Dienstag, 06. Oktober 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Dax hat wieder die 13.000-Punkte-Marke im Blick

Nachdem sich die europäischen Aktienmärkte lange Zeit für keine klare Richtung entscheiden konnten, sind sie am Nachmittag doch noch ins Plus gedreht. Übergeordnet belasteten weiterhin die Corona-Infektionsdaten. Gestützt wurden die Märkte von guten Daten zu den Auftragseingängen in Deutschland. Im August ging es um 4,5 Prozent nach oben, während nur 2,5 Prozent Plus erwartet worden waren.

Dax
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An der Frankfurter Börse ging der Dax mit einem Aufschlag von 0,6 Prozent auf 12.906 Punkte aus dem Handel. Der MDax verlor dagegen 0,1 Prozent auf 27.668 Zähler. Der TecDax sackte um 0,4 Prozent auf 3110 Stellen ab. Für den EuroStoxx50 ging es um 0,5 Prozent auf 3235 Punkte nach oben.

Nach der Bestätigung des Verkaufs ihres Salzgeschäfts in Nordamerika legten K+S nach dem Plus am Vortag um weitere 0,7 Prozent zu. Nach einer Platzierung von 5,9 Prozent der Aktien durch Großaktionär Kering verloren Puma 1,1 Prozent auf 77,24 Euro. Die Stücke sind zu 74,50 Euro bei institutionellen Investoren untergebracht worden. Damit notierten Puma bereits über dem Platzierungspreis - ein positives Signal.

17:15 Uhr

Daimler will führender E-Autobauer werden

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(Foto: REUTERS)

Daimler soll nach Angaben seines Vorstands in den kommenden Jahren zum weltweit führenden Elektro-Autobauer werden. Man strebe "die führende Position" bei Elektroantrieben und Fahrzeug-Software an, teilte der Dax-Konzern bei einer digitalen Investorenkonferenz in Stuttgart mit. In diesem Zuge kündigte das Stuttgarter Unternehmen neue Elektrofahrzeuge an.

Zugleich will Daimler die Fixkosten bei Mercedes-Benz - etwa durch Einsparungen beim Personal - im Vergleich zu 2019 um 20 Prozent drücken. Obendrein sollen bis zum Jahr 2025 auch die Forschungs- und Entwicklungsausgaben deutlich sinken. Im zweiten Quartal hatte Daimler rund zwei Milliarden Euro Verlust eingefahren.

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16:52 Uhr

Tabubruch: Allianz Leben schafft volle Beitragsgarantie ab

Die Allianz Leben bricht endgültig mit herkömmlichen Lebensversicherungen mit lebenslangen Zins- und Beitragsgarantien. Vom kommenden Jahr an bietet Deutschlands größter Lebensversicherer seinen Kunden keine Altersvorsorge-Produkte mehr an, die ihnen nach Ablauf der Ansparphase wenigstens den Erhalt ihrer eingezahlten Beiträge garantieren.

Im Neugeschäft würden dann nur noch Lebens- und Renten-Policen verkauft, bei denen 60, 80 oder 90 Prozent der Einzahlungen garantiert sind, teilte die Deutschland-Tochter des Münchner Versicherungsriesen mit. Die Allianz Leben bricht damit angesichts der dauerhaften Niedrigzinsen ein Tabu in der Branche, die jahrzehntelang mit Garantien geworben hatte.

16:33 Uhr

Welche Impulse dem Dax helfen könnten

Seit ein paar Wochen pendelt der Dax unterhalb der 13.000 Punkte-Marke und kommt weder vor noch zurück. Welche Impulse könnten dem Dax von der Stelle helfen und in welche Richtung wird es dann gehen? Friedhelm Tilgen spricht mit Dirk Heß von der Citigroup über Strategien, wie Trader auf einen steigenden oder auch fallenden Kurs setzen können.

16:10 Uhr

Wall Street hofft auf Konjunkturhilfe - positiver Auftakt

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(Foto: AP)

Die Hoffnung auf ein US-Konjunkturpaket noch vor der Präsidentenwahl in einem Monat hat die US-Börsen gestützt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,2 Prozent fester bei 28.206 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 lag etwas höher bei 3411 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab dagegen 0,1 Prozent nach auf 11.317 Punkte.

