 Stellen.

Klares Dax-Schlusslicht waren einmal mehr Wirecard mit minus 33,4 Prozent auf 17,10 Euro. Gut liefen dagegen die Autowerte: Continental waren mit plus 2,1 Prozent an der Indexspitze. BMW gewannen 1,7 Prozent, und VW 0,6 Prozent.

10:41 Uhr

Sorge um Rettungspaket - MDax-Start von Lufthansa misslingt

Lufthansa
Lufthansa 9,04

Abgerutscht in den MDax, die Probleme bleiben: Die Lufthansa-Aktie der ist wegen Zweifeln an einer erfolgreichen Rettung der Airline wieder stark unter Druck geraten. Sorgen um das Rettungspaket drückten die Anteile der Airline um 5,8 Prozent auf 9,58 Euro.

Die Lufthansa fürchtet angesichts einer niedrigen Aktionärspräsenz auf der Hauptversammlung am Donnerstag einen ungewissen Ausgang bis hin zu einer Insolvenzlösung. Denn die Zustimmung zu den 9 Milliarden Euro schweren Staatshilfen steht nach den Registrierungen der Anteilseigner mehr denn je auf der Kippe.

  • "Seit heute Nacht wissen wir, dass unsere Aktionäre weniger als 38 Prozent des Kapitals für diese Hauptversammlung angemeldet haben", hieß es in einem Brief von Lufthansa-Chef Carsten Spohr an die Mitarbeiter.
  • Damit sei nun eine Zweidrittelmehrheit nötig, "die nach jüngsten Äußerungen von wichtigen Aktionären insbesondere zu den Konditionen der Kapitalerhöhung nicht sicher erscheint."

Damit gemeint ist vor allem Lufthansa-Großaktionär Heinz Hermann Thiele, der zuletzt gut 15 Prozent der Anteile hielt und die Staatshilfen skeptisch betrachtet.

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10:26 Uhr

Anleger sollten angeschnallt bleiben

Die Märkte bleiben weiter nervös und reagieren empfindlich auf jede neue Nachricht. Experten befürchten, dass die Börsen auch die kommenden Monate sehr volatil bleiben werden. Friedhelm Tilgen diskutiert mit Dirk Heß von der Citigroup und Daniel Saurenz von Feingold Research über mögliche Kursentwicklungen und entsprechende Strategien für Anleger und Trader.

10:03 Uhr

Fliegengewicht Wirecard juckt Dax kaum noch

Die Kleine Stubenfliege hat die meisten Nachkommen. In der Zeit von April bis September könnte eine Fliege dafür sorgen, dass 5,6 Billionen Nachkommen entstehen.

Der Einfluss von Wirecard auf den Dax ist nun nur noch gering. Das Gewicht des taumelnden Zahlungsdienstleisters liegt aktuell nur noch bei knapp 0,2 Prozent. Vor dem Crash der Aktie hatte es noch knapp 1,4 Prozent betragen. Nun drückt ein weiteres dickes Wirecard-Minus den Dax nur noch um knapp 0,1 Prozent.

Das Papier stabilisierte sich am Vormittag etwas - es verbilligte sich "nur" noch um 38,1 Prozent auf 15,99 Euro.

09:49 Uhr

Schlechte Noten für Industriestandort Deutschland

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(Foto: imago stock&people)

Der Industriestandort Deutschland leidet aus Sicht der Unternehmen unter massiven strukturellen Problemen. Das geht aus der jüngsten Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hervor.

  • "Wir haben es mit den schlechtesten Bewertungen seit Beginn der Befragung 2008 zu tun", erklärte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben.

Insgesamt gaben die 1800 teilnehmenden Unternehmen dem Standort die Schulnote 3,9 - eine Notenstufe schlechter als bei der letzten Befragung vor drei Jahren. Schlusslicht bei den Standortfaktoren sind laut Umfrage die Fülle und Unverständlichkeit bei bürokratischen Auflagen. Zunehmende Melde-, Dokumentations- oder Aufbewahrungspflichten, langwierige Genehmigungsverfahren sowie engmaschigere Regulierungen bei Bauvorgaben oder Umweltauflagen sorgten weiterhin für Unzufriedenheit. Die Unternehmen gaben auch die Höhe der Steuern und Abgaben sowie steigende Energiekosten an.

09:32 Uhr

Goldpreis steigt kräftig an

Da ist er wieder, der sichere Hafen: Die Furcht vor einer zweiten Coronavirus-Infektionswelle lässt die  Anleger weiter bei Gold zugreifen. Die "Antikrisen-Währung" stieg am Morgen um ein knappes Prozent auf 1758,35 US-Dollar je Feinunze.

Damit lag der Goldpreis nur noch etwa 6 Dollar unter seinem Siebeneinhalb-Jahres-Hoch vom Mai.

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(Foto: picture alliance / dpa)

09:08 Uhr

Dax startet mit klarem Verlust - Wirecard stürzen weiter ab

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Wirecard 3,49

Die Angst vor einer weiteren Corona-Pandemiewelle hat auch den deutschen Aktienmarkt erfasst. Der Dax startete um 1,2 Prozent tiefer bei 12.185 Punkten in den Handel. Der MDax gab um 1,0 Prozent auf 25.988 Zähler nach. Der TecDax verlor 0,8 Prozent auf 2982 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 1,2 Prozent auf 3229 Punkte nach unten.

