Donnerstag, 05. März 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Dax geht wieder auf Tauchstation - Prügel für Conti-Aktie

Nach dem kräftigen Hoch am Mittwoch herrschte an Europas Börsen heute wieder große Nervosität. Im Laufe des Tages verstärkte sich wegen des Coronavirus wieder der Abgabedruck. Die Skepsis bei den Anlegern hinsichtlich staatlicher und Notenbank-Interventionen zur Konjunkturstützung ist groß. Insbesondere von einer Verlangsamung des Coronavirus-Ausbruchs außerhalb Chinas kann keine Rede sein kann. Im Gegenteil: Die Nachricht, dass Italien alle Schulen und Universitäten geschlossen hat, sorgt für Verunsicherung. Der wirtschaftlich bedeutende US-Bundesstaat Kalifornien hat derweil den Notstand ausgerufen, nachdem dort ein am Coronavirus Erkrankter gestorben ist.

So dominierten auch in Frankfurt die roten Zahlen. Der Dax verlor 1,5 Prozent und schloss bei 11.945 Punkten. Der Leitindex bewegte sich heute in einer Spanne zwischen 11.845 und 12.208 Punkten. Der MDax sank um 1,6 Prozent auf 25.680 Zähler, der TecDax um 1,3 Prozent auf 2912 Stellen. Auch für den EuroStoxx50 ging es nach unten: um 1,8 Prozent auf 3360 Punkte.

Besonders heftige Prügel bekam heute die Continental-Aktie mit minus 12,4 Prozent - der Zulieferer hatte tiefrote Jahreszahlen präsentiert. Henkel verloren nach Zahlen deutlich mit Abgaben von 5,2 Prozent. Die UBS sprach von einer enttäuschenden Ebit-Marge. Besser lief die Aktie von Vonovia mit plus 0,3 Prozent. Der Immobilienriese hat im abgelaufenen Jahr operativ mehr verdient und den oberen Rand der eigenen Gewinn-Prognose übertroffen. Auch Lufthansa litten nach Tausenden Flugabsagen - das Papier verbilligte sich um 3,7 Prozent.

 

16:55 Uhr

US-Auftragseingang im Januar schwächer als erwartet

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Auftragseingang der US-Industrie hat sich im Januar schwächer als erwartet entwickelt. Nach Mitteilung des Handelsministeriums in Washington sank er gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent. Volkswirte hatten mit einem Rückgang von nur 0,1 Prozent gerechnet. Für den Vormonat ergab sich nach revidierter Berechnung ein Plus von 1,9 Prozent.

Beim Bestelleingang für langlebige Wirtschaftsgüter meldete das Ministerium für Januar einen Rückgang von 0,2 Prozent nach vorläufig minus 0,2 Prozent. Der Auftragseingang ohne Berücksichtigung des Rüstungssektors stieg um 1,3 Prozent. Die Orders ohne Transportbereich nahmen um 0,1 Prozent ab.

16:29 Uhr

EZB drängt Banken wegen Corona zur Prüfung ihrer Notfallpläne

In der Eurozone müssen die Großbanken auf Anweisung der EZB wegen der Coronavirus-Krise ihre Notfallpläne überprüfen. Die Geldhäuser sollten zudem über Möglichkeiten nachdenken, um negative Folgen einer Ausweitung der Virus-Epidemie zu minimieren, hieß es in einem Brief der Aufseher an die Finanzinstitute.

Die Banken sollten nicht nur eine geeignete Infektionskontrolle am Arbeitsplatz gewährleisten, sondern auch sicherstellen, dass Beschäftigte notfalls auch in größerem Umfang von außerhalb arbeiten könnten. Die Europäische Zentralbank lehnte eine Stellungnahme dazu ab.

16:02 Uhr

War der Corona-Crash übertrieben?

Wie geht es weiter an den Märkten? Nach einem tiefen Fall ging es an der Börse zuletzt eher wieder nach oben. War der Corona-Crash vielleicht doch übertrieben? Friedhelm Tilgen spricht mit Christine Romar von der Citigroup über die Lage am Markt.