Abwärts ging es für die Technologiewerte: Die Aktien von Amazon, Facebook, Apple und der Google-Mutter Alphabet gaben bis zu 1,2 Prozent nach. Die Unternehmen sehen sich angesichts ihrer Marktmacht steigender Kritik gegenüber. Ein Bericht des Kartellausschusses des US-Repräsentantenhauses sei ein "kaum verschleierter Aufruf, sie aufzuspalten", schrieb der republikanische Abgeordnete Ken Buck in einer Antwort.

16:01 Uhr

Rückschlag für Trump: US-Handelsdefizit steigt kräftig

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(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Das US-Handelsdefizit ist im August so hoch ausgefallen wie seit 14 Jahren nicht mehr. Die Importe übertrafen die Exporte um 67,1 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Das ist ein Plus von 5,9 Prozent zum Vormonat und der höchste Wert seit August 2006. Ökonomen hatten mit 66,2 Milliarden Dollar gerechnet.

Zwar stiegen die Ausfuhren um 2,2 Prozent, doch legten die Einfuhren mit 3,2 Prozent deutlicher zu. Von Januar bis August insgesamt erhöhte sich das Handelsdefizit um 5,7 Prozent auf knapp 422 Milliarden Dollar. Die Entwicklung ist vier Wochen vor der Wahl ein Rückschlag für US-Präsident Donald Trump.

15:42 Uhr

Dax schafft Sprung ins Plus - Deutsche-Bank-Aktie stark

Am deutschen Aktienmarkt haben nach einem verhaltenen Start die Optimisten die Oberhand gewonnen. Der Dax setzte sich am Nachmittag klar in der Gewinnzone fest und stieg um 0,8 Prozent auf 12.933 Punkte. MDax und TecDax stiegen um 0,5 beziehungsweise 0,2 Prozent. Der EuroStoxx50 gewann 0,7 Prozent auf 3242 Stellen.

Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hält angesichts der diskutierten Übernahmewelle in der Branche eine Fusion oder den Zukauf eines anderen Geldhauses für denkbar. Die Aktien der Deutschen Bank waren mit einem Plus von 4,3 Prozent der Favorit im Dax.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 8,18

14:57 Uhr

Ex-Audi-Chef Stadler sagt zunächst nicht aus

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(Foto: AP)

Der angeklagte ehemalige Audi-Vorstandschef Rupert Stadler wird im Betrugsprozess um den Dieselskandal zunächst nicht aussagen. Stadler werde von seinem Recht Gebrauch machen, sich nicht zur Sache zu äußern, kündigte sein Verteidiger Thilo Pfordte vor dem Landgericht München I an.

Es sei unlogisch und unfair, dass der 57-Jährige zusammen mit drei an der Entwicklung der manipulierten Dieselmotoren beteiligten Ingenieuren auf der Anklagebank sitze, nicht aber mit anderen Audi-Vorständen und Führungskräften, gegen die getrennt verhandelt werde. Diese könnten deswegen möglicherweise nicht als Zeugen zugunsten von Stadler aussagen. Die Entscheidungen, deretwegen Stadler auf der Anklagebank sitze, seien im Vorstand getroffen worden, sagte Pfordte.

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14:31 Uhr

Große Sorge um Thyssenkrupp Steel

Die IG Metall hat das Land Nordrhein-Westfalen aufgefordert, sich an der kriselnden Stahltochter von Thyssenkrupp zu beteiligen.

  • "Thyssenkrupp Steel kann es alleine nicht schaffen", sagte IG Metall-Hauptkassierer Jürgen Kerner in Essen.

Die Stahlsparte von Thyssenkrupp ist von der Corona-Krise schwer getroffen worden. Hinzu kommen die Überkapazitäten der Branche in Europa, die zunehmende Konkurrenz von Billigherstellern aus Fernost, aber auch hausgemachte Probleme. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres hatte Thyssenkrupp Steel Europe einen operativen Verlust von rund 700 Millionen Euro eingefahren.

Die im MDax notierte Thyssenkrupp-Aktie legte um 7,8 Prozent zu.

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(Foto: imago images/Rupert Oberhäuser)

14:06 Uhr

Daimler steigert Absatz im dritten Quartal dank China

Daimler
Daimler 48,92

Daimler hat den Pkw-Absatz im dritten Quartal nach dem Einbruch in der Corona-Krise leicht gesteigert. Von Juli bis September verkaufte Mercedes-Benz mit 613.777 Fahrzeugen knapp 4 Prozent mehr als im Vorjahresquartal, teilte der Autobauer mit.

