Dienstag, 27. August 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:36 Uhr

Dax schafft ein solides Plus

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(Foto: imago/Sven Simon)

Konjunktursorgen sowie das Hin und Her im Handelsstreit treiben die Anleger in Europa weiter um. Unterstützung bekamen die Börsen heute allerdings von angekündigten Konsumhilfen der chinesischen Regierung und der Hoffnung auf ein glimpfliches Ende im Brexit-Streit. Der Dax gewann 0,6 Prozent und schloss bei 11.730 Punkten. Der MDax stieg um 0,7 Prozent auf 25.182 Zähler, der TecDax um 0,9 Prozent auf 2746 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,6 Prozent auf 3370 Punkte nach oben.

Klare Gewinnerin im Dax war die Aktie der Lufthansa mit plus 3,0 Prozent. Schlusslicht war nach einer Razzia im Eschborner Sitz das Papier der Deutschen Börse mit minus 1,8 Prozent.

17:06 Uhr

Mögliche Philip Morris/Altria-Fusion erhöht Druck auf BAT

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Die Gespräche über eine Fusion zwischen Philip Morris und Altria sind tendenziell negative Nachrichten für British American Tobacco (BAT). Der Wettbewerbsdruck werde härter, sagte ein Händler. Dass die BAT-Aktie in einer ersten Reaktion positiv auf die Nachricht reagiert habe, dürfte darauf zurückzuführen sein, dass der Markt zunächst Konsolidierungsfantasie im Sektor gespielt habe.

Durch die Fusion wollen sich Philip Morris und Altria im Bereich E-Zigaretten stärken und für eine stärkere staatliche Regulierung gerüstet sein. Nach Einschätzung der Citigroup werde die US-Gesundheitsbehörde FDA schon bald erhebliche Eingriffe vornehmen. Von diesen dürften Zigarren am stärksten negativ betroffen sein, aber auch der Markt für E-Zigaretten stehe vor erheblichen Veränderungen. BAT verloren 2,6 Prozent.

16:39 Uhr

US-Verbraucherbarometer besser als erwartet

Die Stimmung der US-Konsumenten hat sich im August nicht so stark eingetrübt wie befürchtet. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen fiel auf 135,1 Punkte von 135,8 Zählern im Juli, wie das Institut Conference Board zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte. Experten hatten mit einem Rückgang auf 129,5 gerechnet.

Die befragten US-Verbraucher schätzten ihre gegenwärtige Lage besser, die Aussichten hingegen schlechter ein als zuletzt. Die Konsumenten bilden mit ihren Ausgaben die zentrale Säule der US-Konjunktur, da der private Konsum etwa 70 Prozent der Wirtschaftsleistung ausmacht.

16:15 Uhr

Zwei US-Tabakriesen wollen wohl zusammenkommen

Die Tabakkonzerne Philip Morris und Altria sprechen über eine mögliche Fusion unter Gleichen. Dies bestätigten beide Unternehmen. Auf Basis der Schlusskurse vom Montag ist Philip Morris derzeit am Markt 121 Milliarden US-Dollar wert, Altria etwa 88 Milliarden.

Zu Handelsbeginn in New York fielen die Aktien von Philip Morris um 6 Prozent auf 73 Dollar, jene von Altria kletterten um 9,3 Prozent auf 51,50 Dollar. Bereits gestern waren die Aktien von Philip Morris um 4 Prozent gesunken, als die Gerüchte über einen möglichen Zusammenschluss die Runde machten.

16:02 Uhr

Wall Street eröffnet fester - Dow Jones über 26.000

Die Aussicht auf weitere Gespräche im Handelsstreit der USA mit China hat die US-Börsen am Dienstag gestützt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,5 Prozent fester mit 26.014 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 legte ebenfalls 0,5 Prozent zu, der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,7 Prozent. US-Präsident Donald Trump hatte eine neue Gesprächsrunde mit der Regierung in Peking angekündigt. Zudem will China seinen Konsum beleben und unter anderem die ins Stottern geratene Autokonjunktur anzukurbeln.

