Dienstag, 04. Juni 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Fed-Zinssenkung in Sicht - Dax schafft fast die 12.000

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(Foto: picture alliance/dpa)

Zinssenkung heißt das Wort, dass heute an den europäischen Aktienmärkten die Runde machte. Es wurde mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 60 Prozent eine erste Leitzinssenkung der US-Notenbank Fed bereits im Juli erwartet. Fed-Chef Jerome Powell hat dafür bereits verbal die Tür geöffnet.

So erholte sich auch der deutsche Aktienmarkt weiter. Nach dem gestrigen Plus gewann der Dax heute 1,5 Prozent und schloss bei 11.971 Punkten - sein Tageshoch lag bei 11.988 Stellen. Der MDax legte um 0,6 Prozent auf 25.050 Zähler zu. Der EuroStoxx50 stieg um 1,1 Prozent auf 3337 Punkte.

Tagessieger im Dax waren Covestro mit plus 4,8 Prozent. Im Leitindex schlossen lediglich Beiersdorf, Adidas, SAP und Wirecard im Minus.

Mir bleibt nur noch, Ihnen einen angenehmen Abend zu wünschen.

17:10 Uhr

Trump erhöht massiv Druck auf Mexiko

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(Foto: imago images / i Images)

Klare Ansage an die mexikanische Adresse: US-Präsident Donald Trump rechnet ungeachtet der laufenden Verhandlungen damit, dass in der kommenden Woche die Importzölle auf sämtliche Waren aus dem südlichen Nachbarland in Kraft treten. Mexiko müsse seine Bemühungen intensivieren, den Zustrom von Migranten in die USA zu stoppen, sagte Trump auf einer Pressekonferenz in London.

Mexikos Außenminister Marcelo Ebrard sagte hingegen in Washington, er sehe eine 80-prozentige Chance, dass beide Länder eine Lösung aushandeln könnten, um die Zölle zu verhindern.

16:53 Uhr

VW-Spitze einigt sich wohl mit Betriebsrat über Sparkurs

VW Vorzüge
VW Vorzüge 170,10

Im Zwist bei Volkswagen um die künftige Ausrichtung der Kernmarke VW Pkw mit dem Abbau von bis zu 7000 Stellen scheint eine Lösung gefunden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gibt es zwischen Unternehmen und Betriebsrat eine Einigung auf wesentliche Eckpunkte. Details zur Digitalisierung der Flotte will VW morgen Vormittag auf einer Pressekonferenz in Wolfsburg vorstellen.

Nachdem Personalvorstand Gunnar Kilian im April von einer Annäherung sprach, gibt es nun wohl einen Durchbruch. Allein bei den nächsten drei Geburtenjahrgängen, die für die Altersteilzeit in Frage kommen, sieht das Unternehmen das Potenzial wegfallender Stellen insgesamt sogar bei rund 11 000. Betriebsbedingte Kündigungen sind dabei nicht geplant.

16:27 Uhr

Fed-Chef Powell öffnet Tür für Zinssenkung

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(Foto: REUTERS)

US-Notenbankchef Jerome Powell hat eine angemessene Reaktion auf Auswirkungen des Zollstreits angekündigt und damit indirekt eine Zinssenkung in Aussicht gestellt. Die Fed beobachte die Entwicklungen rund um die Handelsstreitigkeiten genau, sagte er auf einer Notenbank-Konferenz in Chicago. Zugleich ließ die kurze Erklärung des Fed-Präsidenten aufhorchen, da er bislang gebräuchliche Schlüsselwörter für den Zinskurs wegließ. So hatten die Währungshüter sich zuletzt auf die Formulierung festgelegt, dass sie es bei den Zinsen "geduldig" angehen lassen wollen.

An den Märkten wird mittlerweile fest damit gerechnet, dass die US-Notenbank spätestens im Dezember, womöglich aber bereits im  Sommer die Zinsen senkt. Der Leitzins liegt derzeit in einer Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent.

16:16 Uhr

Anleger setzen auf Zinssenkung - Plus an der Wall Street

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(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Spekulationen auf eine baldige Zinssenkung der US-Notenbank Fed hat der Wall Street zu Handelsbeginn Auftrieb gegeben. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 stiegen um jeweils etwa ein Prozent. Auslöser des Kursanstiegs waren Aussagen des Fed-Bankers James Bullard, der gesagt hatte, dass eine Zinssenkung bald notwendig sein könnte.

Darüber hinaus gebe es Hoffnungen, dass der US-Senat die von Präsident Donald Trump angedrohten Strafzölle auf mexikanische Waren verhindern werde, sagte Scott Brown, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Raymond James. Der mexikanische Außenminister Marcelo Ebrard äußerte die Hoffnung, bei den Streit-Themen Einwanderung und Zölle zu einer Einigung zu kommen.