Im Gesamtjahr bis Ende September verringerte sich das Minus daher bei einem Absatz von 1,59 Millionen Fahrzeugen auf 10 Prozent, nachdem die Verkaufszahl im ersten Halbjahr wegen des Lockdowns infolge der Pandemie noch um fast 20 Prozent abgesackt war.

Nach dem scharfen Rückgang zum Jahresstart kommt Daimler in China im Gesamtjahr nun auf ein Plus von gut 8 Prozent. In Deutschland stiegen die Verkäufe um 4 Prozent, in Europa sanken sie dagegen leicht um 0,4 Prozent. Auf dem wichtigen US-Markt gingen die Verkäufe um 9,4 Prozent zurück.

Die Daimler-Aktie verbilligte sich kurz vor Mittag um 0,2 Prozent.

13:41 Uhr

Capital Group stockt Coba-Anteil auf - Kurs geht hoch

Commerzbank
Commerzbank 4,61

Der US-Investor The Capital Group hat seine Beteiligung an der Commerzbank weiter auf mehr als 5 Prozent aufgestockt. Wie aus einer Pflichtmitteilung des MDax-Konzerns hervorgeht, hält der als langfristig orientiert geltende Investor per 30. September 5,31 Prozent an der Commerzbank AG. Zuletzt lag seine Beteiligung an dem Geldhaus bei 4,82 Prozent.

Der Investor ist auch bei der Deutschen Bank investiert. The Capital Group war im Februar mit 3,1 Prozent bei Deutschlands größter Bank eingestiegen und hielt laut einer Stimmrechtsmitteilung vom April 3,74 Prozent.

An der Frankfurter Börse schnellten Commerzbank um 4,6 Prozent nach oben, Deutsche Bank verteuerten sich um 3,7 Prozent.

13:17 Uhr

Google greift Microsoft mit "Workspace" an

Im hart umkämpften Markt für Bürosoftware und integrierte Kommunikations- und Kollaborationsumgebungen steigt Google mit einem neuen Produkt in den Ring. Der Internetriese stellte "Google Workspace" vor, der auf dem bisherigen Dienst "G-Suite" aufbaut.

Der neue Dienst besteht aus einer E-Mail-Adresse sowie Tools für die Zusammenarbeit, darunter die Programme Gmail, Kalender, Meet, Chat, Drive, Docs, Tabellen, Präsentationen, Formulare und Sites. Hauptkonkurrent ist Microsoft mit seinen Produkten Office 365 und Teams. Google Workspace steht aber auch mit Spezialdiensten wie Slack, Trello oder Zoom im Wettbewerb.

12:56 Uhr

DIHK sieht weiter unsicheres Auslandsgeschäft

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat zurückhaltend auf die besser als erwartet ausgefallenen Zahlen zum Auftragseingang reagiert. Das Auslandsgeschäft bleibe von erheblichen Unsicherheiten geprägt, sagte Hauptgeschäftsführungsmitglied Ilja Nothnagel.

  • "Die Auftragslage der Betriebe hat sich im Monat August erneut verbessert, jedoch steht die wirtschaftliche Erholung weiterhin auf wackligen Füßen."

Nothnagel betonte, das Auftragsplus verdankten die Unternehmen vor allem der aktuell positiven Entwicklung im Auslandsgeschäft. Bei der Inlandsnachfrage sei nur eine leichte Erholung sichtbar. Doch im Auslandsgeschäft nehme die Sorge vor Einschränkungen im grenzüberschreitenden Waren- und Personenverkehr wieder zu.

12:35 Uhr

Wall Street vor leichten Gewinnmitnahmen

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(Foto: REUTERS)

Nach der Erleichterungsrally am Montag dürfte die Wall Street heute mit leichten Gewinnmitnahmen in den Tag starten. Der Aktienterminmarkt deutet aber nur auf sehr begrenzte Abgaben zum Handelsbeginn am Kassamarkt hin. Dass US-Präsident Donald Trump nach seiner Corona-Infektion auf dem Weg der Besserung ist und die USA damit nicht führerlos sind, hatte die US-Börsen am Vortag gestützt. Die Neigung zu Gewinnmitnahmen wird aktuell durch immer weiter steigende Neuinfektionen in vielen Teilen der Erde gefördert. Auch unter Mitarbeitern des Weißen Hauses und US-Senatoren grassiert die Seuche.

