Einnahmen aus Tabaksteuer brechen ein – Verband: "finanzpolitischer Wahnsinn"
Nach den heute veröffentlichten Daten des Monatsberichts des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) sind die Tabaksteuereinnahmen erneut deutlich eingebrochen. Demnach beliefen sich die Einnahmen aus der Tabaksteuer im ersten Halbjahr 2026 auf 6,792 Milliarden Euro. Das entspricht einem deutlichen Rückgang von 15 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025.
Bereits zum 1. Januar 2026 war die Tabaksteuer um 15 Cent je 20er-Packung Zigaretten erhöht worden. Die Entwicklung der Einnahmen zeigt nach Auffassung des Bundesverbands der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE), dass die Belastungsgrenze des legalen Marktes erreicht ist. Der Verband warnt deshalb eindringlich vor weiteren Steuererhöhungen.
BVTE-Hauptgeschäftsführer Jan Mücke erklärt: "Sowohl der Gesetzentwurf der Bundesregierung als auch die Pläne der Regierungskoalition für eine weitere drastische Erhöhung der Tabaksteuer sind finanzpolitischer Wahnsinn. Die derzeit diskutierte Steuererhöhung von 80 Cent je Packung würde den Preis einer Zigarettenschachtel bereits im kommenden Jahr auf rund 9,10 Euro und bis 2030 auf fast 12 Euro steigen lassen.
Warum Trump über die Vier-Dollar-Marke beim Spritpreis stolpern könnte
Im Vergleich zu den Benzinpreisen in Deutschland ist Tanken in den USA immer noch billig: Ein Liter Benzin kostet umgerechnet nicht mal einen Euro. Amerikaner belastet das trotzdem. Warum die 4-Dollar-Marke pro Gallone (ca. 3,785 Liter) auch ein politisches Problem für Donald Trumps Republikaner werden könnte, erklärt Nancy Lanzendörfer.
Insider: TSMC will Chip-Preise ab 2027 um bis zu zehn Prozent erhöhen
Taiwan Semiconductor Manufacturing Co (TSMC) plant einem Bericht zufolge, die Preise für Bestellungen von sowohl fortschrittlichen als auch älteren Chips 2027 um bis zu zehn Prozent zu erhöhen. Wie Nikkei unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen weiter berichtet, sind steigende Kosten für Materialien, Produktionsanlagen und der Bau neuer Chipfabriken in Übersee Gründe für die geplante Preiserhöhung.
Auf Nachfrage von Nikkei teilte TSMC mit, sich nicht zur Preisgestaltung zu äußern. Das Unternehmen fügte jedoch hinzu, dass seine Preisstrategie strategisch und nicht opportunistisch sei, und man weiterhin eng mit den Kunden zusammenarbeite.
VW sortiert Indien-Geschäft neu - Skoda soll gestärkt werden
Volkswagen steht einem Medienbericht zufolge vor dem Verkauf einer Beteiligung an seinem Indien-Geschäft an den dortigen Mischkonzern JSW. Beide Seiten arbeiteten an einer Vereinbarung in den kommenden Wochen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider.
Mit dem Geschäft solle die Sparte Skoda Auto Volkswagen India mit frischem Kapital gestärkt werden. Eine Sprecherin der VW-Tochter Skoda, die das Indien-Geschäft des Wolfsburger Autobauers leitet, wollte den Bericht nicht kommentieren. JSW reagierte bislang nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. Indien ist einer der größten Automärkte der Welt. Skoda sucht nach dem Rückzug aus Russland und China dort nach neuen Wachstumschancen.
ZEW-Index steigt stärker als erwartet
Finanzexperten blicken optimistischer auf die deutsche Wirtschaft als zuletzt. Das Barometer der Konjunkturerwartungen für die kommenden sechs Monate stieg im Juli spürbar um 15,8 Zähler auf 26,3 Punkte, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zu seiner monatlichen Umfrage unter 185 Investoren und Analysten mitteilte. Ökonomen hatten nur mit einem Anstieg auf 17,5 Punkte gerechnet.
"Das Reformpaket scheint Wirkung zu zeigen - insbesondere die exportorientierten Sektoren sowie die Binnennachfrage verzeichnen stabile Zuwächse", kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach das Umfrageergebnis. "Die Entwicklung des Iran-Konflikts und des Ölpreises bleibt dennoch ein zentraler Unsicherheitsfaktor für die Erholung Deutschlands", fügte er hinzu.
Die aktuelle Lage schätzten die Börsianer im Juli wie bisher sehr nüchtern ein: Dieses Barometer lag mit minus 77,6 Punkten zwar um 3,4 Zähler über dem Vormonatswert, verharrte aber tief im negativen Bereich.
