Donnerstag, 06. Mai 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard und Thomas Badtke
17:44 Uhr

"Dax pendelt sich aus"

Der Dax-Aufgalopp zur Wochenmitte hat sich im Donnerstagsgeschäft nicht weiter fortgesetzt. Der deutsche Börsenleitindex eröffnet zwar leicht im Plus, zieht im frühen Handel bis auf 15.281 Punkte im Tageshoch an, dreht danach aber ins Minus, das zeitweise mit einem Tagestief von 15.093 Zählern wieder bedenklich nahe an der psychologisch wichtigen 15.000er Marke liegt. Aus dem Handel verabschiedet sich der Dax 0,2 Prozent im Plus mit 15.197 Punkten. Damit bleibt er am Ende in seinem Seitwärtskorridor, der von etwa 15.070 bis 15.500 Zähler reicht.

Dax
Dax 15.448,04

"Der Dax pendelt sich aus", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Raimund Brichta. "Nach der gestrigen Erholung ging es heute ruhiger zu. Händler warten auf eine neue und klare Richtung", erläutert er.

Bei den Einzelwerten zeigen sich Munich Re mit knapp zwei Prozent an der Spitze der Gewinner. Nennenswert zulegen können auch MTU mit etwa 1,5 Prozent und Covestro, die ihren Mittwochsaufschlägen noch rund ein Prozent draufpacken. Auch Linde, die mit überzeugenden Quartalszahlen aufgewartet haben, verteuern sich. Dagegen nehmen Anleger bei VW nach einem Rekordquartal Gewinne mit: Die Papiere geben fast drei Prozent ab. Siemens verlieren mehr als vier Prozent, Allianz knapp vier Prozent. Letztere werden aber ex Dividende gehandelt.

Siemens
Siemens 133,70
Munich Re
Munich Re 236,10

17:36 Uhr

Goldpreis überspringt 1800er Marke

Unterstützt von einem schwächelnden Dollar zieht der Goldpreis an. Er steigt um 1,7 Prozent auf ein Zweieinhalbmonatshoch von 1816,57 Dollar je Feinunze. Der Sprung über die psychologisch wichtige 1800er Marke löse Anschlusskäufe aus und mache den Weg für weitere Kursgewinne frei, sagt Analyst Jim Wyckoff vom Brokerhaus Kitco. Die Abwertung des Dollar macht das Edelmetall für Investoren außerhalb der USA attraktiver.

Gold in USD
Gold in USD 1.770,82

17:09 Uhr

Großauftrag möglich: Nikola-Aktien nehmen Fahrt auf

Die Aktien von Nikola zeigen sich fester und beenden damit zunächst eine siebentägige Verluststrecke. Der Hersteller von Elektrofahrzeugen hat über einen "Letter of Intent" zum Auftrag von 100 Sattelschleppern informiert. Dieser ist Teil einer Zusammenarbeit mit der kalifornischen Lkw-Transport-Gesellschaft Total Transportation Services und soll die Emissionen beim Transport im Hafen von Los Angeles/Long Beach auf Null reduzieren. Der Auftrag beinhaltet batterie- wie brenstoffzellengetriebene Fahrzeuge. Im ersten Halbjahr 2022 soll der Auftrag mit einem Pilotversuch beginnen. Sollte dies zufriedenstellend verlaufen und Total Transportation zudem eine Staatshilfe erhalten, sollen später im Jahr 30 Batterie- und 70 Brennstoffzellen-Fahrzeuge geliefert werden. In den vergangenen drei Monaten sind die Nikola-Anteilsscheine rund 56 Prozent abgestürzt. Aktuell steigen sie knapp zwei Prozent.

Nikola
Nikola 14,34

16:38 Uhr

Moderna schreibt erstmals schwarze Zahlen: Corona-Impfstoff hilft

Die weltweite Impfkampagne zur Bekämpfung des Coronavirus hat dem US-Biotechunternehmen Moderna erstmals in seiner Geschichte zu einem Gewinn verholfen. Dieser belief sich im ersten Quartal 2021 auf 1,22 Milliarden Dollar, wie der Impfstoffhersteller mitteilt. Im Vorjahr war noch ein Verlust von 124 Millionen Dollar angefallen. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen, das die Produktion seines Corona-Impfstoffs kräftig steigern will, nun ein Umsatzplus von 4,3 Prozent auf 19,2 Milliarden Dollar. Bisher hatte Moderna statt der bislang in Aussicht gestellten 18,4 Milliarden Dollar.

"Gespräche mit neuen Regierungen in Asien, dem Nahen Osten, Afrika und Lateinamerika lassen uns glauben, dass unsere gesamten Vorabkaufverträge für 2022 höher sein sollten als die von 2021," sagt Konzernchef Stephane Bancel. In diesem Jahr will Moderna 800 Millionen bis eine Milliarde Impfstoffdosen produzieren, im kommenden Jahr dann drei Milliarden. Der Konzern hofft auf eine Zulassung des Vakzins für die Verwendung auch bei Kindern. Eine Studie mit Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren habe eine Wirksamkeit von 96 Prozent ergeben.

Das Vakzin beruht wie der Impfstoff von Biontech und Pfizer auf der sogenannten Boten-RNA-Technologie (mRNA). Diese nutzt das Nachrichtensystem des menschlichen Körpers, um Zellen in Fabriken zur Krankheitsbekämpfung zu verwandeln.

Moderna Inc.
Moderna Inc. 167,54

16:20 Uhr

Wall Street verfällt in Stagnationsmodus - aber: Achtung!

Am Tag vor den mit Spannung erwarteten US-Beschäftigtenzahlen halten sich Investoren mit Engagements an der Wall Street zurück. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P-500 kommen zunächst kaum vom Fleck.

Ein Stellenaufbau über der Markterwartung von 978.000 Jobs würde Inflations- und Zinserhöhungsspekulationen neue Nahrung geben. Ein Umdenken bei der US-Notenbank sei dennoch nicht zu erwarten, prognostizierte Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch. "Nach wie vor geben sich die Fed-Offiziellen alle Mühe, jegliche Spekulationen auf eine vorzeitige Abkehr von der ultra-lockeren Geldpolitik im Keim zu ersticken."

Bei den Unternehmen rücken die Anbieter von Coronavirus-Impfstoffen ins Rampenlicht, nachdem sich US-Präsident Joe Biden für eine vorübergehende Freigabe der Patente für diese Mittel ausgesprochen hatte. "Das könnte die Umsätze dieser Firmen schmälern, die sie sich von der Lizenzierung ihrer Patente versprochen hatten", sagt Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Die in den USA notieren Aktien der deutschen Pharmafirmen Biontech und Curevac fallen um jeweils mehr als zehn Prozent. Moderna und Novavax rutschen jeweils knapp acht Prozent ab. Pfizer verliert knapp drei Prozent.

Novavax
Novavax 146,28
Moderna Inc.
Moderna Inc. 167,54

 

15:44 Uhr

EY-Partner: Gab Jahre vor Wirecard-Kollaps Hinweise auf Betrug

Der Wirtschaftsprüfer des nach einem Bilanzbetrug kollabierten Zahlungsabwicklers Wirecard hatte schon Jahre vor der Insolvenz Hinweise auf Unregelmäßigkeiten. "Wir hatten Indikationen, aber keine Beweise", sagt EY-Partner Christian Muth im parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu dem milliardenschweren Finanzskandal. Er bezog sich dabei auf Unregelmäßigkeiten nach Übernahmen in Indien, die Gegenstand einer Sonderprüfung waren. Muth sagte, er schiebe viel Frust mit sich rum. Daten und Emails seien in dem Fall immer wieder nicht zur Verfügung gestellt worden, auch Interviews nicht zustandegekommen ebenso wie eine Reise nach Indien.

Muth ist beim jahrelangen Wirecard-Prüfer Ernst & Young (EY) ein sogenannter Forensiker. "Wir suchen und finden Fakten", so der 45-Jährige. Dies geschehe durch die Auswertung der Buchhaltung, von Emails, öffentlich zugänglichen Informationen sowie Interviews mit Mitarbeitern in den zu prüfenden Unternehmen. Sein Team habe aber unabhängig vom eigentlichen Bilanz-Prüfungsteam agiert.

15:13 Uhr

Ölpreise geben nach

Trotz eines viel stärker als erwartet ausgefallenen Rückgangs der US-Rohölbestände geben die Ölpreise nach. Die Nordseesorte Brent verbilligt sich um 0,2 Prozent auf 68,84 Dollar je Fass, WTI fällt um 0,3 Prozent auf 65,45 Dollar. Die Rekordzahlen an Corona-Neuinfektionen in Indien schürten Sorgen, dass sich die Nachfrage langsamer erholen könnte, sagten die Experten der Commerzbank.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 73,51
Rohöl WTI
Rohöl WTI 71,65

15:01 Uhr

Bayer-Insektizide: EU-Gerichtshof bestätigt Verbot

Der Europäische Gerichtshof hat das teilweise Verbot von bestimmten Insektiziden zum Schutz von Bienen bestätigt. Das Gericht weist die Berufung des Bayer-Konzerns ab, der damit die Entscheidung eines anderen EU-Gerichts kippen wollte. Das Gericht der Europäischen Union in Luxemburg hatte 2018 Beschränkungen beim Einsatz von drei Insektiziden verhängt. Dabei geht es um die Neonikotinoide Imidacloprid von Bayer CropScience, Clothianidin von Takeda Chemical und Bayer CropScience sowie Thiamethoxam von Syngenta.

"Bayer ist enttäuscht darüber, dass die wesentlichen Aspekte dieses Falles vom Gericht nicht anerkannt wurden", sagt ein Sprecher des Leverkusener Pharma- und Chemiekonzerns. Der Konzern sei überzeugt davon, dass die Mittel gemäß der Gebrauchsinformationen sicher verwendet werden könnten.

Die Europäische Kommission hatte 2013 EU-weite Auflagen für den Einsatz der drei Wirkstoffe erlassen. Diese werden zur Behandlung von Pflanzen- und Getreidearten verwendet, die insbesondere Bienen anziehen. Nach den Feststellungen der Kommission gefährden diese Pflanzenschutzmittel aber die Bienen. Bayer-Aktien zeigen sich davon unbeeindruckt, legen 0,8 Prozent zu.

Bayer
Bayer 52,79

14:47 Uhr

Türkische Lira ist wieder im Aufwind

Das Festhalten der türkischen Zentralbank an ihrer bisherigen Geldpolitik gibt der Währung des Landes, Lira, Auftrieb. Im Gegenzug verbilligte sich der Dollar auf 8,2806 von zuvor 8,3004 Lira und der Euro auf 9,9620 von 10,0188 Lira. Die Notenbank belässt den Leitzins bei 19 Prozent.

14:34 Uhr

Pfund fährt Achterbahn

Nach der Zinsentscheidung der Bank of England geht das Pfund auf Achterbahnfahrt. In einer ersten Reaktion fällt die britische Devise um knapp ein halbes Prozent auf 1,3853 Dollar von zuvor 1,39 Dollar. Anschließend geht es wieder nach oben auf ein Tageshoch von 1,3940 Dollar. Die Notenbanker tasteten den Leitzins nicht an, wollen aber das Tempo bei ihren Anleihekäufen drosseln.

Britisches Pfund / Euro
Britisches Pfund / Euro 1,16
Euro / Britisches Pfund
Euro / Britisches Pfund 1,16

 

13:59 Uhr

Aston Martin-Kurs rast ins Plus

Aston Martin legen nach guten Quartalszahlen zeitweise bis zu vier Prozent zu. Wie die Citigroup anmerkt, sind die Umsätze mit 224 Millionen Pfund über der Schätzung von 200 Millionen geblieben. Das EBITDA von 20,7 Millionen Pfund liege ebenfalls über der Konsensschätzung von 18,7 Millionen. Auch der Free Cashflow sei stark ausgefallen.

13:21 Uhr

Henkel-Kurs hat Nachholpotenzial

Eine höhere Marge bei einem stärkeren Wachstum des organischen Umsatzes, das ist positiv", so ein Marktteilnehmer mit Blick auf Henkel. Häufig gehe Umsatzwachstum zu Lasten der Marge, das sei hier nicht der Fall. Die Prognose für die EBIT-Marge hat das Unternehmen auf 14 bis 15 Prozent erhöht von 13,5 bis 14,5 Prozent, die Prognose für das organische Wachstum auf 4 bis 6 von 2 bis 5 Prozent. "Für den Kurs ist das positiv, zudem sind Henkel-Aktien hinter dem Gesamtmarkt zurückgeblieben", so der Marktteilnehmer. Aktuell notieren Henkel-Papiere rund zwei Prozent im Minus.

Henkel
Henkel 90,00

12:59 Uhr

Biontech bis Moderna: Impfstoff-Aktien an Wall Street vorbörslich stark unter Druck

Bei den Einzelwerten an der Wall Street stehen die Aktien von Covid-19-Impfstoffherstellern weiter im Fokus - und zwar mit weiteren Kursverlusten im Vorbörsengeschäft. Hintergrund ist, dass die US-Regierung sich am Mittwoch für eine vorübergehende Aussetzung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe ausgesprochen hat. Die EU hat sich offen für Gespräche darüber gezeigt. Auf Nasdaq.com verlieren Moderna weitere rund 3 Prozent, Biontech fast 6 Prozent, Curevac 4,1 Prozent und Pfizer 3,3 Prozent.

Moderna Inc.
Moderna Inc. 167,54

Biontech
Biontech 184,60
Pfizer
Pfizer 32,58

 

12:40 Uhr

Futures deuten auf behauptete Wall Street

Auf einen gut behaupteten Start an der Wall Street deuten die Futures auf die wichtigen Indizes hin. Noch vor Handelsbeginn stehen aber die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten auf dem Kalender. Sie könnten - zumal vor dem offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag - für Bewegung sorgen. Sollten sie allzu robust ausfallen und damit untermauern, dass sich die US-Wirtschaft weiter dynamisch erholt, könnte das wieder Spekulationen über eine anziehende Inflation befeuern und damit automatisch auch über eine womöglich doch schon früher als bislang erwartet wieder straffere US-Geldpolitik.

Insbesondere weil sich die Indizes ohnehin nahe an ihren Rekordhochs bewegen und die Bewertungen der Aktien als hoch gelten, könnte der Markt darauf sehr empfindlich reagieren. Andererseits gibt es aber auch Stimmen, die starke Konjunkturdaten weiter als Kurstreiber nach oben sehen. Bei den US-Renditen herrscht aktuell aber noch Ruhe, die Zehnjahresrendite bewegt sich kaum verändert um 1,58 Prozent.

Potenziell kursbewegende Quartalszahlen legen derweil bereits vor Handelsbeginn unter anderem Moderna, CBS, Blue Apron und Kellogg vor. Nachbörslich stehen die Zahlen unter anderem von News Corp. und Beyond Meat auf dem Kalender.

11:57 Uhr

ING schlägt Unicredit? Kursreaktion sieht anders aus

Die Zahlen passen in das günstige Bild der Banken", sagt ein Marktteilnehmer mit Blick auf ING und Unicredit. Beide Banken haben die Gewinnerwartungen geschlagen. "Trotzdem sind die Zahlen der ING qualitativ besser", ergänzt der Händler. Denn Unicredit habe deutlich weniger in die Risikovorsorge gesteckt als erwartet, darum bereinigt habe der Gewinn die Erwartungen sogar verfehlt. "Andererseits ist der Swing beim Zinsgeschäft und bei den Provisionserlösen auch bei Unicredit stark, und die Erlöse insgesamt liegen über den Erwartungen", sagt er. ING-Aktien fallen 1,7 Prozent, Unicredit-Papiere steigen dagegen mehr als 5 Prozent.

ING Groep
ING Groep 10,90

 

11:33 Uhr

USA wollen Patente aussetzen: Biontech-Aktie rutscht ab

Die Aktien der Impfstoff-Hersteller Biontech und Curevac geben weiter nach. Die EU zeigt sich offen für den Vorschlag der USA, den Patentschutz für Corona-Impfstoffe vorübergehend aufzuheben. Biontech verlieren bis zu 18,7 Prozent auf ein Zweiwochentief von 130,80 Euro, Curevac brechen 15,7 Prozent auf ein Dreiwochen-tief von 80,70 Euro ein. Bereits am Mittwoch waren die Aktien von Pfizer und Moderna im US-Handel abgerutscht.

Biontech
Biontech 184,60
Curevac
Curevac 52,99

 

11:08 Uhr

Deutsche Börse punktet mit Übernahme

Auf ein positives Echo im Handel trifft der Kauf der verbleibenden 49-Prozent-Beteiligung der UBS am Clearstream Fund Centre durch die Deutsche Börse. Der Kauf passt in die Strategie der Eschborner und ist per se keine wirkliche Überraschung. Positiv ist der Kaufpreis zu werten, der in etwa dem entspricht, was die Deutsche Börse für die 51 Prozent am Fund Centre bezahlt hatte. Übernahmen sind fester Bestandteil der Wachstumsstrategie der Deutschen Börse. Damit soll die Abhängigkeit von zyklischen Faktoren verringert und das strukturelle Wachstum gestärkt werden. Deutsche Börse-Titel notieren kaum verändert.

Deutsche Börse
Deutsche Börse 144,30

10:50 Uhr

Infineon sichert sich Rohstoffe für Chip-Herstellung

Mitten in der weltweiten Chip-Knappheit besorgt sich der Halbleiter-Konzern Infineon über einen japanischen Wafer-Produzenten Grundmaterial für die Herstellung bestimmter Chips. Der Vertrag mit Showa Denko laufe über mindestens zwei Jahre, teilen die Münchener mit. Die Japaner liefern Siliziumkarbid-Material (SiC), das für die Produktion von bestimmten Mikrochips benötigt wird. SiC ermögliche effiziente und robuste Leistungshalbleiter, die insbesondere in den Bereichen der Fotovoltaik, der industriellen Stromversorgung und der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge zum Einsatz kommen.

Die derzeit knappen Chips behindern derzeit viele Branchen, vor allem aber hat die Autoindustrie darunter zu leiden. In vielen Werken müssen die Bänder zeitweise angehalten werden, da die Chips fehlen und die Autos nicht komplett montiert werden können. Das trübt die Aussichten für die Branche in diesem Jahr. Infineon-Papiere geben leicht nach und fallen 0,4 Prozent.

Infineon
Infineon 32,48

 

10:33 Uhr

Impfstoff-Patentschutz: EU ist zu Gesprächen über Aussetzen bereit

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zeigt sich offen für den Vorschlag der USA, den Patentschutz für Corona-Impfstoffe vorübergehend aufzuheben. Die EU sei willens, alle Vorschläge zu diskutieren, die darauf abzielen, mit der Krise auf eine effektive und pragmatische Weise umzugehen, sagt von der Leyen. "Deshalb sind wir bereit zu diskutieren, wie der US-Vorschlag für einen Verzicht auf den Schutz des geistigen Eigentums für Covid-19-Impfstoffe dazu beitragen könnte, dieses Ziel zu erreichen."

US-Präsident Joe Biden hatte sich am Mittwoch für eine zeitlich befristete Aussetzung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe ausgesprochen. Bislang blockierten die USA und mehrere andere Staaten bei der Welthandelsorganisation (WTO) einen von Indien und Südafrika vorangetriebenen Plan, durch eine Einschränkung des geistigen Eigentums der Pharma-Konzerne eine stärkere Impfstoff-Produktion in Entwicklungsländern zu ermöglichen.

Die Kehrtwende der USA setze die Aktien von Impfstoffherstellern unter Druck. Die Papiere von Biontech verloren am Donnerstag in Frankfurt gut zwölf Prozent, die Titel von Curevac büßten mehr als zehn Prozent ein. Bereits am Mittwoch waren die Aktien von Pfizer und Moderna im US-Handel abgerutscht.

10:00 Uhr

Maschinenbauer verzeichnen Auftragsboom

Die Orderbücher der von der Corona-Krise gebeutelten deutschen Maschinenbauer füllen sich zunehmend. Im März stiegen die Bestellungen um 29 Prozent, wie der Branchenverband VDMA mitteilt. Dabei legten die Auftragseingänge im Inland um 20 Prozent zu und im Ausland um 34 Prozent. "Zum einen hinterließ die Corona-Pandemie im März des vergangenen Jahres bereits erste Spuren in den Orderbüchern, daher ist die Vergleichsbasis entsprechend niedrig. Zum anderen profitieren die Unternehmen nun davon, dass sich der Auftragseingang eindeutig beschleunigt", erklärt VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

In den ersten drei Monaten des Jahres stiegen die Bestellungen um neun Prozent - im Inland stagnierten sie, im Ausland legten sie um 15 Prozent zu. Es gebe aber auch "Sand im Getriebe", betonte Wiechers. Engpässe bei Zulieferungen sorgten zunehmend für Produktionsbehinderungen. Seit Herbst 2020 spüren die Maschinenbauer wieder Rückenwind und haben bereits zwei Mal ihre Prognose für 2021 angehoben. Es wird nun ein Produktionsplus von sieben statt um vier Prozent erwartet.

09:43 Uhr

Elringklinger-Kurs nach Zahlen sehr fest

Elringklinger-Aktien reagieren sehr fest auf ihr Zahlenwerk. Der Kurs steigt 2,3 Prozent. "Die Zahlen weisen in die richtige Richtung", sagt ein Marktteilnehmer. Umsatz und Marge stiegen, die Verschuldung sinke.

ElringKlinger
ElringKlinger 14,77

09:09 Uhr

"Zahlen-Ramba-Zamba" lässt Dax kalt

Dem Kursrutsch am Dienstag unter 15.900 Punkte folgt ein Kurssprung zur Wochenmitte auf 15.171 Zähler - und dieses Niveau kann der Dax zum Start in den Donnerstagshandel halten. Der deutsche Börsenleitindex notiert bei einem Stand von 15.210 Punkten knapp 0,3 Prozent im Plus.

Dax
Dax 15.448,04

"Der Dax ist zurück in seinem Korridor zwischen 15.070 und 15.500 Punkten - ein positives Zeichen", kommentiert ntv-Börsenexperte Frank Meyer, der zudem von einem "Großkampftag" an der Börse spricht und auf die "Zahlenflut" im Dax verweist, wo etwa VW, Henkel und Conti ihre Bücher geöffnet haben. "Ein echtes Zahlen-Ramba-Zamba: VW und Henkel haben etwa ihre Prognosen angehoben, die Kurse legen zu. Den Dax lässt das aber zunächst kalt."

VW Vorzüge
VW Vorzüge 218,40

Henkel
Henkel 90,00
Continental
Continental 124,02

 

08:55 Uhr

Banker zu deutschen Industrieaufträgen und Inflationsdruck

Der anhaltend kräftige Zufluss von Aufträgen für die deutsche Industrie stellt aus Sicht von Alexander Krüger, Chefvolkswirt des Bankhauses Lampe, noch kein Inflationsrisiko dar. "Zwar wird Produktion für die nächsten Monate gesichert, die Auftragsreichweite steigt vorerst weiter und es nützt der Kapazitätsauslastung, aber noch sind die Kapazitäten nicht voll ausgelastet und selbst wenn wir eines Tages an diesen Punkt kommen oder auch darüber hinaus gehen, haben wir deshalb nicht gleich Inflation", sagt er.

08:45 Uhr

Conti-Chef erwartet weitere schwierige Monate

Nikolai Setzer, inzwischen Vorsitzender des Vorstands der Continental AG, spricht. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild

Nikolai Setzer

(Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild)

Schwer zu kämpfen hat Continental: Der Autozulieferer hat den Gewinn im ersten Quartal gegenüber dem schwachen Vorjahreszeitraum gesteigert. Unter dem Strich verdiente der Dax-Konzern 448 Millionen Euro nach 292 Millionen Euro zum Jahresauftakt 2020, als der Ausbruch die Corona-Krise das Geschäft dämpfte.

Allerdings blieben die kommenden Monate "sehr herausfordernd", sagte Conti-Chef Nikolai Setzer. Engpässe bei Elektronikbauteilen, steigende Rohstoffpreise und die Corona-Pandemie belasteten die globale Wirtschaft. Insbesondere der für den zweitgrößten deutschen Autozulieferer wichtige europäische Automarkt erhole sich nur langsam.

08:35 Uhr

Analysten zu vorsichtig - Industrie stärker als erwartet

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(Foto: imago images/Rupert Oberhäuser)

Es geht kräftig aufwärts: Die deutsche Industrie hat im März den dritten Monat in Folge mehr Aufträge an Land gezogen. Die Bestellungen wuchsen vor allem wegen der stark verbesserten Inlandsnachfrage um 3,0 Prozent zum Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg von 1,7 Prozent gerechnet. Im Februar hatte es ein Plus von 1,4 Prozent gegeben. Gemessen am Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie, liegen die Bestellungen nun um 9,1 Prozent höher.

Die Aufträge aus dem Inland legten diesmal um 4,9 Prozent zu. Das Auslandsgeschäft wuchs um 1,6 Prozent. Dabei nahmen die Bestellungen aus der Eurozone um 0,7 Prozent zu, während die aus dem restlichen Ausland um 2,2 Prozent.

Die exportabhängige deutsche Industrie kann in den kommenden Monaten von der Erholung des Welthandels von der Corona-Krise  profitieren. Nach dem historischen Einbruch 2020 dürfte die Weltwirtschaft dieses Jahr um 6,0 Prozent zulegen und damit so stark wie seit 1976 nicht mehr, sagt der Internationale Währungsfonds (IWF) voraus.

08:27 Uhr

Munich Re profitiert von starker Ergo

Die Munich Re hat ihren Gewinn im ersten Quartal dank einer insgesamt niedrigeren Schadensbelastung als im Vorjahr und des starken Ergebnisses des Erstversicherers Ergo gesteigert. Die hohen Belastungen aus dem Wintereinbruch in den USA steckte der Rückversicherer weg. Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte der Dax-Konzern.

Nach Steuern verdiente die Munich Re 589 Millionen Euro nach 221 Millionen im Vorjahreszeitraum. Abzüglich Anteilen Dritter lag der Gewinn bei 584 Millionen Euro, der Gewinn je Aktie betrug 4,24 Euro. Munich Re hatte Mitte April bereits vorläufig einen Gewinn von etwa 600 Millionen Euro gemeldet.

08:24 Uhr

Corona bremst Fresenius und FMC aus

Die Corona-Krise hat auch zu Jahresbeginn ihre Spuren beim Gesundheitskonzern Fresenius hinterlassen. Der Umsatz stieg im ersten Quartal währungsbereinigt zwar um 3 Prozent auf 9 Milliarden Euro, wie das Dax-Unternehmen mitteilte. Das bereinigte operative Ergebnis fiel dagegen um 6 Prozent auf rund eine Milliarde Euro. Das Konzernergebnis ging bereinigt um zwei Prozent auf 435 Millionen Euro zurück, lag damit aber noch über den Schätzungen von Analysten, die lediglich mit 411 Millionen Euro gerechnet hatten.

Ohne die Dialysetochter FMC erwartet Fresenius ein Wachstum des währungsbereinigten Konzernergebnisses im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. FMC bekam die Pandemie im ersten Quartal noch stärker zu spüren als der Mutterkonzern. Der Umsatz stieg währungsbereinigt um ein Prozent auf 4,2 Milliarden Euro, das operative Ergebnis fiel allerdings bereinigt um acht Prozent auf 474 Millionen Euro. Gerade Dialysepatienten seien anfälliger für Covid-19. Allerdings gehe deren Übersterblichkeit seit Februar zurück, teilte FMC mit.

08:01 Uhr

Volkswagen verzeichnet kräftigen Gewinnsprung

Zufriedene Gesichter in Wolfsburg: Volkswagen hat trotz des weltweiten Chipmangels inmitten der Pandemie eines der besten ersten Quartale seiner Geschichte eingefahren. Das operative Ergebnis des Konzerns verfünffachte sich zu Jahresbeginn auf 4,8 Milliarden Euro. Vor Jahresfrist war das Ergebnis wegen des Corona-bedingten Stillstands großer Teile der Produktion um 80 Prozent auf rund 900 Millionen Euro eingebrochen. Die rasante Erholung vor allem in China sorgte dafür, dass die Auslieferungen um mehr als ein Fünftel auf rund 2,4 Millionen Fahrzeuge kletterten.

Den Ausblick für das Gesamtjahr hob der Dax-Konzern daraufhin an. Statt, wie bisher prognostiziert, eine operative Rendite am oberen Ende der Spanne zwischen fünf und 6,5 Prozent werden nun bis zu sieben Prozent in Aussicht gestellt. "Wir sind mit viel Momentum ins Jahr gestartet und operativ stark unterwegs", sagte Konzernchef Herbert Diess. Die Elektro-Offensive nehme weiter Fahrt auf und bei der Transformation komme Volkswagen gut voran.

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07:39 Uhr

Bericht: Commerzbank bietet Altersteilzeit an

Commerzbank
Commerzbank 6,18

Die Commerzbank setzt bei ihrem geplanten Jobabbau einem Medienbericht zufolge auf Altersteilzeit- und Vorruhestandsregelungen. Der mit den Arbeitnehmervertretern ausgehandelte Plan sehe im Kern eine Altersteilzeit-Regelung für Beschäftigte der Jahrgänge bis 1969 vor, berichtete die "Börsen-Zeitung". Das Programm laufe acht Jahre und sei in zwei Phasen aufgeteilt. Die ersten vier Jahre arbeiteten die Mitarbeiter in Vollzeit, erhielten aber nur die Hälfte ihres Gehalts. Zudem gebe es eine Vorruhestandsregelung, die für Beschäftigte gelte, die ihr 56. Lebensjahr im Laufe des Jahres 2024 vollenden.

Laut Reuters soll der Gesamtbetriebsrat dem Sozialplan am Freitag zustimmen. Gelingt es, könnte es der Bank gelingen, bei der Restrukturierung auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten. Bereits vor ein paar Wochen hatte sich Bankchef Manfred Knof auf ein Freiwilligenprogramm für 1700 Mitarbeiter mit den Arbeitnehmervertretern verständigt. Das MDax-Unternehmen will insgesamt 10.000 seiner rund 40.000 Stellen abbauen.

07:34 Uhr

Corona ist Balsam für Zalando

Ein weiterer Teil des Zahlenreigens: Der Online-Modehändler Zalando profitiert weiter vom durch Corona verstärkten Trend zum Internetkauf. Im ersten Quartal stiegen die Erlöse um fast 47 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro, wie das Unternehmen bei der Vorlage endgültiger Zahlen in Berlin mitteilte. Netto verdiente Zalando 34,5 Millionen Euro.

Neben der hohen Nachfrage spielten auch geringere Retouren dem Berliner Unternehmen in die Karten. Im Vorjahr war noch ein Verlust von 86,4 Millionen Euro angefallen. In dem schwachen Vorjahresquartal hatte die Corona-Krise erstmals zugeschlagen und kurzzeitig die Kauflust der Verbraucher getrübt. Zudem hatten Sonderabschreibungen auf den Warenbestand belastet. Erst am Vorabend hat das Unternehmen seine Jahresprognose erhöht.

07:24 Uhr

Chinas aggressive Außenpolitik ist Damoklesschwert über Dax

Dax
Dax 15.448,04

An den europäischen Aktienmärkten rechnen Händler mit einem wenig veränderten Handelsbeginn. Dax und EuroStoxx50 dürften ein paar Punkte abbröckeln, hieß es in Frankfurt. Gut eineinhalb Stunden vor Ertönen der Glocke notierte der Dax bei 15.169 Zählern.

Während die abnehmenden Corona-Infektionszahlen die Konjunkturerwartungen stützen, bleiben auch die Spannungen um die aggressive chinesische Außenpolitik ein Damoklesschwert über den Märkten. Am Morgen gaben die Börsen in Shanghai und in Sydney wegen der Spannungen nach. "Deutschland ist stark China-lastig, China der größte Handelspartner", so ein Händler.

Mit einem Auge schauen Börsianer zudem auf die Parlamentswahl in Schottland. Da die Schottische Nationalpartei (SNP) die absolute Mehrheit wohl verfehlen werde, erwarten sie aber keine Kursturbulenzen beim Pfund Sterling. Denn damit wäre ein erneutes Unabhängigkeitsreferendum unwahrscheinlicher. Parallel dazu berät die Bank von England (BoE) über ihre Geldpolitik. Analysten erwarten eine Drosselung der Wertpapierkäufe.

Vom Umfeld kommen ansonsten aber keine stärkeren Impulse: Die Vorlagen aus Asien sind insgesamt uneinheitlich, der Euro wird weiterhin eng an der Marke von 1,20 US-Dollar gehandelt, und die Renditen bewegen sich ebenfalls nur wenig. Daneben bleiben die Blicke auf die Berichtssaison gerichtet.

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(Foto: picture alliance/dpa)

07:13 Uhr

Bei Evonik hellen sich die Mienen etwas auf

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(Foto: picture alliance/dpa)

Nun beginnt die heutige Zahlenflut. Evonik wird dank guter Geschäfte mit der Auto- und der Bauindustrie sowie rund um Hygieneanwendungen für 2021 ein wenig zuversichtlicher. Zudem zog die Nachfrage nach Zusatzstoffen für die Produktion etwa von Windrädern oder auch für Schaumstoffe, die in Matratzen sowie zur Dämmung von Kühlschränken verwendet werden, weiter an. Evonik-Chef Christian Kullmann erwartet daher im laufenden Jahr ein um Sondereffekte bereinigtes operatives Ergebnis (Ebitda) zwischen 2,1 und 2,3 Milliarden Euro, was am unteren Ende 100 Millionen Euro mehr sind als bislang. Experten haben für 2021 im Mittel bereits rund 2,2 Milliarden Euro auf dem Zettel. Den Umsatz erwartet Kullmann weiter zwischen 12 und 14 Milliarden Euro.

Im ersten Quartal erzielte der Spezialchemiekonzern bei einem Umsatzplus von im Jahresvergleich um rund 4 Prozent auf 3,36 Milliarden Euro ein operatives Ergebnis von 588 Millionen Euro. Das waren 15 Prozent mehr als vor einem Jahr und mehr als von Experten erwartet.

07:05 Uhr

Paypal-Aktie nachbörslich stark

Der Trend zum Onlinehandel während der Corona-Pandemie hat dem Zahlungsdienst Paypal einen Gewinn über Expertenerwartungen beschert. Für das erste Quartal gaben die Kalifornier einen Nettogewinn von 1,46 Milliarden Dollar bekannt nach 786 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn je Aktie betrug 1,22 Dollar, während Experten Refinitiv-Daten zufolge 1,01 Dollar vorhergesagt hatten.

Insgesamt sei ein Zahlungsvolumen von 285 Milliarden Dollar abgewickelt worden - ein Rekord - und netto 14,5 Millionen neue aktive Kunden hinzugekommen. Die Paypal-Aktie stieg nachbörslich um zeitweise mehr als 4 Prozent.

Paypal
Paypal 238,30

07:03 Uhr

Mit Vollgas aus der Krise - BMW gibt kräftig Gummi

BMW
BMW 90,95

Corona ist abgehakt: BMW hat im April weltweit rund 220.000 Autos verkauft  und damit gut 10 Prozent mehr als im April des Vorkrisen-Jahres 2019. In allen Regionen der Welt seien die damaligen Absatzzahlen übertroffen worden, teilte der Dax-Konzern in München mit. Damit habe man den Absatzerfolg des ersten Quartals fortgeführt, sagte Vertriebsvorstand Pieter Nota. Im ersten Quartal hatte BMW dank der hohen Nachfrage in Asien 5 Prozent mehr Autos verkauft als vor der Corona-Krise.

 Besonders erfreulich sei das Interesse an Elektroautos, sagte Nota: "Wir sind gut unterwegs, unseren Absatz an vollelektrischen Fahrzeugen in diesem Jahr wie geplant zu verdoppeln." Mit aktuell 3 E-Autos und 14 Plug-in-Hybriden biete der BMW-Konzern mehr elektrifizierte Modelle als die Konkurrenz.

06:48 Uhr

Ab Montag Auto1 für Grenke in SDax - MDax ruft aber bereits

Der Kleinwerteindex SDax ist für die Auto1 Group voraussichtlich nur Zwischenstation. Gerade mit der Aufnahme in den SDax dürfte die Liquidität zunehmen, so dass der Aufstieg in den MDax im Juni noch wahrscheinlicher werden dürfte. Grenke werden aufgrund des neuen Kriteriums "Verletzung der Basiskriterien" kurzfristig zum Montag aus dem SDax entnommen. Sollten sie die Publikationspflichten wieder erfüllen, ist eine spätere Rückkehr in den SDax möglich. Schwächster SDax-Wert in der jüngsten Rangliste waren König & Bauer, die laut Kriterien auf einem Fast-Exit-Platz standen.

Auto1 dürften steigen, besonders am Freitag, wenn die Aufnahme zum Schlusskurs vollzogen wird. Grenke dürften entsprechend nachgeben.

06:27 Uhr

Chinesen lassen die ökonomischen Muskeln spielen

Hier etwas mehr zum chinesischen Handeln: Die Volksrepublik hat ein Wirtschaftsabkommen ("Strategic Economic Dialogue Deal") mit Australien wegen der "derzeitigen Haltung" der australischen Regierung ausgesetzt, teilte Chinas Nationale Kommission für Entwicklung und Reform mit.

Im vergangenen Monat hatte die Regierung von Premierminister Scott Morrison ein zwischen China und dem australischen Bundesstaat Victoria geschlossenes Abkommen zur "Belt and Road Initiative" aufgekündigt, die auch als "Neue Seidenstraße" bezeichnet wird.

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(Foto: REUTERS)

06:19 Uhr

Aus dem Osten kommt Gutes - Nikkei präsentiert sich stark

Nikkei
Nikkei 27.901,46

Das ist doch schon mal ein guter Beginn: Die asiatischen Aktienmärkte verzeichnen nämlich angesichts der Hoffnungen auf eine starke wirtschaftliche Erholung Gewinne. Die Rohstoffpreise erreichten mehrjährige Höchstwerte. Der australische Dollar gab nach, nachdem China seinen Wirtschaftsdialog mit der Regierung in Canberra aufkündigt hatte.

In Tokio stieg der Nikkei stieg im Verlauf 2,0 Prozent höher auf 29.391 Punkte. Der breiter gefasste Topix nahm um 1,7 Prozent zu und lag bei 1930 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,2 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verlor 1,3 Prozent.

06:07 Uhr

Das wird heute für den Dax wichtig

Dax
Dax 15.448,04

Der jüngste Kursrutsch an den Börsen hat gestern die Schnäppchenjäger auf den Plan gerufen. Dax und EuroStoxx50 stiegen am Mittwoch um jeweils etwa zwei Prozent auf 15.170 beziehungsweise 3998 Punkte, nachdem sie am Dienstag als Reaktion auf Aussagen von US-Finanzministerin Janet Yellen zu möglichen Zinserhöhungen jeweils rund zwei Prozent abgerutscht waren.

Im Untersuchungsausschuss zum Bilanzskandal Wirecard ist heute ein früherer Anwalt der Wirecard als Zeuge geladen. Gestern hatte der in Untersuchungshaft sitzende Ex-Wirecard-Chef Markus Braun über einen Sprecher eine Verantwortung für den milliardenschweren Finanzskandal bei dem Zahlungsabwickler zurückgewiesen. Von den Betrügereien bei dem ehemaligen Dax-Konzern habe Braun erst aus den Akten der Ermittler erfahren, teilte sein Kommunikationsberater Dirk Metz der "Zeit".

Quartalszahlen werden ansonsten heute unter anderem von Volkswagen, Fresenius und Fresenius Medical Care, Moderna, Continental und Zalando erwartet.

Lesen Sie hier was gestern wichtig gewesen ist.

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