Impulse für den US-Aktienhandel könnten von US-Notenbankgouverneur Jerome Powell ausgehen, der während des frühen Geschäfts bei der Jahrestagung der National Association for Business Economics spricht und sich auch zum Konjunkturausblick äußern dürfte. Der Fed-Chef hatte jüngst betont, dass die US-Wirtschaft in der Corona-Pandemie möglicherweise weitere fiskalische Unterstützung benötigen werde.

11:54 Uhr

Schwindende Furcht vor Negativzins stützt Pfund

Die in den Hintergrund getretene Erwartung negativer Zinsen in Großbritannien stützt das Pfund Sterling. Erstmals seit Mitte September kletterte das Pfund über die Marke von 1,30 US-Dollar. Anleger rechnen damit, dass die Zinsen nicht vor Mai 2021 unter Null fallen werden. Zum Euro notierte die britische Währung unverändert.

Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,31

11:44 Uhr

Institut: wenige, aber große Firmenpleiten

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(Foto: picture alliance / dpa)

Trotz der Corona-Krise melden in Deutschland nach Angaben des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) weiter nur wenige Unternehmen Insolvenz an. Die relativ wenigen Insolvenzen beträfen aber relativ viele Jobs, schrieben die Wirtschaftsforscher in ihrem Insolvenztrend.

So seien im September 702 Personen- und Kapitalgesellschaften insolvent gemeldet worden. Das seien zwar nur rund drei Viertel des Vorjahreswertes, aber nach wie vor würden aber vor allem große Betriebe Insolvenz anmelden. Die größten 10 Prozent der zahlungsunfähig gemeldeten Unternehmen hätten rund 16.000 Menschen beschäftigt - zu Jahresbeginn seien das nur etwa 6700 gewesen.

11:23 Uhr

Danone will bei Yakult komplett aussteigen

Das Logo von Danone ist vor der Zentrale in Deutschland zu sehen. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild

(Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild)

Der Lebensmittelriese Danone will seine restliche Beteiligung am japanischen Milchgetränkehersteller Yakult losschlagen. Die verbleibenden 6,6 Prozent der Aktien sollten im beschleunigten Bookbuilding-Verfahren verkauft werden, teilten die Franzosen mit. Dadurch solle die Bilanz gestärkt werden.

Kommerzielle Partnerschaften sowie Gemeinschaftsunternehmen mit den Japanern, wie in Indien und Vietnam, sollen den Angaben zufolge jedoch weiter bestehen. Seit 2004 kooperierte Danone mit Yakult. 2018 verkauften die Franzosen bereits einen Großteil ihres vormals mehr als 21-prozentigen Anteils.

10:57 Uhr

Milliardenbond sorgt für Rally bei Rolls-Royce

Rolls-Royce
Rolls-Royce 2,60

Der Aktienkurs von Rolls-Royce ist an der Londoner Börse um fast 11 Prozent in die Höhe gesprungen. Der infolge der Luftfahrtkrise angeschlagene Triebwerkshersteller hat weitere Schritte zur Realisierung des geplanten Rekapitalisierungspaketes mitgeteilt. So sollen Anleihen im Umfang von mindestens 1 Milliarde Pfund begeben werden, die Laufzeiten sollten bis zu sieben Jahre betragen. Die Details sollen im Gespräch mit interessierten Investoren festgelegt werden.

  • "Das garantiert die Unterbringung, wenn sie auf den Bedarf der Investoren zugeschnitten sind", meinte ein Händler.

In Frankfurt legte das Papier des Konkurrenten MTU um 2,2 Prozent zu.

10:41 Uhr

Dax nun leicht im Minus - wieder Grenke-Tag im MDax

Der Dax hat im Verlauf des Vormittags seine Gewinne wieder abgegeben und ist ins Minus gerutscht. Der Leitindex gab 0,2 Prozent auf 12.808 Punkte nach. Der EuroStoxx 50 fiel um 0,4 Prozent auf 3209 Stellen.