Papiere von Johnson & Johnson kletterten um 1,3 Prozent. Im Prozess um umstrittene Opioid-Schmerzmittel kommt der US-Pharmakonzern um eine Milliardenstrafe herum. Ein Bezirksgericht im US-Bundesstaat Oklahoma verurteilte das Unternehmen zu 572 Millionen Dollar. Marktteilnehmer hatten mit mehr gerechnet.

15:53 Uhr

n-tv Zertifikate: Gier und Angst ein Schnippchen schlagen

Mal Panik, mal Euphorie: Das Hin und Her beim US-Handelsstreit mit China zehrt extrem an den Nerven der Anleger. Wie Investoren in dieser schwierigen Phase teure Fallen vermeiden und sich richtig aufstellen können, bespricht Bianca Thomas mit Matthias Hüppe von der HSBC.

15:33 Uhr

Experte: Pfund mit massivem Kursverfall bei No-Deal-Brexit

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Eine Abwertung des Pfund Sterling um 10 Prozent zum US-Dollar erwartet Investmentmanager Gareth Gettinby von Kames Capital im Falle eines übergangslosen und unverhandelten Austritts von Großbritannien aus der EU zum 31. Oktober. Der Pfundkurs würde damit auf die Erwartung einer umfassenden konjunkturellen Kontraktion in Kombination mit einer weiter gelockerten Geldpolitik reagieren. Zu europäischen Devisen, allen voran zum Euro, werde die Abwertung seiner Ansicht nach weniger heftig ausfallen, denn sie würden im Falle des ungeregelten Brexit ebenfalls zum Dollar unter Druck geraten. Andererseits sei im Falle einer Einigung auf ein Austrittsabkommen mit einer Aufwertung des Pfund zwischen 8 und 10 Prozent zu rechnen.

Zuletzt wurde das Pfund am Devisenmarkt 0,4 Prozent höher bei 1,2269 Dollar gehandelt: Der Euro gab 0,3 Prozent auf 0,9055 Pfund nach.

15:12 Uhr

Globale Konjunkturabkühlung macht auch Miele zu schaffen

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(Foto: picture alliance / Ina Fassbende)

Die weltweite Konjunkturabkühlung geht auch am Hausgerätehersteller Miele nicht spurlos vorbei. Der Umsatz des Familienunternehmens stieg im Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/19 lediglich um 1,5 Prozent auf knapp 4,2 Milliarden Euro. Ohne die erstmalige Einbeziehung der koreanischen Tochter Yujin Robot hätte das Plus im 120. Jahr der Firmengeschichte sogar nur bei 0,2 Prozent gelegen. Zum Vergleich: Vor 12 Monaten meldete Miele noch ein Umsatzplus von 4,3 Prozent. Zum Gewinn macht das Unternehmen keine Angaben.

Im wettbewerbsintensiven deutschen Markt musste Miele im abgelaufenen Geschäftsjahr einen leichten Umsatzrückgang um 0,3 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro hinnehmen. Spürbare Rückgänge gab es außerdem in China, wo staatliche Restriktionen den Immobilienhandel erschwerten. In Hongkong dämpften die politischen Unruhen das Geschäft. Sehr gut entwickelten sich die Verkaufszahlen dagegen in den USA, in Österreich, der Schweiz, Japan und Südkorea.

14:43 Uhr

Dax unternimmt Klettertour - Lufthansa einsame Spitze

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Der deutsche Aktienmarkt hat am Nachmittag seine Gewinne ausbauen können. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn in den USA stieg der Dax 0,8 Prozent auf 11.753 Punkte. Der MDax gewann 0,6 Prozent auf 25.159 Zähler. Der TecDax ging um 0,9 Prozent auf 2744 Stellen hoch. Der EuroStoxx50 kletterte um 0,6 Prozent auf 3370 Punkte.

Mit einem Aufschlag von 3,8 Prozent führten Lufthansa mit großem Abstand die Gewinnerliste im Dax an. Ein Händler verwies in diesem Zusammenhang auf eine Kaufempfehlung durch Kepler Cheuvreux und dadurch ausgelöste Shorteindeckungen. Die Lufthansa-Aktie hat seit Jahresbeginn fast 30 Prozent an Wert verloren.

