Dienstag, 13. April 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Max Borowski und Thomas Badtke
17:46 Uhr

Dax-Anleger wollen Zahlen, Daten, Fakten

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich auch im Dienstagshandel merklich bedeckt gehalten. Der Dax weist eine Handelsspanne von knapp 100 Punkten auf und kratzt im Tageshoch mit 15.282 Zählern an der 15.300er Marke. Aus dem Handel verabschiedet sich der Dax mit einem Plus von 0,1 Prozent und 15.234 Punkten. Das schürt die Hoffnung, dass die Lethargie sich vielleicht schon zur Wochenmitte und der US-Berichtssaison legen könnte. Mit JP Morgan, Goldman Sachs und Wells Fargo geben gleich drei führende US-Banken Einblick in ihre Geschäfte.

"Die Anleger sehnen die Berichtssaison herbei", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Susanne Althoff. "Positive Konjunkturdaten aus China, negative vom ZEW-Konjunkturindex: Die Anleger nehmen kaum Notiz davon, auch der verschärfte Lockdown ist bereits eingepreist", erläutert sie und verweist auf "sechs Gewinnwochen in Folge", die der Dax abgeliefert habe. "Die Anleger halten sich aktuell zurück."

Dax
Dax 15.399,65

  • Bei den Einzelwerten im Dax halten sich die Kursgewinne und -verluste erneut im Rahmen. Die größten Aufschläge verzeichnen Delivery Hero mit knapp zwei Prozent. Conti kommen auf etwa 1,5 Prozent. Auf der Verliererseite stehen MTU, RWE, VW und Telekom mit Abschlagen von jeweils etwa einem Prozent in der Spitzengruppe. 
Delivery Hero
Delivery Hero 125,25
VW Vorzüge
VW Vorzüge 210,75

 

17:22 Uhr

35 Prozent Kursplus: Babcock-Sanierungsplan kommt bei Anlegern gut an

Die Sanierungspläne lassen die Aktien des britischen Industriedienstleisters Babcock um bis zu 35 Prozent nach oben schnellen. Ein Restrukturierungsplan, der auch den Verkauf einzelner Geschäftsbereiche vorsieht, soll das Unternehmen wieder stärken, wie Konzernchef David Lockwood ankündigte.

BABCOCK INTL
BABCOCK INTL 3,87

16:33 Uhr

Impfstoff-Produktion: Versorgungsengpässe bremsen Novavax

Der US-Pharmakonzern Novavax kämpft bei der Produktion seines Covid-19-Impfstoffs mit Engpässen bei wichtigen Zulieferungen. Die angestrebte Gesamtproduktion von 150 Millionen Impfdosen pro Monat werde nun wohl erst im dritten Quartal erreicht, erklärt eine Novavax-Sprecherin. Ursprünglich war das bereits zur Jahresmitte angepeilt worden. Novavax-Vorstandschef Stanley Erck hatte in einem Reuters-Interview Ende Januar davon gesprochen, dass der Konzern im Mai oder Juni seine volle Produktionskapazität von 150 Millionen Dosen pro Monat erreichen könnte.

Eine Unternehmenssprecherin verweist auf Lieferengpässe etwa bei Einwegbioreaktoren und Filtern, die Novavax zur Impfstoffproduktion benötigt, und die nun zu der Verzögerung führen. Deshalb verzögert sich einem Insider zufolge auch der geplante Liefervertrag über bis zu 200 Millionen Impfdosen mit der Europäischen Union, der eigentlich schon zu Jahresbeginn unter Dach und Fach gebracht werden sollte.

Noch ist das Vakzin nicht zugelassen. Nach positiven Studienergebnissen könnte das Mittel allerdings noch in diesem Monat eine Zulassung in Großbritannien erhalten, in den USA könnte es im Mai genehmigt werden. In der EU strebt Novavax einen Zulassungsantrag im zweiten Quartal an. Laut Mitte März veröffentlichten Studienergebnissen ist der Impfstoff zu 96 Prozent gegen das ursprüngliche Coronavirus und zu 86 Prozent gegen die britische Variante wirksam.