Erneut spielte die Musik in der zweiten Börsenreihe. K+S stiegen um 2,6 Prozent. Die Nordhessen hatten sich mit dem milliardenschweren Verkauf des amerikanischen Salzgeschäfts dringend benötigte finanzielle Luft verschafft. Um 6,6 Prozent legten Aareal Bank zu, nachdem die US-Bank Citigroup eine Kaufempfehlung für die Papiere des Immobilienfinanzierers ausgesprochen hatte.

An der MDax-Spitze lagen Grenke mit plus 9,7 Prozent. Gestern hatte sich das Unternehmen nach Vorwürfen der Bilanzmanipulation in einem wesentlichen Punkt entlastet gesehen: Der Wirtschaftsprüfer KPMG hatte die Bestätigungen für den weit überwiegenden Teil der Bankguthaben erhalten.

10:24 Uhr

Puma-Aktie verliert - Luxuskonzern Kering verkauft Anteile

Puma
Puma 81,80

Der französische Luxuskonzern Kering hat sich von einem knapp sechsprozentigen Aktienpaket seiner ehemaligen Tochter Puma getrennt. Das setzte die Aktie des fränkischen Sportartikelkonzerns unter Druck. Der Eigentümer von Marken wie "Gucci" und "Yves Saint Laurent" brachte über Nacht rund 8,8 Millionen Puma-Aktien für insgesamt 656 Millionen Euro bei institutionellen Investoren unter. Der Verkaufspreis lag mit 74,50 Euro je Aktie um 4,6 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs. Der Puma-Aktienkurs fiel am Vormittag um 2,6 Prozent.

Mit der Platzierung baut Kering seine Beteiligung an Puma weiter ab auf 9,8 von 15,7 Prozent. Die Franzosen hatten bereits 2018 den Großteil ihrer Puma-Aktien an die eigenen Aktionäre weitergereicht. Mit 28,5 Prozent größter Anteilseigner bei dem Unternehmen aus Herzogenaurach ist wie bei Kering die Unternehmerfamilie Pinault.

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10:07 Uhr

Übernahmepläne treiben Suez-Aktien

Anleger haben sich mit Suez-Aktien eingedeckt, nachdem der französische Versorger Engie zugestimmt hat, ein Beteiligungspaket von 29,9 Prozent an den französischen Wasser- und Abfallkonzern Veolia zu verkaufen. Suez-Aktien zogen um 4,5 Prozent an, Veolia und Engie-Papiere jeweils um 2,4 Prozent. Das Suez-Management lehnt die Avancen des Rivalen ab.

Suez
Suez 15,63

09:42 Uhr

Audi-Prozess geht weiter - Verteidiger am Zug

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Rupert Stadler

(Foto: dpa)

In München hat der zweite Verhandlungstag des Audi-Dieselprozesses begonnen. Das dortige Landgericht will die Antwort der Verteidiger auf die Anklage hören. Am Vormittag sollen die Anwälte des ehemaligen Audi-Chefs Rupert Stadler, des früheren Porsche-Technikvorstands Wolfgang Hatz sowie der beiden angeklagten Motorenentwickler ihre Sicht der Dinge darlegen.

Die Anklage legt ihnen Betrug zur Last. Hatz, von 2001 bis 2009 Leiter der Motorenentwicklung bei Audi, soll zusammen mit den beiden Ingenieuren bei den Abgaswerten ab 2008 getrickst haben. Mit Hilfe illegaler Software sollen so Hunderttausende Fahrzeuge die Grenzwerte auf dem Prüfstand eingehalten, auf der Straße aber überschritten haben. Stadler soll zwar erst 2015 von Manipulationen erfahren, dann aber den Verkauf in Europa nicht gestoppt haben.

09:22 Uhr

Orders in deutscher Autoindustrie über Vorkrisenniveau

Die liechtensteinische VP Bank hat darauf hingewiesen, dass die Auftragseingänge in Deutschland nach dem unerwartet kräftigen Anstieg im August in einigen Sektoren bereits über dem Vor-Corona-Niveau liegen.

Erfreulich sei auch, "dass in der größten Branche des verarbeitenden Gewerbes, der Automobilindustrie, der Auftragseingang jetzt 0,3 Prozent über dem Vorkrisenniveau im Februar 2020 liegt. Für den Auftragseingang im Maschinenbau ergab sich gar ein sattes Plus von 11,4 Prozent zum Vormonat", schrieb VP-Chefvolkswirt Thomas Gitzel in einem Kommentar.