14:18 Uhr

Chinas Regierung kämpft gegen Auto-Absatzflaute an

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(Foto: picture alliance/dpa)

China versucht die ins Stottern geratene Autokonjunktur anzukurbeln und so den Konsum beleben. Das in der Volksrepublik Staatsrat genannte Kabinett rät Regionalregierungen, Restriktionen beim Autokauf schrittweise zu lockern oder abzuschaffen. Zugleich sollen verstärkt Anreize zum Kauf von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben geschaffen werden, wie das Gremium mitteilte.

Auf dem schon länger schwächelnden Automarkt der Volksrepublik schrumpfte zuletzt auch die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen. Die chinesische Regierung versucht seit Monaten, den Konsum anzukurbeln. Der Staatsrat teilte nun auch mit, die Ladenöffnungszeiten zu verlängern, damit Geschäfte und Restaurants abends länger Kundschaft empfangen können.

14:03 Uhr

Analysten: Razzia bei Deutscher Börse nicht überraschend

Die Ermittlungen wegen Cum-Ex-Geschäften dürften nach Einschätzung eines Analysten keinen größeren oder gar längerfristigen Belastungsfaktor für die Aktie der Deutschen Börse darstellen. Ganz überraschend komme die Hausdurchsuchung nicht, heißt es. Das zeige schon die Erfahrung mit ähnlichen Vorgängen in der Vergangenheit.

Im Fall der Deutsche-Börse-Tochter Clearstream reichten die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft bis ins Jahr 2017 zurück. Über den Ausgang der Ermittlungen lasse sich letztlich nur spekulieren, diese könnten sich aber über Jahre hinziehen. Was bleibe, sei ein gewisses Restrisiko. Am Nachmittag gab der Kurs der Deutschen Börse um 1,6 Prozent nach.

13:39 Uhr

Analyst: US-Druck auf Huawei wird Smartphone-Markt bremsen

Das US-Vorgehen gegen den chinesischen Huawei-Konzern wird nach Experten-Einschätzung den gesamten Smartphone-Markt weiter abbremsen. Es sei zwar absehbar, dass vor allem der südkoreanische Marktführer Samsung sowie chinesische Rivalen wie Xiaomi profitieren und einen Teil der heutigen Huawei-Kunden anlocken könnten, sagte Analyst Anshul Gupta vom Marktforschungs-Unternehmen Gartner.

Für das zweite Quartal errechnete Gartner bereits einen Rückgang der Smartphone-Verkäufe um 1,7 Prozent auf 368 Millionen Geräte. Vor allem die Nachfrage nach teuren Computer-Handys sei zurückgegangen. Zum einen sähen heutige Besitzer von Top-Modellen keinen Grund, für viel Geld ihre Geräte zu erneuern, sagte Gupta. Zum anderen gebe es nicht genug Anreize für Nutzer mit Mittelklasse-Telefonen, auf teurere Modelle umzusteigen.

13:15 Uhr

Umfeld für Luftfahrtbranche wird noch schwieriger

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(Foto: imago/Pius Koller)

Wegen der in den kommenden Jahren zu erwartenden Flut neuer Flugzeuge in Europa und entsprechend steigender Kapazitäten rechnen die Analysten Daniel Roeska und Alex Irving von Bernstein zwar mit mehr Wachstum hiesiger Fluggesellschaften. Verbunden sei das aber mit einem zunehmenden Druck auf die Flugpreise und einem insgesamt schwierigeren Umfeld für die Luftfahrtbranche.

Der Trend werde den Analysten zufolge erst im kommenden Jahr richtig einsetzen. Für das laufende Jahr sei zunächst sogar mit einer Abschwächung des Wachstums auf rund 3 Prozent zu rechnen, aber ab 2020 mit einem Anstieg auf rund 7 Prozent. Die Bernstein-Analysten begründen das mit den bestehenden Flugzeugbestellungen, aber auch mit verzögert den Markt erreichende Kapazitäten wegen der 2019 bislang noch immer gegroundeten Boeing 737-Max-Maschinen.