Novavax
Novavax 146,50

16:10 Uhr

Aussetzung von Corona-Impfstoff empfohlen: J&J-Aktien unter Druck

Die Aktien von Johnson & Johnson geben rund 2,7 Prozent nach. Die US- Arzneimittelbehörde FDA und das Seuchenzentrum CDC empfehlen nach dem vereinzelten Auftauchen einer seltenen Erkrankung mit Blutgerinnseln eine sofortige Aussetzung von Corona-Impfungen mit dem Mittel des US-Pharmakonzerns.

Johnson & Johnson
Johnson & Johnson 138,72

16:55 Uhr

Wall Street startet uneinheitlich

An der Wall Street setzt sich am Dienstag keine klare Tendenz durch. Der lustlose Vortageshandel mit wenig Bewegung scheint sich fortzusetzen. Belastet wird das Sentiment von der Nachricht, wonach die Impfungen in den USA mit dem Vakzin von Johnson & Johnson wegen Blutgerinnungsproblemen ausgesetzt werden sollen. Die US-Gesundheitsbehörde FDA sowie die Behörde für Seuchenschutz haben eine kurzfristige Aussetzung der Impfungen empfohlen. Die Aktien des Pharmakonzerns geben 2,8 Prozent nach und belasten den Dow.

S&P 500
S&P 500 4.232,50

Im frühen Handel verliert der Dow-Jones 0,3 Prozent auf 33.642 Punkte, der S&P-500 zeigt sich hauchdünn im Minus. Der technologielastige Nasdaq-Composite steigt mit leicht sinkenden Anleiherenditen um 0,8 Prozent.

Nasdaq Composite
Nasdaq Composite 13.752,24

Die Verbraucherpreise im März sind indes kräftig und etwas deutlicher als vorhergesagt gestiegen. Die Jahresteuerung liegt klar über 2 Prozent - in der Kernrate jedoch noch darunter. Die zuletzt von einigen Volkswirten genannten Inflationswerte wurden aber nicht erreicht. Außerdem beruhe die anziehende Teuerung vor allem auf gestiegenen Energiepreisen, so Marktteilnehmer. Die US-Notenbank hatte ein mögliches Überschießen über das langfristige Ziel von zwei Prozent bereits in Aussicht gestellt. Notenbankchef Jerome Powell hatte jüngst erneut einer Zinserhöhung 2021 eine Absage erteilt und hohe Inflationswerte als temporär interpretiert.

"Die Bewertungen am Aktienmarkt sind ein wenig überdehnt. Sollten die Renditen am Anleihemarkt im Zuge einer anziehenden Inflation steigen, könnte eine große Zahl institutioneller Anleger aus sehr risikoreichen Aktien in weniger risikoreiche Rentenpapiere rotieren. Denn dort gibt es noch immer eine komfortable Rendite", sagt Chefvolkswirt Ludovic Subran von der Allianz.

15:22 Uhr

US-Preise ziehen so kräftig an wie seit gut achteinhalb Jahren nicht

Die Preise in den USA sind so stark gestiegen wie seit einem Jahr nicht mehr. Sie kletterten im März um 0,6 Prozent zum Vormonat, wie das Arbeitsministerium mitteilt. Das ist das größte Plus seit August 2012. Im Vergleich zum März 2020 stieg die Teuerungsrate auf 2,5 Prozent, nachdem sie im Februar noch bei 1,7 Prozent gelegen hatte.

Experten halten es für möglich, dass die Inflationsrate in den kommenden Monaten über die Marke von drei Prozent klettert. Ein Grund dafür ist auch ein statistischer Effekt: Vor einem Jahr lagen die Preise wegen der Corona-Rezession niedrig. "Vielerorts ruft diese Entwicklung Sorgen hervor", sagt der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel. "Die Furcht ist, dass nun aufgrund der fiskalischen und geldpolitischen Hilfen ein Inflationsdamm gebrochen ist."