15:41 Uhr

Dickes Minus an Wall Street - Dax fest im Corona-Griff

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(Foto: imago images/UPI Photo)

Mit kräftigen Verlusten sind die US-Börsen in den Handel gestartet. Der Dow Jones verlor 2,6 Prozent auf 26.390 Punkte, nachdem er gestern kräftig zugelegt hatte. Der S&P-500 sackte um ebenfalls 2,6 Prozent auf 3048 Stellen ab. Die Coronavirus-Epidemie und die damit verbundenen Konjunktursorgen haben die Börsen weltweit wieder fest im Griff.

Auch der Dax gab noch einmal weiteren Boden preis und verlor 2,1 Prozent auf 11.880 Stellen. Kurz zuvor war der Frankfurter Leitindex auf 11.845 Zähler runtergegangen. Der EuroStoxx50 sackte um 2,0 Prozent auf 3352 Punkte ab.

15:19 Uhr

Air France-KLM sehr virusanfällig - Kurs bricht ein

Air France-KLM
Air France-KLM 5,18

Besonders stark lässt das Coronavirus die Aktie von Air France-KLM bluten. Das Papier brach an der Pariser Börse um 10,1 Prozent ein und gab damit deutlich stärker als andere Airlines nach. Air France-KLM gilt unter Analysten als das schwächste Glied im europäischen Luftfahrtsektor, sollte sich die Coronavirus-Krise für die Branche weiter verschärfen. In einer jüngeren Studie hat Bernstein die hohe Verschuldung von Air France-KLM herausgestellt, die das Unternehmen besonders anfällig machen.

15:05 Uhr

Coronavirus schießt Aktienkurs von Co Diagnostics hoch

Co-Diagnostics
Co-Diagnostics 6,60

Der steigende Bedarf an Coronavirus-Testkits beschert der Aktie von Co-Diagnostics einen erneuten Kurssprung. Die Aktien der Medizintechnikfirma verteuern sich im vorbörslichen US-Geschäft um 30 Prozent.

Damit hat sich der Kurs binnen zwei Wochen in etwa vervierfacht. Das ist die stärkste Rally der Firmengeschichte.

14:51 Uhr

Dax fällt vor US-Handelsbeginn kräftig - minus 2 Prozent

Wieder starke Nervosität in Frankfurt: Kurz vor der Handelseröffnung an der Wall Street hat der deutsche Aktienmarkt seine Verluste kräftig ausgebaut. Der Dax rutschte um 2,0 Prozent auf 11.888 Punkte ab. Der EuroStoxx50 fiel um 1,9 Prozent auf 3355 Stellen.

14:30 Uhr

Ölpreise steigen nach Meldungen über Opec-Förderkürzung

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(Foto: REUTERS)

Die Aussicht auf weitere Förderkürzungen der Opec gibt den Ölpreisen Auftrieb. Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 1,4 Prozent auf 51,80 US-Dollar, nachdem der Preis zuvor leicht im Minus notiert hatte. Der Preis für WTI-Öl stieg um 1,3 Prozent auf 47,40 Dollar je Fass.

Das Ölkartell will angesichts der Auswirkungen des neuartigen Coronavirus auf die Weltwirtschaft eine deutliche Verringerung der aktuellen Rohölförderung erreichen. Die Opec forderte laut einer Mitteilung eine Förderkürzung um 1,5 Millionen Barrel (je 159 Liter) Öl pro Tag für das zweite Quartal. Eine Million Barrel sollen dabei die 14 Opec-Staaten einsparen, 500.000 Barrel die zehn Kooperationspartner, darunter Russland. Die Kürzung entspräche insgesamt rund 1,5 Prozent der weltweiten Ölproduktion. Ob Russland dem zustimmt, ist fraglich. Morgen beraten die Opec-Staaten mit ihren Kooperationspartnern über den Vorschlag.

13:50 Uhr

Commerzbank-Aktie rauscht auf Rekordtief

Die Sorgen der Anleger vor den Auswirkungen der Corona-Krise haben kräftig auf die Commerzbank-Aktie gedrückt. Das ohnehin seit Jahren gebeutelte Papier fiel um 4,3 Prozent auf 4,63 Euro und unterschritt damit das bisherige Rekordtief vom August 2019.

Vor wenigen Wochen gehörten die Papiere von Commerzbank und Deutscher Bank noch zu den größten Gewinnern am deutschen Aktienmarkt in diesem Jahr. Deutsche Bank lagen am frühen Nachmittag 2,7 Prozent tiefer bei 7,07 Euro.