Zu den Favoriten an der Wall Street gehörte der Lkw-Bauer Navistar mit einem Kursplus von 6,1 Prozent. Navistar hob seine Ziele für das Gesamtjahr an.

16:04 Uhr

Bei Sixt-Aktionären herrscht beste Laune

Sixt Leasing
Sixt Leasing 11,54

Hochstimmung herrschte auf der Hauptversammlung des Autovermieters Sixt in München: Unter dem Beifall der Aktionäre dankte Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) dem Vorstand und den Mitarbeitern für das "erfolgreichste Geschäftsjahr der Firmengeschichte". Sie lobte die hohen Investitionen in Digitalisierung und in den Ausbau des US-Geschäfts - das lasse auch in den nächsten Jahren viel erwarten. Sixt hatte den Umsatz 2018 um 13 Prozent auf über 2,9 Milliarden Euro erhöht und den Gewinn auf 535 Millionen verdoppelt.

Konzernchef Erich Sixt zeigte sich drei Wochen vor seinem 75. Geburtstag bestens gelaunt. Die Familie Sixt hält 58 Prozent der Stimmrechte. Die Söhne Alexander und Konstantin sind seit 2015 im fünfköpfigen Vorstand.

15:45 Uhr

Gerry Weber hofft auf Investorenangebote noch im Juni

Gerry Weber
Gerry Weber ,04

Beim insolventen Modehersteller Gerry Weber soll es binnen Wochen Klarheit über Offerten von Investoren geben. Das erklärte Sachwalter Stephan Meyer von der Anwaltskanzlei Pluta, der in seiner Rolle von der Gläubigerversammlung bestätigt wurde. Derzeit lägen mehrere unverbindliche Offerten von Interessenten vor. Parallel werde aber auch an einer Sanierungslösung über einen Insolvenzplan gearbeitet.

Noch im Juni solle eine Entscheidung über den weiteren Weg gefällt werden, betonte Meyer. Die von der Insolvenz betroffene Dachgesellschaft Gerry Weber International hat den Angaben zufolge rund 1500 Gläubiger mit bislang gemeldeten Forderungen von etwa 275 Millionen Euro. Von der Pleite sind auch Arbeitsplätze betroffen: Durch die Schließung von Läden sollen rund 330 Vollzeitstellen wegfallen, weitere wurden bereits in der Unternehmenszentrale in Halle abgebaut.

15:31 Uhr

Express-Zertifikate: Schnell mit Puffer unterwegs

Nach dem holprigen Mai lässt sich der Dax weiter Zeit, nach oben durchzustarten. Anleger setzten momentan auf mehr Sicherheit. Ob Express-Zertifikate eine gute Wahl sind, risikoärmer Gewinne einzufahren, erklärt Christine Romar von der Citigroup im Gespräch mit Bianca Thomas.

15:16 Uhr

Germania-Aus belastet Alltours

Der Reiseveranstalter Alltours baut sein Angebot in Spanien aus. Auch die Preise ändern sich. Foto: Rolf Vennenbernd/ Archiv

Der Reiseveranstalter Alltours baut sein Angebot in Spanien aus. Auch die Preise ändern sich. Foto: Rolf Vennenbernd/ Archiv

(Foto: dpa)

Engpässe bei Flugkapazitäten und rückläufige Passagierzahlen machen dem Reiseveranstalter Alltours in diesem Jahr zu schaffen.

  • "Der Winter begann vielversprechend", sagte Inhaber Willi Verhoven in Düsseldorf. "Doch das Aus der Germania hat die positive Entwicklung gestoppt."

Die Fluggesellschaft hatte Anfang dieses Jahres Insolvenz angemeldet. Zwar habe es sich dabei um eine kleinere Airline gehandelt. Doch der Markt habe sich von der Air-Berlin-Pleite im Jahr 2017 noch nicht erholt, so Verhoven. Er sprach von einer "besonderen Keule". Die darauf folgenden Engpässe hätten dazu geführt, dass die hohe Nachfrage im Winter nicht habe bedient werden können. Auch das Sommergeschäft läuft für das Familienunternehmen noch nicht rund.