Die US-Notenbank Fed verfolgt die Entwicklung mit Argusaugen. Sie hat nicht nur Vollbeschäftigung als Ziel, sondern auch stabile Preise. Sie unterstützt die von der Corona-Krise getroffene Wirtschaft mit monatlichen Geldspritzen von 120 Milliarden Dollar, was zur Inflation beitragen kann.

14:41 Uhr

Pierer sorgt bei Leoni für Kurssprung

Für die Titel von Leoni geht es an der SDax-Spitze zeitweise mehr als 14 Prozent hoch. Der Pierer-Konzern stockt seinen Anteil am Autozulieferer und Kabelspezialisten von 10 Prozent auf mehr als 15 Prozent auf.

Leoni
Leoni 12,28

14:24 Uhr

Symrise-Aktien setzen Duftmarke

Im Sog der Kursgewinne des Schweizer Duftstoff- und Aromenherstellers Givaudan legen die Titel des deutschen Konkurrenten Symrise im MDax mehr als zwei Prozent zu. Die Givaudan-Zahlen seien "richtig stark", heißt es von Händlerseite dazu. Vor allem das Geschäft in Asien habe sich sehr stark entwickelt. Hier zeige sich auf Mikroebene genau die starke Erholung im ersten Quartal, wie bei den Makrodaten aus China.  

Symrise
Symrise 106,85
Givaudan
Givaudan 3.519,00

 

13:44 Uhr

Hunger nach Zwischenbericht: Just Eat-Kurs klettert

Für Just Eat Takeaway.com geht es nach dem Zwischenbericht rund vier Prozent nach oben. Just Eat kündigt an, weiter stark zu investieren und seine Priorität auf die Steigerung des Marktanteils statt des bereinigten Gewinns zu legen. Das starke Auftragswachstum ist nach Einschätzung von Barclays keine große Überraschung. Entscheidend für die Zukunft werde, inwieweit das Unternehmen die Marktanteile in Großbritannien und anderen Märkten ausbauen könne. Die Analysten sehen das Unternehmen auf dem richtigen Weg und glauben an klare Marktanteilsgewinne im zweiten Halbjahr. Im Dax liegen Delivery Hero 2,4 Prozent im Plus, für den Börsenneuling Deliveroo geht es knapp sieben Prozent nach oben.

Deliveroo
Deliveroo 3,18
Delivery Hero
Delivery Hero 125,25

13:25 Uhr

US-Anleger blicken auf Verbraucherpreise

Der lustlose Handel mit wenig Bewegung dürfte sich an der Wall Street zunächst fortsetzen. Allerdings ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, denn noch vor Handelsbeginn stehen wichtige Inflationsdaten zur Veröffentlichung an. Die Verbraucherpreise dürften im März kräftig gestiegen sein. Volkswirte rechnen mit einer Jahresteuerung von klar über zwei Prozent.

Die US-Notenbank hatte ein mögliches Überschießen über das langfristige Ziel von 2 Prozent bereits in Aussicht gestellt. Doch hatte US-Notenbankgouverneur Jerome Powell jüngst erneut einer Zinserhöhung 2021 eine Absage erteilt und hohe Inflationswerte als temporär interpretiert. Doch alle Beteuerungen können die Zweifel am Markt nicht ausräumen. Geldpolitische Straffungen bleiben vor dem Hintergrund der Konjunkturerholung in den USA für Anleger auf der Agenda.

12:58 Uhr

Erneuter Corona-Dämpfer trifft deutsche Tourismus-Branche

Die deutsche Tourismusbranche muss wegen Reisebeschränkungen in der Virus-Pandemie weiter herbe Einbußen wegstecken. Hotels, Gasthöfe, Pensionen, Campingplätze und andere Beherbergungsbetriebe zählten im Februar zusammen nur 7,2 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste und damit 76 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. "Diese Ergebnisse zeigen auch für den Februar 2021 nachdrücklich die Folgen der Corona-Krise mit wiederholten Beherbergungsverboten oder -einschränkungen." Demnach hatten von den etwa 51.000 erfassten Unternehmen im Februar nur 29.300 geöffnet. Wegen der globalen Reisebeschränkungen sanken allein die Übernachtungen ausländischer Gäste um gut 86 Prozent.