Commerzbank
Commerzbank 3,27

13:35 Uhr

Italien will wohl Aussetzung der EU-Schuldenregeln

Im Zuge der Krise um das Coronavirus schwebt Italien eine zeitweilige Aussetzung der europäischen Schuldenregeln vor. Wirtschaftsstaatssekretärin Laura Castelli sagte der Zeitung "Il Messaggero", die Regierung in Rom erwäge eine Aufstockung der Mittel im Kampf gegen die Folgen der Epidemie um 1,4 Milliarden auf 5 Milliarden Euro. Europa müsse in der Bekämpfung der Krise, die Italien in vorderster Front treffe, eine Vereinbarung treffen.

Die Regierung von Ministerpräsident Giuseppe Conte hatte im September beim Haushaltsdefizit für 2020 eine Zahl von 2,2 Prozent der Wirtschaftsleistung angepeilt. Sie war dabei davon ausgegangen, dass die Wirtschaft dieses Jahr um 0,6 Prozent wachsen würde. Experten halten dies mittlerweile nicht mehr für möglich, weil Italien wohl auf eine Rezession zusteuere.

Die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone gilt mit einer Verschuldungsquote von 130 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung als besonders anfällig für konjunkturelle Rückschläge. Für Italien prognostiziert Brüssel eine steigende Schuldenquote in den nächsten Jahren.

13:14 Uhr

Virus bringt Airlines massive Umsatzeinbußen

Der internationale Luftfahrtverband Iata rechnet wegen der Coronavirus-Krise mit deutlich höheren Umsatzeinbußen im Passagiergeschäft. Je nach Verlauf der Epidemie dürften die Airlines weltweit in diesem Jahr 63 bis 113 Milliarden US-Dollar weniger einnehmen, hieß es.

Bei seiner vorherigen Einschätzung am 20. Februar war der Verband noch davon ausgegangen, dass sich das Minus auf 29,3 Milliarden Dollar belaufen werde.

12:45 Uhr

Wall Street funkt kräftiges Minus - Dax wieder tiefrot

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(Foto: AP)

Skepsis in New York: Es wird wohl ein Beginn mit einem kräftigen Rot an der Wall Street - getreu der derzeitigen Börsenlage, dass auf eine kräftige Erholung am folgenden Tag stets ein deutliches Minus folgt. In New York verlor der Future auf den S&P-500 1,6 Prozent. Zur Wochenmitte hatte noch die Aussicht auf weitere Stimulierungsmaßnahmen, neben dem Sieg von Joe Biden beim "Super Tuesday" der Demokraten, dem Dow Jones zu einem Plus von 4,6 Prozent verholfen.

Teilnehmer verwiesen auf die weiter herrschende hohe Volatilität im Zusammenhang mit der Coronavirus-Epidemie. Diese scheint nun auch verstärkt in den USA angekommen zu sein. So hat Kalifornien aufgrund des ersten Todesfalles im Zusammenhang mit dem Virus den Notstand ausgerufen. Zudem hat das "Beige Book" der US-Notenbank Fed der US-Wirtschaft erste Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs attestiert.

Ob die Auswirkungen des Coronavirus bereits Spuren in der US-Konjunktur hinterlassen haben, darüber könnten die anstehenden US-Daten Auskunft geben. Dazu gehören der Auftragseingang der Industrie für den Januar sowie die wöchentlichen Erstanträge.

Angesichts der negativen Vorzeichen in den USA ist es mit den deutschen Indizes weiter runtergegangen. Der Dax sackte um 1,7 Prozent auf 11.920 Punkte ab und beendete damit seinen Ausflug oberhalb der 12.000er-Marke. Im Leitindex notierte nur noch die Merck-Aktie im Plus. Der EuroStoxx50 verlor 1,8 Prozent auf 3359 Stellen.

12:21 Uhr

Chinesen haben Interesse an Real.de

Nicht nur die Supermarktkette Real wird zerschlagen, sondern auch der Onlinehändler Real.de soll veräußert werden. Mit dem Onlineshop macht die Metro einen jährlichen Umsatz von knapp 600 Millionen Euro. Nach Angaben der "Lebensmittel-Zeitung" ist neben der Schwarz-Gruppe (Lidl und Kaufland) auch der chinesische Onlinehändler Alibaba an Real.de interessiert. Dabei soll es vor allem um die Übernahme der Logistik, der Verwaltung und des Know-hows der Mitarbeiter gehen.