12:54 Uhr

Großrazzia bei Deutsche-Börse-Tochter

Deutsche Börse
Deutsche Börse 139,00

Bei der Tochter der Deutschen Börse, Clearstream Banking AG, ist heute das Ziel einer groß angelegten Razzia gewesen. Das berichtete das "Handelsblatt". Der Dax-Konzern bestätigte die Durchsuchung. Der Zeitung zufolge begann die Razzia am Vormittag in dem Gebäude der Finanzfirma im hessischen Eschborn. Die Federführung bei der Durchsuchung hat die Staatsanwaltschaft Köln.

Ein Sprecher der Behörde sagte dem "Handelsblatt", auf Nachfrage, "dass heute im Rahmen des Verfahrenskomplexes um die Cum-Ex-Geschäfte Durchsuchungsmaßnahmen bei Beschuldigten durchgeführt werden". Aufgrund des Steuergeheimnisses können man allerdings keine näheren Angaben machen - insbesondere Angaben zu der Art und Weise und Orten der Durchsuchung. Die Aktie der Deutschen Börse notierte am frühen Nachmittag 1,6 Prozent leichter bei 129,10 Euro.

12:39 Uhr

Ernüchterung an der Wall Street deutet auf Stagnation

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(Foto: REUTERS)

Nach der moderaten Vortageserholung scheint der Schwung an der Wall Street schon wieder dahin zu sein. Der Aktienterminmarkt suggeriert eine unveränderte Handelseröffnung am Kassamarkt. Analysten bemängeln an den zuletzt wieder konzilianteren Tönen der Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping, dass im US-chinesischen Handelskonflikt letztlich keine Taten gefolgt seien. Fundamental bewege sich im Handelsdisput nichts, so das Fazit eines Börsianers.

"Die kleine Rally des Vortages in Reaktion auf Trumps Worte, China wolle die Handelsgespräche wieder aufnehmen, ist überzogen gewesen", ergänzt Vermögensverwalter James Athey von Aberdeen Standard. Denn Trump habe heftigen Widerspruch aus den chinesischen Staatsmedien erfahren, dass China nicht unter dem Druck der hohen Zölle und gegen Huawei verhandeln werde.

12:16 Uhr

Nachhaltiges Fairphone 3 vorgestellt

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Eva Gouwens stellt das Fairphone 3 vor.

(Foto: dpa)

Die niederländische Initiative Fairphone hat die dritte Generation ihres Smartphones auf den Markt gebracht. Das Fairphone 3 beweise, dass Fairness und ein schonender Umgang mit Ressourcen mit Komfort und technischen Möglichkeiten vereinbar sind, sagte Firmenchefin Eva Gouwens. Im Vergleich zur zweiten Fairphone-Generation vor vier Jahren wurde der Preis von 525 Euro auf 450 Euro gesenkt.

Fairphone hat sich vorgenommen, möglichst viele Bauteile seiner Smartphones nachhaltig und unter menschenwürdigen Bedingungen produzieren zu lassen. Das betrifft zum einen die Fertigung des Smartphones. Weiterhin versucht das Unternehmen, die Rohstoffe für das Smartphone aus "fairen" Quellen zu beschaffen. Viele Hardware-Teile wie der Bildschirm, die Kameras und der Akku können nachgekauft und ersetzt werden. So wird ein Ersatzakku für knapp 30 Euro angeboten.

11:52 Uhr

Drägerwerk schwingt nach roten Zahlen den Rotstift

Drägerwerk
Drägerwerk 48,18

Die in die Verlustzone geratene Medizintechnikfirma Drägerwerk will an der Kostenschraube drehen und plant einen Stellabbau in Deutschland. Wie viele der 5000 Arbeitsplätze auf dem Heimatmarkt gestrichen würden, sei aber noch unklar, erklärte eine Sprecherin der Lübecker Firma. Das werde mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft IG Metall verhandelt.