In der ersten Handelsstunde überzeugten - wie auch gestern - die Autowerte: VW gewannen 1,4, Daimler 0,3 und BMW 0,6 Prozent.

09:07 Uhr

Dax startet mit kleinem Plus

Nach den gestrigen kräftigen Gewinnen ist der deutsche Aktienmarkt verhaltener in den Handel gestartet. Der Dax gewann 0,2 Prozent auf 12.859 Punkte. MDax und TecDax legten je 0,3 Prozent zu. Der EuroStoxx50 notierte 0,2 Prozent höher bei 3225 Punkten.

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08:55 Uhr

Kursgewinne in Asien

Die Aktienmärkte in Fernost sind nach der Rückkehr des US-Präsidenten Donald Trump ins Weiße Haus auf ein Zwei-Wochen-Hoch geklettert. In Tokio stieg der Nikkei 0,5 Prozent auf 23.433 Punkte. In Hongkong zog der Index 0,9 Prozent an. In Taiwan ging es 1,2 Prozent nach oben. Auch der Aktienmarkt in Südkorea notierte fester. Die Börse in Shanghai blieb wegen eines Feiertags geschlossen. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 1,2 Prozent.

08:53 Uhr

Deutsche Auftragseingänge viel stärker als erwartet

Gut kommen an den Börsen die Auftragseingänge in Deutschland im Handel an. Im August ging es um 4,5 Prozent nach oben, obwohl nur 2,5 Prozent Plus erwartet wurden.

  • "Dass die Daten volatil sind, weiß jeder, aber hier geht es um die Botschaft, dass das Erholungsmomentum der Wirtschaft stärker als befürchtet ist", sagte ein Händler.

Dies sei ein weltweites Phänomen, wie am Morgen der HSBC-Einkaufsmanager-Index (PMI) für den Servicebereich in Indien gezeigt habe. Er sprang fast auf 50 Punkte zurück, obwohl die Erwartungen unterhalb von 45 Punkten gelegen hatten. In Europa wurden am Vortag die meisten PMIs nach oben revidiert.

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08:38 Uhr

Ölpreise steigen nach Trumps Krankenhaus-Entlassung

Nach der Rückkehr von US-Präsident Donald Trump ins Weiße Haus sind die Ölpreise weiter angezogen. Der Preis für ein Barrel leichtes US-Öl verteuerte sich um 0,6 Prozent auf 39,46 Dollar. Der Preis für Nordseeöl der Sorte Brent stieg um 0,5 Prozent auf 41,50 Dollar.

Auch ein sich ausweitender Streik der Ölarbeiter in Norwegen sowie die Evakuierung von Öl-Plattformen im Golf von Mexiko wegen des Tropensturms Delta sorgen für Auftrieb.

08:31 Uhr

Nordex zieht erneut Großauftrag in USA an Land

Nordex
Nordex 13,14

Der Windanlagenhersteller Nordex hat erneut einen Großauftrag in den USA erhalten. Wie der SDax-Konzern in Hamburg mitteilte, geht es um eine Gesamtkapazität von etwa 297 Megawatt. 62 Turbinen sollen demnach für einen Windpark im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten geliefert werden. Mit dem Bau soll im Frühjahr 2021 begonnen werden. Damit setzt sich die Erholung der Auftragslage fort, nachdem diese im zweiten Quartal stark unter der Corona-Krise gelitten hatte. Für die Nordex-Aktien zeichneten sich am Morgen im vorbörslichen Handel Kursgewinne ab.

08:06 Uhr

Trump geht es besser, dem Dax vermutlich auch

Dax
Dax 12.637,01

Nach der Rückkehr des US-Präsidenten Donald Trump ins Weiße Haus wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Die Aussicht auf eine rasche Genesung von seiner Infektion mit dem Coronavirus hatte bereits zum Wochenanfang für steigende Kurse gesorgt. Die Anleger setzen ihre Hoffnungen auch auf ein weiteres US-Hilfspaket. Mit der Erkrankung des US-Präsidenten könnte sich die Wahrscheinlichkeit für eine zügige Absegnung der Konjunkturstützen erhöht haben, sagte Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. "Die Anleger erwarten immer noch, dass sich die Signale über den Fortschritt in den Gesprächen über das Konjunkturpaket in den USA noch vor den Wahlen Anfang November zu etwas Fruchtbarem entwickeln."