Alibaba plant derzeit mit seinem Onlineshop AliExpress ein stärkeres Wachstum in Europa. Derzeit bauen die Chinesen in der belgischen Stadt Lüttich ein riesiges Logistikzentrum, das 2021 fertig werden soll. Die Übernahme von Real.de könnte einen schnellen und einfachen Einstieg in den deutschen Markt ermöglichen.

11:54 Uhr

Fallende Preise machen Öl-Aktien zu schaffen

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(Foto: REUTERS)

Unter Druck stehen heute in Europa Öl-Aktien. Grund sind erneut fallende Ölpreise wegen der Aussicht auf eine Konjunkturschwäche. Dazu belasten schwache Zahlen und Ausblicke aus der Branche. So hat Premier Oil 2019 höhere Abschreibungen vorgenommen und erwartet für 2020 weiter schwächere Ölpreise als Folge der Coronavirus-Epidemie. Aktien von Premier Oil fielen 8,4 Prozent, Tullow Oil 8 Prozent, TGS Nopec 3,9 Prozent, Lundin Petroleum und OMV je 3 Prozent. Bei den Großproduzenten BP, RDS und Total ging es bis zu 2 Prozent abwärts.

Bei den Ölpreisen notierten am Mittag Brent 0,9 Prozent niedriger bei 50,69 US-Dollar pro Barrel. Ein Fass der US-Sorte WTI verbilligte sich um 0,8 Prozent auf 46,59 Dollar.

11:45 Uhr

Keine Notfall-Zinssenkung in UK erwartet - Pfund fester

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(Foto: imago/STPP)

Nachlassende Spekulationen auf eine unmittelbar bevorstehende Zinssenkung der Bank von England (BoE) geben dem Pfund Sterling Auftrieb. Die britische Währung verteuerte sich um 0,4 Prozent auf 1,2927 US-Dollar und um 0,1 Prozent auf 1,1572 Euro.

Zuvor hatte sich der designierte BoE-Chef Andrew Bailey dafür ausgesprochen, vor einer Entscheidung mehr Informationen zu den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie zu sammeln. Offenbar wolle die BoE dem Beispiel der US-Notenbank (Fed) nicht folgen und verzichte auf eine außerplanmäßige Zinssenkung, konstatierten die Analysten der Bank Mitsubishi UFJ.

11:25 Uhr

ProSiebenSat.1-Anleger zappen weg

ProSiebenSat.1
ProSiebenSat.1 7,23

Ein enttäuschender Ausblick hat die Eigner von ProSiebenSat.1 verschreckt. Die Aktien der TV-Senderkette stürzten am späten Vormittag um 9,3 Prozent ab. Zeitweilig war die Aktie mit 9,68 Euro so billig wie zuletzt vor zehn Jahren.

Der für 2020 angepeilte Konzernumsatz von 4,2 bis 4,3 Milliarden Euro bleibe hinter den Markterwartungen zurück, schrieb Analyst Christoph Bast vom Bankhaus Lampe. Gleiches gelte für den operativen Gewinn. Auch der starke Rückgang des Betriebsergebnisses im abgelaufenen Quartal enttäusche.

11:04 Uhr

Dax rutscht wieder unter 12.000 - Conti-Kurs bricht ein

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben wieder kalte Füße bekommen. Die Frankfurter Indizes vergrößerten am späten Vormittag ihre Verluste. Der Dax fiel um 1,1 Prozent auf 11.999 Punkte. Der MDax gab ebenfalls um 1,1 Prozent auf 25.792 Zähler nach. Der TecDax verringerte sich um 1,0 Prozent auf 2920 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 1,0 Prozent auf 3385 Punkte runter.

Zunächst hatten Milliarden-Hilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zur Eindämmung der Corona-Epidemie die Kurse noch angetrieben. Zudem stellt das US-Repräsentantenhaus für den Kampf gegen das neuartige Coronavirus 8,3 Milliarden Dollar bereit.

  • "Dass der Dax angesichts solcher US-Vorlagen nicht in die Gänge kommt, ist schon ein sehr schwaches Zeichen", meinte ein Händler. Der Index werde von globalen Investoren als sehr konjunkturabhängig gewertet, daher sei die Schwäche auch ein Signal, dass man nicht an eine Konjunkturerholung glaube.