  • "Aufgrund des heißen Sommers im letzten Jahr lassen sich die Kunden in diesem Jahr Zeit", teilte Alltours mit.
14:54 Uhr

Wieder mehr Pkw-Neuzulassungen in Deutschland

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(Foto: picture alliance / Ingo Wagner/d)

Die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland haben im Mai wieder Fahrt aufgenommen. Mit 332.962 Autos lag die Steigerungsrate bei 9,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im April hatte sich noch ein Minus von 1,1 Prozent gezeigt. Die meisten Neuwagen waren Benziner, gefolgt von Pkw mit Dieselantrieb. Bei den alternativen Antrieben zeigte sich eine positive Entwicklung. 4630 Elektro-Pkw wurden neu zugelassen, das war ein Plus von 100,4 Prozent. Bei den Hybriden wurden 19.306 Neuzulassungen registriert, ein Wachstum von 87,5 Prozent.

Bei den deutschen Marken erreichten BMW (+41,9 Prozent), Smart (+36,3 Prozent), Ford (+18 Prozent) und Opel (+15,2 Prozent) zweistellige Zulassungssteigerungen. Ebenfalls im Plus lagen Mercedes (+9,5 Prozent) und Porsche (+3,9 Prozent).

14:39 Uhr

Dax marschiert in Richtung 12.000

In der Hoffnung auf einen Wachstumsschub durch Zinssenkungen der großen Notenbanken steigen Anleger in europäische Aktien ein. Der Dax legte am Nachmittag um 1,4 Prozent auf 11.953 Punkte zu, der EuroStoxx50 gewann 0,6 Prozent auf 3319 Zähler. Genährt wurden die Spekulationen durch die Entscheidung der australischen Notenbank, den Schlüsselsatz auf ein Rekordtief zu senken.

An der Dax-Spitze rangierten Covestro mit plus 5,4 Prozent. Schlusslicht waren SAP mit minus 0,7 Prozent.

14:16 Uhr

Opel greift mit Corsa-e bei E-Mobilität an

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(Foto: dpa)

Opel geht in die Offensive: Die PSA-Tochter bringt ihren Hoffnungsträger, den vollelektrischen Kleinwagen Corsa, für einen Preis von unter 30.000 Euro auf den Markt und will so Kunden für einen Umstieg zur Elektromobilität ködern. Der Wagen könne ab sofort bestellt werden und werde ab Frühling an die ersten Kunden ausgeliefert, kündigte Opel-Chef Michael Lohscheller anlässlich der Weltpremiere des Autos an.

Produziert werden soll der Corsa-e im spanischen Saragossa. In Deutschland liege der Preis für die Basisversion bei 29.900 Euro. Mit der Batterie, auf die Opel eine Garantie von acht Jahren gebe, könnten bis zu 330 Kilometer je Ladung gefahren werden.

14:01 Uhr

Krise in Südafrika - BIP schrumpft sehr stark

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Werfen wir einmal einen Blick auf den Schwarzen Kontinent: Die südafrikanische Wirtschaft hat im ersten Quartal den stärksten Einbruch seit einem Jahrzehnt verzeichnet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte um annualisiert 3,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie die dortige Statistikbehörde mitteilte.

Die Landwirtschaft verzeichnete eine Einbuße von 13,2 Prozent. Im wichtigen Bergbau gab es ein Minus von 10,8 Prozent und im verarbeitenden Gewerbe von 8,8 Prozent. Die beiden letztgenannten Branchen waren von schweren Stromausfällen besonders betroffen, die im ersten Quartal auftraten.

13:43 Uhr

Insider: US-Börsenaufsicht ermittelt gegen Siemens und GE

Siemens, Philips und General Electric sind Insidern zufolge wegen angeblicher Bestechungsversuche in China ins Visier der US-Börsenaufsicht SEC geraten. Den Unternehmen werde vorgeworfen, lokale Mittelsmänner für die Aushandlung von Bestechungsgeldern mit chinesischen Vertretern der Regierung und von Krankenhäusern eingesetzt zu haben, um medizinische Geräten zu verkaufen, meldete Reuters unter Berufung auf zwei Insider aus den USA.

Die Ermittlungen seien neben einer Untersuchung der Geschäfte in Brasilien Teil der Anstrengungen der US-Regulierer, gegen mutmaßliche Korruption beim Verkauf teurer medizinischer Geräte durchzugreifen. Die SEC wollte sich dazu nicht äußern. Siemens, GE und Philips wiesen die Vorwürfe zurück.

13:18 Uhr

Zeichen an Wall Street stehen auf Stabilisierung

Der Schrecken über den protektionistischen Kurs von US-Präsident Donald Trump scheint an der New Yorker Wall Street vorerst verflogen zu sein. Doch die damit einhergehenden Sorgen bestehen weiter und verhindern eine nachhaltige Erholung des gebeutelten Aktienmarkts.