Hohe Kosten vor allem im Vertrieb und Währungseffekte belasten den Konzern mit seinen weltweit 14.000 Mitarbeitern. Daher war der operative Gewinn (Ebit) im vergangenen Jahr auf 62,6 (155,7) Millionen Euro eingebrochen. 2019 startete Drägerwerk mit Verlusten und erwartet nun noch eine operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) zwischen 1,0 und 3,0 Prozent. Die Anleger reagierten verschreckt: Die Stammaktien sanken um mehr als 2 Prozent und markierten mit 32,30 Euro ein Rekordtief. Die Vorzüge gaben um 2,8 Prozent auf 41 Euro nach.

11:36 Uhr

Zäher Handel in Frankfurt - Dax quält sich durch den Tag

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Wie ist die Lage an der Frankfurter Börse? Der Handel ist bislang ziemlich zäh verlaufen. Der Dax notierte kurz vor Mittag lediglich 0,1 Prozent höher bei 11.667 Punkten. Der MDax gewann ebenfalls 0,1 Prozent auf 25.036 Stellen. Der TecDax stieg um 0,2 Prozent auf 2726 Stellen. Der EuroStoxx50 lag nahezu unverändert bei 3348 Punkten.

Klar an der Spitze im Dax lagen Vonovia mit plus 2,2 Prozent. Dax-Schlusslich waren Munich Re mit minus 1,1 Prozent.

11:27 Uhr

Schwierige Regierungsbildung in Italien - Renditen ziehen an

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(Foto: imago stock&people)

Die Hoffnung der Anleger auf eine schnelle Regierungsbildung in Italien hat einen Dämpfer erlitten. Die populistische Fünf-Sterne-Bewegung setzt die Gespräche mit den oppositionellen Sozialdemokraten aus, bis sich diese öffentlich zu einer neuen Koalition unter Führung des amtierenden Regierungschefs Giuseppe Conte verpflichten.

Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen zog daraufhin an, notierte mit 1,235 Prozent aber noch in der Nähe ihres zuvor erreichten Drei-Jahres-Tiefs. Der Euro war mit 1,1112 US-Dollar stabil.

11:09 Uhr

Geplante Aufspaltung von TechnipFMC kommt bei Anlegern gut an

Der französisch-amerikanische Ölindustrie-Dienstleister TechnipFMC hat mit seinen Plänen zur Konzernaufspaltung bei den Anlegern gepunktet. Die in Paris notierten Aktien legten um 4,6 Prozent auf 22,02 Euro zu. Der Konzern hatte angekündigt, das Ingenieurs- und Baugeschäft in eine Gesellschaft abzuspalten, die dann in Paris börsennotiert sein soll.

Experten von Credit Suisse bemängelten, dass die neue Firma nur in Frankreich gelistet sein soll. Das werde kaum US-Investoren anlocken. Dagegen rechnen Analysten von Berenberg damit, dass sich der Unternehmenswert erhöht.

10:53 Uhr

Zahlen und Ausblick von SAS könnten Airlines treiben

Weiter steigende Kurse erwarten Händler heute von den europäischen Airlines. Hier könnten die Zahlen der skandinavischen SAS weiter treiben, die auf ein sehr starkes Sommergeschäft hinweisen. Dazu äußerte sich SAS verhalten optimistisch zu den Ertragsaussichten bis 2020 und geht von einem weiter moderaten Wachstum aus.

Da die Aktien der Fluglinien schon lange im Abwärtstrend seien, könnten die Sorgen über eine Konjunkturabschwächung langsam eingepreist sein, heißt es im Handel. Auch Lufthansa, Air France und IAG könnten davon profitieren. Am Vormittag notierte die Lufthansa-Aktie 0,6 Prozent höher.