Die Pandemie hat die deutsche Tourismusbranche bereits 2020 hart getroffen: Die Zahl der Übernachtungen brach um 39 Prozent auf rund 302 Millionen ein. Dies war der tiefste Stand seit dem Vorliegen gesamtdeutscher Ergebnisse 1992. Die Branche dringt auf Öffnungsperspektiven, die es aber wegen der dritten Infektionswelle derzeit kaum gibt. Deshalb steigt die Existenzangst in vielen Unternehmen.

12:38 Uhr

Covestro ziehen an Dax-Spitze

Die Papiere des Kunststoffkonzerns Covestro testeten als bester Dax-Wert mit plus 2,4 Prozent die Zwischenhochs von Ende März und Anfang April. Die Titel profitierten erneut vom Trend am Markt zu Zyklikern, denen eine Konjunkturerholung besonders nutzt.

Covestro
Covestro 58,18

12:23 Uhr

Bundes-Notbremse beflügelt "Stay-at-home"-Werte

Mit den Kabinettsbeschlüssen zur Bundes-Notbremse im Rücken notieren sogenannte Stay-at-Home-Aktien fester als der breite Markt. Die bundesweite Vereinheitlichung und Automatisierung von Lockdown-Regeln wird als verkaufsfördernd für Internet-Händler und ähnliche Branchen wie Essenzulieferer gesehen. So legen Hugo Boss 2,5 Prozent zu, das Unternehmen hatte jüngst angekündigt, die Onlineumsätze deutlich steigern zu wollen. Zalando, Teamviewer und Shop Apotheke notieren 1 bis zwei Prozent höher, Delivery Hero gewinnen etwa ein Prozent und Deutsche Post 1,3 Prozent. Der Dax klettert indes nur 0,3 Prozent.

Zalando
Zalando 86,68
Hugo Boss
Hugo Boss 42,70

 

11:56 Uhr

Ölpreis ist im Aufwind

Robuste Handelsdaten aus China treiben den Ölpreis. Die Sorte Brent verteuert sich 0,6 Prozent auf 63,65 Dollar je Barrel. US-Rohöl der Sorte WTI legt 0,5 Prozent auf 60,02 Dollar je Barrel zu. "Die Daten deuten auf eine inländische Wiederbelebung hin, die eine gute Nachricht für die Benzinnachfrage sein könnte, deshalb haben sich die Ölpreise nach der Veröffentlichung nach oben bewegt", sagt Stephen Innes, Stratege bei Axi.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 68,28
Rohöl WTI
Rohöl WTI 64,81

 

11:30 Uhr

Coinbase-Hype: Bitcoin steigt auf Rekordhoch

Die Kryptowährung Bitcoin erklimmt neue Rekordhöhen. Die Cyber-Devise verteuert sich um fast fünf Prozent auf bis zu 62.771 Dollar. "Das Aufdrehen des Geldhahns der Notenbanken dies- und jenseits des Großen Teichs wirkt als Katalysator für steigende Bitcoin-Kurse", sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. Auch der Börsengang der Krypto-Börse Coinbase sei ein Treiber. "Damit kommen Kryptowährungen auch verstärkt in der Aktienwelt an."