Heute dürfte sich die Stabilisierung der US-Börsen fortsetzen, doch echte Kauflust dürfte nicht aufkommen. Dafür haben die schwelenden Handelskonflikte bereits zu stark auf das globale Wachstum gedrückt. Mexiko setzt im aktuellen Handelsstreit und der faktischen Aufkündigung des gerade erst geschlossenen Freihandelsabkommens zwischen Mexiko, Kanada und den USA durch Trump zwar auf Verhandlungen, drohte aber zugleich auch mit Gegenmaßnahmen.

12:58 Uhr

Tausende Vorbestellungen für neues VW-Elektroauto

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(Foto: dpa)

Interessantes aus Wolfsburg: Die Nachfrage nach dem ID.3, dem ersten Volkswagen-Elektroauto aus der neuen ID-Serie, übertrifft die Erwartungen des Herstellers.

  • "Wir haben die Marke von 20.000 Vorbestellungen übersprungen", sagte Jürgen Stackmann, Vertriebsvorstand der Marke VW, dem Fachdienst "Tagesspiegel Background Mobilität & Transport".
  • 30.000 ID.3 zum Stückpreis von knapp 40.000 Euro hatte VW als "First Edition" für Vorbestellungen reserviert. Das Pre-Booking startete vor einem Monat.
     

Der ID.3 wird im sächsischen Zwickau gebaut. Dort sollen künftig bis zu 100.000 Fahrzeuge pro Jahr vom Band rollen. Auch bei Flottenbetreibern scheint der ID.3, der den Volumenmarkt der "Golf"-Klasse ansprechen soll, auf Interesse zu stoßen. Laut Stackmann gibt es Gespräche mit Großkunden.

12:37 Uhr

Neuer Schlag für Bayer: Erste Glyphosat-Klage in Australien

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Die Kette der Hiobsbotschaften für Bayer reißt nicht ab: Die Klagewelle wegen des Unkrautvernichters Glyphosat erreicht nun auch Australien. Dort verklagte ein Gärtner aus Melbourne die Bayer-Tochter Monsanto wegen der angeblich krebserregenden Wirkung ihres glyphosathaltigen Herbizids Roundup beim Obersten Gerichtshof des Bundesstaats Victoria. Bei dem 54-jährigen Kläger Michael Ogalirolo wurde Lymphdrüsenkrebs (Non-Hodgkin-Lymphom) diagnostiziert. Er führt seine Erkrankung auf Roundup zurück, das er über 20 Jahre als selbstständiger Landschaftsgärtner einsetzte, und wirft Monsanto vor, nicht davor gewarnt zu haben, dass die Verwendung der Produkte gefährlich sei.

Die Klage basiert nach Angaben der Kanzlei auf den jüngsten Urteilen zu Roundup in den USA. Dort gibt es inzwischen etwa 13.400 Kläger wegen des von Monsanto entwickelten Unkrautvernichters.

12:21 Uhr

Erwartung einer Fed-Zinssenkung - Dax über 11.900

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(Foto: imago/Sven Simon)

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben am Dienstag die zurückgekehrte Zinsfantasie honoriert. Nach einer schwächeren Eröffnung erholten sich alle relevanten Indizes. Der Dax notierte kurz nach Mittag 1,0 Prozent höher bei 11.916 Punkten. Der MDax gewann 0,5 Prozent auf 25.011 Zähler. Der EuroStoxx50 legte um 0,5 Prozent auf 3317 Punkte zu. An den Finanzmärkten setzt sich zunehmend die Erwartung durch, dass die US-Notenbank Fed ihren Leitzins bald verringern könnte.

Gut erholt zeigten sich die Autowerte von ihrem zuletzt deutlichen Kursrutsch. So gehörten die Papiere von Continental, Daimler, BMW und Volkswagen mit Gewinnen zwischen 1,8 und 3,1 Prozent zu den Top-Werten im Dax.

12:05 Uhr

Prozess teilweise unfair - Entschädigung für Kaupthing-Manager

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(Foto: dpa)

Im Prozess gegen ehemalige Manager der isländischen Bank Kaupthing wurde aus Sicht des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) teilweise gegen das Recht auf Unvoreingenommenheit verstoßen. Demnach habe ein Sohn eines am Prozess gegen die Kaupthing-Manager beteiligten Richters selbst eine Zeit lang bei dem einst größten Geldhaus des Landes gearbeitet, erklärte der EGMR in Straßburg. Dem ehemaligen Chef der Bank, Heidar Már Sigurdsson, dem Ex-Aufsichtsratschef Sigurdur Einarsson und zwei weiteren Managern stehe deshalb eine Entschädigung in Höhe von jeweils 2000 Euro zu, so der Gerichtshof.

Kaupthing war 2008 zusammengebrochen und hatte einen riesigen Schuldenberg hinterlassen. Neben Kaupthing waren auch die Geldinstitute Glitnir und Landsbanki zusammengebrochen und hatten die kleine Inselrepublik mit rund 338.000 Einwohnern in eine schwere Finanz- und Wirtschaftskrise gestürzt.