10:32 Uhr

Nickel-Preis zieht an - Zinn auf Dreijahrestief

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(Foto: http://images-of-elements.com/pse/nickel.php#a)

Die Preisrally für das Industriemetall Nickel hält an. Erstmals seit neun Jahren könnte der Londoner Schlusskurs heute höher liegen als der Preis für Zinn. An der London Metal Exchange zog der Preis für das zur Stahl-Herstellung benötigte Metall um 1,6 Prozent auf 15.910 US-Dollar je Tonne an, während der vergleichbare Terminkontrakt für Zinn mit 15.765 Dollar ein Drei-Jahres-Tief markierte. Spekulationen auf Angebotsengpässe und eine solide Nachfrage haben den Nickelpreis seit Jahresbeginn um fast 50 Prozent in die Höhe getrieben.

Zinn ist mit einem Minus von 19 Prozent hingegen der größte Verlierer im Metallsektor, nachdem Chinas Schmelzanlagen ihre Produktion deutlich heruntergefahren haben.

10:11 Uhr

Immobilienwerte zeigen sich erholt

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(Foto: picture alliance/dpa)

Stark präsentierten sich bislang die Immobilienaktien nach ihren gestrigen Verlusten. Im Dax legten Vonovia um 1,6 Prozent zu. Im MDax verteuerten sich Deutsche Wohnen um 1,8 und Grand City um 1,3 Prozent.

  • "Vor allem die Breite der kritischen Stimmen von FDP bis Genossenschaften an den Berliner Plänen gibt Zuversicht, dass sie in dieser Form nicht kommen werden", sagte ein Händler.
09:53 Uhr

Dudenhöffer: Piëch hat "Großes in der Autowelt geschaffen"

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Ferdinand Piëch (1937-2019)

(Foto: imago images / Sven Simon)

Trauer um Ferdinand Piëch: Der Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer hat die Bedeutung des Managers für die Branche gewürdigt.

  • "Ohne Piëch würde die Autowelt heute anders aussehen", sagte Dudenhöffer im Bayerischen Rundfunk. "Sein Leben war das Auto und er hat auch sehr Großes in der Autowelt geschaffen."

Piëch, der am Sonntag im Alter von 82 Jahren gestorben war, habe VW "aus einer sehr schwierigen Lage in die Zukunft geführt", sagte Dudenhöffer und verwies auf die Plattformstrategie des Konzerns. Zugleich habe Piëch sehr strategisch agiert und sei "kaltherzig" gewesen, sagte Dudenhöffer. Aus Sicht des Auto-Experten wird es künftig keine Manager wie Piëch mehr geben.

  • "Die Zeit hat sich total geändert. Wir kommen aus einer Zeit, wo man von oben nach unten das Unternehmen geleitet hat. Heute sind andere Dinge angesagt."
09:33 Uhr

Tausende Allianz-Kunden in Australien erhalten Geld zurück

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Ärger für die Allianz: Die australische Tochter des Münchner Versicherungsriesen zahlt der Aufsichtsbehörde Asic zufolge wegen falscher Beratung 15.000 Kunden Geld zurück. Insgesamt sollen mehr als acht Millionen Australische Dollar (4,9 Millionen Euro) erstattet werden. Ein Allianz-Sprecher bestätigte die Rückzahlung und kündigte an, dass der in die Kritik geratene Verkauf von Verbraucherkreditversicherungen bis Ende des dritten Quartals eingestellt werde.

Der Aufsichtsbehörde zufolge wurden Kunden, die keinen Anspruch hätten geltend machen können oder den Versicherungsschutz voraussichtlich nicht benötigt hätten, fälschlicherweise Policen verkauft. Die Asic ist schon gegen mehrere Finanzinstitute vorgegangen. Eine Untersuchung des australischen Finanzsektors hatte zuvor weitreichende Missstände zutage gebracht.

09:07 Uhr

Dax kommt schlecht aus Startlöchern - leichtes Minus

Der deutsche Aktienmarkt hat erst einmal den Rückwärtsgang eingelegt. Der Dax startete 0,2 Prozent tiefer bei 11.639 Punkten. Der MDax verlor 0,1 Prozent auf 24.970 Zähler. Der TecDax sackte um ebenfalls 0,1 Prozent auf 2717 Stellen ab.