Bitcoin
Bitcoin 57.466,75

 

11:14 Uhr

ZEW: Börsianer sehen Konjunktur skeptischer

Börsianer blicken wegen der dritten Corona-Welle weniger optimistisch auf die deutsche Konjunktur. Das Barometer ihrer Erwartungen für die wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten sechs Monaten sank im April überraschend um 5,9 Punkte auf 70,7 Zähler, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zu seiner monatlichen Umfrage unter 178 Analysten und Anlegern mitteilt. Nach vier Anstiegen in Folge ist dies der erste Rückgang seit November 2020. Von Reuters befragte Ökonomen hatten hingegen mit einem Anstieg auf 79,0 Zähler gerechnet. Die konjunkturelle Lage wurde derweil besser bewertet.

"Die Finanzmarktexpertinnen und -experten sind etwas weniger euphorisch als im vorangegangenen Monat", kommentiert ZEW-Präsident Achim Wambach die Ergebnisse der Umfrage. Die Konjunkturerwartungen lägen aber immer noch auf einem sehr hohen Niveau und die aktuelle Lage werde deutlich besser eingeschätzt als im März. "Die Befürchtung, dass es zu einem verschärften Lockdown kommen könnte, lässt die Erwartungen für den privaten Konsum zurückgehen", sagte Wambach. Er betonte jedoch, dass die Exportaussichten besser eingeschätzt würden als zuletzt.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt dürfte Experten zufolge im ersten Quartal wegen der Corona-Beschränkungen um etwa zwei Prozent gesunken sein. Ab dem Frühjahr wird Europas größter Volkswirtschaft eine Erholung zugetraut. Im Gesamtjahr könnte es nach Prognose der Bundesregierung zu einem Wachstum von drei Prozent reichen. "Die an Fahrt aufnehmende Impfkampagne und eine starke Weltwirtschaft verbreiten Zuversicht", erklärt das Wirtschaftsministerium. Das Vorkrisenniveau dürfte damit aber erst Mitte 2022 wieder erreicht werden.

10:51 Uhr

Starke Wachstumsprognose treibt Dermapharm

Dermapharm gewinnen fast 4,5 Prozent. Der Medikamentenhersteller hat einen starken Umsatzausblick gegeben. Vor allem dank der Kooperation mit Biontech bei Corona-Impfstoffen wird mit einem sehr hohen Wachstum gerechnet. Der Umsatz soll im Mittel um bis zu 25 Prozent wachsen, das EBITDA sogar bis zu 50 Prozent. Dem stehen Jefferies-Schätzungen von plus 20 Prozent bei den Erlösen und 46 Prozent beim EBITDA gegenüber.

Dermapharm
Dermapharm 71,30

10:26 Uhr

Britische Wirtschaft ist auf Erholungskurs - Brexit verdaut?

Die britische Wirtschaft hat sich im Februar ein wenig vom Rückschlag zum Jahresauftakt erholt. Im Monatsvergleich sei die Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent gestiegen, teilt das Statistikamt ONS mit. Analysten hatten mit einer leichten Erholung gerechnet und waren im Schnitt von einem Anstieg um 0,5 Prozent ausgegangen.

Im Januar hatten Beschränkungen in der Corona-Krise und der Vollzug des Brexit die britische Wirtschaft stark belastet. Allerdings war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Jahresauftakt nicht so stark gesunken wie bisher gedacht. Die Statistikbehörde revidierte den Rückgang auf 2,2 Prozent im Monatsvergleich, nachdem zuvor ein Dämpfer um 2,9 Prozent gemeldet worden war. Anders als in vielen anderen Volkswirtschaften werden britische Wachstumsdaten nicht nur quartalsweise, sondern auch monatlich veröffentlicht.

Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich auch bei der britischen Industrieproduktion, wo nach einem Dämpfer im Januar eine Erholung im Februar folgte. Die Fertigung in den Industriebetrieben sei um 1,0 Prozent im Monatsvergleich gestiegen, wie die Statistikbehörde weiter mitteilte.

Trotz des Anstiegs im Februar bleibt die britische Industrieproduktion weiter deutlich unter dem Niveau von vor einem Jahr. Wir die Statistikbehörde weiter mitteilte, wurde im Februar 3,5 Prozent weniger produziert als im Februar 2020.