11:49 Uhr

Lufthansa-Boss optimistisch - Airlineaktien gesucht

Lufthansa
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Kräftig nach oben geht es für Aktien von Fluggesellschaften. Dies wird im Handel vornehmlich auf eine technische Gegenbewegung nach dem jüngsten Abverkauf zurückgeführt. Daneben hat sich aber auch Lufthansa-Chef Spohr in einem Zeitungsinterview positiv zu den Sommerbuchungen geäußert. Diese sähen gut aus. Die Sorge um ein schwaches Geschäft war einer der Gründe für die jüngste Schwäche des Sektors.

Lufthansa stiegen um 2,3, Air France um 3,5 und IAG um 2 Prozent. Auch Easyjet und Ryanair waren gesucht.

11:34 Uhr

Eurozonen-Arbeitsmarkt robuster als erwartet

Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone ist im April auf den niedrigsten Stand seit August 2008 gesunken. Wie die europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte, ging die Arbeitslosenquote auf 7,6 Prozent zurück, nachdem sie im März bei 7,7 gelegen hatte. Volkswirte hatten eine stabile Quote von 7,7 Prozent prognostiziert. In der gesamten EU-28 verharrte die Arbeitslosenquote bei 6,4 Prozent. Das ist die niedrigste Quote, die seit Beginn der monatlichen Reihen zur EU-Arbeitslosigkeit im Januar 2000 in der EU-28 verzeichnet wurde.

Nach Schätzungen von Eurostat waren im April in der Eurozone 12,53 Millionen Menschen und in der gesamten EU 15,8 Millionen Menschen arbeitslos.

11:14 Uhr

Euro wird wegen Mexiko-Konflikts zum sicheren Hafen

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Weil der Zollkonflikt zwischen Mexiko und den USA einen direkten Einfluss auf die US-Wirtschaft hat, übernimmt der Euro derzeit die Funktion des US-Dollar als sicherer Hafens, wie die Devisenexperten der Unicredit betonen. Entsprechend steige der Euro zum Dollar und habe zuletzt mit 1,1272 Dollar auf den höchsten Stand seit sieben Wochen markiert. Andere als sichere Häfen geltende Devisen entwickelten sich zum Dollar ebenfalls nach oben.

Die wohl schwächer hereinkommenden Inflationsdaten aus der Eurozone dürften der Euro-Stärke kaum etwas anhaben, urteilen die Devisenexperten weiter. Eine niedrigere Inflation sei nämlich vornehmlich auf technische Faktoren zurückzuführen und deute nicht auf strukturelle Veränderungen. Einer Umfrage des "Wall Street Journals" zufolge wird die Kerninflation der Eurozone im Mai auf 1,4 Prozent nach 1,7 Prozent im April nachgeben.

10:54 Uhr

Europa wird zum Leidtragenden des Handelskonflikts

In dem seit fast einem Jahr andauernden Handelskonflikt zwischen den USA und China schwelt es weiter. Gegenseitige Vorwürfe und Drohungen bestimmen das aktuelle Geschehen. Experten sprechen inzwischen von einem neuen Kalten Krieg, der die ganze Welt entzweien könnte.

10:42 Uhr

Dax dreht ins Plus - Techwerte unter Druck

Dax
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Der deutsche Aktienmarkt hat sich nach einer schwächeren Eröffnung berappelt und ist ins Plus gedreht. Unterstützung kam von neuen Hoffnungen der Anleger auf bald wieder sinkende US-Leitzinsen. Berichte über eine Kartelluntersuchung der Marktmacht von Google und Facebook belasteten allerdings die Technologiewerte.

Der Dax notierte am Vormittag 0,6 Prozent höher bei 11.858 Punkten. Der MDax zeigte sich 0,1 Prozent höher 24.915 Zählern. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx50 sank um 0,2 Prozent auf 3293 Stellen

  • "Die Unsicherheiten sind allerdings noch lange nicht vom Tisch. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis der Gong für die nächste Runde im US-chinesischen Handelsstreit ertönt", warnte Analyst Timo Emden von Emden-Research.

Im Sog der schwachen US-Tech-Werte sackten auch die deutschen Technologieaktien merklich ab. So verloren die Aktien von SAP 1,9 Prozent, Carl Zeiss Meditec 2,4 Prozent, RIB Software 2,6 Prozent und Nemetschek 1,2 Prozent.