Passend dazu war von Continental ein düsterer Ausblick für die Autoindustrie gekommen - die Conti-Aktie brach um 10,5 Prozent auf 86,12 Euro ein. VW gaben um 2,2 Prozent nach.

Dax
Dax 9.935,84

10:46 Uhr

Continental verschärft Sparprogramm nach Rekordverlust

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Elmar Degenhart

(Foto: picture alliance/dpa)

Die tiefroten Zahlen zwingen Continental zum Handeln: Der Autozulieferer will nach eigenen Angaben sein Sparprogramm verschärfen.

  • "Die Unsicherheit in den für uns relevanten Industrien wächst zusehends. Eine erhoffte konjunkturelle Erholung wird sich weiter verzögern", sagte Vorstandschef Elmar Degenhart bei der Präsentation der Bilanz für das vergangene Jahr.
  • Daher prüfe das Management nun, wie man über das bereits laufende Strukturprogramm hinaus mit zusätzlichen Maßnahmen reagieren könne.

Das wirtschaftliche Umfeld werde in diesem Jahr herausfordernd bleiben, sagte Finanzvorstand Wolfgang Schäfer. Dazu zählte er neben Produktionsrückgängen, Turbulenzen durch die Coronavirus-Epidemie, Handelskonflikten und den schärferen Abgasvorschriften in Europa auch die sich rasant entwickelnde Digitalisierung. Die globale Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen werde voraussichtlich um zwei bis fünf Prozent sinken. Darin seien die bis zum heutigen Tag erfassten Auswirkungen durch das Coronavirus berücksichtigt.

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10:24 Uhr

Coronavirus sorgt bei Maschinenbauern für Alarmstimmung

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(Foto: picture alliance/dpa)

Lange Gesichter bei Deutschlands Maschinenbauern: Die ohnehin schwächelnden Branche rechnet in Folge der Coronavirus-Epidemie mit Einbußen bei den Aufträgen und Einschränkungen bei den Lieferketten. Die Auswirkungen der Krise würden sich in den kommenden Berichtsmonaten deutlich in den Orderzahlen widerspiegeln, sagte der Chefvolkswirt des Branchenverbandes VDMA, Ralph Wiechers.

China sei nicht nur der zweitwichtigste Abnehmer deutscher Maschinen, die Volksrepublik sei auch 2019 Deutschlands wichtigster ausländischer Lieferant von Maschinen, vor allem aber von Komponenten und Teilen gewesen. Laut Wiechers muss mit Einschränkungen entlang der Lieferketten von China nach Deutschland gerechnet werden.

10:06 Uhr

Henkel zahlt keine höhere Dividende - weniger Gewinn

Henkel will seinen Aktionären nach einem Gewinnrückgang 2019 keine höhere Dividende zahlen. Für das laufende Jahr rechnet der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern unter seinem neuen Chef Carsten Knobel weiter mit sinkenden Gewinnen. Henkel schlägt für 2019 eine konstante Dividende je Vorzugsaktie von 1,85 Euro vor. Der Vorschlag für die Dividende je Stammaktie liegt bei 1,83 Euro und damit ebenfalls auf dem Niveau des Vorjahres.

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(Foto: picture alliance / dpa)

Im vergangenen Jahr legte der Umsatz des Dax-Unternehmens um 1,1 Prozent auf 20,1 Milliarden Euro zu. Der bereinigte operative Gewinn (Ebit) sank um 7,9 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Henkel kämpft mit Problemen in seinem Kosmetik-Geschäft und konjunkturellen Unsicherheiten bei Klebstoffen.

09:56 Uhr

Hellofresh und Steinhoff im Aufwind

Hellofresh
Hellofresh 30,60

Der nahende Aufstieg in den MDax macht Anleger Appetit auf Hellofresh. Außerdem stuften die Analysten von JP Morgan die Aktien des Kochbox-Versenders auf "Overweight" von "Neutral" hoch und heben das Kursziel auf 28 von 20 Euro an.

Hellofresh-Titel stiegen kurzzeitig um knapp 11 Prozent auf ein Rekordhoch von 27,65 Euro, am Vormittag notierte die Aktie 2,1 Prozent höher bei 25,90 Euro. Die Papiere des SDax-Rückkehrers Steinhoff gewannen 8,4 Prozent.