09:39 Uhr

Uber-Konkurrent Grab steht offenbar kurz vor 40-Milliarden-Spac-Deal

Südostasiens größter Fahr- und Essenslieferdienst Grab steht Insidern zufolge kurz vor der Bekanntgabe eines Börsengangs in den USA durch Verschmelzung mit einer Börsenhülle (Spac). Bei der Fusion mit Altimeter werde Grab mit fast 40 Milliarden Dollar bewertet, sagen drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Sie könnte noch am Dienstag angekündigt werden. Damit würde es sich um den größten jemals getätigten Spac-Deal handeln. Grab wollte keine Stellung nehmen. Altimeter war zunächst nicht erreichbar.

Grab, an dem Softbank und Mitsubishi UFJ Financial Group beteiligt sind, startete 2012 in Malaysia als Mitfahrdienst und wurde bei der jüngsten Finanzierungsrunde mit mehr als 16 Milliarden Dollar bewertet. Mittlerweile ist Grab in acht Ländern aktiv und liefert auch Essen aus und bietet Bezahldienste an. In Indonesien, dem wichtigsten Markt für Grab, strebt Konkurrent Gojek eine Fusion mit dem führenden Onlinehändler Tokopedia an. Grab, dessen Umsätze im vergangenen Jahr um 70 Prozent anzogen, schreibt rote Zahlen.

09:07 Uhr

Dax traut sich (noch) nicht aus der Deckung

Die verhaltene Börsenstimmung vom Wochenauftakt setzt sich zum Start in den Dienstagshandel fort. Der Dax bewegt sich zunächst kaum, notiert mit einem Stand von 15.240 Punkten knapp 0,2 Prozent im ... Bereits am Montag hatte der deutsche Börsenleitindex ein ähnliches Bild gezeigt, am Ende betrug die Handelsspanne nicht einmal 65 Punkten. Verhalten hatten sich auch Wall Street und die asiatischen Märkte präsentiert.

"Es ist eine Art Börsen-Mikado: Wer sich zuerst bewegt, verliert", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. Impulse für den Markt, die auch kursbewegend ausfallen könnten, sieht Meyer im ZEW-Konjunkturindex um 11.00 Uhr und in den US-Verbraucherpreisen am frühen Nachmittag. "Bis dahin dürfte der Handel wie schon am Montag eher verhalten ausfallen."

08:45 Uhr

Heutiger VW-Boss Diess sollte Tesla-Chef werden

Die Nähe von Herbert Diess zu Tesla und dessen Chef Elon Musk ist bekannt. Wie kein anderer deutscher Auto-Boss treibt Diess den Umbau von VW zum führenden Elektroautobauer voran. Nicht bekannt ist bisher, was der "Business-Insider" berichtet: Bevor Diess 2015 von BMW zu Volkswagen wechselte, versuchte Musk ihn zu Tesla zu holen. Demzufolge lag ein "unterschriftsreifer Vertrag" vor. Warum sich Diess letztlich dagegen entschied und nach Wolfsburg ging, ist nicht bekannt.

08:35 Uhr

Chinas Boom stützt Ölpreis

Die Ölpreise sind nach der Veröffentlichung von Daten zum chinesischen Außenhandel leicht gestiegen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 63,45 US-Dollar. Das waren 17 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI stieg um 14 Cent auf 59,84 Dollar.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 68,28

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern wurden die Ölpreise durch neue Daten zu Chinas Außenhandel gestützt. Dieser verzeichnete im März ein robustes Wachstum, das die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt kräftig ankurbelt. China zählt zu den großen Ölimporteuren der Welt. Gleichzeitig bleibt aber die Corona-Krise eine Belastung für die Ölpreise. Steigende Infektionszahlen und eine schleppende Impfkampagne in der Europäischen Union bremsten am Morgen die Ölpreise. Am Ölmarkt gibt es unter Anlegern die Sorge, dass die Pandemie länger dauern könnte als bisher gedacht.