10:15 Uhr

Ölmarkt leidet unter Konjunkturabkühlung

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(Foto: picture alliance / epa Larry W. )

Die weltweite Konjunkturabkühlung hat den Ölmarkt erreicht und die Nachfrage nach dem sogenannten schwarzen Gold abgebremst. Nordsee-Öl der Sorte Brent kostete mit 60,78 Dollar zeitweise 0,8 Prozent weniger als am Vortag, leichtes US-Öl der Sorte WTI verbilligte sich im Handelsverlauf um bis zu 0,7 Prozent. Fachleute verwiesen auf den Handelskonflikt zwischen den USA und China. Dieser schüre Sorgen vor einer weltweiten Nachfrageschwäche, schrieb das Brokerhaus Eastport.

Um den Ölpreis zu stützen, haben sich die Mitglieder des Ölkartells Opec und Russland auf eine Förderbremse geeinigt. Bis Anfang Juli wollen sie eine Entscheidung treffen, wie es dabei weitergeht. Gestern hatte sich Saudi-Arabien zu der Förderbremse bekannt.

09:51 Uhr

VW-Absatz in den USA wächst kräftig

Gute Zahlen werden aus Wolfsburg vermeldet: Volkswagen hat auch im Mai das mit Abstand stärkste Absatzwachstum auf dem US-Automarkt erzielt, der sich insgesamt sehr differenziert entwickelte. Während andere Hersteller teils spürbare Verkaufsrückgänge verzeichneten, erzielte der Dax-Konzern dank einer starken SUV-Nachfrage ein Absatzplus von 14 Prozent. Neben dem Atlas und dem Tiguan war besonders der neue Jetta gefragt.

Bei der VW-Premiumtochter Audi hat sich die Abwärtsdynamik zwar deutlich verlangsamt, für ein Verkaufsplus hat es aber nicht gereicht. Der Ingolstädter Autokonzern berichtete über einen Absatzrückgang von 2,2 Prozent. Bessere Verkäufe des A6 und Q5 konnten den Absatzeinbruch des A3 und A4 von über einem Drittel nicht kompensieren. Porsche erzielte dagegen, wie die beiden Premiumhersteller Mercedes-Benz und BMW, immerhin ein kleines Verkaufsplus.

09:35 Uhr

Milliarden für Softbank nach Verkauf von Alibaba-Anteilen

Softbank
Softbank 35,52

Der Verkauf von Anteilen an dem chinesischen Internethändler Alibaba lässt die Kassen bei dem japanischen Technologie- und Telekomkonzern Softbank klingeln. Er erwartet aus der Veräußerung einen Vorsteuergewinn von 1,2 Billionen Yen (9,9 Milliarden Euro). Der Gewinn soll im zweiten Quartal verbucht werden.

Der Gründer und Geschäftsführer der Softbank-Gruppe, Masayoshi Son, kaufte sich im Jahr 2000 für nur 20 Millionen US-Dollar (18 Millionen Euro) bei Alibaba ein, der in den vergangenen Jahren rasant zu einem der größten E-Commerce-Konzerne gewachsen ist.

09:09 Uhr

Dax startet im Minus

Dax
Dax 12.680,04

Der deutsche Aktienmarkt ist mit Verlusten in den heutigen Handel eingestiegen. Der Dax gab um 0,6 Prozent auf 11.718 Punkte nach. Der MDax verlor ebenfalls 0,6 Prozent auf 24.731 Zähler. Mit dem TecDax ging es um 1,2 Prozent runter auf 2713 Stellen. Unter anderem drücken Berichte über eine Kartelluntersuchung der Marktmacht von Google und Facebook auf die Stimmung. Diese Nachricht hatte bereits am Vorabend die US-Technologiebörse Nasdaq schwer belastet und am Morgen auch die asiatischen Märkte in Mitleidenschaft gezogen. Etwas Unterstützung liefert hingegen die wachsende Hoffnung der Anleger auf bald wieder sinkende US-Leitzinsen.

Bei den Einzelwerten setzen Infineon ihre Talfahrt fort – die Papiere gaben um 2,0 Prozent nach. Schwach präsentierten sich auch SAP mit minus 2,4 Prozent.

09:00 Uhr

BDI-Chef greift Bundesregierung frontal an

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Dieter Kempf

(Foto: picture alliance/dpa)

Harte Worte von Dieter Kempf: Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) hat der Bundesregierung eine verfehlte Politik vorgeworfen. Sie habe die Wirtschaft und die Gesellschaft in der ersten Hälfte der Legislaturperiode "nicht wirklich nach vorne befördert", sagte er im Deutschlandfunk anlässlich des Tags der Deutschen Industrie. Angesichts der personellen Turbulenzen in CDU und SPD forderte Kempf die Parteien auf, sich wieder dem Regierungshandeln zu widmen.