Rüstungsrally in London: Healey-Effekt treibt Babcock und BAE
Die Ernennung von John Healey zum britischen Finanzminister sorgt für Euphorie bei britischen Rüstungswerten. Healey war als Verteidigungsminister wegen mangelnder Investitionen zurückgetreten und hatte drei Prozent des BIP für Verteidigung bis 2030 gefordert.
J.P. Morgan hält es für "sehr wahrscheinlich", dass er nun die Militärausgaben nach oben treiben wird. Die Anleger reagierten prompt: Babcock sprang um 7,7 Prozent, BAE Systems um 3,5 Prozent und QinetiQ um 4,1 Prozent nach oben.
SK Hynix und Samsung Electronics räumen in Asien ab
Die asiatischen Aktienmärkte haben die gefallenen Kurse zum Wiedereinstieg genutzt. Der japanische Leitindex Nikkei kletterte nach dem Feiertag um 3,3 Prozent auf 66.232 Punkte und machte damit rund die Hälfte der Kursverluste aus der Vorwoche wett. Auch der südkoreanische Kospi zog um 3,6 Prozent an. Treiber waren einmal mehr Halbleiterwerte. Die Aktien von SK Hynix legten bis zu sieben Prozent zu, Rivalen Samsung Electronics sprangen zeitweise sogar um acht Prozent nach oben.
Die Erholung wurde zudem von einem leichten Rückgang der Ölpreise gestützt. Analysten sehen den Technologiesektor und KI-Aktien weiter als wichtigstes Anlagethema für die zweite Jahreshälfte 2026. Nun richten die Anleger ihren Blick auf die für Ende Juli erwartete Sitzung des Politbüros der Kommunistischen Partei Chinas. Sie erhoffen sich von dem Spitzengremium Signale für eine stärkere Konjunkturunterstützung nach den jüngsten Kursverlusten.
Daimler-Truck-Chefin erwartet chinesische E-Lkw-Offensive
Während man mittlerweile gelegentlich auch mal chinesische Elektro-Pkw auf deutschen und europäischen Straßen sieht, sind E-Lkw aus China eine absolute Seltenheit. Doch das könnte sich ändern. "Ich erwarte auch eine Offensive bei den Lkw", sagte Daimler-Truck-Chefin Karin Rådström im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Und: "Es liegt an uns, vorbereitet zu sein." In China seien die chinesischen Lkw-Bauer sehr stark.
Bei den elektrischen Bussen seien chinesische Hersteller schon seit über zehn Jahren in Europa aktiv, sagte Rådström, die derzeit auch Vorsitzende des Nutzfahrzeug-Ausschusses des Verbands europäischer Automobilhersteller (Acea) ist. "Sie haben Marktanteile gewonnen, aber sie haben den Markt nicht übernommen. Und wir haben gezeigt, dass wir in der Lage sind, sehr profitabel und wettbewerbsfähig zu sein."
Natürlich nehme man die chinesische Konkurrenz ernst, aber man sei auch selbstbewusst in dem, was man tue. "Wir können mit ihnen genauso konkurrieren wie mit amerikanischen, europäischen, koreanischen oder japanischen Wettbewerbern", sagte Rådström.
Der Nutzfahrzeughersteller aus Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart steht unter Druck, weil es zuletzt nicht rund lief. Der Gewinn war 2025 um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf zwei Milliarden Euro eingebrochen. US-Zölle und eine schwache Nachfrage in Nordamerika hatten das Geschäft stark belastet. Auch der Umsatz und Absatz waren zurückgegangen. Im ersten Quartal dieses Jahres brach der Gewinn sogar um 80 Prozent ein.
Das könnte den Kursrutsch beim Bitcoin stoppen
Nach einem deutlichen Rückgang in den letzten Monaten hat sich die Lage bei der Kryptowährung Bitcoin zuletzt etwas beruhigt. Noch ist aber offen, ob sich der Preisrückgang weiter fortsetzt oder ob bereits ein Boden für eine Erholung gefunden worden ist. Viele Anleger setzen jetzt ihre Hoffnungen in den sogenannten Halving-Zyklus. Demzufolge könnte der Bitcoin-Kurs ab Oktober oder November wieder ansteigen. Was hinter dieser Theorie steckt, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Dirk Heß von NxtAssets.
Gute Nachrichten für neuen britischen Premier
Die Neuverschuldung der britischen Regierung war im Juni um ein Drittel niedriger als ein Jahr zuvor - lag aber für das bisherige Haushaltsjahr dennoch leicht über dem Ziel.
Das nationale Statistikamt (Office for National Statistics) teilte mit, dass die Regierung im dritten Monat des neuen Haushaltsjahres 16 Milliarden Pfund an neuen Schulden aufgenommen hat. Das sind 7,9 Milliarden Pfund weniger als im gleichen Monat des Jahres 2025.