08:26 Uhr

Wechsel in Airbus-Führung sorgt für Nervosität

Für etwas Nervosität bei Airbus könnten überraschende Wechsel im Management sorgen. "Wenn gleich zwei Topmanager unangekündigt am gleichen Tag gehen, wirft das immer Fragen auf", kommentiert ein Händler. Dies sei eine der bislang stärksten Managementumbauten unter CEO Guillaume Faury. Airbus tendieren vorbörslich gut behauptet.

08:08 Uhr

Steigende US-Inflation erwartet - Euro schwächelt

Der Kurs des Euro ist am Morgen gesunken. Die Gemeinschaftswährung sinkt auf ein Tagestief bei 1,1886 US-Dollar, nachdem sie in der vergangenen Nacht noch über 1,19 Dollar gehandelt worden war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,1904 Dollar festgesetzt.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,22

Am Markt war von einer breitangelegten Dollar-Stärke die Rede, die den Euro im Gegenzug belastet hat. Der Dollar konnte am Morgen zu allen anderen wichtigen Währungen zulegen. Zuletzt sind die Renditen für US-Staatsanleihen gestiegen, was für Auftrieb beim Dollar sorgte. Am Devisenmarkt ist derzeit die Preisentwicklung in den USA ein beherrschendes Thema. Mit der Aussicht auf ein stärkeres Anziehen der Konjunktur durch gewaltige staatliche Hilfsprogramme haben sich auch die Inflationserwartungen erhöht. Am Nachmittag stehen daher Daten zur Entwicklung der US-amerikanischen Verbraucherpreise besonders im Fokus. Es wird damit gerechnet, dass sich die Inflation in den USA im März kräftig verstärkt hat.

07:50 Uhr

Italien plant angeblich neues Milliarden-Konjunkturpaket

Die italienische Regierung bereitet nach Informationen von Insidern ein neues milliardenschweres Paket zur Ankurbelung der Konjunktur vor. Geplant sei eine Unterstützung für die Wirtschaft im Volumen von 40 Milliarden Euro, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person.

Die zusätzlichen Hilfen dürften das Haushaltsdefizit in diesem Jahr über zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukt treiben. Im vergangenen Jahr hatte die Verschuldung 9,5 Prozent betragen. Italien gehört zu den EU-Ländern, denen die Corona-Krise besonders hart zusetzt. 2020 war die Wirtschaft um 8,9 Prozent eingebrochen und damit so stark wie noch nie in der Nachkriegszeit. Die deutsche Wirtschaft schrumpfte um 4,9 Prozent.

07:34 Uhr

Dax dürfte im Plus starten

Der Dax dürfte Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Zum Wochenstart waren die Anleger nur zögerlich an die Börsen zurückgekehrt. Am Montag war der Dax wenig verändert mit 15.215 Punkten aus dem Handel gegangen.

Dax
Dax 15.399,65

"Langfristig sprechen eine weiter ultraexpansive Geldpolitik und die Aussicht auf einen dynamischen Aufschwung nach der Pandemie weiter ganz klar für Aktien", sagte Jochen Stanzl, Marktanalyst vom Handelshaus CMC Markets

07:26 Uhr

1.700.000.000.000 Dollar - US-Defizit mehr als verfünffacht

Das Haushaltsdefizit der USA ist in der ersten Hälfte des Fiskaljahres auf einen Rekordwert von 1,7 Billionen Dollar gestiegen. Allein im März belief es sich auf 660 Milliarden US-Dollar und war damit um 454 Prozent größer als im März des Vorjahres. Eine dritte Runde von Konjunkturanreizen ließ die Bundesausgaben im vergangenen Monat in die Höhe schnellen.

Die Lücke im Etat, die durch die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Schließungen, die die Wirtschaft ab März 2020 ins Trudeln brachten, vergrößert wurde, ist nun mehr als doppelt so groß wie im gleichen Zeitraum vor einem Jahr, wie das US-Finanzministerium am Montag mitteilte.