Kempf nannte die auf Drängen der Union durchgesetzten Projekte Baukindergeld und Mütterrente beispielhaft für "soziale Segnungen", die dazu führten, dass zu wenig Geld für wichtige Dinge zur Verfügung stehe. Zudem warf er der Politik vor, die Interessen der Jugend und Nachfolgegenerationen zu wenig zu vertreten.

08:41 Uhr

Wachstumssorgen belasten Asiens Börsen

Schwache Konjunkturdaten und der anhaltende Handelsstreit zwischen den USA und China haben heute die asiatischen Aktienmärkte belastet. Viele Investoren steuerten aus Furcht vor einer Rezession "sichere Häfen" wie Anleihen an.

In Tokio ging der Nikkei unverändert bei 20.408 Zählern aus dem Handel. Der MSCI-Index für die asiatischen Märkte ohne Japan gab 0,3 Prozent nach. Vor allem in China ging es abwärts. US-Präsident Donald Trump hatte am Montag der Regierung in Peking vorgeworfen, den USA die Schuld in dem Streit zuzuweisen.

08:35 Uhr

Ölpreise gehen weiter runter

Brent Rohöl
Brent Rohöl 59,20

Die Ölpreise haben im frühen Handel weiter in der Nähe ihrer viermonatigen Tiefstände notiert. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 61,07 US-Dollar. Das waren 21 Cent weniger als gestern. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um neun Cent auf 53,16 Dollar.

Gestern waren die Rohölpreise auf den tiefsten Stand seit Februar gefallen. Seit ihrem Jahreshoch von Mitte April sind die Erdölpreise um fast 20 Prozent eingebrochen. Wesentlicher Grund sind Konjunkturängste wegen des Handelsstreits zwischen den USA und China.

08:13 Uhr

Twitter übernimmt Londoner KI-Experten

Twitter
Twitter 36,20

Der US-Digitalkonzern Twitter verstärkt seine Bemühungen gegen die Flut an irreführenden Tweets mit einer Übernahme in Europa.

  • Twitter kauft das Londoner Entwicklerstudio für Künstliche Intelligenz, Fabula AI.
  • Die Programmierer dort sind auf Anwendungen im Bereich der automatischen Erkennung fehlerhafter Informationen spezialisiert.
  • Einen Kaufpreis nannte Twitter nicht.

Digitalgiganten wie Twitter und Facebook bemühen sich derzeit unter Hochdruck, gegen gefälschte Konten, manipulative Bots und extremistische Hassreden auf ihren Plattformen vorzugehen.

Experten gehen davon aus, dass die sozialen Netzwerke dazu eingesetzt werden, um demokratische Prozesse in der westlichen Welt gezielt zu untergraben. Twitter setzt bereits auf Algorithmen des maschinellen Lernens, um etwa ausfällige Tweets aufzudecken.

 

07:58 Uhr

Auto-Aktien könnten den Dax anschieben

Dax
Dax 12.680,04

Am deutschen Aktienmarkt müssen sich Anleger auf einen zögerlichen Start in den Dienstagshandel einstellen. Der Leitindex dürfte nach Einschätzung von Beobachtern in Banken und Brokerhäusern leicht im Minus starten.

  • In den vorbörslich errechneten Indikationen wird der Dax zur Eröffnung bei 11.769,00 Punkten gesehen, was einem Minus von 0,2 Prozent entspricht.
  • Am Vorabend war das Frankfurter Börsenbarometer 0,6 Prozent fester bei 11.792,81 Zählern aus dem Handel gegangen.
  • Als Hauptbelastungsfaktor gelten nach wie vor die von den USA ausgehenden Handelskonflikte, heißt es. Angesichts der sich abzeichnenden konjunkturellen Turbulenzen rechnen Marktbeobachter mittlerweile auch mit einem Zinssignal der US-Notenbank.

Eine Bestätigung für diese Spekulationen lieferte am Vorabend der US-Währungshüter James Bullard, der als Fed-Chef von Saint Louis im Führungszirkel der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) sitzt. Seiner Ansicht nach könnte eine Zinssenkung bald angebracht sein. Nach seinen Aussagen gerieten vor allem die Renditen kurzlaufenden US-Staatsanleihen unter Druck, die besonders sensibel auf Zinserwartungen reagieren.

Im Lauf des Tages dürften Anleger nach weiteren Hinweisen auf einen möglicherweise bevorstehenden Kurswechsel in der US-Geldpolitik Ausschau halten. Unter anderen sind Auftritte von New-York-Fed-Präsident Williams und Fed-Präsident Powell geplant.

Auf Unternehmensebene dürften sich Börsianer unter anderem mit den am Vorabend veröffentlichten Absatzzahlen aus dem US-Automarkt und mit den Auswirkungen einer möglichen Regulierung der US-Digitalgiganten befassen.