Im bisherigen Haushaltsjahr belief sich die Neuverschuldung auf insgesamt 57,6 Milliarden Pfund. Dies entspricht einem Rückgang von 3,7 Milliarden Pfund im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, liegt aber 2,7 Milliarden Pfund über den Prognosen des Office for Budget Responsibility.
Die britischen Staatsfinanzen für Juni sind eine gute Nachricht für den neuen Premierminister Andy Burnham und seinen Finanzminister John Healey. Allerdings gebe es bei einer weiter steigenden Schuldenlast nur begrenzten Spielraum für eine zusätzliche Kreditaufnahme, schreibt Ruth Gregory von Capital Economics in einer Research Note.
Der Dax hält sich wacker
Der Frankfurter Aktienmarkt geht nun doch mit leichten Gewinnen in den Tag. Der Dax legt 0,1 auf 24.894 Punkte zu.
Finanzaufsicht untersucht Jungheinrich-Halbjahresbilanz
Die Finanzaufsicht BaFin schaut sich die Halbjahres-Bilanz des Gabelstaplerherstellers Jungheinrich aus dem vergangenen Jahr genauer an. Es lägen konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass das Hamburger Unternehmen dabei gegen Bilanzierungsvorschriften verstoßen habe, teilte die Behörde mit. Es geht um die Bewertung von Vermögenswerten - vor allem von Mietgeräten und Vorräten - im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf des Russland-Geschäfts, die möglicherweise fehlerhaft sei. Die Ankündigung drückte die Jungheinrich-Aktie auf der Handelsplattform Tradegate um knapp fünf Prozent.
Jungheinrich teilte mit, der Konzern stehe mit der BaFin im Austausch. Der Gabelstaplerhersteller hatte seine Russland-Tochter Jungheinrich Lift Truck im Juli 2025 mit Verlust an einen russischen Finanzinvestor verkauft und deshalb seine Gewinnerwartungen deutlich gesenkt.
Der Dax dürfte schwächeln
Für die europäischen Aktienmärkte kündigt sich eine kaum veränderte Handelseröffnung an. Der Dax wird der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit leichten Verlusten in den Handel starten.
Zum Wochenanfang hatte der deutsche Leitindex 0,1 Prozent fester bei 24.847 Punkten geschlossen. Zurückhaltung vor wichtigen Firmenbilanzen und Sorgen über die Lage im Nahen Osten hatten die Wall Street gestern dagegen ins Minus gedrückt.
Die sommerliche Hängepartie dürfte zunächst anhalten. Die Risikobereitschaft leidet unter der angeschlagenen Stimmung im KI-Sektor und den anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten.
Hamburger Hafen kann Prognose nicht halten
Der Hamburger Hafenkonzern HHLA senkt seine Umsatz- und Gewinnprognosen für das laufende Jahr. Umbaumaßnahmen zur Automatisierung der Hamburger Containerterminals hätten zu stärkeren operativen Beeinträchtigungen geführt als erwartet, teilte das von der Stadt Hamburg und der weltgrößten Reederei MSC kontrollierte Unternehmen mit. Auch die Auswirkungen des Wintereinbruchs zu Jahresbeginn könne die HHLA wohl nicht mehr vollständig kompensieren.
Für den Teilkonzern Hafenlogistik wird nunmehr ein weniger starker Umsatzanstieg erwartet, auch das operative Betriebsergebnis (Ebit) soll mit 135 bis 155 (zuvor: 160 bis 180) Millionen Euro geringer ausfallen als bisher erwartet.
Bank Bär erzielt Rekordgewinn
Die Bank Julius Bär hat im ersten Halbjahr einen Gewinnsprung verbucht. Dank Rückenwind von sprudelnden Handelserträgen kletterte der Gewinn um 128 Prozent auf den Rekordwert von 673 Millionen Franken, wie das Schweizer Institut mitteilte. Damit übertraf der Vermögensverwalter für Millionäre und Milliardäre die von Analysten geschätzten 640 Millionen Franken.
Auch bei den Wall-Street-Häusern hatten die regen Handelsaktivitäten der Kunden als Folge der geopolitisch bedingten Ausschläge an den Finanzmärkten zuletzt die Gewinne angekurbelt. Im Vorjahr hatten Belastungen aus dem Verkauf des lokalen Geschäfts in Brasilien sowie Wertberichtigungen auf Hypotheken und andere Kredite Bär das Ergebnis verhagelt.
Die verwalteten Vermögen kletterten im Vergleich zu Ende 2025 um fünf Prozent auf 547 Milliarden Franken.
Generika-Konkurrenz belastet Novartis
Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat im zweiten Quartal dank eines starken Geschäfts mit Krebsmedikamenten den Umsatz gesteigert und das Ergebnis trotz der Generika-Konkurrenz für sein Herzmittel Entresto stabil gehalten. Das bereinigte operative Kernergebnis stagnierte von April bis Juni bei 5,94 Milliarden Dollar, wie Novartis mitteilte. Der Umsatz stieg um drei Prozent auf 14,4 Milliarden Dollar.