Nach neuen Hiobsbotschaften weiter im Tiefflug befanden sich Wirecard mit minus 45,8 Prozent auf 14 Euro. Deutsche Wohnen gewannen am ersten Tag im Dax 1,4 Prozent. Lufthansa begannen ihr MDax-Dasein mit einem kräftigen Abschlag von 5,7 Prozent.

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08:58 Uhr

Stagnation an den Asien-Märkten

Die wieder aufkeimende Furcht vor einer zweiten Corona-Welle hat die asiatischen Börsen ausgebremst. In Tokio kam der Nikkei kaum vom Fleck und notierte bei 22.500 Punkten. Die Börse Shanghai stagnierte bei 2966 Zählern.

Zu den größten Gewinnern am japanischen Aktienmarkt zählten Toshiba mit einem Kursplus von fünf Prozent. Der Elektronik-Konzern will seine Beteiligung an dem Speicherchip-Hersteller Kioxia versilbern und den Großteil des Erlöses an seine Aktionäre ausschütten.

Nikkei
Nikkei 22.145,96

08:32 Uhr

Wirecard-Aktie vorbörslich weit unter 20 Euro

Mit dem Wirecard-Aktie geht es weiter rasant abwärts. Vorbörslich notierte das Papier fast 30 Prozent tiefer bei 17,50 Euro.

Der Vorstand des Bezahldienstleisters geht davon aus, dass die Bankguthaben auf Treuhandkonten in Höhe von insgesamt 1,9 Milliarden Euro "mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht bestehen". Die Gesellschaft war bisher von der Existenz dieser Konten ausgegangen und hatte sie als Aktivposten ausgewiesen. Die Summe entspricht nach Angaben des Unternehmens in etwa einem Viertel der Konzernbilanzsumme.

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08:28 Uhr

Ölpreise verzeichnen leichte Abschläge

Brent Rohöl
Brent Rohöl 42,28

Kleine Anspannung an der Ölfront: Die Preise für das sogenannte schwarze Gold sind im frühen Handel mit leichten Abschlägen in die neue Handelswoche gegangen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete 42,05 US-Dollar. Das waren 14 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI fiel um 27 Cent auf 39,48 Dollar.

Der Rohölmarkt ist zurzeit gekennzeichnet durch ein begrenztes Angebot und die Aussicht auf eine steigende Nachfrage. Auf der Angebotsseite halten die großen Ölförderländer rund um die Opec und weitere verbündete Staaten die Produktion begrenzt. Sie reagieren damit auf den extremen Nachfrageeinbruch in der Corona-Krise. Allerdings gibt es erste Anzeichen einer Erholung der Nachfrage nach Rohöl und Erdölprodukten wie Benzin.

08:17 Uhr

Lufthansa steht Schicksalswoche bevor

Für die schwer von der Corona-Krise betroffene Lufthansa stehen entscheidende Tag an: Nicht nur, dass das neun Milliarden Euro schwere Rettungspaket der Bundesregierung für die Lufthansa zu scheitern droht. Es geht auch um die Zahl der Jobs, die Deutschlands größte Fluggesellschaft streicht.

08:00 Uhr

Dax startet niedriger als erwartet

Dax
Dax 12.505,43

Zum Auftakt der neuen Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Freitag war der Leitindex 0,4 Prozent höher bei 12.330 Punkten aus dem Handel gegangen. Zum Handelsauftakt werden die Indexänderungen der Deutschen Börse wirksam: Erstmals seit der Einführung des Dax ist die Lufthansa nicht mehr in der ersten Börsenliga vertreten.

Anleger werden auch den Bilanzskandal bei Wirecard im Auge behalten. Der Konzern teilte in der Nacht mit, die verschwundenen Milliarden existierten mit "überwiegender Wahrscheinlichkeit" nicht. Die vorläufigen Ergebnisse des vergangenen Geschäftsjahres sowie die Prognosen für 2020 und darüber hinaus seien daher nicht mehr zu halten. Auf der Konjunkturdaten-Agenda steht das Verbrauchervertrauen in der Euro-Zone.

07:34 Uhr

Euro lässt sich nicht aus der Bahn werfen

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,13

Der Euro notiert weiter an der Marke von 1,12 US-Dollar. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1205 Dollar und damit in etwa so viel wie am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,1210 Dollar festgesetzt.

Im asiatischen Devisenhandel blieb der Dollar fast unverändert bei 106,88 Yen und legte 0,1 Prozent auf 7,0777 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9517 Franken. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,2370 Dollar.

07:11 Uhr

Asiatische Börsen zeigen Sorge vor zweiter Welle

Nikkei
Nikkei 22.145,96

Die asiatischen Aktien haben die wachsenden Sorgen vor einer zweiten Infektions-Welle nicht abschütteln können. Steigende Coronavirus-Fallzahlen vor allem in den Vereinigten Staaten dämpften die Hoffnungen der Anleger auf eine schnelle wirtschaftliche Erholung. Die Börse in Tokio hat sich daher am Montag zunächst uneinheitlich gezeigt.

  • Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,1 Prozent höher bei 22.499 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index blieb unverändert und lag bei 1582 Punkten.
  • Die Börse in Shanghai lag 0,3 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,4 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,5 Prozent.