08:56 Uhr

Briten sorgen für bessere Laune bei deutschen Exporteuren

Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren hat sich im August wegen vorgezogener Geschäfte mit Großbritannien leicht aufgehellt. Die Exporterwartungen für die Industrie stiegen auf minus 2,1 Punkte von minus 2,7 Zählern im Juli, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage unter 2300 Unternehmen mitteilte.

  • "Der Anstieg geht auf Firmen zurück, die nach Großbritannien exportieren", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. "Der drohende harte Brexit führt zu starken vorgezogenen Importen der Briten."

Ansonsten belaste der von den USA angefachte Handelsstreit weiterhin die deutsche Exportindustrie.

08:30 Uhr

BIP schrumpft - Deutschland droht Rezession

Mehrere Kräne stehen auf dem Werksgelände des Herstellers Liebherr. Foto: Thomas Warnack/Archivbild

(Foto: Thomas Warnack/dpa)

Handelskonflikte und eine schwächere Weltkonjunktur haben die exportabhängige deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal schrumpfen lassen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel von April bis Juni um 0,1 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt eine frühere Schätzung bestätigte. Zum Jahresauftakt war Europas größte Volkswirtschaft noch um kräftige 0,4 Prozent gewachsen.

Schrumpft die Wirtschaft im laufenden Sommerquartal erneut, sprechen Experten von einer Rezession.

07:36 Uhr

Ölpreise ziehen leicht an

Die Ölpreise haben am Dienstag etwas zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 58,93 US-Dollar. Das waren 23 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 25 Cent auf 53,89 Dollar.

WTI Oil
WTI Oil 58,32

Nach deutlichen Kursschwankungen zum Wochenauftakt haben sich die Ölpreise vorerst stabilisiert. Zuletzt hatten neue Entwicklungen im Handelskrieg zwischen den USA und China für Bewegung gesorgt. Unter anderem war von US-Präsident Donald Trump während des G7-Gipfels im französischen Biarritz auf ein Telefongespräch verwiesen worden, in dem China seinen Wunsch zu neuen Verhandlungen zum Ausdruck gebracht habe.

Im Verlauf des Monats hatte die Sorge vor einer Belastung der Weltwirtschaft durch den Handelskrieg der beiden größten Volkswirtschaften der Welt die Ölpreise mehrfach belastet. Seit Anfang August ist der Preis für US-Öl mittlerweile um mehr als sieben Prozent gefallen.

06:59 Uhr

Entspannung im Handelsstreit - Asiens Börsen atmen auf

Nikkei
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Hoffnungen auf eine Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China haben am Dienstag den asiatischen Börsen Auftrieb gegeben. Investoren zeigten sich erleichtert über die jüngsten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump. Dieser begrüßte ein Gesprächsangebot der Regierung in Peking und erklärte sich dazu bereit, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Börsianer warnten allerdings vor übertriebener Zuversicht. Eine echte Lösung in dem Zollkonflikt sei weiterhin nicht in Sicht.

In Tokio stieg der Leitindex Nikkei 1,2 Prozent auf 20.509 Punkte. Der chinesische CSI300 gewann 1,9 Prozent. An den Devisenmärkten in Fernost gab der Dollar zum japanischen Yen 0,4 Prozent nach und lag bei 105,75 Yen. Der Euro tendierte stabil bei 1,1105 Dollar. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9784 Franken je Dollar und 1,0866 Franken je Euro gehandelt.  

06:27 Uhr

Axel Springer fliegt aus MDax - Nachrücker steht bereits fest

Axel Springer
Axel Springer 63,85

Nach dem Einstieg des Finanzinvestors KKR fliegt der Berliner Medienkonzern Axel Springer aus dem MDax. Mit der Übernahme verringert sich der Streubesitz auf fünf Prozent, begründete die Deutsche Börse die außerplanmäßige Anpassung.

Für Axel Springer rücke der Münchner IT-Dienstleister Cancom aus dem SDax nach. Somit gebe es auch im SDax einen Wechsel: Der Wohnimmobilien-Entwickler Instone Real Estate Group steige in den Index auf.