Auf der Konjunkturagenda des Tages sind unter anderem frische Daten zur Inflation im Euroraum und zur Lage am Arbeitsmarkt in der Eurozone angekündigt. Am Nachmittag folgen Daten zur Auftragslage in der US-Industrie.

07:39 Uhr

Zinsauftrieb in Sydney verpufft

S&P/ASX 200
S&P/ASX 200 6.684,70

Im asiatischen Aktienhandel bietet sich Anlegern am Dienstag ein unklares Stimmungsbild. Die Kurse in Sydney, Tokio, Seoul, Schanghai und Hongkong laufen in unterschiedliche Richtungen.

  • An der australischen Leitbörse Sydney geht es am zweiten Handelstag der Woche leicht nach oben. Dort befeuerte allerdings hauptsächlich der Zinsentscheid der australischen Notenbank die Stimmung. Lange hielt der Auftrieb nicht an: Der Leitindex S&P/ASX 200 legt um vergleichsweise magere 0,04 Prozent auf 6323 Punkte zu.
  • In Tokio zieht sich der Nikkei-225 im späten Verlauf um knapp 0,1 Prozent zurück auf 20.396 Zähler. Hier überwiegen die Sorgen vor einer offenen Konfrontation im Handelsstreit zwischen den USA und China.
  • In Seoul verzeichnen Börsianer ebenfalls ein leichtes Minus. Der südkoreanische Leitindex Kospi gibt eine gute Stunde vor Handelsschluss um 0,1 Prozent ab auf 2066 Punkte.
  • Ausgeprägtere Kursverluste müssen Anleger in China hinnehmen: Der Shanghai-Composite gibt im späten Handel 0,8 Prozent nach auf 2865 Punkte. Der Hang-Seng-Index in Hongkong notiert 0,3 Prozent schwächer bei 26.804 Punkten.
07:05 Uhr

Trendwende in der Geldpolitik? Australien senkt Leitzins

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REUTERS

AUD/USD
AUD/USD ,68

Die australische Notenbank hat in einer Aufsehen erregenden Entscheidung einen Kurswechsel in der Geldpolitik "Down under" eingeleitet.

  • Die Währungshüter griffen erstmals seit fast drei Jahren wieder zur Zinsschraube, um den für alle Kreditgeschäfte in der Aussie-Dollar-Region maßgeblichen Leitzins abzusenken.
  • Wie die Reserve Bank of Australia mitteilte, setzte sie den Zins um 25 Basispunkte auf 1,25 Prozent herab.
  • Die Notenbank will damit eigenen Angaben zufolge den Auswirkungen der globalen Handelsspannungen und der Wachstumsverlangsamung in China entgegenwirken.

In der Eurozone wären solche Maßnahmen zur vorsorglichen Stabilisierung kaum möglich. Dort haben die Währungshüter ihr Instrumentarium zum Gegensteuern im Fall etwaiger Krisen schon vor Jahren ausgeschöpft. Der Euro-Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) liegt seit März 2016 auf dem rekordniedrigen Niveau von 0,00 Prozent.

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06:46 Uhr

Trumps China-Kurs schiebt den Euro über 1,12

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

An den Devisenmärkten beginnt der Tag aus Sicht der Händler in Europa mit einem grün schimmernden Trendpfeil. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung zieht im frühen Geschäft leicht an.

  • Am frühen Morgen notiert der Euro bei 1,1254 Dollar und damit knapp 0,1 Prozent über Vorabendniveau.
  • Den offiziellen Referenzkurs hatte die Europäische Zentralbank (EZB) zu Wochenbeginn noch mit 1,1185 (Freitag: 1,1151) Dollar angegeben. Der Dollar kostete damit 0,8941 (0,8968) Euro.
  • Am Vortag konnte der Euro an seine Gewinne aus der Vorwoche anknüpfen. Im Verlauf des Montagshandel kletterte der Kurs dann über die Marke von 1,12 Dollar.

Der US-Dollar zeigt dagegen Anzeichen der Schwäche. Als Ursache nennen Beobachter die jüngste Eskalation im Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China genannt. In dem seit fast einem Jahr andauernden Handelsstreit verschärfte China zuletzt die Tonlage. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wirft der US-Regierung vor, einen "Wirtschaftskrieg gegen China" zu führen, um den Aufstieg der asiatischen Macht zu verhindern. Die Volksrepublik, hieß es, habe jedoch keine Angst vor einem Handelskrieg. Die Führung in Peking machte damit deutlich, dass sie bereit für eine länger andauernde Auseinandersetzung mit der Führung in Washington ist.