Im Fokus der Anleger steht zudem die Autobranche. Daimler-Chef Ola Källenius will Investoren das mit Spannung erwartete Update seiner Strategie für Mercedes-Benz präsentieren. Im Mittelpunkt steht, wie der Premiumautobauer von PS-starken und spritschluckenden Verbrenner-Modellen auf klimaschonende Elektroautos umstellen will, ohne dass dabei die Rendite unter die Räder kommt. Zudem wird der Prozess gegen den ehemaligen Audi-Chef Rupert Stadler fortgesetzt, der sich als erster Volkswagen-Vorstand für den Dieselskandal vor einem deutschen Gericht verantworten muss.

07:43 Uhr

Euro profitiert von gestiegener Risikoneigung

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,18

Der Euro verteidigt im frühen Handel die Gewinne vom Wochenauftakt. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,1789 Dollar und damit so viel wie am Vorabend. Am Montag war der Eurokurs wegen der wieder besseren Stimmung an den Finanzmärkten gestiegen, schaffte aber nicht den Sprung über die Marke von 1,18 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,1768 Dollar festgesetzt, der Dollar hatte damit 0,8498 Euro gekostet.

Der Euro profitierte dabei von der gestiegenen Risikoneigung an den Finanzmärkten. Die Nachricht von US-Präsident Donald Trumps gesundheitlicher Erholung sorgte dort für etwas Zuversicht. Der Dollar, der als Weltleitwährung normalerweise von Unsicherheiten an den Finanzmärkten profitiert, wurde deshalb weniger gesucht. Zudem fielen einige Konjunkturdaten aus der Eurozone wie die Einkaufsmanagerindizies für den Dienstleistungssektor und der Einzelhandelsumsatz besser als erwartet aus.

07:17 Uhr

Ölpreise halten deutliche Vortagesgewinne

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 42,42

Die Ölpreise halten im asiatischen Handel ihre deutlichen Vortagesgewinne. Investoren sind mit Blick auf ein weiteres US-Hilfspaket für die wegen der Corona-Krise angeschlagene Wirtschaft optimistischer geworden. So laufen die entsprechenden Gespräche zwischen den Demokraten und den Republikanern weiter, wenngleich es noch keinen Durchbruch gab. US-Präsident Donald Trump drängt derweil auf einen Deal. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 41,55 US-Dollar. Das waren 26 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 24 Cent auf 39,46 Dollar.

Am Vortag waren die Ölpreise auch wegen Signalen gesundheitlicher Fortschritte des mit dem Coronavirus infizierten Trump deutlich gestiegen. Seine Einweisung ins Krankenhaus und die dadurch entstandene politische Unsicherheit hatten am Wochenende die Investoren zunächst verunsichert. Mittlerweile wurde Trump aus dem Krankenhaus entlassen. Eine endgültige Entwarnung hinsichtlich seines Gesundheitszustandes geben die Ärzte allerdings noch nicht. Ob die Ölpreise ihre jüngste Erholung fortsetzen werden, hängt nun vor allem von den wirtschaftlichen Perspektiven ab. Neue Konjunkturstimuli der US-Regierung sowie Anzeichen einer Wirtschaftsbelebung würden helfen.

06:42 Uhr

Trumps Rückkehr ins Weiße Haus treibt asiatische Aktien auf Zwei-Wochen-Hoch

Nikkei
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Die asiatischen Aktienmärkte sind nach der Rückkehr des US-Präsidenten Donald Trump ins Weiße Haus auf ein Zwei-Wochen-Hoch geklettert. Trump war am Montag (Ortszeit) am vierten Tag nach seiner Einlieferung wegen einer Covid-19-Infektion aus dem Krankenhaus in den Regierungssitz in Washington zurückgekehrt. Er fühle sich "wirklich gut", erklärte er. Die behandelnden Ärzte hatten zuvor vor der Presse erklärt, der 74-Jährige sei "noch nicht ganz aus dem Schneider". Allerdings erfülle er die Kriterien für eine Entlassung und könne im Weißen Haus genauso gut weiterbehandelt werden.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,5 Prozent höher bei 23.426 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,3 Prozent und lag bei 1643 Punkten. Die Börse in Shanghai blieb wegen eines Feiertags geschlossen. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 1,2 Prozent.

06:30 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht