Der Börsen-Tag
17. Februar 2022
imageHeute mit Diana Dittmer und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:37 Uhr

US-Warnungen zur Ukraine drücken den Dax runter

Eigentlich war es ein ruhiger Handelstag, doch am Nachmittag kam wieder etwas Hektik auf. Nachdem am Dienstag ein in Aussicht gestellter Rückzug der russischen Streitkräfte an der ukrainischen Grenze an der Börse noch gefeiert wurde, ist die Lage scheinbar wieder deutlich bedrohlicher geworden.

Nachdem der Dax stundenlang keine Richtung fand, machte er mit neuen Ukraine-Meldungen und schwächeren Wirtschaftsdaten die Biege ins Minus, sagte ntv-Börsenreporter Frank Meyer: "Gedrückt wurde er auch durch Äußerungen von US-Präsident Joe Biden, der glaubt, eine russische Invasion in der Ukraine stünde in den nächsten Tagen bevor. Die Börse ist und bleibt politisch und vor allem unberechenbar."

So ging der Dax mit einem Abschlag von 0,7 Prozent auf 15.268 Punkte aus dem Handel. Im Tageshoch stand der Leitindex bei 15.440 Zählern. Der EuroStoxx50 verlor ebenfalls 0,7 Prozent auf 4108 Stellen.

Die Geldpolitik trat angesichts der geopolitischen Spannungen wieder etwas in den Hintergrund. Das am Vorabend veröffentlichte Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung bestätigt, dass die Fed im März beginnen wird, ihren Leitzins anzuheben und danach weitere, sukzessive Zinserhöhungen plant. Unklar ist allerdings, ob die Zinsen um 25 oder gleich um 50 Basispunkte angehoben werden.

Im Dax zogen Henkel um ein Prozent an. Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern konnte für 2021 auf vergleichbarer Basis ein stärker als erwartetes Umsatzwachstum vorlegen und sieht "trotz einer noch nie gesehenen Inflationsumgebung" weitere Margensteigerungen.

Commerzbank gewannen im MDax 3,2 Prozent. Das Geldinstitut hat im vergangenen Jahr trotz Restrukturierungskosten und weiterer Rückstellungen einen Gewinn erzielt. Im laufenden Jahr soll der Gewinn auf über eine Milliarde Euro steigen. Zudem strebt die Bank bereits für 2022 eine Dividendenzahlung an. "Die Bank ist auf dem richtigen Weg", sagte ein Marktteilnehmer dazu.

Gut kam die erhöhte Gewinnprognose bei RWE an, die Aktien legten um 4,7 Prozent zu. "Das kommt nicht ganz unerwartet, ist aber ziemlich deutlich", sagt ein Händler. So sei die Spanne für das bereinigte Nettogewinns deutlich erhöht worden.

US-Warnungen zur Ukraine drücken den Dax runter
17:15 Uhr

Lufthansa-ITA-Bündnis? Easyjet stellt schon mal Forderungen

Der britische Billigflieger Easyjet fordert für den Fall eines Zusammengehens der italienischen Staatsairline ITA mit der Lufthansa mehr Start- und Landerechte am Mailänder Flughafen Linate. "Wir wollen expandieren", sagte Easyjet-Chef Johan Lundgren der Zeitung "Il Sole 24 Ore".

Im Fall einer Beteiligung der Lufthansa als Partner der Reederei MSC an ITA würden diese ihr Flugangebot von Mailand nach Frankfurt und München ausbauen. Dann sollte ITA Verkehrsrechte abgeben, damit Easyjet mehr Europa-Flüge von dort anbieten könne. MSC und Lufthansa wollen eine Mehrheit der Alitalia-Nachfolgegesellschaft übernehmen.

Lufthansa-ITA-Bündnis? Easyjet stellt schon mal Forderungen
16:53 Uhr

Das neue Zeitalter der Zinsen - Märkte in der Rotation

Die Zinswende bedeutet einen tiefen Einschnitt für die Märkte. Bisherige Highflyer vor allem aus dem Tech-Bereich geraten unter Druck. Branchen, die unter dem Niedrigzinsumfeld gelitten haben, werden jetzt wieder interessanter. Was Anleger jetzt wissen sollten, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Andreas Wosol von der Fondsgesellschaft Amundi.

Das neue Zeitalter der Zinsen - Märkte in der Rotation
16:33 Uhr

Verluste an der Wall Street

032fc8ce25fad1b88d0858d1f8770bdd
(Foto: AP)

Die Ukraine-Krise und enttäuschend aufgenommene Quartalszahlen haben die Wall Street zum Auftakt ins Minus gedrückt. Kurz vor Handelsbeginn wurde bekannt, dass Russland den Vize-US-Botschafter Bartle Gorman ausgewiesen hat. Wie zuvor in Europa lasteten zudem Berichte über Kämpfe im Osten der Ukraine auf die Stimmung der Anleger.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete ein Prozent tiefer bei 34.595 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,7 Prozent auf 4441 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,8 Prozent auf 14.008 Punkte.

Verluste an der Wall Street
16:09 Uhr

Biden gibt dem Dax einen kräftigen Tritt

Das war eine schlechte Nachricht zu viel: Der Dax hat nach der Äußerung von US-Präsident Joe Biden zum Ukraine-Konflikt seinen Verlust ausgebaut. Er verlor ein Prozent auf 15.219 Punkte. Der EuroStoxx50 sackte um 0,6 Prozent auf 4112 Stellen ab.

Biden befürchtet trotz aller Beteuerungen aus Moskau einen russischen Einmarsch in die Ukraine in den nächsten Tagen. Der 79-Jährige sagte, die Gefahr einer Invasion sei "sehr hoch", und nach seiner Einschätzung könne es "in den nächsten paar Tagen" dazu kommen.

Biden gibt dem Dax einen kräftigen Tritt
15:59 Uhr

Kein gutes Omen für Europas Halbleiterbranche

Die US-Investmentbank Jefferies zeigt sich insgesamt pessimistisch für die europäische Halbleiter-Industrie. Die zyklische Branche sei kurz- bis mittelfristig in einer sich abkühlenden Phase. Als krisenfest dürften sich aber beispielsweise ASML sowie ASMI erweisen, die beide mit einer Kaufempfehlung eingestuft werden. Verkaufskandidaten sind aus Sicht der Analysten Infineon, STMicroelectronics und Melexis.

Den jüngsten Höchststand habe der Sektor am 21. Juni vergangenen Jahres erreicht. Aktuell stehe eine Bestandskorrektur bevor. Diese sollte den Abwärtstrend verschärfen und zu gesenkten Schätzungen führen. Wann genau eine Bestandskorrektur erfolgen werde, sei indes schwierig zu prognostizieren.

Kein gutes Omen für Europas Halbleiterbranche
15:41 Uhr

Aufspaltungsfantasie hievt Kurs von Monopoly"-Macher hoch

111558549
(Foto: picture alliance / SOLO Syndication)

In der Hoffnung auf frischen Wind bei Hasbro sind Anleger bei dem "Monopoly"-Macher eingestiegen. Die Aktie des Spielwaren-Herstellers stieg zu Handelsbeginn in New York um 6,2 Prozent.

Der aktivistische Investor Alta Fox hat fünf Kandidaten für den Verwaltungsrat nominiert und will durch einen Konzernumbau den Aktienkurs binnen drei Jahren verdoppeln. Hierzu soll unter anderem die Sparte "Wizards of the Coast", zu der unter anderem das Spiel "Dungeons and Dragons" gehört, abgespalten werden.

Aufspaltungsfantasie hievt Kurs von Monopoly"-Macher hoch
15:27 Uhr

Freudentänze bei Marin-Anlegern wegen TikTok-Integration

In der Hoffnung auf neue Kunden steigen Anleger bei Marin ein. Die Aktien des Spezialisten für Digital-Marketing schossen im vorbörslichen US-Geschäft um mehr als 20 Prozent hoch. Dem Unternehmen zufolge können Nutzer der Software MarinOne künftig auch auf der für Tanzvideos bekannten und besonders bei Jugendlichen beliebten Plattform TikTok Werbung schalten.

Freudentänze bei Marin-Anlegern wegen TikTok-Integration
15:03 Uhr

US-Warnung vor russischer Invasion lässt Dax in Deckung gehen

Die Pfeile bei den deutschen Aktienindizes haben am Nachmittag deutlicher nach unten gezeigt. Der Dax verlor nunmehr 0,7 Prozent auf 15.270 Punkte. Der EuroStoxx50 sackte dagegen nur um 0,2 Prozent auf 4128 Zähler ab.

Die USA haben ihre Warnungen vor einem womöglich bevorstehenden russischen Einmarsch in die Ukraine verschärft. "Russland bewegt sich auf eine unmittelbar bevorstehenden Invasion zu", sagte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Linda Thomas-Greenfield. Sie kündigte an, dass Außenminister Antony Blinken noch am selben Tag bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates zur Ukraine das Wort ergreifen werde.

Ein US-Regierungsvertreter hatte Russland vorgeworfen, statt eines von Moskau angekündigten Truppenabzugs bis zu 7000 weitere Soldaten an die Grenze zur Ukraine verlegt zu haben.

US-Warnung vor russischer Invasion lässt Dax in Deckung gehen
14:52 Uhr

Aktienkurs von Hotel-Suchmaschine rauscht in den Keller

Enttäuscht reagieren Anleger auf den Quartalsumsatz von TripAdvisor. Die Aktie der Hotel-Suchmaschine verbilligte sich im vorbörslichen US-Geschäft um gut neun Prozent.

Der Umsatz verdoppelte sich den Angaben zufolge zwar nahezu auf 241 Millionen Dollar, blieb aber hinter der Markterwartung von 249 Millionen Dollar zurück. Außerdem macht das Unternehmen statt eines erhofften Gewinns von 0,08 Dollar je Aktie einen Verlust von 0,01 Dollar je Aktie.

Aktienkurs von Hotel-Suchmaschine rauscht in den Keller
14:34 Uhr

Gerresheimer-Aktie hat einen ganz miesen Tag

Gerresheimer kann mit seinem Ausblick bei den Anlegern überhaupt nicht punkten. Der Aktienkurs rutschte um 4,3 Prozent ab und lag damit am MDax-Ende. Zuvor war das Minus mit 6,1 Prozent sogar noch größer. Mit 70,65 Euro war das Papier so billig wie seit fast zwei Jahren nicht mehr.

Die Prognose des Medizinprodukteherstellers für 2022 sei durchwachsen und impliziere ein verhaltenes Ergebniswachstum, hieß es bei den Analysten von AlsterResearch.

Gerresheimer-Aktie hat einen ganz miesen Tag
14:11 Uhr

Walmart peilt stärkeres Wachstum an als erwartet

Starke Nachfrage stimmt den US-Einzelhandelsriesen Walmart zuversichtlich, in dem seit Februar laufenden Bilanzjahr stärker zu wachsen als erwartet. Trotz gestörter Lieferketten und Kostensteigerungen soll der bereinigte Gewinn je Aktie um fünf bis sechs Prozent und der Umsatz auf vergleichbarer Fläche um etwas mehr als drei Prozent steigen. Analysten rechneten mit einem Gewinnplus je Aktie von 4,4 Prozent und einem Anstieg der Erlöse um 2,8 Prozent.

Im vierten Quartal des vergangenen Bilanzjahres übertraf Walmart mit einem Umsatzplus um 0,5 Prozent auf 152,8 Milliarden Dollar die Markterwartungen, die einen Rückgang um 0,4 Prozent auf 151,53 Milliarden Dollar vorsahen.

Walmart peilt stärkeres Wachstum an als erwartet
13:47 Uhr

Knorr-Bremse angelt dicken Auftrags-Fisch

Der Lkw- und Zug-Zulieferer Knorr-Bremse hat einen Großauftrag für elektrische Lenkungen erhalten. Dabei gehe es um ein Volumen von 300 Millionen Euro, teilte das MDax-Unternehmen mit. Knorr Bremse liefere ab 2025 EPS-Systeme für die gesamte Nutzfahrzeugflotte des Kunden. Um welchen Lkw-Hersteller es sich handelt, ließ der Konzern offen.

Knorr-Bremse angelt dicken Auftrags-Fisch
13:21 Uhr

Erdogan lässt Notenbanker den Leitzins nicht anrühren

Die türkische Zentralbank hat ihren Leitzins wie erwartet den zweiten Monat in Folge unverändert bei genau 14 Prozent belassen, nachdem sich die extrem hohe Inflation im Januar nochmals verstärkt hatte. Der weitere Anstieg der Inflationsrate, die von 36,1 Prozent im Dezember auf 48,7 Prozent im Januar kletterte, stellt ein Dilemma für das von Staatschef Recep Tayyip Erdogan favorisierte unorthodoxe Wirtschaftsexperiment der Türkei dar, das auf der Überzeugung beruht, dass niedrigere Zinssätze sowohl die Inflation senken als auch die Investitionen ankurbeln können.

Die Schwäche der Lira, die Erhöhung der Energiekosten und die weltweit gestiegenen Ölpreise haben die Inflation in die Nähe eines 20-Jahreshochs getrieben. Die Zentralbank erklärte, der Anstieg der Inflation sei auf "Preisbildungen, die nicht durch wirtschaftliche Fundamentaldaten gestützt werden", sowie auf angebotsseitige Faktoren und Nachfrageentwicklungen zurückzuführen.

Erdogan lässt Notenbanker den Leitzins nicht anrühren
13:00 Uhr

Wall Street mit roten Signalen

b0465de1a2789a52457394434db2bb3b
(Foto: AP)

Die Wall Street wird zum Start im Minus erwartet. Der Behauptung Russlands über einen Truppenabzug wird von westlicher Seite entgegengehalten, es sei keine Deeskalation an der ukrainischen Grenze zu beobachten. In jüngster Zeit sind Aktien im Gefolge der zunehmenden Spannungen zwischen Russland und den westlichen Verbündeten wegen der Ukraine unter Druck geraten.

Zugleich können die Themen Zinsen und Inflation jederzeit wieder stärker in den Fokus rücken. Vor Börsenstart werden Daten Aufschluss über den Zustand der Wirtschaft liefern und damit der US-Notenbank Material für die Zinsentscheidungen. Unter anderem werden die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und der Philadelphia-Fed-Index veröffentlicht.

Unter den Einzelwerten legen Cisco vorbörslich 3,6 Prozent zu. Der Telekom- und Netzwerkausrüster schnitt im zweiten Quartal besser als gedacht ab. Der Chiphersteller Nvidia vermeldete für das vierte Quartal Rekordumsätze und übertraf ebenso die Erwartungen. Für die Aktie geht es dennoch um 3,6 Prozent nach unten, wobei Gewinnmitnahmen eine Rolle gespielt haben könnten, nachdem der Kurs in den vergangenen zwölf Monaten um 73 Prozent gestiegen ist.

Wall Street mit roten Signalen
12:38 Uhr

Märkte zwischen Geopolitik und Zinsen

Der Ukraine-Konflikt auf der einen, Zinssorgen auf der anderen Seite. Die vergangenen Handelstage haben die Märkte ordentlich durcheinandergewirbelt. Vorsicht scheint das Gebot der Stunde zu sein. Wie Anleger Schwankungen nutzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Dirk Heß von der Citigroup.

Märkte zwischen Geopolitik und Zinsen
12:16 Uhr

Ex-Arbeitgeberchef Hundt will seine Firma an Chinesen veräußern

43001277-1
Dieter Hundt (Foto: picture alliance / dpa)

Der frühere Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt steht kurz vor dem Verkauf seines Familienunternehmens Allgaier an einen chinesischen Investor. Beim Bundeswirtschaftsministerium läuft laut "Handelsblatt" in dieser Frage ein Investitionsprüfverfahren. Auch das Verteidigungsministerium sei involviert.

Die Allgaier-Geschäftsführung hatte im vergangenen Jahr öffentlich gemacht, dass der Autozulieferer und Prozesstechnikhersteller zum Verkauf steht.

Ex-Arbeitgeberchef Hundt will seine Firma an Chinesen veräußern
12:04 Uhr

Dax ist wie festgetackert

2022-01-26T185244Z-1181526141-RC267S9D2JX5-RTRMADP-3-EUROPE-STOCKS
(Foto: REUTERS)

Nicht viel Neues an der Frankfurter Börse: Die Anleger haben wegen der Themen Ukraine und Inflation weiter vorsichtig agiert. Der Dax notierte am Mittag 0,2 Prozent höher bei 15.398 Punkten. Der EuroStoxx50 stieg um 0,1 Prozent auf 4141 Stellen.

Ein Trend sei nicht zu erkennen, erläuterte Analyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets. Mehr als eine Seitwärtsbewegung sei in den kommenden Tage kaum zu erwarten, analysierte der Charttechnik-Experte Andreas Büchler von Index Radar. Experte Andreas Lipkow von Comdirect sagte, nachhaltige Kaufargumente fehlten derzeit, auch wenn sich einzelne Unternehmenszahlen durchaus sehen lassen könnten.

Dax ist wie festgetackert
11:52 Uhr

Infineon reagiert auf weltweiten Chip-Heißhunger

Angesichts beschleunigter Nachfrage nach Halbleitern auf der Basis von Siliziumkarbid und Galliumnitrid baut Infineon eine neue Fabrik an seinem malaysischen Standort Kulim. Bis 2024 werden dort mehr als zwei Milliarden Euro investiert, wie der Dax-Konzern im Rahmen seiner Hauptversammlung mitteilte.

Im Juni werde mit dem Bau begonnen, in der zweiten Jahreshälfte 2024 sei dann die Auslieferung der ersten 150- und 200-Millimeter-Wafer geplant. Bei voller Auslastung könne die dritte Anlage an dem Standort zwei Milliarden Euro zusätzlichen Jahresumsatz ermöglichen. Mit Hilfe modernster Technik und Prozesse soll die neue Fabrik bezogen auf die Fläche weniger Ressourcen verbrauchen als bisherige Werke.

Infineon reagiert auf weltweiten Chip-Heißhunger
11:34 Uhr

Wird Continental gevierteilt?

Der Autozulieferer Continental könnte nach einem Medienbericht in vier Teilbereiche aufgespalten werden. Das vor zwei Jahren von Strategen erdachte Szenario sehe vor, das Reifengeschäft, den Lösungsanbieter Conti-Tech, das autonome Fahren und das restliche Autozuliefergeschäft einzeln zu verkaufen oder in Teilen an die Börse zu bringen, berichtete das "Manager Magazin" ohne Quellenangabe.

Ziel sei es, den Börsenwert von derzeit rund 18 Milliarden Euro auf 40 bis 50 Milliarden Euro zu steigern. Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle "suche jetzt den radikalen Ausweg aus dem Börsenelend", heiße es im Unternehmen. Der Vorstand zögere aber, und Hauptaktionär Schaeffler habe dem bisher nicht zugestimmt. Ein Sprecher von Continental wollte den Bericht nicht kommentieren.

imago0095888221h
(Foto: imago images/mhphoto)
Wird Continental gevierteilt?
11:19 Uhr

RWE erhöht Prognose - Aktienkurs schießt hoch

Kräftig nach oben gegangen ist es mit der Aktie von RWE. Das Papier lag am späten Vormittag mit plus 4,8 Prozent an der Dax-Spitze. Der Energiekonzern blickt optimistischer als bislang auf das neue Geschäftsjahr. Der Vorstand hob seine Prognose an.

Danach erwartet RWE 2022 etwa beim bereinigten EBITDA auf Konzernebene ein Ergebnis zwischen 3,6 und 4,0 Milliarden Euro. Bisher hatte das Unternehmen eine Spanne von 3,3 bis 3,6 Milliarden in Aussicht gestellt. Als Dividendenziel nannte RWE 90 Cent je Aktie. Den Bericht für 2021 legt der Konzern am 15. März vor.

RWE erhöht Prognose - Aktienkurs schießt hoch
11:00 Uhr

Nachfrage nach Reinigungsmitteln schiebt Reckitt an

Die gestiegene Nachfrage nach Reinigungsmitteln in der Corona-Pandemie hat dem britischen Sagrotan-Hersteller Reckitt Benckiser geholfen. Im vierten Quartal legten die Erlöse auf vergleichbarer Basis um 3,3 Prozent zu, wie der Konzern mitteilte, dessen Produktportfolio von Vanish-Reinigern, über Nurofen-Hustensaft bis zu Veet-Enthaarungsmitteln reicht. Das war deutlich höher als von Analysten erwartet.

Im laufenden Jahr sollen die Umsätze um ein bis vier Prozent steigen. Trotz der hohen Inflation und anhaltenden Unsicherheiten durch die Corona-Krise solle sich auch die operative Marge verbessern, kündigte Firmenchef Laxman Narasimhan an.

Nachfrage nach Reinigungsmitteln schiebt Reckitt an
10:35 Uhr

Mercedes verspricht Nvidia satte Umsatzbeteiligung

Mercedes muss seine Einnahmen aus dem autonomen Fahren künftig mit dem US-Chiphersteller Nvidia teilen. Rund 40 Prozent Umsatzverteilung soll der weltweit größte Produzent von Grafik- und KI-Chips bei jedem Euro mitverdienen. Der Deal markiert eine Zeitenwende in der Autoindustrie.

Mercedes verspricht Nvidia satte Umsatzbeteiligung
10:14 Uhr

Rubel wird wieder weicher

Der Rubel ist erneut unter Druck geraten. Im Gegenzug stieg der US-Dollar im Vergleich zur russischen Währung um rund ein Prozent auf 75,96 Rubel. Anleger waren sich nach widersprüchlichen Aussagen zum Truppenabzug Russlands im Grenzgebiet zur Ukraine nicht sicher, ob die Gefahr einer Invasion gebannt ist oder nicht. In der Ost-Ukraine ist es laut OSZE-Beobachtern vor Ort zu Gefechten gekommen.

Rubel wird wieder weicher
09:56 Uhr

Investor sieht Amazon massiv unterbewertet

270106636
(Foto: picture alliance / NurPhoto)

Amazon-Aktionär Daniel Loeb sieht beim E-Commerce-Giganten Amazon.com einen unrealisierten Wert in der Größenordnung von etwa einer Billion US-Dollar. Loeb sagte in einer privaten Telefonkonferenz mit den Investoren seines Hedgefonds Third Point, dass der Markt den vollen Wert von Amazons beiden Geschäftsbereichen, dem E-Commerce-Kerngeschäft und der Cloud-Einheit Amazon Web Services, nicht erkenne, wie Insider berichteten.

Third Point zählt Amazon zu seinen größten Beteiligungen. In der Telefonkonferenz wurde die Performance von Third Point im abgelaufenen Jahr ebenso erörtert wie die Aussichten der Finanzmärkte und eine Reihe von Aktien. AWS, wie Amazon Web Services auch verkürzt genannt wird, hat nach Einschätzung von Loeb einen Unternehmenswert von mehr als 1,5 Billionen Dollar, das wäre fast so viel wie der aktuelle Marktwert des Unternehmens mit 1,6 Billionen Dollar. Amazons Einzelhandelsgeschäft könnte dagegen etwa 1 Billion Dollar wert sein, hieß es auf der Folie.

Investor sieht Amazon massiv unterbewertet
09:34 Uhr

Air France-KLM schreibt tiefrote Zahlen

Die Fluggesellschaft Air France-KLM wagt nach einem weiteren Milliardenverlust noch keine Prognose für die Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr. Im ersten Quartal solle das Flugangebot etwa 73 bis 78 Prozent des Niveaus von Anfang 2019 erreichen, teilte das französisch-niederländische Unternehmen bei der Veröffentlichung der Jahresbilanz in Paris mit. Das ist nur ein wenig mehr als die 72 Prozent aus dem vierten Quartal. Für den Rest des Jahres machte das Management aber bewusst keine Aussage.

2021 schrieb Air France-KLM unter dem Strich erneut tiefrote Zahlen. Im Vergleich zu 2020 verringerte sich der Nettoverlust jedoch um mehr als die Hälfte auf 3,3 Milliarden Euro. Dank besserer Geschäfte im vierten Quartal gelang dem Konzern vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen allerdings die Rückkehr in die Gewinnzone. Hier stand im Gesamtjahr ein Plus von 745 Millionen Euro nach einem Verlust von 1,7 Milliarden ein Jahr zuvor. Air France-KLM verdankte diese Verbesserung vor allem der teilweisen Erholung des Flugverkehrs.

Air France-KLM schreibt tiefrote Zahlen
09:15 Uhr

Dax geht mit leichtem Plus in den Handel

Leicht aufwärts geht es mit dem deutschen Aktienmarkt kurz nach Handelsbeginn. Der Dax gewann 0,3 Prozent auf 15.410 Punkte. MDax, SDax und TecDax legten um 0,2 bis 0,5 Prozent zu.

Die Investoren behalten die Ukraine-Krise im Blick. Außerdem sind sie mit der Nachlese der Fed-Protokolle beschäftigt. Wie daraus hervorging, sind sich die US-Währungshüter einig, dass es bald angebracht sein wird, die Zinsen zu erhöhen. Doch dabei wollen sie von Sitzung zu Sitzung über den angemessenen Kurs entscheiden und somit quasi auf Sicht fahren.

Dax geht mit leichtem Plus in den Handel
09:04 Uhr

Ukraine-Konflikt bremst asiatische Börsen aus

Anleger an den asiatischen Börsen haben sich angesichts des weiter schwelenden Russland-Ukraine-Konflikts heute zurückgezogen. In Tokio fiel der Nikkei um 0,8 Prozent auf 27.232 Punkte. Der breiter gefasste Topix sank ebenfalls um 0,8 Prozent. Die Börse in Shanghai legte 0,1 Prozent zu. Anleger waren angesichts gegenteiliger Aussagen zum russischen Truppenabzug aus den Grenzregionen zur Ukraine unruhig. Auch die Inflations- und Zinssorgen trieben die Investoren weiter um.

Angesichts fallender Corona-Neuinfektionen in Japan legten Sektoren zu, die von einer Lockerung der Pandemie-Maßnahmen am meisten profitieren könne. Dazu zählten Zugbetreiber und Fluggesellschaften.

Ukraine-Konflikt bremst asiatische Börsen aus
09:03 Uhr

Pralle Auftragsbücher: Industrie erhält mehr Aufträge, als sie abarbeiten kann

Die deutsche Industrie hat im Dezember prall gefüllte Auftragsbücher verzeichnet. Der preisbereinigte Auftragsbestand lag 1,5 Prozent höher als im Vormonat und erreichte zum Jahresende den höchsten Stand seit Einführung der Statistik im Januar 2015, teilte das Statistische Bundesamt mit. Der Auftragsbestand sei seit Juni 2020 stetig gewachsen. Die Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe erhielten also beständig mehr neue Aufträge, als sie abarbeiten konnten. Ein wesentlicher Grund dafür dürften Lieferengpässe bei Vorprodukten sein, so die Wiesbadener Statistiker.

Mit dem Auftragsbestand im Dezember ließ die deutsche Industrie das Niveau von vor der Corona-Krise weit hinter sich: Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen wegen der Pandemie in Deutschland, war der Auftragsbestand im Dezember 2021 kalender- und saisonbereinigt fast ein Drittel (29,3 Prozent) höher.

Pralle Auftragsbücher: Industrie erhält mehr Aufträge, als sie abarbeiten kann
08:48 Uhr

Pkw-Neuzulassungen: So wenige neue Fahrzeuge wie noch nie

In der EU sind infolge des Halbleitermangels in einem Januar so wenige Neufahrzeuge zugelassen worden wie noch nie. Mit 682.596 Autos lag der Monatswert 6 Prozent unter dem bisherigen Rekordtief vom Januar 2021, wie der Branchenverband Acea mitteilte. Zwar konnten Autobauer vor allem in Osteuropa mehr Fahrzeuge unter das Volk bringen, etwa in der Slowakei (72,6 Prozent) oder in Rumänien, wo ein Zuwachs von 55,5 Prozent verzeichnet wurde. In absoluten Zahlen konnte aber die Abwärtsbewegung in vielen westeuropäischen Ländern nicht gestoppt werden. So wurden in Italien und Frankreich jeweils knapp ein Fünftel weniger Fahrzeuge zugelassen. Allerdings gab es einen Lichtblick: Während Spanien um ein Prozent zulegte, ließen die Behörden in Deutschland 8,5 Prozent mehr Neuwagen zu.

Im Vergleich der großen Autobauer musste vor allem Stellantis Federn lassen. Gegenüber dem Vorjahr wurden Wagen der Marken Peugeot, Opel oder Citroën um 15,1 Prozent seltener neu zugelassen. Deutlich zulegen konnte Hyundai mit Fahrzeugen seiner gleichnamigen Marke sowie Kia: Hier stieg die Zahl der Neuzulassungen um rund 28,7 Prozent.

Pkw-Neuzulassungen: So wenige neue Fahrzeuge wie noch nie
08:31 Uhr

Visa einigt sich mit Amazon im Gebührenstreit

Der weltgrößte Onlinehändler und der US-Kreditkartenanbieter Visa haben ihren Gebührenstreit beigelegt. Visa-Kreditkarten würden wieder überall von Amazon akzeptiert, teilte der US-Kreditkartenanbieter Visa mit.

Vergangenen November hatte Amazon angekündigt, ab 19. Januar wegen anhaltend hoher Gebühren für die Transaktionsverarbeitung keine Visa-Karten mehr in Großbritannien anzunehmen. Seither führten beide Konzerne Gespräche. Eine in der Europäischen Union geltende Höchstgrenze für Gebühren gilt in Großbritannien seit dem Brexit nicht mehr. Amazon war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Visa einigt sich mit Amazon im Gebührenstreit
08:18 Uhr

Marktteilnehmer bleiben "hochgradig nervös" - Dämpfer für den Dax erwartet

Händler rechnen mit einer etwas leichteren Eröffnung an den europäischen Aktienmärkten. Der Dax wird ein knappes halbes Prozent im Minus bei etwa 15.300 erwartet. "Der Markt bleibt hochgradig nervös", so ein Marktteilnehmer. Er verweist auf russische Agenturberichte, nach denen russische Separatisten dem ukrainischen Militär einen Bruch des Waffenstillstands vorwerfen. Das führt erneut zu einem Wechsel aus Risikoanlagen in vermeintlich sichere Häfen wie Dollar, Gold und Staatsanleihen.

"Die Ukraine-Krise ist noch nicht beendet, aber damit war zu rechnen", so der Marktteilnehmer. Denn der Westen sei auf die russischen Forderungen bisher gar nicht eingegangen, Wladimir Putin benötige aber eine Beilegung der Krise, mit der er sein Gesicht wahren könne.

Marktteilnehmer bleiben "hochgradig nervös" - Dämpfer für den Dax erwartet
07:59 Uhr

Reaktion auf Nestle-Zahlen gespalten

Unenschieden fallen die Reaktionen auf die Jahreszahlen von Nestle aus. Vor allem die diversen Margen-Kennzahlen scheinen die Erwartungen nur erreicht zu haben, lägen teils aber auch unter den Prognosen, heißt es. Auch der Jahresausblick mit einem Umsatzwachstum um 5 Prozent und einer operativen Gewinnmarge von 17,0 bis 17,5 Prozent liege im erwarteten Rahmen. Gut sei im abgelaufenen Jahr das etwas höhere organische Wachstum von 7,5 Prozent. Den Kurs belasten dürfte aber der freie Cashflow, der um 14,9 Prozent auf 8,7 Milliarden Franken zurückfiel. Laut Nestle liege das an zeitweise höheren Investitionen und gestiegenen Lagerbeständen.

Reaktion auf Nestle-Zahlen gespalten
07:54 Uhr

Ukraine-Krise: Euro unter Druck - US-Dollar legt zu

Der Euro steht im frühen Handel unter Druck. Am Morgen kostet die Gemeinschaftswährung 1,1355 US-Dollar und damit etwas weniger als am späten Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1372 Dollar festgesetzt.

Belastet wird der Euro durch den aufwertenden US-Dollar, der als eine Art Weltreservewährung gilt. Am Markt wurden russische Medienberichte über Spannungen im Osten der Ukraine als Grund genannt. Hinzu kamen Äußerungen eines ranghohen US-Regierungsbeamten, wonach die Ankündigung Russlands über einen Teilabzug seiner Streitkräfte an der Grenze zur Ukraine als Falschinformation einzustufen sei. Neben dem Dollar waren andere als sicher empfundene Währungen wie der japanische Yen oder der Schweizer Franken gefragt.

Ukraine-Krise: Euro unter Druck - US-Dollar legt zu
07:43 Uhr

Airbus überrascht mit Rekordgewinn

"Das vierte Quartal war überraschend stark", so ein Marktteilnehmer zu Airbus. Der Flugzeughersteller habe die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen, sowohl operativ als auch beim Cashflow, beim Gewinn je Aktie und bei der Dividende. Andererseits liege der Ausblick auf ein bereinigtes operatives Ebit von etwa 5,5 Milliarden Euro nur im Rahmen der Erwartungen. Das gelte auch für das Ziel von 720 Flugzeug-Auslieferungen. Zudem habe der Kurs ein Ende der Pandemie zumindest teilweise eingepreist.

Airbus überrascht mit Rekordgewinn
07:37 Uhr

Keine Entspannung in der Ukraine: Asien-Börsen uneinheitlich

Mit einer uneinheitlichen Tendenz zeigen sich die asiatischen Börsen am Morgen. Die Entspannungssignale im Ukraine-Konflikt zerstreuen sich wieder, weil ein Abzug von russischen Truppen noch nicht bestätigt werden konnte. Dagegen stützt das Protokoll der US-Notenbanksitzung im Januar vom Vorabend. Darin wird der Wille der Fed deutlich, die Inflation zu bekämpfen, doch deuten sich keine Maßnahmen an, die über das am Markt erwartete Ausmaß hinausgehen. Mit der weiter angespannten Lage in der Ukraine sind tendenziell sichere Häfen gesucht, wie Anleihen oder Gold und am Devisenmarkt der Yen.

"Wir haben den Höhepunkt der Unsicherheit in der Geldpolitik erreicht", sagt Jason England, Portfoliomanager bei Janus Henderson Investors. "Das Protokoll hatte nach der bereits auf der Januar-Sitzung vollzogenen Kehrtwende nicht viel mehr zu bieten". Es habe keine Diskussion über eine Anhebung um 50 Basispunkte gegeben, die viele für März eingepreist hätten. Und "es gab nicht viele Informationen über die Fed-Bilanz, obwohl sie erwähnten, dass der Abfluss dieses Mal wahrscheinlich schneller erfolgen wird als nach der letzten Krise", so der Teilnehmer.

Zu den Verlierern in der Region gehören der Nikkei-225 in Tokio (-0,8%) und der Hang-Seng-Index in Hongkong (-0,4%). Dagegen legen der Schanghai-Composite (+0,2%) und der Kospi in Seoul (+0,9%) zu. In Sydney ging der S&P/ASX 200 unverändert aus dem Tag.

Mit deutlichen Gewinnen zeigen sich Aktien chinesischer Lithiumlieferanten, weil die Preise des Rohstoffs für die Batterieherstellung aufgrund der knappen Versorgung und des boomenden Marktes für Elektroautos weiter anziehen. Die Citigroup hat ihre Preisprognose für Lithium deutlich erhöht. Für Tianqi Lithium, Ganfeng Lithium und Chengxin Lithium Group geht es zwischen 6 und gut 9 Prozent nach oben.

Hier mehr zum Thema Ukraine und Fed:

Keine Entspannung in der Ukraine: Asien-Börsen uneinheitlich
07:25 Uhr

Biontech: Omikron-Impfstoff kommt später

Die Pandemie bestimmt an diesem stürmischen Morgen wieder das Geschehen: Die Auslieferung eines Omikron-Impfstoffs von Biontech wird sich um einige Wochen verschieben. Bei "Bild Live" sagt Firmen-Gründer Ugur Sahin, der Termin werde April oder Mai sein. Ursprünglich war der Impfstoff für Ende März angekündigt. Als Grund für die Verzögerung nannte Sahin die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA), die länger als geplant auf die für die Zulassung benötigten Daten warten müsse. Ob sich ein Omikron-Impfstoff dann überhaupt noch lohnt, müsse noch untersucht werden. "Wir müssen uns die Impf-Epidemiologie angucken. Wenn die Welle stoppt, bedeutet das nicht, dass sie nicht wieder beginnen kann."

Biontech: Omikron-Impfstoff kommt später
06:30 Uhr

Zwischen Zins- und Kriegsangst: Das wird für den Dax heute wichtig

Zwei Prozent runter am Montag, zwei Prozent rauf am Dienstag - und zur Wochenmitte etwas Beruhigung: Das war der Dax-Verlauf der bisherigen Handelswoche am deutschen Aktienmarkt. Die Ukraine-Krise trat dabei in den Hintergrund, wohingegen die Preissorgen und Zinsängste wieder das Ruder übernahmen. Die Handelsspanne betrug zur Wochenmitte zwar erneut mehr als 200 Punkte, am Ende wies der Dax aber lediglich einen Verlust von 0,3 Prozent auf, bei einem Schlusskurs von 15.370 Zählern. Die 15.500er-Marke liegt damit näher als die wichtige charttechnische Unterstützung bei 14.800 Stellen.

Das am Mittwochabend veröffentlichte Protokoll der letzten Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) scheint den Markt indes kaum zu bewegen. Händler verweisen darauf, dass die Aussagen der Notenbanker schon eingepreist seien. Damit rückt für den heutigen Handelsverlauf die Berichtssaison in den Fokus.

Aus deutscher Sicht ist dabei vor allem der Dax-Konzern Airbus interessant, der von der anhaltenden Chip-Knappheit und daraus resultierenden höheren Preisen profitiert haben könnte. Auch Sartorius legt Zahlen vor. Infineon lädt zur Online-Hauptversammlung. Daneben veröffentlichen internationale Großkonzerne wie Nestle, Kering oder Air France-KLM ihre Ergebnisse. Interessant dürften auch die Zahlen der Commerzbank sein, schließlich konnte die Deutsche Bank mit ihrem Gewinnplus überzeugen. Der Telekom-Konkurrent Orange und der weltgrößte Einzelhändler Walmart öffnen ebenso ihre Bücher. Autowerte stehen wegen der Pkw-Neuzulassungszahlen, die der Branchenverband ACEA veröffentlicht, im Fokus.

Von Konjunkturseite hat die Agenda etwa den deutschen Auftragsbestand im verarbeitenden Gewerbe zu bieten. In den USA werden die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe sowie der Philadelphia-Fed-Index bekannt gegeben.

Zwischen Zins- und Kriegsangst: Das wird für den Dax heute wichtig