09:46 Uhr

Dax dreht ins Minus

Das Coronavirus scheint wieder die Herrschaft über die Frankfurter Börse zu erlangen, die Hilfsprogramme von Regierungen und Notenbanken scheinen am Markt dagegen zu verpuffen. Der Dax drehte in der ersten Handelsstunde wieder ins Minus und verlor 0,4 Prozent auf 12.088 Punkte. Der EuroStoxx50 gab um 0,2 Prozent auf 3414 Stellen nach.

Dax
Dax 9.935,84

09:28 Uhr

Coronavirus zwingt Facebook zu Filialschließung

Auch Facebook hat auf die Corona-Epidemie reagiert:  Das Unternehmen schloss in Seattle eine Niederlassung, nachdem dort bei einem freien Mitarbeiter eine Infektion festgestellt worden war. Das Büro bleibe bis zum 9. März zu, teilt das soziale Netzwerk mit.

Zudem würden Mitarbeiter in allen Niederlassungen in Seattle ermutigt, bis Ende März von zu Hause aus zu arbeiten. In der Stadt im nordwestlichen US-Bundesstaat Washington gibt es mit mindestens 39 bestätigten Erkrankungen die meisten Corona-Fälle der USA.

Facebook
Facebook 168,39

09:10 Uhr

Dax eröffnet im Plus - Merck-Aktie stark, Conti-Papier schmiert ab

Nach den gestrigen Zugewinnen versucht der deutsche Aktienmarkt erneut den Gang nach oben. Der Dax startete mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 12.172 Punkte. Der MDax gewann 0,6 Prozent auf 26.249 Zähler. Der TecDax legte um 0,8 Prozent auf 2974 Stellen zu.

An die Dax-Spitze setzten sich Merck nach guten Zahlen mit plus 5,1 Prozent. Dagegen rauschten Continental mit minus 7,2 Prozent kräftig nach unten. Der Zulieferer schrieb tiefrote Zahlen. Vonovia verloren nach Öffnung der Bücher 0,3 Prozent.    

09:00 Uhr

Continental mit tiefroten Zahlen - Dividende gibt es trotzdem

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(Foto: picture alliance/dpa)

Keine gute Nachrichten kommen von Continental: Hohe Abschreibungen und Kosten für den Umbau haben den Autozulieferer tief in die Verlustzone gedrückt. Der Nettoverlust türmte sich im abgelaufenen Jahr auf 1,2 Milliarden Euro - das schlechteste Ergebnis seit zehn Jahren, wie der Dax-Konzern aus Hannover mitteilte. Im Vorjahr hatte ein Konzerngewinn von 2,9 Milliarden Euro zu Buche gestanden. Der Umsatz kletterte 2019 marginal auf 44,5 Milliarden Euro und lag damit in der im Juli gesenkten Prognosespanne. Trotz der tiefroten Zahlen will Conti den Anteilseignern, darunter als größte die Familieneigner des fränkischen Zulieferers Schaeffler, 4,0 Euro Dividende je Aktie zahlen. Für das Jahr davor waren 4,75 Euro je Anteilsschein ausgeschüttet worden.

Auch operativ schrieb Conti rote Zahlen: Der Betriebsverlust lag bei 268 Millionen Euro nach einem Gewinn von vier Milliarden im Vorjahr. Bereinigt um Sondereffekte wies der Konzern einen Betriebsgewinn von 3,2 Milliarden Euro aus, ein Fünftel weniger als im Vorjahr. Die operative Rendite schrumpfte auf 7,4 (Vorjahr 9,3) Prozent.

08:42 Uhr

US-Finanzspritze treibt Ölpreis hoch

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 26,09

Die Ölpreise sind vor Beginn eines wichtigen Treffens des Ölkartells Opec gestiegen. Marktteilnehmer nannten die Aussicht auf milliardenschwere Finanzhilfen in den USA zur Eindämmung der Corona-Krise als Grund. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 51,90 US-Dollar. Das waren 77 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI stieg um 62 Cent auf 47,40 Dollar. Für Unterstützung am Ölmarkt sorgte ein Beschluss des amerikanischen Repräsentantenhauses über Finanzhilfen von 8,3 Milliarden Dollar. Das Geld soll helfen, die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus unter Kontrolle zu bringen. Der US-Senat muss dem Gesetz noch zustimmen. Dem Ölmarkt half die mit dem Beschluss verbundene Hoffnung auf eine Stabilisierung der virusbedingt schwächelnden Erdölnachfrage.