Die Einnahmen stiegen im März um 13 Prozent auf 268 Milliarden Dollar, während die Ausgaben um 161 Prozent auf 927 Milliarden Dollar zulegten - die dritthöchste je verzeichnete Summe, nach Juni und April des vergangenen Jahres.

07:17 Uhr

Chinas Boom macht der Weltwirtschaft Hoffnung

China wird immer mehr zum Powerhouse der Weltkonjunktur, wie die aktuellen Daten der chinesischen Handelsbilanz im ersten Quartal zeigen. Das Land erholt sich damit relativ besser von den Folgen der Corona-Krise, obwohl sie in China ihren Anfang nahm. Im März beschleunigte sich vor allem die Entwicklung bei den Importen, sie sprangen um 38,1 Prozent an, stärker als mit 25 Prozent erwartet, und spiegeln damit einen kräftigen Anstieg der Binnennachfrage. Für die nach China exportierenden Unternehmen sind das gute Nachrichten.

Für den Rest der Welt sieht es hingegen bei der Nach-Corona-Erholung weniger gut aus. Die Exporte aus China hinaus legten zwar um 30,6 Prozent zu, erwartet wurde aber ein noch höheres Plus von 40 Prozent.

07:14 Uhr

Asiatische Anleger halten sich zurück

Die asiatischen Börsen zeigen sich zurückhaltend, nachdem die US-Märkte schwächer abgeschlossen haben. "Die Volatilität an den US-Märkten hat nachgelassen, da sie vor der Berichtssaison flach gehandelt werden", sagte James Rosenberg, ein Berater von Baillieu Holst in Sydney. Die Anleger warten nun auf den Beginn der Gewinnsaison und die Veröffentlichung wichtiger Inflationsdaten, die Aufschluss darüber geben sollen, wie sich die globale Erholung von der Pandemie entwickeln wird.

Nikkei
Nikkei 29.357,82

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1 Prozent höher bei 29.832 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,8 Prozent und lag bei 1969 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,6 Prozent.

07:10 Uhr

Durchbruch bei Tarifverhandlungen bei VW

Bei den Tarifverhandlungen zwischen dem Wolfsburger Autobauer und der IG Metall hat es in der Nacht zu Dienstag offenbar einen Durchbruch gegeben. Wie der Deutschlandfunk unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, einigten sich die Vertreter beider Parteien auf ein gemeinsames Paket. Nähere Einzelheiten hierzu sollen am Vormittag erläutert werden. Bei den Verhandlungen ging es darum, einen Tarifabschluss für die 120.000 Mitarbeiter der sechs westdeutschen VW-Werke zu erreichen.

06:26 Uhr

Das wird für den Dax heute wichtig

Der sehr verhaltene Handel am deutschen Aktienmarkt zum Start in die neue Handelswoche könnte sich am Dienstag fortsetzen. Der Dax verabschiedete sich aus dem Montagsgeschäft kaum verändert. Die Handelsspanne betrug aber nicht einmal 65 Punkte - das Tagestief lag bei 15.212, das Tageshoch bei 15.275 Zählern. Die ntv-Börsenkorrespondenten Susanne Althoff und Frank Meyer sprachen unisono von einem "ruhigen Handel" und verweisen auf die später in der Woche beginnende Berichtssaison.

Als Impulsgeber könnte sich im Dienstagshandel der ZEW-Konjunkturindex erweisen. Überhaupt steht konjunkturseitig so Einiges auf dem Programm: britische Erzeugerpreise, italienische Industrieproduktion, deutsche Großhandelspreise. Aus den USA kommen dann auch noch frische Zahlen Realeinkommen und den Verbraucherpreisen. Dafür herrscht auf der Unternehmensseite noch die Ruhe vor dem großen Sturm und dem Start in die US-Berichtssaison, wo am Mittwoch mehrere Großbanken in ihre Bücher schauen lassen.

Wie der Wochenstart genau verlaufen ist, lesen Sie hier.

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