Seine Prognose für das Gesamtjahr behielt Novartis bei und erwartet weiterhin ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Der bereinigte operative Gewinn soll in ähnlicher Größenordnung sinken.
Novartis steht derzeit vor einer Reihe auslaufender Patente. Besonders betroffen ist der Kassenschlager Entresto, der im vergangenen Jahr 14 Prozent des Nettoumsatzes ausmachte. Wegen der Konkurrenz durch günstigere Nachahmerprodukte auf dem US-Hauptmarkt sanken die Erlöse mit dem Herzmedikament im abgelaufenen Quartal um 50 Prozent auf 1,18 Milliarden Dollar. Schon zum Jahresauftakt war der Umsatz um 42 Prozent eingebrochen.
Öl wird etwas billiger
Die Ölpreise geben nach. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligt sich um 0,5 Prozent auf 88,81 Dollar. Das US-Öl WTI notierte 0,3 Prozent schwächer bei 82,98 Dollar.
Die Aussicht auf einen möglichen Waffenstillstand im Iran-Krieg verringert Sorgen vor einer kompletten Blockade der Straße von Hormus. Gleichzeitig entlasten eine robuste physische Versorgung aus den USA und Saudi-Arabien sowie eine schwächere Nachfrage aus China den Markt.
In Japan steigen die Kurse
An den asiatischen Aktienmärkten geht es unter dem Strich aufwärts: Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans steigt um 0,25 Prozent.
Der japanische Nikkei-Index legt um mehr als ein Prozent zu, nachdem es zuletzt zu Ausverkäufen bei Technologiewerten gekommen war. Energieunternehmen und Handelshäuser führen die Gewinner an, was teilweise auf die Erwartungen höherer Ölpreise inmitten des Iran-Konflikts zurückzuführen ist. Inpex legen um 2,8 Prozent zu und Mitsubishi Corp steigen um 1,7 Prozent.
Der Ölpreis entfernte sich jedoch von seinem Einmonatshoch, nachdem bekannt wurde, dass Vermittler dem Iran einen zehntägigen Waffenstillstand vorgeschlagen haben. Gleichzeitig drohten aber die vom Iran unterstützten Huthi im Jemen mit einer Seeblockade gegen Saudi-Arabien.
Anleger warten zudem gespannt auf die anstehenden Quartalszahlen von US-Technologiekonzernen wie Alphabet und Intel, die als Test für den KI-Boom gelten.
Was für den Dax heute wichtig wird
Die Börsenprofis schauen heute wieder mal auf die Stimmung der ... Börsenprofis und zwar anhand der Befragungsergebnisse des Mannheimers Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) für den Juli. Experten erwarten, dass das Stimmungsbarometer im Juli weiter gestiegen ist - und zwar auf 18,0 Punkte, nach 10,5 Zählern im Juni. Friedenssignale aus dem Nahen Osten hatten damals eine kräftige Aufhellung der Stimmung bewirkt. Mittlerweile ist der Konflikt allerdings wieder aufgeflammt. Der Iran-Krieg und seine Auswirkungen vor allem auf die globalen Energiemärkte und damit auch Inflation und Zinsen bleibt ohnehin eines der bestimmenden Themen, auch und gerade vor der am Donnerstag anstehenden Zinsentscheidung der EZB.
Der Dax hatte gestern 0,06 Prozent höher bei 24.846,69 Punkten geschlossen.
Spannend aus Finanzmarktsicht geht es auch in London in der Downing Street weiter: Der neue britische Premierminister Andy Burnham hält seine erste Kabinettssitzung ab und will erste Maßnahmen gegen die steigenden Lebenshaltungskosten vorstellen. In diesem Zusammenhang könnten auch Steuererhöhungen bekannt werden, die zur Finanzierung der Maßnahmen nötig werden. Auch die Details zum künftigen Kabinett dürften in den nächsten Tagen klar werden.
Auch die Berichtssaison geht weiter. Frische Zahlen gibt es unter anderem vom Schweizer Pharmagiganten Novartis. Hier blicken Anleger bereits über das abgelaufene Jahresviertel hinaus. Weil billige Nachahmerprodukte für das Herzmittel Entresto die Bilanz belasten, peilt das Management für das Gesamtjahr bislang nur ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich an, während das operative Kernergebnis in ähnlicher Größenordnung sinken dürfte. Im Fokus stehen daher drei entscheidende Studien zu neuen Hoffnungsträgern im zweiten Halbjahr. Enttäuschen die anstehenden Studiendaten, dürfte die hohe Bewertung der Aktie Analysten zufolge massiv unter Druck geraten.