In Wien treffen sich ab heute die Förderstaaten des Rohölkartells Opec. Es geht um die Frage, ob die Produktionsmenge weiter gekürzt werden soll. Laut Medienberichten gibt es Streit zwischen den Ölriesen Saudi-Arabien und Russland. Die Saudis als Opec-Führungsmacht wollen demnach die Tagesförderung um bis zu 1,5 Millionen Barrel verringern. Russland, das der Opec nicht angehört, aber zu dem erweiterten Verbund Opec+ gehört, scheint sich bisher gegen jede Kürzung auszusprechen. Eine Lösung des Disputs ist bislang nicht in Sicht.

08:33 Uhr

Fed-Zinssenkung verpufft - kein Schwung an Asien-Märkten

Nikkei
Nikkei 18.917,01

Einen Tag nach der überraschenden Fed-Zinssenkung haben die asiatischen Börsen heute uneinheitlich geschlossen. An der Wall Street war die Freude der Anleger über die außerplanmäßige Senkung des Schlüsselzinses um einen halben Prozentpunkt ebenfalls bereits verpufft. In Japan gewann der Nikkei 0,1 Prozent auf 21.100 Punkte. Der breiter gefasste Topix fiel jedoch um 0,2 Prozent und lag bei 1503 Punkten. Angesichts der fallenden Zinsen trennten sich Anleger vor allem von Bankaktien. Der Sektorindex gab 2,2 Prozent nach.

In China ging es an der Börse Shanghai 0,6 Prozent aufwärts. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen legte ebenfalls 0,6 Prozent zu. Auch die Börse in Hongkong hatte die Zinsen um einen halben Prozentpunkt gesenkt.

08:13 Uhr

Coronavirus setzt Hugo Boss zu

Hugo Boss
Hugo Boss 22,94

Der Modekonzern Hugo Boss bekommt die Auswirkungen des Coronavirus vor allem in Asien zu spüren. Der Vorstand rechnet zwar damit, dass sich die Geschäfte bis zur Jahresmitte größtenteils wieder normalisieren. Dennoch wird über das Jahr gesehen mit Belastungen gerechnet. Der Vorstand peilt daher 2020 bestenfalls ein Umsatzplus von zwei Prozent an, hält aber auch eine Stagnation für möglich. Das operative Ergebnis (Ebit) wird in einer Spanne von 320 bis 350 Millionen Euro gesehen. 2019 kletterten die Erlöse währungsbereinigt um zwei Prozent auf 2,9 Milliarden Euro und das Ebit legte um vier Prozent auf 333 Millionen Euro zu. Die Dividende soll um fünf Cent auf 2,75 Euro je Aktie angehoben werden.

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07:55 Uhr

Merck rechnet mit einem Prozent Umsatzverlust

MerckCo
MerckCo 69,80

Die Übernahme der US-Firma Versum hat Merck zum Jahresende Schwung gegeben. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) zog im vierten Quartal um 27 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro an, wie der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern mitteilte. Neben dem Kauf des Elektronikmaterialienherstellers trugen dazu auch gute Geschäfte im Pharmabereich und der Sparte Life Science bei, die Produkte für die Pharmaforschung anbietet. Positiv wirkten sich auch Währungseffekte aus. Der Umsatz legte um fast 13 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro zu. Im Gesamtjahr baute Merck das bereinigte Ergebnis um mehr als 15 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro aus und erreichte damit das obere Ende der eigenen Prognose.

2020 soll es weiter aufwärts gehen: Merck strebt einen starken organischen Anstieg des bereinigtes Betriebsgewinns an und ein "solides organisches Umsatzwachstum". Die möglichen Auswirkungen des Coronavirus auf das Geschäft seien derzeit schwer zu bestimmen. Wenn die Epidemie aber im Laufe des zweiten Quartals abklinge und sich die Lage im zweiten Halbjahr normalisiere, rechne Merck mit einem negativen Effekt von einem Prozent auf den Umsatz in diesem Jahr. Sollte sich die Krise dagegen ausweiten, müsse der Konzern seine Prognose anpassen.

 

07:42 Uhr

Dax vor Opec-Treffen höher erwartet

Dax
Dax 9.935,84

In Erwartung von Hinweisen auf weitere Hilfen für die schwächelnde Weltwirtschaft wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge erneut höher starten. Am Mittwoch hatte er unter anderem wegen Spekulationen auf Zinssenkungen von EZB & Co. 1,2 Prozent auf 12.127,69 Punkte zugelegt. Die Coronavirus-Epidemie und ihre wirtschaftlichen Folgen bleiben das Hauptgesprächsthema auf dem Parkett.

In diesem Zusammenhang blicken Börsianer gespannt auf die anstehenden Beratungen der großen Erdöl-Exportländer. Um den Nachfrage-Rückgang durch die Virus-Krise auszugleichen, müssten die Opec und ihre Verbündeten die Fördermengen um eine bis 1,5 Millionen Barrel pro Tag drosseln, sagte Portfoliomanager Michael Salden vom Vermögensverwalter Vontobel. Eine Arbeitsgruppe des Exportkartells empfahl eine Kürzung um bis zu einer Million Barrel.

07:23 Uhr

Vonovia übertrifft eigene Prognose

Vonovia SE
Vonovia SE 44,81

Vonovia hat im abgelaufenen Jahr operativ mehr verdient und den oberen Rand der eigenen Gewinn-Prognose übertroffen. Dabei profitierte der Bochumer Wohnimmobilienkonzern von höheren Mieteinnahmen, Effizienzgewinnen sowie Margenverbesserungen durch die jüngsten Akquisitionen. Die geplante Dividendensteigerung auf 1,57 Euro je Aktie für 2019 von 1,44 Euro ein Jahr zuvor bekräftigte der Dax-Konzern.

Ebenso bestätigte die Vonovia SE die Ziele für 2020. Beides hatte der Konzern im November mit den Neunmonatszahlen angekündigt. Bei der Hauptkenngröße, dem operativen Gewinn nach laufenden Zinsen und Steuern (FFO), übertraf Vonovia mit 1,219 Milliarden Euro den oberen Rand der angepeilten Spanne von 1,165 bis 1,215 Milliarden Euro. Die Steigerung betrug knapp acht Prozent.

07:10 Uhr

Euro bewegt sich kaum

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,10

Der Euro bewegt sich im frühen Handel so gut wie nicht von der Stelle. Am Morgen kostete die gemeinsame Währung der 19 Euroländer 1,1140 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am späten Vorabend. Auch zwischen anderen Währungspaaren gab es bislang wenig Bewegung. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1125 Dollar festgesetzt.

Im Laufe des Tages dürften sich die Impulse durch Konjunkturdaten in engen Grenzen halten. Aus der Eurozone werden keine nennenswerten Daten erwartet. In den USA stehen zwar einige Zahlen an, allerdings überwiegend aus der zweiten Reihe mit geringer Marktrelevanz. Von größerem Interesse könnten jedoch Auftragsdaten aus der amerikanischen Industrie sein. Da es sich um Daten für Januar handelt, sollten denkbare Effekte wegen der Coronavirus-Krise noch nicht sichtbar werden.

06:33 Uhr

Zinssenkungen geben Asiens Börsen Aufschwung

Die asiatischen Aktien ziehen erneut an. Durch weitere Zinssenkungen von Zentralbanken folgten die asiatischen Börsen den US-Märkten weiter ins Plus. Die positive Stimmung kam trotz der Ausbreitung des Coronavirus auf, die keine Anzeichen einer Verlangsamung zeigt, mit weltweit steigenden Zahlen an Infektionen und Todesfällen. "Es besteht kaum ein Zweifel daran, dass der Ausbruch von Covid-19 das globale Wachstum in diesem Quartal erheblich verlangsamen wird und wir erwarten, dass er tatsächlich zu einer seltenen nicht-rezessiven Schrumpfung des BIP führen wird", sagte JPMorgan-Ökonom Joseph Lupton.

Nikkei
Nikkei 18.917,01

Sowohl die US-Notenbank als auch die Bank of Canada hatten darauf reagiert, indem sie die Zinssätze um 50 Basispunkte gesenkt hatten. Auch die Märkte in Europa setzen auf eine 90-prozentige Chance, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Einlagensatz, der aktuell minus 0,50 Prozent beträgt, nächste Woche um 10 Basispunkte senken wird.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,8 Prozent höher bei 21.275 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,5 Prozent und lag bei 1510 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 1,4 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 1,6 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,7 Prozent.

06:15 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht